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Kommentare zu:
Belgien schmeißt homophoben Imam aus dem Land


#1 AtreusProfil
  • 28.01.2021, 15:50hSÜW
  • Schön anzusehen, wie Konsequenz auf Worte folgt. Auf die Nie-wieder-Phrasen zum 27.01. und die Regenbogenbildchen püntklich zum Pride, folgt in Deutschland leider gar nichts. Stattdessen werden die Verträge mit der Diyanet verlängert und Kooperationen für den schulischen Islamunterricht geschlossen. Und statt Reichsbürger, Jungnazis und Rassisten ins Visier zu nehmen, die seit Monaten Galgen und Judensterne auf sogenannten Corona-Demos zur Schau tragen, auf denen im Blickfeld nichtstuender Polizisten die Andenken von Sophie Scholl und Anne Frank über Lautsprecher geschändet werden, gibt man hier lieber eine Studie über Linksradikalismus in Auftrag.
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#2 queergayProfil
  • 28.01.2021, 16:10hNürnberg
  • Generationen verrottende Viren sendet die Demokratie aus, wenn homosexuelle Lebensformen akzeptiert werden. Diese Botschaft entspringt manchen Imam-Prediger-Gehirnen. Mich überrascht das nicht. Manche Imame führen quasi einen Krieg gegen aufgeklärte Gesellschaften. Natürlich muß da der Staat einen Riegel vorschieben.
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#3 swimniAnonym
  • 28.01.2021, 17:58h
  • leider haben viele politiker und verantwortliche angst zu prüfen, was in den ditib-moscheen gepredigt wird und der hass kommt so nicht ans tageslicht sondern wabert in den muslimischen zirkeln
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#4 antosProfil
#5 LegatAnonym
#6 LegatAnonym
#7 KaiJAnonym
#8 seb1983
#9 LegatAnonym
  • 28.01.2021, 22:33h
  • Antwort auf #7 von KaiJ
  • Ja, diesem Herrn Mazyek sollte man nur äußerst skeptisch begegnen. Ich glaube ja, dem Mann geht es in erster Linie um Selbstdarstellung. Sein Anspruch, als Sprachrohr der Muslime in Deutschland wahrgenommen werden zu wollen ist anmaßend, dass er von deutschen Medien auch noch permanent hofiert wird, einfach nur noch peinlich.
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#10 LorenProfil
  • 29.01.2021, 01:12hGreifswald
  • "Belgien schmeißt homophoben Imam aus dem Land"

    Gut so und vorbildlich. Auch für Deutschland.
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#11 SchreckgespenstAnonym
  • 29.01.2021, 06:25h
  • Liebe Redaktion, es wäre interessant, wenn Ihr das verfolgen würdet. Ich habe so eine Befürchtung, wo dieser Mann Unterschlupf findet, weiter Hass streuen könnte und somit die nächsten Generationen verdirbt.
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#12 RichtigAnonym
  • 29.01.2021, 09:24h
  • ------------------------------------------------------------
    "Wer auch immer kommt, um Hass in der Gesellschaft zu säen, hat hier keinen Platz", so Mahdi, der selbst Sohn einer Flämin und eines irakischen Flüchtlings ist. [...] "Wer sich nicht an unsere Werte halten will, muss die Konsequenzen tragen."
    -----------------------------------------------------------

    Richtig so!

    Ich wünschte, Deutschland würde auch so konsequent vorgehen.

    Wer hier her kommt, um Hass zu schüren, einen "Gottesstaat" zu errichten, Menschen zu töten, o.ä. hat hier nichts zu suchen!!

    Solche Leute sollten konsequent und schnellstmöglich abgeschoben werden - gerade auch zum Schutz der Mehrheit der gesetzestreuen und integrationswilligen Migranten.
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#13 LarsAnonym
  • 29.01.2021, 12:53h
  • Antwort auf #1 von Atreus
  • "Stattdessen werden die Verträge mit der Diyanet verlängert und Kooperationen für den schulischen Islamunterricht geschlossen."

    Ich halte es für wichtig, einen schulischen Islamunterricht ohne Abhängigkeit von Moscheeverbänden zu fördern. Dieser würde ein zeitgemäßes Religionsverständnis ermöglichen und die verfassungstreuen Muslime, für die ihre Religion zur kulturellen Identität gehört, stärken. Das würde aber einen pragmatischen Umgang mit religiösen Traditionen und Identitäten voraussetzen.

    Leider werden "liberale Muslime" in ihren Communities oft als "Hobbymuslime" verspottet.
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#14 lucdfProfil
  • 29.01.2021, 12:57hköln
  • Hassprediger haben in einer Demokratie nichts zu suchen. Das hat mit Toleranz gegenüber religiösen Minderheiten nicht zu tun. Ab in die Wüste!
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#15 LegatAnonym
  • 29.01.2021, 13:20h
  • Antwort auf #13 von Lars
  • "Ich halte es für wichtig, einen schulischen Islamunterricht ohne Abhängigkeit von Moscheeverbänden zu fördern. "

    Ich halte es für wichtig, einen schulischen Religionsunterricht (ja, selbstverständlich auch den evangelischen und katholischen) komplett aus öffentlichen Schulen zu verbannen und stattdessen Ethikunterricht für alle verpflichtend zu machen.

    Nicht, dass sowas im Kirchenstaat Deutschland in näherer Zeit passieren wird, da KEINE der aktuellen Bundestagsparteien säkularistisch ist. Eine Schande ist das!
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#16 LarsAnonym
  • 29.01.2021, 13:55h
  • Antwort auf #15 von Legat
  • Ja, das ist das konsequent laizistische Argument. Da machst Du natürlich nichts falsch.

    Dass dadurch nicht alle Probleme aus der Welt geschafft werden, sieht man am Beispiel Frankreich.

    Gegen die Abschaffung des Religionsunterrichts spricht meines Erachrtens, dass im Islam, anders als bei den christlichen Konfessionen, die historisch-kritische Betrachtung von Religion nur von wenigen Gelehrten betrieben wird. (Viele machen das tatsächlich auch nur nebenberuflich.). Es wäre also schon gut, wenn muslimische (und queere) Schülerinnen und Schülern eine Theologie kennen lernen würden, in der die Erkenntnisse der Wissenschaft und der historisch-kritische Umgang mit Texten berücksichtigt werden. So bekämen muslimische, queere Schüler eine bessere Möglichkeit, innerhalb ihrer religiösen und kulturellen Communities Toleranz und Akzeptanz wirksam einzufordern.
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#17 KaiJAnonym
#18 LegatAnonym
  • 29.01.2021, 14:17h
  • Antwort auf #16 von Lars
  • Dazu müsstest du erst mal muslimische Lehrpersonen finden, die den von dir gewünschten historisch-kritischen Islamunterricht durchführen würden. Die kannst du ja mal an einer Hand abzählen.

    War bei mir übrigens im evangelischen Religionsunterricht genauso und bei allen die ich kenne und mit denen ich jemals über das Thema gesprochen habe (Protestanten und Katholiken) also vielleicht so an die 500 Personen: Historisch-kritisch war der christliche Religionsunterricht bei einer kleinen Handvoll, bei allen anderen, mich selbst eingeschlossen, wurde insbesondere das Evangelium eher als eine Art Tatsachenbericht dargestellt und Jesus war sowieso total supi und so. Würde mich interessieren, wie das bei dir war.

    Jedenfalls war da unterm Strich gar nix in diese Richtung. Es wurde nicht mal erwähnt, dass Religion ein Weltbild ist, dass Glauben ohne Beweise oder Beweismöglichkeit voraussetzt.

    Außerdem, wenn du Islamunterricht fördern möchtest, warum nicht all die anderen Religionen? Sonst ist das doch gleich wieder diskriminierend. Die einzige faire Lösung ist also wieder der verpflichtende Ehtikunterricht für alle.
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#19 SchleicheRAnonym
  • 29.01.2021, 14:28h
  • Antwort auf #16 von Lars
  • Religionsunterricht braucht man eigentlich gar nicht. Für die Schule reicht es, wenn man Religion behandelt und diese in den jeweiligen Kontext einordnet (insgesamt 5h innerhalb des Geschichtsunterrichts z.B.).
    Religiöse Eltern können dann ihre religiösen Kinder zu einem Religionslehrer schicken, der von der Kirche angestellt wurde. Der Religionsunterricht findet dann aber nicht mehr in der Schule statt, sondern muss nach der Schule durchgeführt werden. Und auch hier muss der Staat den Religionslehrer erst zugelassen haben. Geschichtslehrer hospitieren dann 1-2 mal im Jahr den Religionsunterricht (Kontrollfunktion).

    So hätte man diese "Kloppsköppe aus dem Mittelalter" nicht in der Schule. Die Schüler hätten die Wahl, ob sie nach der Schule noch zur Theologiestunde gehen und der Staat müsste den Religionsunterricht nicht bezahlen. Und das Allerwichtigste ist eben, dass die Kinder was Vernünftiges lernen. Denn, sind wir mal ehrlich, Wissen um Religion bringt rein gar nichts, außer belegten Speicherplatz...
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#20 LarsAnonym
  • 29.01.2021, 15:13h
  • Antwort auf #18 von Legat
  • Also, mein Religionsunterricht war im Laufe der Jahre sehr sehr unterschiedlich in Inhalt, Niveau, (von links bis neokonservativ) aber eindeutig an der Aufklärung und der Geschichtswissenschaft orientiert. (Zum Beispiel, was die Abfassung und historische Einordnung der Bibeltexte angeht). Deshalb spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob und wie man selbst glaubte.

    Ich würde auch nicht sagen, dass das ein Einzelfall war. In der Parallelklasse haben sie im Religionsunterricht das "Leben das Brian" geguckt und von anderen Schulen weiß ich das auch.

    Fragen der Sexualität (insbesondere der queeren) wurde weitgehend ignoriert, da war der Religionsunterricht aber kein Sonderfall.

    ---
    Dein Argument, dass es keine Sonderbehandlung für eine Religionsgemeinschaft geben soll, ist richtig. Aber aus meinen Erfahrungen heraus sehe ich in dem katholischen oder evangelischen Religionsunterricht keine nennenswerte "Gefahr". Mich hat der Religionsunterricht jedenfalls dazu gebracht, es zu hinterfragen, wenn Pfarrer in den Kirchen munter mit Bibeltexten aus verschiedenen Epochen und Zeiten hantierten.
    ----

    Ich persönlich könnte mir, vielleicht parallel mit Ethik, ein Fach "Religionskunde" vorstellen, in dem Schüler nicht nach Konfession oder Glauben getrennt werden, sondern gemeinsam lernen, welche Religionen es gibt, und wie Menschen mit ihnen umgehen: Vom unhinterfragten Befolgen von Geboten - über die historisch-kritische und psychologische Auseinandersetzung - bis zur bewussten und begründeten Ablehnung. Dazu bräuchte es aber wirklich sehr gut ausgebildete Lehrkräfte mit interkulturellem Wissen.
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#21 SäkularAnonym
#22 seb1983
  • 29.01.2021, 16:24h
  • Antwort auf #19 von SchleicheR
  • Der große Vorteil von Religionsunterricht an staatlichen Schulen ist die zumindest eingeschränkte Kontrolle des Lehrinhaltes.

    Was Jungs an saudisch und türkisch finanzierten Koranschulen mitten in Deutschland im Windschatten staatlicher Aufsicht auf türkisch und arabisch eingetrichtert würde und leider schon oft wird überlasse ich mal der Fantasie.
    Sicherlich alles auf dem Boden des Grundgesetzes damit diese später zu gut integrierten Männern werden.
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#23 SäkularAnonym
#24 NeinAnonym
  • 29.01.2021, 17:25h
  • Antwort auf #21 von Säkular
  • Auch religionswissenschaftlicher Unterricht hat an Schulen nichts verloren. Denn da geht es naturgemäß nur um Religion.

    Stattdessen sollte es Ethik-Unterricht geben. In diesem Ethik-Unterricht darf es dann auch mal Themenblöcke zum Thema Religion geben, wo aber alle Religionen gleichberechtigt und kritisch betrachtet werden.
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#25 KaiJAnonym
  • 29.01.2021, 18:12h
  • Antwort auf #24 von Nein
  • Doch. Einen aufklärenden Religionsunterricht muss es als Angebot an staatlichen Schulen geben, damit Kinder einem Dogmatismus entgehen können. Ein Ethikunterricht kann nur das Grundgesetz als allgemeine Grundlage haben, da es darüber hinaus schon zu einer ideologischen Beeinflussung kommen würde. Die Auseinandersetzung mit dem Grundgesetz hat aber schon im Geschichtsunterricht ihren Platz, in dem Gesellschaftsformen ausführlich behandelt werden sollten.
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#26 LarsAnonym
  • 29.01.2021, 18:13h
  • Antwort auf #24 von Nein
  • Schüler mit einer religiös geprägten Identität sollten die Chance bekommen, sich gründlich mit Religion auseinanderzusetzen. Das Thema zu vermeiden, erzeugt keine kritische Auseinandersetzung. Gerade die ist aber wichtig für Menschen, die in einem religiös geprägten Kontext und in einem von einer bestimmten Religion geprägten Kultur aufwachsen.

    Übrigens wissen auch viele Muslime sehr wenig über ihre Religion, weshalb sie sie entweder bewusst als Tradition betrachten, oder eben nicht hinterfragen.

    Aus der Erfahrung mit radikalisierten Muslimen weiß man, dass viele, die sich radikalisiert haben, gar nicht aus streng religiösen Familien stammen.

    Ich verstehe aber, dass man sich fragen kann, warum man sich die ganzen Vorurteile und Abwertungen, die man überwunden geglaubt hat, im Zuge des interkulturellen Dialogs noch mal antun soll.
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#27 LegatAnonym
  • 29.01.2021, 22:12h
  • Antwort auf #26 von Lars
  • "Schüler mit einer religiös geprägten Identität sollten die Chance bekommen, sich gründlich mit Religion auseinanderzusetzen."

    Ich sehe keinen Grund, warum das in der Schule stattfinden müsste.

    "Das Thema zu vermeiden, erzeugt keine kritische Auseinandersetzung."

    Aber ein damit auseinandersetzen auch nicht zwangsläufig. Religion ist Unterwerfung unter eine Doktrin. Das ist die Kernidee von Religion. Du sollst etwas glauben, weil andere Menschen behaupten, etwas (Gott, Zauberei, Hölle etc.), das nicht mal überprüfbar ist, sei die Wahrheit.

    "Gerade die ist aber wichtig für Menschen, die in einem religiös geprägten Kontext und in einem von einer bestimmten Religion geprägten Kultur aufwachsen."

    Die beste Lösung ist frühzeitig den Wert von Emanzipation in den Menschen zu wecken. Emanzipation ist das Gegenteil von Unterwerfung und damit von Religion.

    "Übrigens wissen auch viele Muslime sehr wenig über ihre Religion, weshalb sie sie entweder bewusst als Tradition betrachten, oder eben nicht hinterfragen."

    So wie die meisten Christen und oftmals geht das einher mit willentlicher Ignoranz. Weißt du, wenn mir Christen erklären, dass sie an die Bibel glauben, dann erkläre ich ihnen, dass ihr Gott jederzeit von ihnen verlangen könnte ihr eigenes Kind zu fesseln und zu ermorden heißt es, dass das Gott ja niemals tun würde, weil es doch der liebe Gott sei. Dann zeige ich ihnen in der Bibel die Geschichte von Abraham und Isaak und TROTZDEM bleiben sie dabei, dass Gott sowas ja niemals tun würde, obwohl das was ich behaupt exakt genau so da steht. Solche willentliche Ignoranz ist bei Bibelgläubigen erschreckend verbreitet.

    "Aus der Erfahrung mit radikalisierten Muslimen weiß man, dass viele, die sich radikalisiert haben, gar nicht aus streng religiösen Familien stammen."

    Für diese Behauptung hätte ich gerne gerne Beweise.

    "Ich verstehe aber, dass man sich fragen kann, warum man sich die ganzen Vorurteile und Abwertungen, die man überwunden geglaubt hat, im Zuge des interkulturellen Dialogs noch mal antun soll."

    Kultur <> Religion! Es ist eine der großen Lügen der Religionen zu behaupten, Religion sei untrennbar mit Kultur verbunden. Kulturschaffen bedarf keiner Religion und ganz ehrlich, wir haben genug religiöse Kunst jeder Art auf dem Planeten. Das ist schön anzusehen und anzuhören, aber es reicht!
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#28 AnonymAnonym
#29 LarsAnonym
  • 30.01.2021, 00:00h
  • Antwort auf #27 von Legat
  • "Ich sehe keinen Grund, warum das in der Schule stattfinden müsste."

    Dann hast Du keinen Kontakt zu jugendlichen Schülern in Stadtteilen mit hohem muslimischen Anteil. Ich schon.

    "Kulturschaffen bedarf keiner Religion"

    Goethe (eher ein Kulturschaffender als ein Religiöser) sagte sehr schön: "Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, der hat auch Religon. Wer diese beiden nicht besitzt, der habe Religion."

    Oder, wie es sinngemäß im Taoismus heißt: "Gib den Menschen etwas, an das sie sich halten können."

    Beim Umgang mit Radikalisierung von muslimischen verweist die bpb zu Recht auf die sozialen Aspekte und die soziale Attraktivität von muslimischen Gruppen. Religiosität ist dabei nur ein Teilphänomen:

    www.bpb.de/politik/extremismus/radikalisierungspraevention/3
    16281/muslimische-jugendarbeit
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#30 LegatAnonym
  • 30.01.2021, 08:33h
  • Antwort auf #29 von Lars
  • OK, wir brauchen leider ein wenig (hoffentlich wenig) Meta-Diskussion. Hier nochmal der Verlauf auf einen Blick:

    Lars: "Schüler mit einer religiös geprägten Identität sollten die Chance bekommen, sich gründlich mit Religion auseinanderzusetzen."

    Legat: "Ich sehe keinen Grund, warum das in der Schule stattfinden müsste."

    Legat: "Dann hast Du keinen Kontakt zu jugendlichen Schülern in Stadtteilen mit hohem muslimischen Anteil. Ich schon."

    Erkennst du, dass das was du schreibst 1. keine Antwort auf meine Frage ist und 2. lediglich eine haltlose Behauptung über meinen vorhandenen oder nicht vorhandenen Kontakt zu jugendlichen Schülern in Stadtteilen mit hohem muslimischen Anteil ist? Außerdem hast Du nicht dargelegt, welche Rolle das in dieser Diskussion spielen sollte. Ich habe eine Vermutung was du damit sagen möchtest, aber ich will es von dir hören. Du musst dir bitte mehr Mühe mit deiner Argumentation geben.

    "Goethe (eher ein Kulturschaffender als ein Religiöser) sagte sehr schön: "Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, der hat auch Religon. Wer diese beiden nicht besitzt, der habe Religion.""

    Goethes persönliche Meinung einer angeblichen Untrennbarkeit von Wissenschaft, Kunst und Religion ist ein Hirnfurz, der allein durch die Tatsache wiederlegt ist, dass Kunst, Wissenschaft und Religion völlig unabhängig voneinander existieren können und heutzutage in der Regel auch tun. Beispiel: Wie viele wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Aerodynamik gibt es, die mit einem vom Wissenschaftler persönlich gemalten Bildnis der Jungfrau Maria beginnen? Ziemlich sicher keine einzige! Warum? Weil der Wissenschaftler, selbst wenn er überzeugter Katholik sein sollte weiß, dass diese Dinge nicht in eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Aerodynamik gehören.

    "Oder, wie es sinngemäß im Taoismus heißt: "Gib den Menschen etwas, an das sie sich halten können.""

    Eine weitere wichtige Kernidee von Religion: Anstatt die Menschen zu befreien, indem man ihnen zeigt, wie sie selbst zu Fischern werden, wirf ihnen zwei Fische hin, um sie weiterhin in Abhängigkeit zu halten.

    "Beim Umgang mit Radikalisierung von muslimischen verweist die bpb zu Recht auf die sozialen Aspekte und die soziale Attraktivität von muslimischen Gruppen. Religiosität ist dabei nur ein Teilphänomen:

    m.bpb.de/politik/extremismus/radikalisierungspraevention/316
    281/muslimische-jugendarbeit

    "

    Muslimische Jugend in Deutschland e. V. (MJD)
    Muslimisches Jugendwerk e. V.
    JUMA e. V. (jung, muslimisch, aktiv)
    M.A.H.D.I. e. V.
    Bund muslimischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder e. V. (BMPF)
    MOSAIQ e. V.
    Stand up gegen Rassismus e. V.
    MUJOS e. V. (Muslimische Jugendcommunity Osnabrück)

    Wunderbar, alles eingetragene Vereine und daher staatlich gefördert und kontrolliert. Gefällt mir sehr gut, unterstütze ich sehr gerne und ist ein weiterer Grund dafür, dass Religionsunterricht an Schulen nicht benötigt wird. Die Schule sollte niemals Weltbilder propagieren, sondern integrativ einordnen und die kritische Auseinandersetzung fördern. Verbannung von jeglichem Religionsunterricht und Einführung von verpflichtendem Ethikunterricht für alle ist die Antwort. Ich habe nichts von dir gelesen, was meine Überzeugung in dieser Hinsicht widerlegen würde. Ich hoffe aber, dass da noch was richtig gutes von dir kommt.
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#31 LarsAnonym
  • 30.01.2021, 10:04h
  • Antwort auf #30 von Legat
  • Ich finde es vollkommen o.K., dass man in dieser Frage unterschiedliche Meinungen hat.

    Ich denke nicht, dass ich dich überzeugen kann. Deine Ablehnung von Religion ist total, während ich der Meinung bin, dass man lernen muss, mit Religion so umzugehen, dass sie keinen Schaden anrichtet.

    Wenn ich mit Muslimen über queere Themen spreche , hilft es mir sehr, dass ich mich mit Religionsgeschichte auskenne und im interreligiösen Dialog geschult bin. Die Schule und zumindest mein Religionsunterricht haben mir dabei durchaus geholfen.

    Es bedeutet, dass ich in einer Auseinandersetzung nicht die ganze kulturelle-religiöse Identität eines muslimisch geprägten Menschen in die Tonne treten muss, sondern dass ich mich auf die Unterschiede im Religionsverständnis konzentrieren kann. Die Idee ist: Wandel durch Annäherung, nicht durch Abgrenzung, Abbau von Berührungsängsten, Reflexion statt Emotion. Das lernt man am besten in der Schule.

    Basis solcher Diskussionen bleiben im Übrigen das Grundgesetz und auch die wissenschaftliche Erkenntnis.
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#32 LegatAnonym
  • 30.01.2021, 10:28h
  • Antwort auf #31 von Lars
  • "Deine Ablehnung von Religion ist total"

    Ich habe echt keine Lust mehr, mit jemandem zu diskutieren, der meine Position ignoriert und lieber gegen einen von ihm erfundenen Strohmann argumentiert. Wäre meine Ablehnung von Religion total, wäre ich garantiert nicht FÜR eingetragene muslimische Jugendvereine. Ein Beispiel, dass ich GERADE EBEN hingeschrieben habe und dass du einfach ignorierst. Sorry, wenn einer der beiden Diskussionspartner nicht zuhört, ist diese Diskussion reine Zeitverschwendung und hiermit beendet!
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#33 LarsAnonym
  • 30.01.2021, 13:45h
  • Antwort auf #32 von Legat
  • I agree that we disagree.

    Als "Angeklagter" erlaube ich mir ein letztes Wort:

    Ich dachte, es ging bei unserer Diskussion gerade um die Frage, ob und inwieweit Religion Thema im Schulunterricht sein sollte und ob man sich darauf einlassen sollte oder einen strikt laizistischen Schulunterricht befürwortet.

    Ws außerhalb der Schulen und in den Jugendvereinen passiert, ist noch einmal ein anderes Thema.

    Dein Religionsverständnis ist erklärtermaßen:

    "Religion ist Unterwerfung unter eine Doktrin."

    Und für die Schule forderst Du:

    "Die beste Lösung ist frühzeitig den Wert von Emanzipation in den Menschen zu wecken. Emanzipation ist das Gegenteil von Unterwerfung und damit von Religion."

    Das ist in sich logisch und stimmig. Ein doktrinäres Religionsverständnis hat in Schulen keinen Platz. Schule hat Alternativen zu zeigen, zwischen denen man sich mündig entscheiden kann. Ein religiöser Verein muss das nicht, denn er ist dazu da, eine bestimmte Interpretation von Glauben in Gemeinschaft zu praktizieren, nicht zu hinterfragen.

    Mein Religionsverständnis ist etwas anders. Für mich sind Religionen kulturelle Traditionen, Identitäten, die sehr unterschiedlich aufgefasst und gelebt werden - von doktrinär bis modern-säkular.

    Ich traue unserem Schulsystem zu, dass es die Risiken einer doktrinären Beeinflussung von Schülern abwehren kann und Schüler in die Lage versetzen kann, mündig und sachkundig zu entscheiden, wie sie es mit den Religionen halten wollen, bzw. ob sie sie mit eben so klaren Argumenten ablehnen.
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#34 DerNickAnonym
  • 30.01.2021, 15:16h
  • Religion völlig aus den Schulen zu verbannen ist lebensfremd. Sie spielt in unterschiedlichen Formen eine Rolle für viele Schüler. Solange das so ist, sollte Religion ein Wahlfach bleiben. Mag sein, dass wir einfach einen tollen Lehrer hatten ( ich bin nicht getauft, habe aber am Reliunterricht teilgenommen), aber er hat uns dazu bewogen vieles in Religionsgeschichte und Kirche kritisch zu betrachten und Ethik hat eine sehr große Rolle gespielt. Ich denke, das auch der Lehrplan Spielraum lässt und wenn nicht, sollte an dem Lehrplan Änderungen vorgenommen und Themen wie Ethik fester verankert werden und auch Fanatismus gehört thematisiert.

    Letztendlich geht ein Teil der heutigen muslimischen Schüler am Wochenende in die Moschee. Aber nicht kurz, sondern Samstag und Sonntag und einen großen Teil des Tages. Dabei kommt es anscheinend auf die jeweilige Moschee an, denn es gibt Kinder die dort radikalisiert werden.( um beim obigen Thema zu bleiben) Ähnlich einer Sekte.
    Mir ist bewusst, dass es das auch unter Christen gibt, doch scheint mir der Anteil junger Muslime die radikalisiert werden ungleich größer.
    Jugendgruppen alleine reichen auch nicht, um eine Objektivität zu bewahren.
    Umso wichtiger finde ich es, dass auch Schule Religion unterrichtet um ausgewogen und auch kritisch über religiöse Themen zu sprechen. Die Kinder sollen sehen, dass Religion auch friedlich gelebt werden kann und nicht die eigene Lebensweise und die anderer einschränken darf. Das vermittelt wird, dein Glaube gehört geschützt, den darf dir keiner nehmen, er darf aber nicht in Form von Gelehrten in Kirchen und Moscheen bestimmen, wie du und andere zu leben haben.

    Dieser Ansicht bin ich übrigens als nicht religiöser Mensch.
  • Antworten » | Direktlink »
#35 antosProfil
  • 30.01.2021, 15:31hBonn
  • Antwort auf #34 von DerNick
  • >> Das vermittelt wird, dein Glaube gehört geschützt, den darf dir keiner nehmen (...)<<

    Naja. Zugleich sollte den kleinen Snowflakes im Sinne einer Hinleitung zur Realität aber auch vermittelt werden, dass es immer und überall auf der weiten Welt Menschen gibt, die über einen jeweiligen Glauben den Kopf schütteln oder auch lachen - und dass sie das auch dürfen!

    Kritik an und Belustigung über Religionen existiert, seit es diese gibt. Dazu gehören atheistische Anschauungen ebenso wie theologische Streitigkeiten innerhalb einer Religion oder all die Konflikte zwischen Religionen.
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#36 SäkularAnonym
  • 30.01.2021, 16:14h
  • Antwort auf #34 von DerNick
  • "dass auch Schule Religion unterrichtet um ausgewogen und auch kritisch über religiöse Themen zu sprechen."

    Sollen wir dann vielleicht auch noch die Schulfächer Astrologie, Homöopathie, Handlesen, Phrenologie und Kaffesatzleserei einführen, um der nötigen Kritik an diesen Dingen Raum zu geben?
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#37 DerNickAnonym
  • 30.01.2021, 17:26h
  • Antwort auf #36 von Säkular
  • Im Zeitalter der Coronaleugner keine schlechte Idee. Homöopathie passt prima in die Naturwissenschaften. Das sektiär- esoterische zu Religion und Gesellschaftslehre.

    Letztendlich gilt auch da der Unterschied, nehme ich meine Globuli ( ne, ich nehme keine) als Ergänzung zur Schulmedizin ( was mir und anderen nicht schadet) oder verwehre ich mich der Wissenschaft und befehle mir und anderen, beispielsweise Chemotherapie als gelenkten Manipulationsversuch zu deuten.

    @ Klar darf man sich lustig machen. Genau darum geht es auch, frei was sagen und denken zu können und das denen zu vermitteln, die den Religionen angehören.
    Es geht auch darum, Glauben/ Religionen nicht verbieten zu dürfen, so wie man Kritik an diesen nicht verbieten darf.
    Die in ihrem Glauben gefestigt sind und trotzdem offen im Hier und Jetzt leben, sind nicht die gefährdeten für extreme Positionen.
    Wie gesagt, wir reden hier von bereits gläubigen Schülern und nicht davon, Atheisten zu bekehren.

    Es werden bekanntlich auch Lehrer ermorden, die Karikaturen besprechen oder angeblich zu moderaten Religionsunterricht abhalten. Für diese im Elternhaus, Freundeskreis oder durch Prediger radiklisierten Täter, sind die Moderaten doch genauso Feinde, wie die Atheisten es sind.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 DerNickAnonym
#39 LegatAnonym
  • 30.01.2021, 19:18h
  • Antwort auf #33 von Lars
  • Ich glaube du liest überhaupt nichts von dem was ich schreibe. Ich habe soeben die Diskussion beendet, da du behauptet hast, meine Ablehnung von Religion sei total. Ich habe daraufhin bewiesen, dass du damit eine Lüge über meine Position verbreitest, auch bekannt als Strohmann-Argument. Gehst du mit deinem letzten Kommentar darauf ein? Nicht im Geringsten! Dir mangelt es offenbar an Respekt gegenüber deinen Diskussionspartnern oder aber Diskussion ist einfach nicht dein Ding. So oder so ist hier jetzt Schluss von meiner Seite.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#40 SäkularismusAnonym
  • 30.01.2021, 20:12h
  • Antwort auf #34 von DerNick
  • "Religion völlig aus den Schulen zu verbannen ist lebensfremd."

    Ich glaube, man könnte diese Diskussion vereinfachen, wenn wir uns darauf verständigen würden, dass KONFESSIONELLER Religionsunterricht nicht die einzige Möglichkeit ist, die Themen "Religion und Weltanschauung" in den Schulen zu behandeln. Hier werden z. T. unnötige Scheindiskussionen geführt.

    Mein erstes Problem ist, dass Religionsvertreter*innen selbst nicht unbedingt die geeigneten Personen sind, auch religionskritische Positionen als gleichwertig zu behandeln. Ob das geschieht oder nicht, darf nicht der persönlichen Selbstdistanz-Fähigkeit der unterrichtenden Person überlassen bleiben.

    Mein zweites Problem ist, dass im konfessionellen Religions- / Ethikunterricht die Schüler*innen in getrennten Gruppen unterrichtet werden. Wenn wir wollen, dass Menschen verschiedener Weltanschauungen einen respektvollen Dialog erlernen, ist das meiner Meinung nach eine denkbar unglückliche Strategie.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#41 LarsAnonym
  • 30.01.2021, 20:40h
  • Antwort auf #39 von Legat
  • Ich vermute, dass wir einfach an die Grenzen der anonymen Internetkommunikation stoßen, vielleicht ausglöst durch eine überspitze Bemerkung von mir, was die persönliche Erfahrung mit Muslimen in Schulen angeht. Das tut mir leid, weil ich die Diskussion bis dahin als zwar sehr kontrovers, aber fair und sachlich erlebt habe. Die Bemerkung war auch nicht abwertend gemeint, sondern sollte lediglich signalisieren, dass an diesem Punkt unterschiedliche Erfahrungen zu unterschiedlichen Positionen oder Einschätzungen führen. Und nur, weil ich Erfahrungen im Austausch mit Muslimen habe, beanspruche ich keine Objektivität, sondern diskutiere hier mit, weil mich andere Positionen und Erfahrungen interessieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#42 LegatAnonym
#43 SäkularismusAnonym
  • 30.01.2021, 21:46h
  • Antwort auf #42 von Legat
  • Das war wohl missverständlich formuliert. Ich wollte damit die aktuelle Situation beschreiben, in der einige Schüler*innen konfessionellen Religionsunterricht erhalten und einige das Fach "Werte und Normen" oder ähnliches belegen. Das "konfessionell" sollte sich dabei natürlich nur auf den Religionsunterricht beziehen, um einen bekenntnisorientierten von einem (religions-)wissenschaftlichen Unterricht nochmals deutlich abzugrenzen.
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#44 antosProfil
  • 30.01.2021, 21:50hBonn
  • Antwort auf #37 von DerNick
  • Ich habe meinen Kommentar zu abstrakt formuliert. Wenn Du sagst:

    >> Das vermittelt wird, dein Glaube gehört geschützt, den darf dir keiner nehmen (...)<<

    ...sage ich: Vermittelt sollte werden, dass dein >Glaube< keineswegs >geschützt gehörtIdentität< nicht oder nur zu geringsten Anteilen davon geprägt wird, was Du >glaubst<.
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#45 antosProfil
  • 30.01.2021, 22:04hBonn
  • Antwort auf #37 von DerNick
  • Nachtrag:
    Um ein Stichwort von #40 aufzugreifen:

    >>Ob das geschieht oder nicht, darf nicht der persönlichen Selbstdistanz-Fähigkeit der unterrichtenden Person überlassen bleiben.<<

    Dem stimme ich zu, und meine gleichzeitig: die Fähigkeit, nein, die Fertigkeit zur Selbstdistanz muss gelehrt werden. Das funktioniert aber nicht, wenn man einander bestätigt, wie >schützenswert< doch die jeweiligen ephemeren Glaubensinhalte seien.
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#46 antosProfil
  • 30.01.2021, 22:11hBonn
  • Antwort auf #44 von antos
  • Memo an mich: Wieder einmal Dreiviertel aus der Mitte meines Kommentars verschwunden, wahrscheinlich so irgendwie wegen der spitzen Klammern, jetzt also nicht mehr verstehbar. Naja, Pech - Welt des schulischen Religionsunterrichts eben heute nicht revolutioniert. Demnächst dann.
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#47 KaiJAnonym
#48 LegatAnonym
#49 antosProfil
#50 KaiJAnonym
  • 31.01.2021, 10:38h
  • Antwort auf #49 von antos
  • Das stimmt und soll auch so sein.
    Verhohnepipelung ausserhalb der Schule einzelner Glaubensinhalte wie Charikaturen zu Jesus oder Mohammed sind vollkommen o.k. Nicht o.k. ist es jedoch, über den Glauben den Kopf zu schütteln oder zu lachen bzw. sich über ihn zu belustigen. Da wird's dann allgemein und für die Gläubigen persönlich. Das Recht zu glauben und die Gläubigen sind so nicht mehr geschützt. Schlimmer ist es noch, gegenüber Gläubigen letzt genanntes zu tun.
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#51 stromboliProfil
  • 31.01.2021, 12:57hberlin
  • Antwort auf #50 von KaiJ
  • " Nicht o.k. ist es jedoch, über den Glauben den Kopf zu schütteln oder zu lachen bzw. sich über ihn zu belustigen. Da wird's dann allgemein und für die Gläubigen persönlich."
    Und was ist mit meinem recht auf "abweichende meinung"? Natürlich kann ich religion als mumpitz bezeichnen und diese meinung auch öffentlich machen.
    So wie ich gegenüber religion verbunden fühlenden und deren vorbetern nicht einverständnis in ihr tun und predigen heucheln muss , nur um deren ach so dünnhäutiges gefühlsleben nicht in wallung zu bringen.
    " Das Recht zu glauben und die Gläubigen sind so nicht mehr geschützt."
    Das ist UNSINN!
    Sinn ist, dass die, unabhängig von meiner meinung, sehr wohl in der lage sind ihren eigenen kram zu veranstalten.
    Denn den verbiete ich ihnen ja mit meiner gegenmeinung nicht, sondern biete nur eine gegenmeinung an.

    Für welche sich dann der geneigte leser/zuhörer entscheidet, ist dann ausschließlich deren sache und nicht sache einer sich gekränkt fühlenden mimikri-sektengemeinschaft.
    So bleibt es mir allein überlassen, ob die sogenannten religionagründer mir persönlich am arsch vorbei gehen oder nicht.
    Meine freiheit, mich zu entscheiden!

    Das, was "religion" im gesamtgesellschaftlichen für einen raum einnimmt , muss unabhängig von den hier beschriebenen, narzistisch empfundenen kränkungen religiös empfindlicher, endlich mal auf seine gesellschaftliche relevanz hin geklärt werden.
    Eine, die nicht von den religionsträgern selbst erklärt wird, sondern von der bevölkerung.

    Die unterstellung , durch "kränkung und lustig machen" würde die freiheit der religionsausübung eingeschränkt, ist einfach unsinn.
    Und ob man brennende büsche und wasser zu wein macht, mag dem esoteriker grund zum nachdenken sein. Das durch beten krankheiten vergehn und pandmien verschwinden, daran zu glauben ist scharlatanerie. Mag ja das eigene gefühl stärken, aber nicht die gesundheit.
    Andererseits wäre ein nachdenken über die, in deren bücher steckenden herrschaftsauslegungen und unterdrückungsmechanismen eine heilsame unterweisung hin zum austritt aus solchen sektengruppierungen...
    Die monotheisten mal ganz vorneweg...
    Deren undemokratische inhalte und denkmuster, steigbügelhalter der macht und unterdrückung der vergangenen jahrhunderte, setzt deren fragwürdigem glaubwürdigkeitsanspruch auf staats-gesellschaftsbildendem inhalt, die fundiert historische einsicht in deren untauglichkeit als gesellschaft&individuen verbindendes gedankenkonstrukt entgegen.

    Die religiöse indoktrinierung weiter teile der gesellschaft und ihre auswirkung auf sozial-philosopische fragen des gemeinwesen, sind in heutiger zeit nicht länger hinnehmbar.
    Ob dies im zusammenhang mit selbstbestimmung über bauch ( frauen) , sexualität ( homo/hetero&binär ***), bis hin zur selbstbestimmung der zugehörigkeit zu einem gesellschaftskonzept ( religionszugehörigkeit ab geburt/taufe oder beschneidung), vorbestimmt durch die eingeburt in eine sich religiös nennende gemeinde... ;
    Über allem steht ein totalitärer anspruch auf einordnung bis hin zur unterwerfung.
    Und getauft, kannst du nicht mal den christen entkommen, auch wenn längst ausgetreten..
    Auf "ewig" christ.

    Hier muss eine volljährigkeitsregel, ähnlich dem führerschein her. Eintritt nur bei vollem verstand und mit widerrufsklausel!
    In meiner gegenwart und an meinem tisch jedenfalls wird über religion und gläubige weiter herzlichst gelacht.
    Jedem was ihm zusteht.
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#52 KaiJAnonym
#53 queer grrl powerAnonym
  • 31.01.2021, 14:19h
  • Antwort auf #51 von stromboli
  • "In meiner gegenwart und an meinem tisch jedenfalls wird über religion und gläubige weiter herzlichst gelacht.
    Jedem was ihm zusteht."

    Amen!

    Spott wem Spott gebührt.
    An meinem Tisch waren "Gläubige" seit jeher unerschöpfliche Quelle von Spott und nächtefüllender Belustigung. Ich bin ihnen dafür fast schon dankbar. Das gilt auch über meinen Tisch hinaus, insbesondere, wenn sie das Thema "ernsthaft" diskutieren wollen. Sie ernten Spott. Für den menschlichen Intellekt gibt es Grenzen der Zumutung.

    Letztendlich habe ich vor Jahren meine gesamte biologische "gläubige" Familie mit einem spöttischen Abgesang für immer aus meinem Leben verbannt. Und das hat die von mir beabsichtigte Wirkung nicht verfehlt. Selbst heute muss ich noch lachen, wenn ich daran zurückdenke. Wir haben das damals sogar gefeiert. Ein Stein weniger, der im Weg lag und somit den Weg frei machte.

    Spott ist eine sehr wirksame und legitime Methode, um sich diese zutiefst peinlichen Übergriffe durch "Gäubige" mit wenig Aufwand und viel Spass vom Leib zu halten. Spätestens, wenn ihre "religiösen Gefühle verletzt sind" lacht man Tränen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #51 springen »
#54 NachfrageAnonym
#55 KaiJAnonym
#56 queer grrl powerAnonym
  • 31.01.2021, 15:19h
  • Antwort auf #52 von KaiJ
  • Das GG schützt niemanden vor Entblödung.

    Du darfst Dich daher offen und schamlos weiterhin als "bekennender" Angehöriger einer Sekte bezeichnen, die - um nur 2 Menschengruppen zu nennen - Frauen nach wie vor im Jahr 2021 das Selbstbestimmungsrecht über ihre Körper verweigert und LGBTIQ bis aufs Blut bekämpft. Mit einem Wort: Sie entmenschlicht. Ihnen das pure Menschsein abspricht.

    Das GG verdonnert Dich gleichzeitig dazu, die Lacher über Dein peinliches outing als "Gläubiger" hinzunehmen. - Ganz zu schweigen davon, dass es gilt euch entschieden zu bekämpfen, wo immer man euch trifft.

    Ihr habt diesen Krieg begonnen. Wir werden ihn gewinnen.
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#57 AugenrollAnonym
#58 queer grrl powerAnonym
  • 31.01.2021, 16:19h
  • Antwort auf #56 von queer grrl power
  • Ihr "Gläubigen" und eure Sekte führt euren Krieg gegen uns Frauen, unsere wunderschönen Körper und unsere kraftvolle Sexualität (vor der ihr euch fürchtet) seit Jahrhunderten. Seit Jahrhunderten und bis heute führt ihr einen Krieg gegen unser Menschsein. Überall. Weltweit.

    Uns gibt es immer noch. Wir haben das zu allen Zeiten immer überlebt. Heute sind wir so stark wie nie zuvor. Wir werden euren Krieg gegen uns Frauen gewinnen.

    Den Kampf gegen unsere Queerness, unsere Nicht-Heteronormativität per Geburt zu allen Zeiten, unser Sexuelles habt ihr schon lange verloren. Alles andere holen wir uns Stück für Stück.

    ...bis dahin lachen und spotten wir nach Herzenslust über euch "Gläubige" und eure Klemm-Sekten.
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#59 LegatAnonym
  • 31.01.2021, 18:45h
  • Antwort auf #50 von KaiJ
  • "Nicht o.k. ist es jedoch, über den Glauben den Kopf zu schütteln oder zu lachen bzw. sich über ihn zu belustigen. Da wird's dann allgemein und für die Gläubigen persönlich. Das Recht zu glauben und die Gläubigen sind so nicht mehr geschützt. Schlimmer ist es noch, gegenüber Gläubigen letzt genanntes zu tun."

    Niemand hat das Recht darauf, sich durch die Meinung von anderen nie beleidigt zu fühlen! Das Recht zu Glauben, womit du vermutlich die unangefochten geltende Religions- und Bekenntnisfreiheit meinst, wird davon in keinster Weise berührt. Selbstverständlich können Leute sogar an Geozentrismus und Flache Erde glauben, aber ich darf solche Vorstellungen selbstverständlich zum Schreien dumm finden und das den Leuten auch sagen. Ihr Recht, trotzdem weiter an Bullshit zu glauben, wird dadurch von mir Null gefährdet, sogar nicht mal in Frage gestellt. Und solange ich diese Gläubigen nicht persönlich angreife, ist meine Kritik an ihrem Glauben mein Recht auf freie Meinungsäußerung!
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#60 LorenProfil
  • 01.02.2021, 00:42hGreifswald
  • Woran Menschen glauben, ist bekanntlich sehr unterschiedlich. Entscheidend ist, dass das Handeln durch Gesetze so eingeschränkt wird, dass andere nicht unter dem Glauben Einzelner leiden. Glauben ist Privatsache. Das Handeln aufgrund von Glaubensüberzeugungen muss sich m.E. z.B. den Geboten der Grund-und Menschenrechte unterordnen, damit es nicht zu einer Diktatur des Glaubens kommt.
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