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Kommentare zu:
Nach Mord an Lover: 20-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt


#1 FennekAnonym
  • 26.01.2021, 11:59h
  • Wer einem anderen Menschen vorsätzlich das Leben nimmt, sollte nicht mehr auf die Gesellschaft losgelassen werden.

    Das Opfer wird ja auch nicht in ein paar Jahren wieder lebendig.
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#2 IckeAnonym
  • 26.01.2021, 12:46h
  • In diesem Fall gibt es nur Verlierer. Der eine ist tot, der andere für fast 30 Jahre weg. Ja er hat ihn umgebracht und verdient seine Strafe. Niemand hat das Recht anderen das Leben zu nehmen. Das Opfer, was ihn erpresst hat, war aber auch kein Unschuldslamm. Wäre Homosexualität nicht so ein Tabu, wären dem Täter vielleicht auch andere Möglichkeiten eingefallen als Mord. So sind 2 Familien für immer geschädigt und das tut mir für alle leid.
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#3 NasoAnonym
  • 26.01.2021, 13:33h
  • Antwort auf #1 von Fennek
  • Diese Meinung ist natürlich emotionaler Unfug.
    Auf dieser Basis könnte es keine freiheitliche Gesellschaft geben.

    Vielmehr sollte man sich mit der gesellschaftlichen Situation befassen, die Menschen zwingt, ihr (sexuelles) Handeln zu verbergen.
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#4 StaffelbergblickAnonym
#5 LeashProfil
  • 26.01.2021, 15:26hHamburg
  • Sicher, die Gesellschaft die Homosexualität als etwas negatives darstellt trägt eine Mitschuld, sonst hätte der Täter nicht so krass reagiert aus Angst geoutet zu werden.
    Aber ich denke die Angst als Pädophiler gebrandmarkt worden zu sein, weil sein Opfer erst 15 war, war eher der ausschlaggebenden Grund für ihn so zu handeln.
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#6 queergayProfil
  • 26.01.2021, 17:36hNürnberg
  • Antwort auf #5 von Leash
  • Der 20-jährige Täter war kein Pädophiler. Pädophilie bezeichnet das primäre sexuelle Interesse an Kindern vor Erreichen der Pubertät. Ein 15-jähriger ist zudem kein Kind mehr. Ab 14 Jahren gilt man in der Regel als Jugendlicher. In Deutschland liegt die Schutzaltersgrenze entsprechend bei 14 Jahren. In England ist das etwas anders gesetzlich festgelegt.
    Im vorliegenden Fall lag wohl gegenseitiges sexuelles Interesse vor.
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#7 LeashProfil
  • 26.01.2021, 18:26hHamburg
  • Antwort auf #6 von queergay
  • Dessen bin ich mir bewusst.
    Aber wie du selbst sagst in England ist das Alter höher angesetzt und er hätte somit strafrechtlich verfolgt werden können. Dann bist du plötzlichen in so einem Sexualstraftäter-Register, darfst nicht mehr in der Nähe von Schule wohnen und was da nicht alles dranhängt.
    Mag sein dass das Gericht anders entschieden hätte, aber allein der Gedanke was könnte passieren kann einen ja schon so sehr in die Enge treiben das man keinen anderen Ausweg sieht. Macht für mich irgendwie mehr "Sinn" als die bloße Angst geoutet zu werden, aber natürlich ist es letztendlich ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren.
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#8 YannickAnonym
  • 26.01.2021, 18:35h
  • Antwort auf #3 von Naso
  • "Diese Meinung ist natürlich emotionaler Unfug."

    Begründung?

    ---

    "Auf dieser Basis könnte es keine freiheitliche Gesellschaft geben."

    Wieso kann es keine freiheitliche Gesellschaft geben, wenn Menschen vor Mördern geschützt werden? Im Gegenteil: Freiheit braucht auch Sicherheit. Wenn man sich selbst aus Angst einschränken muss, ist das auch Unfreiheit.

    ---

    "Vielmehr sollte man sich mit der gesellschaftlichen Situation befassen, die Menschen zwingt, ihr (sexuelles) Handeln zu verbergen."

    Hat irgendwer das Gegenteil gefordert?

    Natürlich muss man auch die Gründe bekämpfen, die Menschen zwingt, ihre Homosexualität zu verbergen. Aber das ist weder eine Rechtfertigung für Mord, noch macht es die Tat weniger schlimm. Menschen die zu vorsätzlichem Mord fähig sind (egal aus welchem Grund) darf man nicht auf andere loslassen. Da stimme ich Fennek absolut zu.
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#9 IckeAnonym
  • 26.01.2021, 18:52h
  • Antwort auf #6 von queergay
  • Er ist jetzt 20,zur Tatzeit war er 18,Täter und Opfer trennen nur 3 Jahre Altersunterschied. Ich denke nicht dass da phädo ne Rolle spielt, selbst wenn die 5 Jahre auseinander wären. Das Opfer wollte Sex, sie waren vom Alter nicht so weit auseinander, da seh ich nicht so das Problem. Aber natürlich hätte er noch kein Sex mit ihm haben sollen. Er kannte das Gesetz und hat sich so erprssbar gemacht.
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#10 dellbronx51069Anonym
#11 KorinthenKKAnonym
#12 FeinabstimmungAnonym
#13 stromboliProfil
  • 27.01.2021, 09:17hberlin
  • Antwort auf #2 von Icke
  • Ich teile deine schlußfolgerung: zwei am falschen ort zur falschen zeit in der falschen gesellschaftsordnung die begehren mit strafandrohung ahndet.

    "Masons Anwälte hatten im Prozess argumentiert, dass es sich bei der Tötung nicht um Mord gehandelt habe. Der Teenager habe wegen der Erpressung vielmehr spontan die Kontrolle verloren und Rodda aus Notwehr umgebracht."

    "Richter Everett ließ diese Erklärungen aber nicht als mildernde Umstände gelten: "Auch wenn ich akzeptiere, dass Rodda den Kontakt zu Ihnen aufgebaut hat, bin ich sicher, dass Sie nicht nur geantwortet haben, sondern eine sexuelle Beziehung angestrebt haben, weil sie ihm sexuelle Bilder geschickt haben", so Everett. "Sie haben also Ihr junges Opfer zum Sex ermutigt Ihnen war dabei bewusst, dass es seine erste sexuelle Erfahrung war. Sie haben also Grooming betreiben. Sie haben dabei nur an sich gedacht. Er hat die Konsequenzen seines Handelns nicht einschätzen können. Sie waren nicht nur älter als er, sondern auch emotional reifer.""
    Am richterspruch lässt sich die verblieben - homophobe resthaltung der juristerei mit gleichgeschlechtlichem begehren ablesen... " "Sie haben also Ihr junges Opfer zum Sex ermutigt Ihnen war dabei bewusst, dass es seine erste sexuelle Erfahrung war.
    Bingo; der homosexuelle verführer blinkt mal wieder sein warnsignal. Und besonders verwerflich der umstand des "ersten mal". Hätte doch seinem späteren erpresser wenigstens die chance geben sollen seine unschuld im heterosexuellen verkehr zu verlieren.

    So entsetzlich das geschehen auch ist und so sehr man das spätere opfer auch bedauern mag, so entsetzlich sind und bleiben die gesellschaftlichen regeln, die zu solchen blackouts führen.
    Kein zugang zum denken und handeln des täters ausser der der "verführung" als zusätzlich straferhöhendes merkmal seiner perfidie..
    Die im urteilsspruch enthaltene wertung gleichgeschlechtlichen begehrens, so besehen ein skandal!
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#14 NasoAnonym
  • 27.01.2021, 09:58h
  • Antwort auf #8 von Yannick
  • Viele Menschen reagieren bei Kapitaldelikten emotional und sprechen beinahe reflexartig von z.B. "darf nicht mehr auf die Gesellschaft losgelassen werden" oder muss für immer hinter Gitter, usw.

    Unsere Grundordnung fußt nicht auf Verbannung. Es gelingt durch Wegsperren oder Ähnliches auch nicht, die Gesellschaft vor "Mördern" zu schützen.
    Hier müsste ich weit ausholen.
    Aber ein Versuch in aller Kürze:
    Z.B. ist in diesem Falle davon auszugehen, dass dieser Täter nie mehr eine Tötung begehen wird. Die Wahrscheinlichkeit, und nichts anderes können Gerichte prüfen, ist jedenfalls sehr gering, da diese Umstände sich kaum wiederholen werden.
    Und die Gründe liegen nicht im Isolieren des Täters.
    Wer sich wirklich für das Thema interessiert, dem kann man die Publikationen von Thomas Fischer empfehlen oder das aktuelle Buch von Thomas Galli: "Weggesperrt".
    Die allermeisten "Mörder" töten aufgrund einmaliger Umstände und sind für den Rest des Lebens in diesem Tatbereich unauffällig.

    Mein Post ist in jedem Falle keine Verharmlosung der Tat. Im Gegenteil, man sollte die Tat genau betrachten.

    Menschen aus der Gesellschaft in der wir leben zu verbannen, löst weder das einmalige noch weitere Probleme. Das Strafrecht löst im sozialen und gesellschaftlichen Sinne gar nichts.
    Konsequenz: unbedingt.
    Sich auf Strafe, Abschreckung und Härte zu verlassen verschlimmert so einiges im Zusammenleben, wird jedoch so gut wie keine Taten verhindern.
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#15 PeerAnonym
  • 27.01.2021, 13:13h
  • Antwort auf #14 von Naso
  • Es mag ja für viele Mörder gelten, dass sie keine Serienkiller sind. Aber das Problem ist, dass man das nicht vorher wissen kann.

    Und da steht meiner Meinung nach der Schutz Unschuldiger über dem Schutz von jemandem, der schon mal bewiesen hat, dass er zu geplanter, vorsätzlicher Tötung (denn wir reden ja nicht von Totschlag, sondern von Mord) fähig ist.
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#16 StaffelbergblickAnonym
#17 queergayProfil
#18 NasoAnonym
  • 27.01.2021, 15:58h
  • Antwort auf #15 von Peer
  • Ich hatte doch versucht, klar zu machen, dass ein Schutz der Gesellschaft so nicht gelingen kann.

    In der Regel wird ein "unbescholtener" Bürger zum Mörder. Wo soll das Wegsperren beginnen?

    Und weil ein Mensch "bewiesen" hat, dass er "morden" kann ... ist nun wirklich die absolute Verkennung von Tatumständen.

    Es ist gut, dass auch Menschen, die schlimmste Taten begangen haben, Teil der Gesellschaft bleiben müssen und dass wir mit ihnen umgehen müssen.
    Menschen auf ewig wegschließen verhindert keine Straftaten und keine Morde.
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#19 TheDadProfil

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