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Zweite Folge von "Take Me Out – Boys Boys Boys"

"Es ist unsere Pflicht als Fernsehmacher*innen, mehr Diversität ins Fernsehen zu bringen"

Kurz vor Ausstrahlung der zweiten Episode von "Take Me Out – Boys Boys Boys" erklärt die Producerin, warum ein schwules Datingformat wichtig für die deutsche Fernsehlandschaft ist.


Moderator Ralf Schmitz freut sich wieder auf heiße Kandidaten (Bild: TVNOW / Frank Dicks)

Am späten Samstagabend strahlt RTL die zweite und vorläufig letzte Folge von "Take Me Out – Boys Boys Boys" aus, einer schwulen Version der seit 2013 laufenden RTL-Datingshow. Ilka Loch, die Show-Producerin bei der Produktionsfirma UFA Show & Factual, hält diese Sendung für sehr wichtig in der augenblicklichen gesellschaftlichen Atmosphäre: "Ich finde, es ist unsere Pflicht als Fernsehmacher*innen, mehr Diversität auch aktiv ins Fernsehen zu bringen", so Loch am Mittwoch. "Hauptsache es wird geliebt – wer sich liebt, sollte doch im 21. Jahrhundert keine Rolle mehr spielen! Und diese Botschaft wollen wir mit 'Take Me Out – Boys Boys Boys' in die Wohnzimmer transportieren."

Der erste Teil der Show war bereits am 9. Januar gezeigt worden (queer.de berichtete). Auch im zweiten "Gay Special" dürfen flirtwillige schwule Männer an die Buzzer, um sich ein Date mit ihrem potenziellen Traumprinzen zu ergattern. Die Regeln sind gleich wie in der Hetero-Version, doch hier stellt sich ein mutiger Mann dem Urteil von 30 schwulen Single-Herren. Wie gewohnt wird Moderator Ralf Schmitz den Männern am Buzzer Runde für Runde auf den Zahn fühlen. Dabei sind die Männer, so verspricht RTL, "um keine lustige oder freche Antwort verlegen".

Die Regeln: Ein Kandidat steht 30 heißen Singles gegenüber. Die Herren, die der Kandidat nicht von sich überzeugen kann, können in drei Runden den Buzzer drücken und scheiden somit freiwillig aus. Bleiben am Ende der dritten Runde mehr als zwei Männer im Spiel, wird der Spieß umgedreht. Der Kandidat wählt seine zwei Favoriten aus und stellt diesen eine entscheidende Frage, um sich dann für seinen Herzbuben zu entscheiden. Das Paar darf sich dann bei einem Rendezvous in der "Take Me Out"-Limousine näherzukommen. (cw)


What happens in the gay car, stays in the gay car… (Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Take Me Out – Boys Boys Boys (Folge 2)

Erstausstrahlung: Samstag, 30. Januar um 22.30 Uhr bei RTL. Danach ist die Show im Streamingportal TVNOW erhältlich.


#1 mesonightAnonym
  • 28.01.2021, 11:52h
  • Ich finde, es geht hier darum homosexuelle Männer vorzuführen, das hat rein gar nichts mit Diversität zu tun, warum gibt es denn für lesbische Frauen dieses Format nicht?
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#2 TuckDavisProfil
  • 28.01.2021, 12:39hBad Kreuznach
  • Antwort auf #1 von mesonight
  • Im Reality TV werden Menschen vorgeführt? Oh nein, wer überrascht ist hebe bitte die Hand.

    Warum nicht jeweils eine show für alle Gruppen? Lass mal überlegen, womöglich auch noch schön SJW - gerecht aufgesplittet nach Anteil in der Bevölkerung.

    Ich würde sagen, dann darf RTL in Zukunft 80% seiner Sendezeit für Datingformate verwenden.

    Ich finde es immer interessant, wie sich Menschen speziell NICHT über Fortschritte freuen können, was Diversität angeht, sondern an allem was sich tut nur das Haar in der Suppe finden.
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#3 mesonightAnonym
  • 28.01.2021, 12:52h
  • Antwort auf #2 von TuckDavis
  • ...und ich finde es immer wieder interessant wie einfach man leute mit worten wie "diversität" blenden kann und sie nicht merken was hier eigentlich versucht wird, wir machen immer mehr rückschritte.
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#4 antosProfil
#5 Girlygirl
  • 28.01.2021, 13:16h
  • Antwort auf #2 von TuckDavis
  • Ja, du magst ja Recht haben. Aber man kann trotzdem nicht leugnen, dass wenn es um LGBTQ geht, es meistens nur um schwule geht. Ich bin jetzt nicht traurig, dass es keine lesbische Version von dieser Sendung gibt. Mir geht es ums Prinzip. Als lesbische Poc vermeide ich es inzwischen, bei Diskussionen das Thema Diversität anzusprechen, weil natürlich irgendwer beleidigt ist. Ich bin jetzt kein Riesen Fan von diesen "SjWs", da sie sich oft missverständlich ausdrücken. Aber mir gehen vor allem diese "Anti-SjWs" (für zusätzlichen Trigger: Schwul, Cis, weiß!) auf die Nerven. Ständig nur am Rumheulen und ständig sich in die Opferrolle begebend. Bei der leisesten Kritik ein trotziges "diese, blöden Politisch Korrekten!" Das sind die wahren Snowflakes.
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#6 Princess CharmingAnonym
  • 28.01.2021, 13:31h
  • Es kommt doch demnächst ein Datingformat für lesbische Frauen: Princess Charming!
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#7 DominikAnonym
  • 28.01.2021, 13:47h
  • Ich habe die letzte Ausgabe gesehen. Es ist eine trashige Unterhaltungssendung. Mit Emanzipation ("Diversität zeigen") würde ich diesen Müll nicht gerade verbinden. Das Konzept dieser Show hat noch nicht mal was mit dem Thema Flirten zu tun, sondern es geht hier bloß um die Befriedigung des voyeuristischen Instinkts, selbstverliebten Instagramis bei ihrer medialen Selbstentblößung zuzuschauen. Frühere Kuppel-Shows wie "Herzblatt" oder "Geld oder Liebe" waren zwar auch oberflächlich, nahmen aber ihre Kandidaten noch ernst und hatten dadurch einen gewissen Charme. Hier aber hechelt ein aufgeregter Moderator zwischen den Kandidaten hin und her, nur um herauszufinden, wer eigentlich der Überdrehteste von allen und wer die größte sinnlos labernde Dumpfbacke des Abends ist. Das macht den traurigen Unterhaltungswert dieser Sendung aus. Der Zuschauer schaltet hier aber nicht ein, um eine charmante Flirtgeschichte zu sehen oder um wirklich was über die Persönlichkeit der Kandidaten zu erfahren, sondern RTL will ihn bloß voyeuristisch unterhalten. Ist ja auch nichts neues, bei RTL.
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#8 BubsiAnonym
  • 28.01.2021, 13:49h
  • Ich denke mediale Präsenz ist durchaus hilfreich. Habe die erste Folge gesehen aber die Kandidaten waren teilweise wirklich schrecklich. Da wurde das Klischee der Oberflächlichkeit schwuler Männer mit vollem Einsatz bestätigt. Diese Eigenschaft trifft auf die hetero Version natürlich auch zu aber ich war komischerweise hoffnungsvoll, dass sich die Kandidaten etwas anders verhalten würden. Dass es anders geht, konnte man meiner Meinung nach in der ersten Staffel Prince Charming sehen. Klar auch da gab es fragwürdige Charaktere wie Sam Dylan, der nach eigener Angabe im Dschungelcamp schätzt, einen IQ von 9 zu haben aber im Großen und Ganzen würde ich das als ein Format einschätzen, dass durchaus für Akzeptanz sorgen kann.
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#9 YogiAnonym
  • 28.01.2021, 13:50h
  • Antwort auf #1 von mesonight
  • Die lesbische Version wird es bestimmt geben (wie demnächst bei Prinzess Charming) , denn die gay Version ist ja auch erst recht neu.
    Und die Regeln sind die selben wie bei der hetero Version!
    Die Teilnehmer wissen doch worauf sie sich einlassen!
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#10 janxAnonym
  • 28.01.2021, 14:01h
  • Gleichberechtigung heißt: Diversität kommt in allen Formaten vor. Nicht nur bei Arte und 3sat sondern auch bei Trashsendungen. Es ist nicht mehr oder weniger trashig als die Heteroversion und das ist gut so. Wer das nicht mag oder unterhaltsam findet, schaltet nicht ein. Ausgerechnet hier einen Rückschritt für Homorechte zu erkennen leuchtet mir nicht wirklich ein.
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