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Heimkino

Erster LGBTI-Kanal bei Amazon Prime Deutschland

Seit Donnerstag ist der europäische Fernsehsender OUTtv bei Amazon Prime als Channel verfügbar. Gleichzeitig startete er den eigenen On-Demand-Service OUTtv Pro mit einem noch größeren Angebot.


OutTV verspricht in seinem eigenen On-Demand-Service die "größte queere Content-Bibliothek im deutschsprachigen Europa". (Bild: Promo)

Mehr queere Auswahl im Home Entertainment: Seit Donnerstag ist der europäische Fernsehsender OUTtv bei Amazon Prime als Channel verfügbar. Es ist der erste LGBTI-Kanal in der Geschichte von Amazon Deutschland überhaupt. Die Kosten belaufen sich auf 5,99 Euro im Monat.

Der Titelkatalog von OUTtv umfasst eine große Auswahl an queeren Arthouse-Filmen, Dokumentarfilmen, Serien und eigenen OUT-Originals. Zunächst wird der OUTtv-Channel seine Premiere auf Amazon Prime in Deutschland, Spanien und in den Niederlanden feiern. "In naher Zukunft", so der Sender in einer Pressemitteilung, soll er auf andere europäische Länder ausgeweitet werden.

OUTtv will queere Sichtbarkeit aufrechterhalten

Für OUTtv-Gründer Marc Putman ist der neue Amazon-Channel "ein weiterer Meilenstein unserer Strategie, unser Angebot für das queere und aufgeschlossene Publikum in Europa zu erweitern und eine 360°-Vermarktung zu gewährleisten". Es gehe dem Unternehmen nicht nur darum, Abonnent*innen zu gewinnen, man wolle "auch die Sichtbarkeit unserer vielfältigen Community in Filmen und Serien in der stetig wachsenden Medienlandschaft aufrechterhalten", so Putman.

Für alle, die kein Amazon-Prime-Abo haben oder haben wollen, bietet OUTtv den eigenen On-Demand-Service OUTtv Pro mit einem noch umfangreicheren Angebot an queeren Produktionen an. Der Sender selbst wirbt mit der "größten queeren Content-Bibliothek im deutschsprachigen Europa".

Unbegrenzter Zugang mit monatlichem Abo

Gegen eine monatliche Abo-Gebühr ab 7,99 Euro können Pro-Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz OUTtv über eine breite Palette von Endgeräten beziehen, darunter Smart-TVs, Android- und iOS-Geräte. Die Abonnent*innen haben unbegrenzten Zugang zur OUTtv-Bibliothek mit Filmen, Serien, Dokumentarfilmen, Konzerten, Fernsehsendungen und OUT-Originals.

Zum Portfolio gehören Highlights wie "Olly Alexander – Growing Up Gay", "Drag S.O.S" und "Mister World" sowie beliebte Fernsehserien wie "RuPauls Drag Race All Stars", "Drag Race Thailand", "Fire Island", "I Love You 2", "Gay for Play", "My Life is a Telenovela" und "Shade Queens of NYC". Das OUTtv-Angebot umfasst zudem u.a. die kommenden Premieren der Dokumentarfilme "Crazy for Madonna" und "Oh Dior", neue Serien wie "God Shave the Queens", "Woke" und Queer Street" sowie preisgekrönte Arthouse-Filme wie "Mario", "Luft", "Orfeos Traum", "Heimliche Freundschaften", "Hard Paint" oder "Elena Undone".

OUTtv ist für Amazon-Prime-Kunden in Deutschland und Österreich mit einem Zusatzabonnement über Prime Video erhältlich. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist OUTtv Pro über out.tv verfügbar.

OUTtv Media B.V. ist der einzige queere Fernsehsender in Europa. Er wurde vor zwölfeinhalb Jahren gegründet und erreicht nach eigenen Angaben monatlich mehr als sieben Millionen Haushalte in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Deutschland, Schweden, Spanien und Israel über Kabelfernseh- und Netzanbieter. Der deutsche Filmverleih Pro-Fun Media ist eine Tochtergesellschaft. (cw/pm)



#1 LegatAnonym
#2 ChrisssssAnonym
#3 BatzeAnonym
  • 29.01.2021, 09:33h
  • Sicher muss sich jeder Kanal irgendwie finanzieren aber wenn es jemanden um Sichtbarkeit geht finde ich den Weg eher sinnfrei...

    Glaube kaum das jemand der sich nicht von Haus aus für LGBTQ* Themen interessiert das Geld ausgibt um diese Inhalte zu sehen.
    Wenn es umsonst wäre dann wäre die Schwelle auch für Themenunbekannte Leute weitaus geringer in die Sendungen mal reinzuschauen.

    Das bleib ich bei Netflix und Amazon selbst wo Filme und Serien wie Mario, RuPaul etc. im Abo mit inbegriffen sind bzw. waren.
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#4 NajaAnonym
  • 29.01.2021, 09:45h
  • "Das OUTtv-Angebot umfasst zudem u.a. die kommenden Premieren der Dokumentarfilme "Crazy for Madonna" und "Oh Dior""

    Leider ist das für mich ein Beispiel, dass es in die falsche Richtung geht.

    Ich habe gar nicht mal was gegen das Klischee: Schwul = Madonna-Fan und modeinteressiert. Und ich fände es auch absolut in Ordnung, wenn auch solche Angebote dort verfügbar wären. Aber wenn ich an Dokus in einem LGBTI-Channel denke, dann denke ich in erster Linie als Dokus, die sich nicht mit verwandten Themen beschäftigen, sondern direkt mit LGBTI-Themen.

    Dokus wie z.B.:
    - We were there
    - Before Stonewall
    - The Times of Harvey Milk
    - Verzaubert
    - The Celluloid Closet
    - After Stonewall
    - Paragraph 175
    - When Ocean meets Sky
    - Rainbow Pride
    - Gay Sex in the 70s
    - Feigenbäume
    - Stonewall Uprising
    - Call me Kuchu
    - How to survive a plague
    - Bridegroom
    - Out in Ost-Berlin
    - The Queen of Ireland
    - Tab Hunter Confidential
    - Remembering the man
    - Monument of Pride
    - The untold tales of Armistead Maupin
    - Gay Chorus Deep South
    - Der "Schwulen-Paragraph" - Geschichte einer Verfolgung

    Etc.

    Wenn solche Dokus dort vorhanden sind, darf man gerne auch Dokus über Madonne, über Modelabels, o.ä. im Sortiment haben. Aber nicht als Ersatz, sondern nur als Ergänzung. Denn in erster Linie würde ich so einen Dienst für primär LGBTI-bezogene Inhalte bezahlen. LGBTI-bezogene Sendungen sind ein netter Bonus, aber nicht primärer Kaufanreiz.
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#5 ParallelAnonym
  • 29.01.2021, 09:54h
  • Antwort auf #3 von Batze
  • Dann müsste man auch sagen:
    wieso sollen LGBTI-Filme auf DVD rauskommen, das kaufen eh nur LGBTI.

    Natürlich ist auch Sichtbarkeit in Medien, die ein breiteres Publikum anziehen, wichtig. Aber das heißt ja nicht, dass es nicht auch ein Angebot geben darf, wo LGBTI Zugriff auf Inhalte haben, die sie interessieren.

    Es ist nur wichtig, dass man dort dann eben auch hochwertige Inhalte findet und es eine breite Auswahl gibt. Denn was nützt das größte Angebot, wenn gerade die Inhalte, die man sucht, dort nicht vorhanden sind.

    (Das geht mir z.B. bei Musikstreaming so. Die Musik, die ich gerne höre gibt es bei keinem Streaming-Dienst. Und da können die noch so viel Millionen Titel haben, aber wenn da meine Favoriten nicht dabei sind, bleibe ich halt bei CDs.)

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    Das bleib ich bei Netflix und Amazon selbst wo Filme und Serien wie Mario, RuPaul etc. im Abo mit inbegriffen sind bzw. waren.
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    In dem letzten Punkt sprichst Du etwas wichtiges an. Allzu oft trifft "waren" zu. Das ist oft ein Problem, dass es Inhalte nur temporär gibt. Nur weil man die diesen Monat sehen kann, heißt das nicht, dass sie auch noch nächsten Monat verfügbar sind.

    Da ist schon mehr Konstanz nötig.
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#6 TinoAnonym
  • 29.01.2021, 09:58h
  • Viel zu viele Inhalte sind dort nur mit Untertiteln zu schauen, somit uninteressant. Gibt so viele und tolle Synchonsprecher in Deutschland, da darf man auf keinen Fall dran sparen. Vor allem nicht, wenn man für die paar Inhalte so viel Kohle sehen mag. Übrigens bietet auch Apple auf seinem Apple TV Channels an. Warum gibt es den Kanal nicht auch dort, wo gerade wir Queers gerne zu Apple greifen? Natürlich ist es super, dass es diesen Kanal gibt, keine Frage. Aber es gibt noch viel Arbeit für die man sich nicht viele Wochen Zeit nehmen sollte, damit sich ein Erfolg einstellt.
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#7 audeasAnonym
  • 29.01.2021, 10:01h
  • Etwas offtopic, aber ich wünsche mir seit Längerem eine deutsche Plattform, wo Sendungen wie Legendary, We're Here, Dragnificent etc. in der Originalsprache verfügbar sind. Die grottige deutsche Fassung will ich mir wirklich nicht antun.
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#8 LegatAnonym
  • 29.01.2021, 10:03h
  • Antwort auf #3 von Batze
  • "Sicher muss sich jeder Kanal irgendwie finanzieren aber wenn es jemanden um Sichtbarkeit geht finde ich den Weg eher sinnfrei..."

    Allein, dass es diesen Channel jetzt gibt, ist ein wichtiger Beitrag zu unserer Sichtbarkeit.

    "Das bleib ich bei Netflix und Amazon selbst wo Filme und Serien wie Mario, RuPaul etc. im Abo mit inbegriffen sind bzw. waren."

    Was meinst du mit, du bleibst bei Amazon selbst? Amazon Prime gehört zu Amazon und der Channel ist ein Teil von Amazon Prime.
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#9 LegatAnonym
#10 LegatAnonym
  • 29.01.2021, 10:15h
  • Antwort auf #6 von Tino
  • "Warum gibt es den Kanal nicht auch dort, wo gerade wir Queers gerne zu Apple greifen?"

    Als "Channel" bezeichnet Amazon ein zusammengefasstes Angebot auf der hauseigenen Streaming-Plattform Amazon Prime. Sozusagen ein Sonderangebot-Spartenabo von Inhalten, die man auch einzeln für in Summe viel mehr Geld kaufen könnte, sowie ein paar channel-exklusive Inhalte. Das hat mit einem TV-Kanal im herkömmliche Sinne nichts zu tun.

    Ist das wirklich so in deinem queeren Umfeld, dass alle voll auf Apple abfahren? Ich mag das gar nicht, mein Mann auch nicht und viele queere Freunde auch nicht. Da ist eher sowas wie Fairphone interessant.
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