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Holocaust-Gedenktag

FC Augsburg hisst Regenbogenfahnen für queere NS-Opfer

Der Erstligist gedenkt am Samstag beim Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin der queeren Opfer des Nationalsozialismus. Anlass ist der 76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.


In der Ausgburger WWK Arena wird es am Samstag Eckfahnen in den Regenbogenfarben geben (Bild: EFL)

Der FC Augsburg (FCA) setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung, gegen das Vergessen der menschenverachtenden Gräueltaten im Nationalsozialismus und für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft. So werden am Samstag um 15.30 Uhr beim Heimspiel gegen den 1. FC Union sowohl die Eckfahnen als auch die FCA-Kapitänsbinde die Farben der Regenbogenfahne tragen. Außerdem wird die WWK Arena am Mittwoch kommender Woche in den Regenbogenfarben leuchten.

Hintergrund der Aktionen: Am 27. Januar wird der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Anlass ist der 76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

"Erinnerungstag im deutschen Fußball"

Wie in den vergangenen Jahren unterstützt der FC Augsburg in Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auch dieses Jahr den "Erinnerungstag im deutschen Fußball" von der Initiative "!Nie wieder". Bei den Aktionen und Veranstaltungen stehen 2021 die Menschen im Mittelpunkt, "die aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität stigmatisiert, brutal verfolgt und ermordet wurden", teilte der Verein auf seiner Homepage mit.

Am 27. Januar erscheint zugleich die erste Folge von "Rosenaugeflüster", einem Podcast, der vom Fanprojekt Augsburg des Stadtjugendrings in Zusammenarbeit mit den Fanbeauftragten des FCA produziert wird. Dieser beschäftigt sich in der Premierenausgabe mit der Frage: "Wo zum Teufel sind die anderen? – Warum outen sich aktive Fußballprofis nicht?" Gäste sind die ehemaligen Profis Thomas Hitzlsperger und Marcus Urban, die sich beide öffentlich zu ihrer Homosexualität bekannt haben, sowie Pia Mann von Discover Football – Fußball und Begegnung e.V.

Der FCA plant zusammen mit dem Fanprojekt zudem eine Stadtführung mit dem Schwerpunkt auf der Geschichte queerer und feministischer Bewegungen in Augsburg. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen wird diese voraussichtlich erst im Sommer stattfinden können.

Gedenken auch in Berlin und Köln


Am Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wird es in diesem Jahr keine Reden geben (Bild: Scott Hux)

In Berlin laden die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg am 27. Januar zum Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus ein. Bei dem stillen Gedenken am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wird es aufgrund der aktuellen Pandemie keine Reden geben. Wegen der beengten Verhältnisse ist auch keine Zusammenkunft in großer Gruppe geplant. Vielmehr werden alle Menschen aufgerufen, im Laufe des Tages individuell Blumen und Kränze niederzulegen.

In Köln wird am 27. Januar um 17 Uhr eine etwa halbstündige digitale Gedenkveranstaltung stattfinden, zu der u.a. das Schwule Netzwerk NRW, die LAG Lesben und der LSVD NRW einladen. Inhaltlich orientiert sich das Gedenken an der traditionellen Offline-Veranstaltung am Mahnmal für die verfolgten Homosexuellen am Rheinufer. So soll es eine musikalische Umrahmung geben, Gedenkworte der Historikerin Marina Friemelt sowie eine Gedenkminute. Die Niederlegung von Blumengestecken am Mahnmal soll gestreamt werden.

Darüber hinaus können Interessierte einen persönlichen Gruß am Mahnmal platzieren. Auf der Website queeres-netzwerk.nrw/botschaft-27-1 besteht die Möglichkeit, eine kurze Gedenkbotschaft zu hinterlassen. Alle bis zum 26. Januar um 14 Uhr eingegangenen Nachrichten sollen wetterfest gedruckt und am Mittwoch am Mahnmal niedergelegt werden.

Die Veranstaltung findet als Videokonferenz über Zoom statt. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@queeres-netzwerk.nrw ist bis zum 27. Januar um 15 Uhr möglich. Ein Link zur Teilnahme soll bis ca. 16.30 Uhr verschickt werden. (cw/pm)



#1 VorbildlichAnonym
#2 Taemin
  • 22.01.2021, 10:14h
  • Der FC Bayern München beleuchtet sein Stadion zum CSD in den Regenbogenfarben, zuletzt im Juli 2020.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 swimniAnonym
  • 22.01.2021, 10:15h
  • super!!! herr schäuble, aus dessen büro heraus behauptet wird, es gäbe keine diskriminierungen mehr, kann sich ne ecke davon abschneiden.
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#4 AtreusProfil
  • 22.01.2021, 11:06hSÜW
  • Eine tolle Aktion! Bleibt zu hoffen, dass nicht analog zur Premier League, der Turjubel aufgrund der winzigen Feldgröße und Ausweichmöglichkeiten plötzlich an der Eckfahne ausgelebt wird.
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