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Kommentare zu:
Belgien schmeißt homophoben Imam aus dem Land


#31 LarsAnonym
  • 30.01.2021, 10:04h
  • Antwort auf #30 von Legat
  • Ich finde es vollkommen o.K., dass man in dieser Frage unterschiedliche Meinungen hat.

    Ich denke nicht, dass ich dich überzeugen kann. Deine Ablehnung von Religion ist total, während ich der Meinung bin, dass man lernen muss, mit Religion so umzugehen, dass sie keinen Schaden anrichtet.

    Wenn ich mit Muslimen über queere Themen spreche , hilft es mir sehr, dass ich mich mit Religionsgeschichte auskenne und im interreligiösen Dialog geschult bin. Die Schule und zumindest mein Religionsunterricht haben mir dabei durchaus geholfen.

    Es bedeutet, dass ich in einer Auseinandersetzung nicht die ganze kulturelle-religiöse Identität eines muslimisch geprägten Menschen in die Tonne treten muss, sondern dass ich mich auf die Unterschiede im Religionsverständnis konzentrieren kann. Die Idee ist: Wandel durch Annäherung, nicht durch Abgrenzung, Abbau von Berührungsängsten, Reflexion statt Emotion. Das lernt man am besten in der Schule.

    Basis solcher Diskussionen bleiben im Übrigen das Grundgesetz und auch die wissenschaftliche Erkenntnis.
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#32 LegatAnonym
  • 30.01.2021, 10:28h
  • Antwort auf #31 von Lars
  • "Deine Ablehnung von Religion ist total"

    Ich habe echt keine Lust mehr, mit jemandem zu diskutieren, der meine Position ignoriert und lieber gegen einen von ihm erfundenen Strohmann argumentiert. Wäre meine Ablehnung von Religion total, wäre ich garantiert nicht FÜR eingetragene muslimische Jugendvereine. Ein Beispiel, dass ich GERADE EBEN hingeschrieben habe und dass du einfach ignorierst. Sorry, wenn einer der beiden Diskussionspartner nicht zuhört, ist diese Diskussion reine Zeitverschwendung und hiermit beendet!
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#33 LarsAnonym
  • 30.01.2021, 13:45h
  • Antwort auf #32 von Legat
  • I agree that we disagree.

    Als "Angeklagter" erlaube ich mir ein letztes Wort:

    Ich dachte, es ging bei unserer Diskussion gerade um die Frage, ob und inwieweit Religion Thema im Schulunterricht sein sollte und ob man sich darauf einlassen sollte oder einen strikt laizistischen Schulunterricht befürwortet.

    Ws außerhalb der Schulen und in den Jugendvereinen passiert, ist noch einmal ein anderes Thema.

    Dein Religionsverständnis ist erklärtermaßen:

    "Religion ist Unterwerfung unter eine Doktrin."

    Und für die Schule forderst Du:

    "Die beste Lösung ist frühzeitig den Wert von Emanzipation in den Menschen zu wecken. Emanzipation ist das Gegenteil von Unterwerfung und damit von Religion."

    Das ist in sich logisch und stimmig. Ein doktrinäres Religionsverständnis hat in Schulen keinen Platz. Schule hat Alternativen zu zeigen, zwischen denen man sich mündig entscheiden kann. Ein religiöser Verein muss das nicht, denn er ist dazu da, eine bestimmte Interpretation von Glauben in Gemeinschaft zu praktizieren, nicht zu hinterfragen.

    Mein Religionsverständnis ist etwas anders. Für mich sind Religionen kulturelle Traditionen, Identitäten, die sehr unterschiedlich aufgefasst und gelebt werden - von doktrinär bis modern-säkular.

    Ich traue unserem Schulsystem zu, dass es die Risiken einer doktrinären Beeinflussung von Schülern abwehren kann und Schüler in die Lage versetzen kann, mündig und sachkundig zu entscheiden, wie sie es mit den Religionen halten wollen, bzw. ob sie sie mit eben so klaren Argumenten ablehnen.
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#34 DerNickAnonym
  • 30.01.2021, 15:16h
  • Religion völlig aus den Schulen zu verbannen ist lebensfremd. Sie spielt in unterschiedlichen Formen eine Rolle für viele Schüler. Solange das so ist, sollte Religion ein Wahlfach bleiben. Mag sein, dass wir einfach einen tollen Lehrer hatten ( ich bin nicht getauft, habe aber am Reliunterricht teilgenommen), aber er hat uns dazu bewogen vieles in Religionsgeschichte und Kirche kritisch zu betrachten und Ethik hat eine sehr große Rolle gespielt. Ich denke, das auch der Lehrplan Spielraum lässt und wenn nicht, sollte an dem Lehrplan Änderungen vorgenommen und Themen wie Ethik fester verankert werden und auch Fanatismus gehört thematisiert.

    Letztendlich geht ein Teil der heutigen muslimischen Schüler am Wochenende in die Moschee. Aber nicht kurz, sondern Samstag und Sonntag und einen großen Teil des Tages. Dabei kommt es anscheinend auf die jeweilige Moschee an, denn es gibt Kinder die dort radikalisiert werden.( um beim obigen Thema zu bleiben) Ähnlich einer Sekte.
    Mir ist bewusst, dass es das auch unter Christen gibt, doch scheint mir der Anteil junger Muslime die radikalisiert werden ungleich größer.
    Jugendgruppen alleine reichen auch nicht, um eine Objektivität zu bewahren.
    Umso wichtiger finde ich es, dass auch Schule Religion unterrichtet um ausgewogen und auch kritisch über religiöse Themen zu sprechen. Die Kinder sollen sehen, dass Religion auch friedlich gelebt werden kann und nicht die eigene Lebensweise und die anderer einschränken darf. Das vermittelt wird, dein Glaube gehört geschützt, den darf dir keiner nehmen, er darf aber nicht in Form von Gelehrten in Kirchen und Moscheen bestimmen, wie du und andere zu leben haben.

    Dieser Ansicht bin ich übrigens als nicht religiöser Mensch.
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#35 antosProfil
  • 30.01.2021, 15:31hBonn
  • Antwort auf #34 von DerNick
  • >> Das vermittelt wird, dein Glaube gehört geschützt, den darf dir keiner nehmen (...)<<

    Naja. Zugleich sollte den kleinen Snowflakes im Sinne einer Hinleitung zur Realität aber auch vermittelt werden, dass es immer und überall auf der weiten Welt Menschen gibt, die über einen jeweiligen Glauben den Kopf schütteln oder auch lachen - und dass sie das auch dürfen!

    Kritik an und Belustigung über Religionen existiert, seit es diese gibt. Dazu gehören atheistische Anschauungen ebenso wie theologische Streitigkeiten innerhalb einer Religion oder all die Konflikte zwischen Religionen.
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#36 SäkularAnonym
  • 30.01.2021, 16:14h
  • Antwort auf #34 von DerNick
  • "dass auch Schule Religion unterrichtet um ausgewogen und auch kritisch über religiöse Themen zu sprechen."

    Sollen wir dann vielleicht auch noch die Schulfächer Astrologie, Homöopathie, Handlesen, Phrenologie und Kaffesatzleserei einführen, um der nötigen Kritik an diesen Dingen Raum zu geben?
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#37 DerNickAnonym
  • 30.01.2021, 17:26h
  • Antwort auf #36 von Säkular
  • Im Zeitalter der Coronaleugner keine schlechte Idee. Homöopathie passt prima in die Naturwissenschaften. Das sektiär- esoterische zu Religion und Gesellschaftslehre.

    Letztendlich gilt auch da der Unterschied, nehme ich meine Globuli ( ne, ich nehme keine) als Ergänzung zur Schulmedizin ( was mir und anderen nicht schadet) oder verwehre ich mich der Wissenschaft und befehle mir und anderen, beispielsweise Chemotherapie als gelenkten Manipulationsversuch zu deuten.

    @ Klar darf man sich lustig machen. Genau darum geht es auch, frei was sagen und denken zu können und das denen zu vermitteln, die den Religionen angehören.
    Es geht auch darum, Glauben/ Religionen nicht verbieten zu dürfen, so wie man Kritik an diesen nicht verbieten darf.
    Die in ihrem Glauben gefestigt sind und trotzdem offen im Hier und Jetzt leben, sind nicht die gefährdeten für extreme Positionen.
    Wie gesagt, wir reden hier von bereits gläubigen Schülern und nicht davon, Atheisten zu bekehren.

    Es werden bekanntlich auch Lehrer ermorden, die Karikaturen besprechen oder angeblich zu moderaten Religionsunterricht abhalten. Für diese im Elternhaus, Freundeskreis oder durch Prediger radiklisierten Täter, sind die Moderaten doch genauso Feinde, wie die Atheisten es sind.
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#38 DerNickAnonym
#39 LegatAnonym
  • 30.01.2021, 19:18h
  • Antwort auf #33 von Lars
  • Ich glaube du liest überhaupt nichts von dem was ich schreibe. Ich habe soeben die Diskussion beendet, da du behauptet hast, meine Ablehnung von Religion sei total. Ich habe daraufhin bewiesen, dass du damit eine Lüge über meine Position verbreitest, auch bekannt als Strohmann-Argument. Gehst du mit deinem letzten Kommentar darauf ein? Nicht im Geringsten! Dir mangelt es offenbar an Respekt gegenüber deinen Diskussionspartnern oder aber Diskussion ist einfach nicht dein Ding. So oder so ist hier jetzt Schluss von meiner Seite.
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#40 SäkularismusAnonym
  • 30.01.2021, 20:12h
  • Antwort auf #34 von DerNick
  • "Religion völlig aus den Schulen zu verbannen ist lebensfremd."

    Ich glaube, man könnte diese Diskussion vereinfachen, wenn wir uns darauf verständigen würden, dass KONFESSIONELLER Religionsunterricht nicht die einzige Möglichkeit ist, die Themen "Religion und Weltanschauung" in den Schulen zu behandeln. Hier werden z. T. unnötige Scheindiskussionen geführt.

    Mein erstes Problem ist, dass Religionsvertreter*innen selbst nicht unbedingt die geeigneten Personen sind, auch religionskritische Positionen als gleichwertig zu behandeln. Ob das geschieht oder nicht, darf nicht der persönlichen Selbstdistanz-Fähigkeit der unterrichtenden Person überlassen bleiben.

    Mein zweites Problem ist, dass im konfessionellen Religions- / Ethikunterricht die Schüler*innen in getrennten Gruppen unterrichtet werden. Wenn wir wollen, dass Menschen verschiedener Weltanschauungen einen respektvollen Dialog erlernen, ist das meiner Meinung nach eine denkbar unglückliche Strategie.
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