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Einzelkommentar zu:
Positive sind nicht Sündenböcke der Nation


#20 Adrian AhlhausAnonym
  • 14.11.2005, 10:18h
  • Bei allem Für und Wider - die Argumente sind weitgehend getauscht. Und damit ich nicht faksch verstanden werde: Das Minimieren des Risikos scheint mir der beste Weg. Darüber schrieb Dannecker schon an anderer Stelle, hier bei "queer.de" veröffentlicht. Sein Beitrag wurde teilweise heftig kommentiert.
    Stelle' wa uns mal janz dumm: Wat bringt de Leutchen dazu ohne Jummi zu poppe?
    Nun, weil der Mensch nun mal ohne Gummi auf die Welt kommt. Und Sex ohne Gummi schön ist, für das Gefühl, besonders für den den Kopf. Ohne Gummi ist die befreiende Illusion leichter aufrecht zu erhalten, dass alles unkompliziert ist, und - es habe keine Folgen. Mit Gummi dagegen drückt man Vorsicht, Zurückhaltung und Distanz aus, allem Verständnis für das Propagierte zum Trotz.
    Es scheint mir leicht nachvollziehbar, dass man sich das Leben einfacher wünscht und unkompliziert. Ist der Kopf erst richtig eingeschaltet, dann ist es für nicht so wenige wohl auch vorbei mit dem unbeschwerten, aktiven Poppen. Hrt sein heisst häufig auch, keine Ablenkung auf andere Gedanken zuzulassen.
    Und dieses all zu menschliche Problem macht es so schwierig, von der allgemeinen Einsicht hin zu einem konsequenten Handeln im eigenen Bett zu finden, wegen der kopfbeladenen Notwendigkeit.
    Es liegt inc der Natur der Sache, dass es immer wieder Stimmen gibt, die so tun als sei alles ganz einfach. Und andere dagegen halten, dass es ihre eigene Entscheidung sei was und wie sie im Bett...
    Diese Befreiungsversuche von beiden Seiten helfen nicht wirklich. Natürliche Gefühle lassen sich nicht einfach ausschalten.
    Anfang der Neunziger hatte Ralf König das Problem treffsicher wie immer auf den Punkt gebracht.
    Der Comic-Strip: In einer Kneipe. Ein Älterer und ein Jüngerer im Gespräch. Der Jüngere entsetzt: Sperma? Sperma in den Mund?
    Ist dies ein natürliches Handeln, oder soll es werden? - Wenn ja, dann poppen wir schon bald im Dunkeln, behalten dabei ein Nachthemd an und berühren uns so wenig wie notwendig. Amen?
    Wir brauchen gangbare Wege um Umgang miteinander, ohne die Bedürfnisse zu leugnen. Dazu haben die Propagandiesten vonkonsequenten Safer-Sex bisher nichts beigetragen. Und weil sie ihre Ohnmaccht spüren und in den Medien nachlesen können, werden ihre Zeigefinger noch länger und noch spitzer, als wenn das die Lösung wäre. Kein Wunder, dass die Abwehrhaltung zu nimmt und der Rückzug ins Private und ins Schweigen stärker wird. Wer will diesen moralinsauren, selbsternannten "Heilsbringern" der Volksgesundheit entgegenkommen. Das menschliche Gefühlt und der Intellekt sagt einem: Abstand. Hier versuchen verunglückte "Aufklärer" den Teufel (HIV) mit Beelzebub (Zucht und Kontrolle) auszutreiben.
    Die Vernunft und das Mitgefühl bleiben bei den Eiferern beider Seiten auf der Strecke - und, es stört sie nicht. Wem das keine Angst macht.
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