Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?38001

Umstrittener Tennisstar

Australien ehrt Homo-Hasserin Margaret Court

Mit Margaret Court erhält ausgerechnet eine Frau die australische Version des Bundesverdienstkreuzes, die seit Jahrzehnten Hass auf sexuelle und geschlechtliche Minderheiten verbreitet.


Margaret Court 1970 bei einem Tennisturnier im niederländischen Hilversum (Bild: Eric Koch / Anefo / wikipedia)

Tennis-Legende Margaret Court steht in Australien erneut im Mittelpunkt einer politischen Kontroverse, nachdem sie die höchste Auszeichnung des Landes erhalten hat. Wegen diskriminierender Äußerungen über Schwule, Lesben und trans Menschen sowie zum Thema Abtreibung ist die Rekordsiegerin bei Grand-Slam-Turnieren in Australien umstritten. Der Premierminister des Bundesstaates Victoria, der Sozialdemokrat Daniel Andrews, lehnte die jüngste Auszeichnung für die 78-Jährige ab, mehrere ebenfalls Geehrte wollen die Auszeichnung nun zurückgeben.

Die Gewinnerin von 24 Einzel-Titeln bei den vier wichtigsten Tennis-Turnieren freute sich trotz des Protests über die Auszeichnung. "Das ist für mein Tennis, es hat sich lange angebahnt, ich fühle mich sehr geehrt. Wir haben nichts getan, außer für unsere Nation zu spielen", sagte Court. Sie habe nicht gewusst, dass sie geehrt werde solle.

Die als Pastorin tätige Ex-Sportlerin, die 1995 ihre eigene Pfingstkirche gründete, hatte in den letzten Jahrzehnten immer wieder betont, dass sie LGBTI pauschal für minderwertig halte. Vor zehn Jahren bezeichnete sie Homosexuelle etwa als "gestört" und "widerlich" (queer.de berichtete). Ende 2019 erklärte sie, dass trans Kinder vom Teufel befallen seien (queer.de berichtete).

Twitter / abcnews

Fakenews-Vorwurf gegen die Medien

Court wehrte sich in dem Radio-Interview mit dem Sender 3AW gegen Vorwürfe und behauptete, sie hasse niemanden. "Ich liebe Menschen, und ich liebe schwule Menschen und Transgender. Wir holen sie in unsere Gemeindearbeit, wir schicken niemanden fort", sagte sie. Den Medien warf sie die Verbreitung von Fakenews vor – diese hätte einige ihrer Ansichten in den vergangenen Jahren falsch wiedergegeben. In dem Interview sagte Court auch: "Ich habe das Gefühl, dass wir so links geworden sind, dass wir nicht mehr irgendetwas zu unseren traditionellen Werten sagen dürfen."

Vor einem Jahr hatten die Australian Open die Spielerin zwar dafür geehrt, dass sie die vier Grand-Slam-Turniere in einer Saison 1970 gewann. Man teile aber ihre Ansichten nicht, erklärte Turnierdirektor Craig Tiley damals. Einstige Tennis-Größen wie Martina Navratilova, Billie Jean King und John McEnroe haben Court scharf kritisiert (queer.de berichtete). Beim diesjährigen Turnier, das wegen der Corona-Pandemie erst am 8. Februar beginnen soll, wird Court nicht anwesend sein. Die Veranstalter*innen hätten sie nicht eingeladen. (dpa/dk)



#1 FennekAnonym
  • 26.01.2021, 11:57h
  • Ein Skandal.

    Da hat sich Australien aber wirklich international bis auf die Knochen blamiert...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Magillo 175Anonym
  • 26.01.2021, 15:01h
  • Ich grins mir einen.
    Da gab es aber in ihrer Tenniswelt
    lesbische Sportlerinnen.
    Hat sie dann nicht mit den Frauen oder schwule Männer gesprochen oder sogar Tennis gespielt. Hui sie könnte dich ha anstecken.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 thorium222Profil
  • 26.01.2021, 17:13hMr
  • Kein Wunder, der australische Premier, Scott Morrison ist ein fundamentalistisch-religiöser Christ und Leugner von wissenschaftlichen Zusammenhängen wie dem anthropogenen Klimawandel.
    Diese Menschen richten extrem viel Schaden an.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Ralph
  • 26.01.2021, 17:20h
  • Der Vorgang zeigt deutlich, dass solchen Ehrungen nicht einfach nur der Scheuklappenblick auf die jeweilige Haupttätigkeit (hier: Tennissport) zu Grunde liegen darf, sondern dass geprüft werden muss, ob die jeweilige Person überhaupt charakterlich geeignet ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 LordWilliamByronAnonym
  • 04.02.2021, 09:29h
  • Wiedermal wird bewiesen , daß wir mit immer noch mächtigen Schritten versuchen zurück in die Steinzeit geführt zu werden.

    Diese Menschen die Ihr religiöses Weltbild finden und entdecken nach einer Karriere in der auch viele LBGTI sind und natürlich als es um Ruhm, Ehre und Geld ging kein Problem damit hatten.

    Eigentlich können diese Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein - warum sonst degradieren sie andere Menschen - nur leid tun !

    Australien und viele andere "liberale" Demokratien beweisen immer öfters wie man es nicht machen sollte.
  • Antworten » | Direktlink »