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RTL-Kuppelshow

Bauer verschmäht, Frau gefunden

Im vergangenen Jahr buhlten Fahrlehrerin Bianca und Hundelehrerin Irene bei "Bauer sucht Frau International" um das Herz von Gnadenhof-Betreiber Emanuel aus der Steiermark – jetzt wurde aus den einstigen Konkurrentinnen ein Liebespaar.


Bianca und Irene im vergangenen Jahr bei "Bauer sucht Frau international" (Bild: TVNOW)

Und da sage noch mal jemand, man könne im Reality-TV nicht die wahre Liebe finden… Fahrlehrerin Bianca und Hundelehrerin Irene, die im vergangenen Jahr als Kandidatinnen an der RTL-Kuppelshow "Bauer sucht Frau International" teilnahmen, verschmähten in der Doku-Soap zwar den veganen Gnadenhof-Betreiber Emanuel aus der Steiermark, fanden sich aber nun selbst.

Gefunkt habe es erst nach der Show, erzählen die ehemaligen "Hofdamen" im Interview mit RTL. Am Set hatten Bianca und Irene ihre Handynummern ausgetauscht, um in Kontakt zu bleiben. Sie trafen sich – und seit September 2020 sind sie zusammen.

Die erste lesbische Beziehung


Bauer Emanuel hatte bei Bianca und Irene keine Chance (Bild: TVNOW)

Für beide ist es die erste Beziehung mit einer Frau. "Ich habe gefühlt, dass ich mich zu ihr hingezogen fühlte, aber ich konnte das zuerst nicht richtig einordnen", erklärte Bianca im RTL-Interview. Auch Irene war zunächst über ihre Gefühle verwirrt: "Man hat einfach eine Hemmung, auch wegen der Gesellschaft." Aber, so stellte sie fest: "Man liebt den Menschen, der in dieser Hülle steckt, die inneren Werte, die Seele." Freund*innen und Familie hätten zwar erstaunt reagiert, mit der neuen Partnerin aber kein Problem.

Über ihre Teilnahme an "Bauer sucht Frau International" meinte Bianca Gespräch mit RTL: "Das ist das Beste, was mir passieren konnte." In Kürze wolle sie aus dem Rheinland zu Irene nach Bayern ziehen, um die derzeitige Pendelei zu beenden und als Paar so richtig in eine gemeinsame Zukunft durchstarten zu können.

Der österreichische Bauer Emanuel, den die beiden Frauen in der Doku-Soap verschmähten, wünschte Irene und Bianca viel Glück. "Es ist wunderbar, wenn sich zwei Menschen finden. Egal, über welche Wege", erklärte der Immer-noch-Single gegenüber RTL. "Ich gönne es ihnen von Herzen."

Mehrfach schwule und lesbische Landwirt*innen in der Show

Die auf einem britischen TV-Format beruhende Show "Bauer sucht Frau" läuft bereits seit 2005 bei RTL. Moderatorin ist Inka Bause. Seit 2019 strahlt der Sender zusätzlich den Spin-off "Bauer sucht Frau International" aus, bei der sich hiesige Frauen für deutschsprachige Landwirte aus dem Ausland bewerben können.

Bereits mehrfach suchten homosexuelle Landwirt*innen bei "Bauer sucht Frau" nach einer neuen Liebe. 2011 trat mit dem "fleißigen Pferdewirt" Philipp erstmals ein schwuler Bauer in der Show auf (queer.de berichtete). Am Ende trennte er sich aber von seinem in der Show ausgewählten Partner (queer.de berichtete).

Im Jahr darauf versuchte Bause, den schwulen Denny zu verkuppeln (queer.de berichtete). In der Staffel des Jahres 2013 sollte neben einem schwulen Kandidaten auch die lesbische Bäuerin Lena eine Freundin finden (queer.de berichtete). Die laut RTL "patente Jungbäuerin" verkündete knapp ein Jahr später aber ebenfalls die Trennung von ihrer TV-Freundin (queer.de berichtete). 2016 sollte ein schwuler Bauer auftreten, der aber am Ende aus nicht genannten Gründen herausgeschnitten wurde (queer.de berichtete). (cw)



#1 DramaQueen24Profil
  • 25.01.2021, 05:25hBerlin
  • Liebe findet immer ihre eigenen Wege! Hoffe, es ist echt, und kein Schmäh, um im Gespräch als zukünftige Realitystars zu bleiben. Hab gehört, der "Dschungel" sucht für 2022 noch Leute.
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#2 mesonightAnonym
  • 25.01.2021, 09:11h
  • Ich finde solche "Geschichten" immer merk- und fragwürdig, man weiss doch, ob man auf Frauen, Männer oder beides steht. Es wird nach außen so transportiert, dass "eben nur die richtige Frau" kommen muss, das kann ich nicht nachvollziehen.
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#3 DragonProfil
  • 25.01.2021, 11:02hKamp-Lintfort
  • Antwort auf #2 von mesonight
  • Ja und nein, nur weil.man weiß, dass man Frauen attraktiv findet, heißt das nicht, dass man sich das auch eingesteht... ich bin auch erst mit Mitte 30 der Liebe meines Lebens begegnet und hatte vorher auch nicht aktiv nach Frauen gesucht. Also es mag zwar vielleicht manchmal falsch rüber kommen, aber solche Geschichten gibt es viele und nicht immer ist es ein PR Gag, ich wünsche den beiden auf jeden Fall alles Gute.
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#4 luomoProfil
#5 AriaOfDysphoriaAnonym
  • 25.01.2021, 19:18h
  • Antwort auf #2 von mesonight
  • Überkompensation und Selbstunterdrückung sind mächtige Waffen, Comrad.
    Und wenn man die gesellschaftlichen Erwartungen mit einrechnest, dann wundert es mich nicht, dass es Menschen schaffen können bis ins Erwachsenen Alter(und darüber hinaus), ihre eigene sexuelle oder geschlechtliche Identität zu unterdrücken.

    Der Weg zum authentischen Selbst ist für viele von uns keine direkte Linie. Er sollte es sein, aber er ist es allzu oft nicht.
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#6 prrrtAnonym
  • 25.01.2021, 20:55h
  • Antwort auf #2 von mesonight
  • Sorry, aber da möchte ich widersprechen. Es gibt sicher viele Gründe, warum jemand seine sexuelle Orientierung erst spät erkennt. Bei mir waren es die konservativ religiösen Scheuklappen, die mich haben glauben lassen, dass es für mich als Mann nur den einen vorbestimmten Lebenslauf (Frau heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen) gibt. Mit Mitte 30 hab ich's dann gecheckt, dass ich schwul bin.
    Ich kenne z. B. auch noch jemanden, der einer evangelikalen Gemeinde angehört, jetzt so ca. Ende 50 ist und immer noch glaubt, Jesus wollte ihn durch seine "homosexuellen Gefühle" (wie er sagt) nur prüfen.
    Den Beiden daher alles Gute, besser spät als nie.
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#7 Homonklin_NZAnonym
  • 26.01.2021, 05:19h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Es gibt eine Menge Leute, die einfach durchs Leben gehen und sich fragen, wann verliebe ich mich denn mal, wann kommt "der" oder "die" Richtige bei mir an,ohne sich zu viele Gedanken drum zu geben, wer das dann sein wird. Sie sind vielleicht ja auch pansexuell, und in dem Artikel ist mehr von Persönlichkeit, denn von Geschlechtszugehörigkeit die Rede. So haben die Frauen sich wohl über diese Achse verliebt und gefunden, dass sie einander Persönlichkeit anziehend finden.

    Es ist nicht immer,oder oft nicht so, wie man es selbst erlebt, für andere gültig.
    Mir war etwa immer klar, es kann nur ein ganz spezieller Mann sein, es kann nur Einen geben - nee, nicht Connor MacLeod, aber schon etwa die Richtung. Moderneres Gedöns...
    Bei anderen ist das beliebig, oder das Geschlecht ist schnurz und der Mensch zählt, sie merken es erst, wenn die passende Person ankommt.

    Also man kann den Beiden nur alles Glück der Welt wünschen!
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#8 Homonklin_NZAnonym
#9 EisenprinzAnonym
  • 26.01.2021, 23:07h
  • Was mir bei solchen Diskussionen immer etwas zu kurz kommt, ist das Thema Bisexualität. Ich möchte den vorherigen Beiträgen damit überhaupt nicht widersprechen! Also der Tatsache, dass es Menschen gibt, die ihre Homosexualität aus den unterschiedlichsten Gründen, nicht lebten.

    Nur: Ich kenne genügend Menschen, die jahrelang glückllich und erfüllt in Hetero-Beziehungen lebten, aber erzählten, dass eine gewisse - ich nenne es jetzt mal blöd ausgedrückt - "Neugier" fürs eigene Geschlecht durchaus schon immer "irgendwie" bestand. Manche konnten diese "Neugier" auch gar nicht wirklich einordnen.
    Was ich damit sagen möchte: Jemand der sein halbes Leben lang heterosexuell durchs Leben schritt und "plötzlich" seine Liebe zum eigenen Geschlecht entdeckt, muss nicht immer zwangsläufig schwul/lesbisch sein. Es gibt eben auch Bisexualität. Auch seiner Bisexualität kann man sich nicht bewusst sein.
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#10 HeyduAnonym