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Umsetzung Aktionsplan

Staatsanwaltschaft Leipzig hat erste LSBTTIQ*-Beauftragte in Sachsen

Mareen Klenke dient als Ansprechpartnerin für Betroffene und Zeug*innen queerfeindlicher Gewalt.


Blick auf Leipzig (Bild: scholacantorum / pixabay)

  • 28. Januar 2021, 18:00h, noch kein Kommentar

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat als erste in Sachsen eine Ansprechperson für queere Menschen benannt. Bei der Staatsanwältin Mareen Klenke könnten sich Betroffene sowie Zeuginnen und Zeugen von Hasskriminalität gegen LSBTTIQ* melden, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Die Staatsanwältin nehme Anzeigen auf, beantworte Fragen zu Strafverfahren und vermittle Kontakte zu Opferschutzbeauftragten. Studien hätten ergeben, dass sich die Opfer von Hasskriminalität gegen LSBTTIQ* nur in den seltensten Fällen trauten, die Straftaten bei Polizei oder Staatsanwaltschaft anzuzeigen. Die Beauftragte habe daher den Anspruch, den Betroffenen mit der nötigen Sensibilität zu begegnen.

Betroffene und Zeug*innen vorurteilsmotivierter Hasskriminalität gegen LSBTTIQ* können sich telefonisch unter der Nummer (0341) 2136 183 oder per E-Mail unter der Adresse gemeinsam-gegen-hass@stal.justiz.sachsen.de direkt und persönlich an die Ansprechperson wenden.

Die neue Ansprechstelle für LSBTTIQ* bei der Staatsanwaltschaft Leipzig wurde in Umsetzung des sächsischen Landesaktionsplans zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen geschaffen. Sie kooperiert mit Gruppen und Vereinen wie dem RosaLinde Leipzig e.V., dem RAA Leipzig e.V. oder der Landesarbeitsgemeinschaft Queeres Netzwerk Sachsen.

Bei der Staatsanwaltschaft Leipzig würden grundsätzlich sämtliche Ermittlungsverfahren wegen Delikten, denen eine LSBTTIQ*-feindliche Motivation von Täter*innen zugrunde liegt, in einer Spezialabteilung geführt, in der sich besonders sensibilisierte Staatsanwält*innen mit den Ermittlungen befassen, so die Behörde in einer Pressemitteilung, Dabei liege ein besonderes Augenmerk auf den Belangen der Opfer der Taten. (dpa/pm/cw)