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Kommentare zu:
Positive sind nicht Sündenböcke der Nation


#1 seb1983
  • 10.11.2005, 12:51h
  • also in diesem Bericht kann ich ja so nicht zustimmen.
    Habe schon öfter gelesen dass man sich auch verschiedene Vierenstämme zuziehen kann wenn Positive unsafen Sex haben, also ist das ja wohl ein thema über das man informieren muss.

    Dazu ob man Positive aus der GKV ausschließen soll sag ich mal nichts, aber Aids als eine Zivilisationskrankheit zu bezeichnen, da man ja sonst auch "andere Zivilisationskrankheiten ausschließen müsste" ist ja wohl purer Schwachsinn!!

    Zivilisationskrankheiten sind Krankheiten, die durch den Lebensstil in Industrieländern entstanden sind, und dazu gehört ja wohl nicht unsafe rumficken!!
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#2 MandyAnonym
  • 10.11.2005, 13:10h
  • Hier ein Artikel der das auch etwas relativierend betrachtet:

    aus CSG Aktuell:
    >>>>>>>>>>>>>

    Erstdiagnosen bei HIV gestiegen

    Wie mit Statistiken Menschen zu Sündern gemacht werden

    07.10.05 (Wh) In seinem neuen Halbjahresbericht veröffentlichte das "Robert-Koch-Institut" in Berlin am 30.09.2005 die neuen Zahlen zur Entwicklung der HIV-Infektionen in Deutschland. Dabei wurde ein deutlicher Anstieg der Erstinfektionen bei homosexuellen Männern festgestellt.

    Gerade die "christlichen" Medien aller Couleur griffen diese Meldung auf. Statistische Zahlen wurden dabei den Lesern unkommentiert und ohne den zwingend notwendigen statistischen Hintergrund präsentiert. Dabei mussten Leser den Eindruck gewinnen, dass weit über die Hälfte aller homosexuellen Männer mit dem HI-Virus infiziert sind. Viele dieser Medien kommentierten dann die Zahlen als Beweis für die Sündhaftigkeit und das angebliche Wirken Gottes in der Bestrafung Homosexueller.

    Eine derartige Berichterstattung ist schlicht unlauter. Folgendes wurde seitens des RKI entsprechend in seinem Halbjahresbulletin veröffentlicht:

    Mit Stand vom 1. September 2005 wurden in Deutschland 1.164 Fälle von Neuinfektionen mit dem HI-Virus gemeldet. Damit sind in Deutschland seit Beginn der Statistiken 1993 durch das RKI 24.269 Menschen als Erstdiagnose mit einem positiven Antikörpertest registriert worden.

    In Deutschland leben ca. 82 Millionen Menschen. Statistiker schätzen, dass mindestens 6 Millionen Menschen homosexuell sind. Gemessen am Bundesdurchschnitt sind davon rund 3,06 Millionen weiblich. Das Infektionsrisiko von homosexuellen Frauen mit dem HI-Virus liegt dabei im statistisch unrelevanten Feld. Lesbische Frauen haben laut WHO das geringste Ansteckungsrisiko mit dem Aids-Virus überhaupt, dieses liegt noch unter dem Promille-Bereich.

    Selbstverständlich, und das soll hier nicht schön geredet werden, sind die Zahl der Neuinfektionen bei homosexuellen Männer um erschreckende 20% gestiegen. Dies ganz deutlich in der Altersgruppe der 30-39jährigen.

    Diese Zahl macht 0,624% aller homosexuellen Männer in Deutschland aus. Dort sind laut RKI 18373 schwule Männer seit 1993 als Erstdiagnosen registriert worden, also rund 0,022% der Gesamtbevölkerung. Statistische Zahlen des RKI über die Zahl der Frauen, die homosexuell und infiziert sind, liegen nicht vor. Rechnerisch müssten jedoch seit 1993 ca. 380 Frauen, die auch homosexuell sind, sich mit dem HI-Virus angesteckt haben. Das wären 0,000471 % der Gesamtbevölkerung und 0,000919% aller Frauen in Deutschland.

    Laut der Veröffentlichung des RKI steigt aber auch die Zahl der Erstdiagnosen bei heterosexuellen Menschen stetig. Insgesamt scheinen viele Menschen höhere Risiken in ihrem sexuellen Verhalten einzugehen. Hier kann nur durch Aufklärung etwas getan werden. Unpassend, wie die Zahlen belegen, ist es jedoch, Aids als die Rache Gottes an homosexuellen Menschen zu bezeichnen.

    Abschließend bleibt zu bemerken, dass jeder infizierte Mensch, egal welcher sexuellen Identität, ein Mensch zu viel ist.
    >>>>>>>>>>>
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#3 ACopAnonym
  • 10.11.2005, 14:53h
  • Zitat "Mehrere Medienberichte zum Thema Bareback haben HIV-Positive verärgert."

    na und? verärgert ist nicht schlimm - andere anstecken aber schon!

    Der erste, große Irrtum ist, wenn man glaubt, die AIDS-Hilfe oder angeschlossene Gruppen würden die Ausbreitung von AIDS verhindern wollen. Das ist nicht der Zweck/Sinn dieser Gruppen. Die AIDS-Hilfe ist eine Vereinigung von HIV-Positiven für HIV-Positive. Daran ist nichts ehrenrühriges, aber diese Tatsache muss man bei allen Äußerungen, die aus dieser Richtung kommen beachten.

    Leider versuchen diese Gruppen (AIDS-Hilfe usw.) diese Tatsache möglichst unter den Teppich zu kehren, was ich nicht besonders fair finde.

    Zitat: "Unsafer Sex unter Positiven ist epidemiologisch unbedeutend, weil hierdurch keine Neuinfektionen entstehen."

    Wenn positive Menschen wirklich so eigenverantwortlich handeln würden, wäre die Seuche eigentlich (fast) ausgestorben.

    Es handelt sich hier, wie leider so oft, wiedermal um eine reine Ausrede, als Positiver ungeschützt poppen zu können, ohne das eigene Gewissen all zu sehr belasten zu müssen. Das kotzt mich persönlich wirklich an.

    Aber alle Barebacker finden eine andere Entschuldigung und daher geht die Infektion munter weiter. Aber das sagt ja schon der Name AIDS-Hilfe, oder?
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#4 SvenAnonym
  • 10.11.2005, 15:10h
  • Unsafer Sex kann(!!!) immer gefährlich sein. Nicht nur wegen der unterschiedlichen Virenstämme, denn es gibt ja auch noch andere sexuellübertragbare Krankheiten.

    HIV-Positive dürfen auf keinen Fall als Sündenböcke für was auch immer herhalten, davon kann ich nur abraten. Da braucht man in Deutschland wohl hoffentlich nicht viel sagen, ein kleiner Blick in die Geschichtsbücher reicht.

    Die GKV widerrum sucht nach Einsparmöglichkeiten überall. AIDS auszuschließen ist da sehr naheliegend, da es unheilbar ist und somit die Erkrankten nicht wieder gesund werden und der Gesellschaft nie mehr produktiv zur Verfügung stehen. Ökonomisch macht das Sinn. Da gibt es auch noch viele andere Beispiele, wo wir unsere Moral verkaufen. Doch hier kommen wir ganz schnell in ein anderes Thema -> Finanzierung von Medikamenten, Forschung, Ärzten, Pflegern etc.

    Eine Zivilisationskrankheit ist HIV nun wirklich nicht, wo kommt es denn her??

    Wenn Personen absichtlich andere infizieren, dann halte ich ihre Kriminalisierung für angebracht, schließlich ist es eine schwere Körperverletzung. In diesen Fällen gibt es immer zwei Positive, einen "bösen" Täter und ein "gutes" Opfer.

    Es kommt immer auf den Einzelnen an, wie er damit umgeht, mit sich und auch gegenüber anderen.
    Die Positiven, die diese Erklärung abgeben, sind scheinbar verantwortungsvoll, aber das gilt halt nicht für alle Positiven.
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#5 PierreAnonym
  • 10.11.2005, 15:12h
  • Hi,
    ich finde es eigenartig, dass viele Schwule nicht die Wahrheit vertragen können.
    Natürlich wird massenweise unsafe rumgemacht. Ohn Rücksicht auf Verluste. Manche legen es fast drauf an, so nicht sehr alt werden zu müssen.
    Dann doch lieber kurz und intensiv.
    Dass viele natürlich nicht von heute auf morgen an der Erkrankung sterben, ist vielen nicht bewusst.
    Unser Gesundheitssystem freut sich.
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#6 RickAnonym
  • 10.11.2005, 17:32h
  • queer.de solte sich mal selber an die eigene nase fassen. da wird ständig für barbackprodukte werbung gemacht und kräftig mitkassiert und dann schlägt man sich scheinheilig auf die seite von positiven. das ist doch unglaubwürdig. wenn die kasse klingelt ist es doch vorbei mit irgendeiner solidarität. ist doch kein wunder wenn die heteromedien dick auf den putz hauen und irgendwann der scheiß staatlich verboten wird. solange die schwulen medien/unternehmer mit barback fetten reibach einstecken wird der mist auch weiter verhökert und hochgejubelt. denn gut ist was die kasse klineln läßt.
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#7 whk RheinlandAnonym
  • 10.11.2005, 17:51h
  • @ ACop: Du scheinst ja ziemlich viel zu wissen. Seit wann ist die Aids-Hilfe "eine Vereinigung von HIV-Positiven für HIV-Positive"? Wo hast Du denn den Unsinn her? Deine Behauptung ist angesichts der jahrelangen Präventionsarbeit der Aids-Hilfen innerhalb der Homoszene (!) schlichtweg falsch. Man darf vielleicht daran erinnern, daß die zumeist von schwulen Männern gegründeten Aids-Hilfen, schon ehrenamtliche Präventionsarbeit in der Szene leistete, lange bevor es überhaupt staatliche Präventionsprogramme gab. Gerade bei im Bereich der Prävention haben die Aids-Hilfen eine beachtliche Pionierarbeit geleistet, als die Behörden bei dem Thema skandalöserweise noch wegschauten.

    Angesichts dessen ist auch Deine Behauptung, die AIDS-Hilfe "oder angeschlossene Gruppen" (welche meinst Du?) würden "die Ausbreitung von AIDS" gar nicht "verhindern wollen" nicht einmal von oberflächkicher Sachkenntnis getrübt - sorry!

    Es mag sein, daß das Papier des Bundespostiventreffens in seiner bedauerlichen Knappheit zu Mißinterpretationen einlädt. Unübersehbar ist jedoch, daß Positive darin Solidarität von der sonst ja gern herbeizitierten "gay community" einfordern und sich dagegen verwahren, von (Massen-)Medien, Politikern und Juristen (oder auch von der Szene selbst) erneut als gesellschaftliche Sündenböcke abgestempelt zu werden, wie schon in den 80er Jahren. Damals gab es immerhin noch eine sich als politischer Akteur verstehende "Schwulenbewegung", die sich gegen solche repressiven Ansinnen (wie etwa die Anwendung des Seuchengesetzes und das Internierung Aids-Kranker in "Lager") zu wehren wußte - eine politische Stärke, über die die schwule Szene heute leider nicht mehr verfügt.

    Wer den Ausschluß von Aids-Kranken oder HIV-Infizierten aus der gesetzlichen Krankenversicherung fordert, muß konsequenterweise auch fordern, Menschen mit HIV und Aids anschließend wie Sexverbrecher bis zum Lebensende "wegzusperren" (Gerhard Schröder), denn wer will nach dieser autoritären Logik schon sicher gehen, daß ins soziale Elend getriebenen und quasi zu Kriminellen deklarierten Betroffenen nicht trotzdem weiterhin Sex zu haben gedenken - Krankenversicherung hin oder her?

    Dein spektakulärer Einwand, es handele sich hier, "wie leider so oft, wiedermal um eine reine Ausrede, als Positiver ungeschützt poppen zu können, ohne das eigene Gewissen all zu sehr belasten zu müssen", erscheint mir daher etwas fehl am Platze: Zum Sex gehören immer mehr als eine Person: Die die (ungeschützt) poppt und die, die sich (ungeschützt) poppen läßt. Jeder der Sex hat, muß sich die Frage stellen, wie verantwortlich er mit seiner eigenen Sexualität umgeht und inwieweit er sich zu schützen gedenkt 8oder eben nicht). Diese Verantwortung allein den Postiven abzuverlangen scheint mir dem von der Homoszene und selbst von staatlichen Gesundheitsbehörden (noch?) akzeptierten Präventionsgedanken einigermaßen zu widersprechen.
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#8 ThomasAnonym
  • 10.11.2005, 18:21h
  • @ACop das barebacken geht weiter und das liegt einfach in der Natur des Menschen, nenn es Fatalismus, Bequemlichkeit oder einfach Geilheit. Dann aber alle Schuld den Positiven zu geben ist schlicht zu einfach. Wenn du dir HIV oder sonstwas einfängst liegt das an dir, es ist deine Entscheidung ob du ein Gummi drüberziehst, es ist deine Entscheidung ob du schluckst, also ist es auch deine Schuld ob du dir HIV oder sonstwas holst - einfach ausgedrückt!!
    Mach doch mal einfach die Augen auf - safer sex war einmal - das ist das schlichte Ergebnis des Anstieges der Neuinfektionen!! Es gibt eben kein öffentliches Sterben mehr, der Schrecken AIDS ist einfach vorbei!!
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#9 LinkerCacheAnonym
  • 10.11.2005, 19:30h
  • @All: Merkt Ihr das nicht, das es hier mal wieder darum geht, sich die Schwächste Gruppe in der Bevölkerung zu suchen, um Ihnen alles anzulasten??

    Wie war das mit den Juden im Dritten Reich??
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#10 mikeAnonym
  • 10.11.2005, 19:49h
  • Fair beichten? Was soll man denn fairer berichten. sind wir uns doch ehrlich und lügen wir uns nicht an. bin mir sicher das 50% der Internetschwulen (damit meine ich 99% die gayromeo user ... wenn sie um 22 Uhr noch keinen Fick gefunden haben) es ohne gummi machen. die berichte sind eher zu mild!!! Aber wiedermal sind es die schwulen die gezielt um Barebacker werben(!) (siehe über 200 Barebackclubs mit über 65.000 User auf gayromeo).

    Wer soll denn das alles mal zahlen. Es sind unsere Krankenversicherungen. Was mich jedoch schockt sind die jungen. Die fallen alle ohne wissen rein ...) Bareback ist cool sex und das hab ich von einem clubadmin auf gayromeo bekommen. ist das normal??

    Gayromeo, barebackcity ... machte die steigenden zahlen bei den schwulen möglich und sie werden auch weiter steigen. Aber irgendwann findet das eine große zeitung und wie schwulen stehen wieder wie die blöden da ... was in amerika gerade passiert wird in europa halt machen.

    nur österreich ist brav. da steht bareback unter strafe - gut so!
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#11 HugoAnonym
  • 10.11.2005, 19:54h
  • Jeder, der hier nach gesetzlichen Regelungen schreit, hat letztlich nur Angst davor, Verantwortung für sich selbst zu nehmen.
    Bemerkenswert finde ich allerdings, daß immer die Postiven die "Bösen" sind, die die armen Negativen "wissentlich" infizieren. Wenn einer von Euch mal den Bericht und die Kommentare des RKI gelesen hätte, dann hätte auch der eine oder andere mal bemerken müssen, daß die meisten HIV-Infektionen in BEZIEHUNGEN passieren und zwar weil beide UNGETESTET sind... (soweit zum Thema Treue und Ehrlichkeit!!!) Ich würde mal sagen, die Bösen sind nicht die, die Positiv sind, sondern die, die aus Angst den Test verweigern. Und mal Hand auf Herz, wer von denen, die hier gern und ausdauernd gegen die Positiven wettern, hatten denn schon genug Arsch in der Hose, um sich selbst mal testen zu lassen? Und bevor jetzt einer fragt, ich wurde auch in einer langjährigen "treuen" Beziehung infiziert.
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#12 DanielAnonym
  • 10.11.2005, 20:57h
  • also ich verstehe die diskussion nicht so ganz.

    ich weiss seit ein paar monaten das ich positiv bin. ich habe immer safe gefickt. aber irgendwann muss wohl mal was "daneben gegangen sein" und ich bin positiv............könnt ihr mir jetzt glauben oder nicht, ist aber so.
    steht mir jetzt keine krankenversicherung zu? welchen fehler habe ich begangen das ich nicht mehr behandelt werden soll? erklärt mir das bitte.

    ausserdem:
    zum sex gehören immer zwei. wer heute noch ohne gummi fickt und glaubt er bliebe negativ, der ist naiv.

    ich kann nur jedem raten der negativ ist:
    fickt safe ! safer sex ist geil und der bessere weg. passt auf euch auf. hiv ist keine party!

    aber:
    ich kann auch die positiven barebacker verstehen.

    jeder sollte sein leben leben können. wenn aber einer sagt: ich habe mich bewusst für unsafen sex und damit hiv entschieden, dann kann ich nur den kopf schütteln. es gibt also leute die sich bewusst eine tödliche krankheit einfange wollten? ich kann das nicht verstehen.

    ich bin positiv. und ich habe nach der infektion auch schon ohne gummi gefickt. ich weiss nicht ob das unter schock war . . .

    mittlerweile kommt bare für mich nicht mehr in frage.........

    ich wünsche uns allen ein langes leben

    daniel

    ps: manche leute sollten vieleicht erst nachdenken und dann hier kommentare schreiben.
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#13 GeorgiosAnonym
  • 10.11.2005, 21:13h
  • Also zu diesem Thema kann man nur sage, daß jeder für sich selbst vernatwortlich ist! Und wenn jemand bei Sex nicht auf Gummis besteht so muss er damit rechnen infiziert zu werden! Das gilt für beide Seiten! Ich gehöre auch zu den Gayromeo Usern, die manchmal auch Sexdates suchen! ALLERDINGS mahce ich vorher klar, daß bei mir ohne wenn und aber ohne Gummi absolut nichts läuft.......das müsste für jeden selbst eine Grundregel sein und wenn das jeder beherzigen würd,gäbe es das Problem AIDS fast gar nicht mehr!
    Der Punkt ist Man darf von einem anderen Sexualpartner nicht erwarten, daß er automatisch Safer Sex macht...man muss es schon selber sage, bevor man mit demjenigen Sex hat und zwar vorher! Alles andere sind unnötige Schuldzuweisungenund bringen einen gar nicht weiter....man überlege nur mal wieviele sich für negativ "halten" ....in Wahrheit aber positiv sind und das mehrere Jahre nicht merken! Also fakt ist....bei seinem Gegenüber kann man sich nie sicher sein und auch nicht bei negativen Aids Tests.....deswegen gilt auch in der Beziehung für mich grunsätzlich Safer Sex.... Vertrauen ist eben gut...Kontrolle ist aber besser! Das müsste mein Partner auf jeden Fall verstehen!
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#14 ACopAnonym
  • 10.11.2005, 22:16h
  • @whk Rheinland

    das Wissen ist allgemein bekannt, wird nur gerne
    verschwiegen, weil es unbequem ist. Ich strebe aber nicht
    danach bequem zu sein und mir Sand in die Augen streuen
    zu lassen - von wem auch immer.

    Besonders schön finde ich, dass Du im Namen einer
    Organisation schreibst, bist DU keine Person? Nur
    Broschuren nach plappern? Schaut ganz so aus!

    Angeschlossene Gruppen? Die kennst Du nicht? Na dann will
    ich Dich auch nicht aus Deinem Mittagsschläfchen wecken.
    Sorry für die Störung und schöne Träume!
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#15 Gernot BackAnonym
  • 11.11.2005, 00:30h
  • Hallo @Daniel,

    "Safe Ficken", "Safe Sex" das gibt es gar nicht, deshalb heißt das Schlagwort ja auch "Safer Sex" und eben _nicht_ "Safe Sex". Es ist nur ein vergleichsweise "sichererer Sex". Ein gewisses Restrisiko bleibt aber immer bestehen. Im Leben selbst besteht doch ohnehin die gößte Lebensgefahr. Auch wenn du dich z.B. in den Straßenverkehr begibst...

    Mach weiter so und minimiere das Risiko soweit es dir möglich ist., in deinem und im Interesse anderer. Leute wie du haben jede Solidarität verdient, wenn sie sich verantwortlich verhalten.

    Wofür ich aber kein Verständnis habe, sind Leute, die meinen, weil sie jetzt positiv seien, könnten sie alle Vorsichtsmaßnahmen außer Acht lassen. Das sind diejenigen, die es selbst zu verantworten haben, wenn Rufe nach einem Ausschluss aus der Solidargemeinschaft laut werden.

    Dein Verständnis für Barebacker (ob positiv oder nicht) kann ich deshalb nicht nachvollziehen. Ich bin aber zuversichtlich, dass du das weiterhin nicht machst, und trotzdem wie bisher auch Spaß am Sex haben wirst. Dazu hast du jedes Recht!

    Liebe Grüße

    Gernot Back
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#16 LangesLebenAnonym
  • 11.11.2005, 09:44h
  • Seit HIV-Ansteckungsgefahr besteht, habe ich NUR safe sex gemacht, bis ich 1986 meinen Partner fand, der ohne es zu wissen positiv war, 1996 verstorben. Vertrauen habe ich mir abgwöhnt ! Aus Angst bin ich erst 1997 und auch nur zufällig getestet und positiv.
    Bin Sportler, rauche und trinke nicht ,esse kein Fleisch und bis heute kerngesund und erfolgreich im Beruf..Erst 1998 bis jetzt 3 Tabletten alle 24 Stunden.Kein Mensch nur Ärztin wissen von meiner Infektion.Fühle mich heute mit 50 sauwohl,aber nix mit Samen schlucken und Gummi ist Pflicht,auch bei längeren Partnern. Habe keinen Bock,mir zusätzlichen Virenstamm einzufangen, weil ich 90 und noch älter werden will als meine Eltern.
    Keine Lust, mir noch einen zusätzlichen Virenstamm einzufangen.
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#17 Adrian AhlhausAnonym
  • 11.11.2005, 11:41h
  • "...wer heute noch ohne gummi fickt und glaubt er bliebe negativ, der ist naiv.", schreibt jemand. Nun, naiv zu sein ist nicht strafbar. Und eine gewisse Form von Leichtsinn auch nicht. Ansonsten dürfte man eine ganze Kohorte nicht auf die Straße lassen, die 15 bis 25jährigen. In dieser Alterstruktur ist "Leichtsinn" ein Teil der biologischen Entwicklung und daher offensichtlich notwendig. Schon deshalb kennt das Strafgesetzbuch die Jugendstrafen (bis 23).
    Das HIVpositive in Einzelfällen nicht bereit sind zu akzeptieren, dass sie allein für die Folgen eines unsafen Verhaltens verantwortlich gemacht werden, wenn jemand infiziert wird, zielt im Strafgesetzbuch auf die Einzelperson, nie auf eine Gruppe.
    Das auf HIVpositive mit dem Finger gezeigt wird, ist sicherlich einerseits bewuem - für einige Meinungsmacher - und andererseits falsch, denn dann sehe die Infektionsrate ganz anders aus. Dies ist - ganz pauschal - gerade den Heterosexuellen gar nicht bewusst. Sie schließen von sich als Gruppe auf andere. Der heterosexuelle Mann hat in seinem Leben durchschnittlich 8 Sexuelpartner. Das bedeutet, die Heten ahnen nichteinmal, dass man ganz anderes Er-Leben kann.
    Auch HIVpositive leben Sexualität, und das bestimmt, und hoffentlich häufiger.
    Wären die homosexuellen Männer auch nur annähernd so "aktiv", denn würden sie verstehen, wie wenig bei dem Potential unter Schwulen an "Ansteckung" tatsächlich geschieht.
    Ich sehe einen großen Teil der Veranwortung bei den Internetportalen für Schwule und in einer Medienwelt, das Gefül von Freiheit mit dem Wunsch nach Unabhängigkeit verwecheln hilft. Für mich ist das alles ein ganz allgemeines Problemfeld - weit weg von Zuweisungen in einer solchen Diskussion.
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#18 SmileAnonym
  • 11.11.2005, 22:55h
  • Zunächst einmal möchte ich folgendes sagen: Wer ohne Gummi fickt ist selber Schuld. Basta. Ich persönlich habe mit 3 Leuten ohne Gummi geschlafen, alle in einer Beziehung. Sonst ist Gummi Pflicht.

    Den Aidskranken zu verurteilen ist aber nicht zielführend. Die haben schließlich das Problem, ein Problem, von dem ich mir nichtmal vorstellen möchte es zu haben. Sie aus der GKV auszuschließen halte ich schlicht für menschenunwürdig.
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#19 madridEUAnonym
  • 12.11.2005, 10:23h
  • Auch mit Partnern sollte nichts mehr ohne Gummi gehen. Ausnahme: Jahrelanger Aufenthalt von zwei verschollenen und schwulen Schiffbrüchigen auf einer menschenleeren Insel irgendwo im Ozean.
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#20 Adrian AhlhausAnonym
  • 14.11.2005, 10:18h
  • Bei allem Für und Wider - die Argumente sind weitgehend getauscht. Und damit ich nicht faksch verstanden werde: Das Minimieren des Risikos scheint mir der beste Weg. Darüber schrieb Dannecker schon an anderer Stelle, hier bei "queer.de" veröffentlicht. Sein Beitrag wurde teilweise heftig kommentiert.
    Stelle' wa uns mal janz dumm: Wat bringt de Leutchen dazu ohne Jummi zu poppe?
    Nun, weil der Mensch nun mal ohne Gummi auf die Welt kommt. Und Sex ohne Gummi schön ist, für das Gefühl, besonders für den den Kopf. Ohne Gummi ist die befreiende Illusion leichter aufrecht zu erhalten, dass alles unkompliziert ist, und - es habe keine Folgen. Mit Gummi dagegen drückt man Vorsicht, Zurückhaltung und Distanz aus, allem Verständnis für das Propagierte zum Trotz.
    Es scheint mir leicht nachvollziehbar, dass man sich das Leben einfacher wünscht und unkompliziert. Ist der Kopf erst richtig eingeschaltet, dann ist es für nicht so wenige wohl auch vorbei mit dem unbeschwerten, aktiven Poppen. Hrt sein heisst häufig auch, keine Ablenkung auf andere Gedanken zuzulassen.
    Und dieses all zu menschliche Problem macht es so schwierig, von der allgemeinen Einsicht hin zu einem konsequenten Handeln im eigenen Bett zu finden, wegen der kopfbeladenen Notwendigkeit.
    Es liegt inc der Natur der Sache, dass es immer wieder Stimmen gibt, die so tun als sei alles ganz einfach. Und andere dagegen halten, dass es ihre eigene Entscheidung sei was und wie sie im Bett...
    Diese Befreiungsversuche von beiden Seiten helfen nicht wirklich. Natürliche Gefühle lassen sich nicht einfach ausschalten.
    Anfang der Neunziger hatte Ralf König das Problem treffsicher wie immer auf den Punkt gebracht.
    Der Comic-Strip: In einer Kneipe. Ein Älterer und ein Jüngerer im Gespräch. Der Jüngere entsetzt: Sperma? Sperma in den Mund?
    Ist dies ein natürliches Handeln, oder soll es werden? - Wenn ja, dann poppen wir schon bald im Dunkeln, behalten dabei ein Nachthemd an und berühren uns so wenig wie notwendig. Amen?
    Wir brauchen gangbare Wege um Umgang miteinander, ohne die Bedürfnisse zu leugnen. Dazu haben die Propagandiesten vonkonsequenten Safer-Sex bisher nichts beigetragen. Und weil sie ihre Ohnmaccht spüren und in den Medien nachlesen können, werden ihre Zeigefinger noch länger und noch spitzer, als wenn das die Lösung wäre. Kein Wunder, dass die Abwehrhaltung zu nimmt und der Rückzug ins Private und ins Schweigen stärker wird. Wer will diesen moralinsauren, selbsternannten "Heilsbringern" der Volksgesundheit entgegenkommen. Das menschliche Gefühlt und der Intellekt sagt einem: Abstand. Hier versuchen verunglückte "Aufklärer" den Teufel (HIV) mit Beelzebub (Zucht und Kontrolle) auszutreiben.
    Die Vernunft und das Mitgefühl bleiben bei den Eiferern beider Seiten auf der Strecke - und, es stört sie nicht. Wem das keine Angst macht.
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