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Kommentare zu:
Gustav Peter Wöhler: Spahn bringt Anerkennung für Homosexuelle


#1 Ja aberAnonym
  • 29.01.2021, 09:28h
  • Im Kern stimme ich ihm da zu.

    Jeder offen Schwule und jede offene Lesbe trägt ein kleines Stück zur weiteren Normalisierung im Umgang mit dem Thema bei und sorgt für Alltäglichkeit des Themas.

    Aber gerade von schwulen und lesbischen Politikern geht schon auch eine gewisse Vorbildfunktion aus. Da erwarte ich auch, dass sie sich gegen Diskriminierung und für volle Gleichstellung einsetzen und nicht immer Verzögerungen und Blockade relativieren, entschuldigen, o.ä.

    Und wenn dann ein Jens Spahn als Co-Kandidat eines offen homophoben Armin Laschet antritt, dem man anmerkt, dass er mal Priester werden wollte, dann hat er für mich jede Glaubwürdigkeit verloren.
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#2 BlubberblaseAnonym
  • 29.01.2021, 10:08h
  • "er selbst und sein polnisch-jüdischer Mann [...] könnten sich im täglichen Leben in Berlin und Hamburg völlig uneingeschränkt bewegen."

    "Allerdings habe es sich ihm über Jahrzehnte hinweg eingeprägt, dass man vorsichtig sein müsse: "Wenn abends eine Jugendgruppe auf uns zukommt, dann gehen wir vielleicht nicht Hand in Hand."

    Ja WAS denn nun? Können sie sich nun "völlig uneingeschränkt" bewegen? Oder muss man eben doch "vorsichtig sein"? Und was ist außerhalb Berlins und Hamburgs? Außerdem wäre mir neu, dass es in Berlin und Hamburg keine queerfeindlichen Über- und Angriffe gäbe.

    Ähnlicher Unsinn ist die Aussage "Immer wenn ein Mensch, der von sich selbst sagt 'Ich bin schwul', in eine herausragende Position kommt, bringt das eine Verbesserung mit sich". Es ist immerhin genauso möglich, dass dieser Mensch seine Position NICHT gut ausfüllt. Was für eine Art von Verbesserung soll das dann sein?

    Naja, insgesamt: was will man anderes von jemandem erwarten, der behauptet, er würde keinerlei Diskriminierung erfahren? Selbst wenn das so wäre, was ich für extrem unwahrscheinlich halte, heißt das noch lange nicht, dass Andere keiner Diskriminierung ausgesetzt sind.

    Überhaupt, wenn es keine Diskriminierung gibt, weshalb macht sich dann hier täglich die Redaktion die Mühe, das Gegenteil aufzuzeigen? Dann könnten sich doch alle entspannt zurücklehnen und sagen "Alles ist wunderbar - es gibt keinerlei Diskriminierung mehr, und egal, wie eine queere Person ihre Position oder ihr Amt ausfüllt, ist das automatisch immer gut."

    Herr Wöhler lebt offenbar in einer ganz kleinen Seifenblase: "Spahn schwul, Spahn gut." Dass das Gegenteil dieser Aussage der Fall ist, wurde hier schon mannigfaltigst diskutiert.

    Herr Wöhler, weiterhin viel Spaß in Ihrer Blubberblase - aber sprechen Sie Anderen nicht ab, diskriminiert zu werden und darunter zu leiden. Und versuchen Sie bitte, zu verstehen, dass die bloße Bekleidung einer Position oder eines Amtes durch eine queere Person nicht automatisch "gut für alle" ist.

    (Ich verwende "queer" hier ausdrücklich als Umbrella-Term und nicht im politischen Sinne, da ich bei Spahn keinerlei queer-politische Tendenzen erkennen kann. Im Gegenteil: z.B. durch das halbherzige Anti-Konversionstherapie-Gesetz hat er die Situation de facto sogar noch verschlimmert, da diese erwiesenermaßen zutiefst schädliche Pseudo-Therapie bei Volljährigen erlaubt bleibt. Auch die PrEP als Kassenleistung hat er letztlich nicht durchgebracht, weil er besonders schwulenfreundlich wäre, sondern weil sich das versicherungsmathemathisch einfach rechnet.)
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#3 Taemin
  • 29.01.2021, 10:43h
  • Ich fürchte, Gustav Peter Wöhler ist ein Stück weit Opfer einer gezwungen positiven Weltsicht. Mag ja sein, dass in seinem Leben kaum Diskriminierungserfahrung vorkommt. Will ich ihm gerne glauben und ihn beglückwünschen. Dass er aber vorsichtig ist in bestimmten Situationen, zeigt doch, dass er durchaus weiß, dass es gar so super nicht sein kann. - Grundsätzlich hat er Recht, wenn er sagt, jedes Selbstouting eines Prominenten ist ein Fortschritt, und auch dass heute Politiker, die aus ihrem Schwulsein kein Geheimnis mehr machen oder es vergleichsweise offensiv leben, hohe Regierungsämter wahrnehmen können, ist ohne Zweifel Zeichen gewaltiger Verbesserung unserer Lebensbedingungen. Allerdings kann ich mich des Verdachts nicht erwehren, dass gerade schwule Politiker gern als unfähig hingestellt werden, natürlich ohne dass das so offen gesagt wird. Man denke an Klaus Wowereit, der schnell als "Regierender Partymeister" verschrien wurde und mehr in der Klatschpresse als Teilnehmner an allen möglichen Festivitäten vorkam denn in der seriösen Presse als ernsthafter Politiker und dem ein vermeintlich anständiger Kabarettist (Volker Pispers) die "weibliche Hauptrolle" im Bundesrat zuschrieb. Auch dass Guido Westerwelle stets als Witzfigur der deutschen Politik herhalten musste, lag, da zweifle ich nicht, an seiner sexuellen Orientierung, verschlimmert noch um den von ihm darum aufgeführten Eiertanz. Und selbst Ole von Beust wird eher als Opfer des Erpressungsversuchs des Richters Schill wegen angeblichen Sex-Verhältnisses mit einem anderen Senator und als Lover und Ehemann eines Jahrzehnte jüngeren entfernten Verwandten im Gedächtnis bleiben denn als erfolgreicher Bürgermeister von Hamburg. Harsche, wenn auch nicht selten berechtigte politische Kritik an Jens Spahn aus der schwulen Community kippt schnell um in persönliche Gehässigkeit und Verortung in der ganz rechten Ecke. Schwule Politiker bleiben in der Zwickmühle, dass sie schon allein durch ihre sexuelle Orientierung Angriffsfläche für den politischen Gegner bieten (wenn auch heutzutage eher zwischen den Zeilen) als auch immer wieder sozusagen dem Feuer aus den eigenen Linien ausgesetzt sind - da genügt schon die Mitgliedschaft in einer bestimmten Partei oder der Kauf eines Eigenheims.
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#4 BlubberblaseAnonym
  • 29.01.2021, 11:01h
  • Antwort auf #3 von Taemin
  • Nur zwei Dinge: ein CDU-Politiker ist mit Sicherheit nicht meine "eigene Linie". Für meine eigene politische Linie (und sicher auch die vieler Anderer) reicht es nicht aus, dass Spahn zufällig auf Männer steht.

    Und der Kauf einer Luxusvilla darf zumindest dann diskutiert werden, wenn derselbe Politiker gleichzeitig tönt, Grundsicherungs-Empfänger_innen hätten "alles, was man zum Leben braucht". CDU/CSU sperren sich nach wie vor gegen eine Anhebung des Regelsatzes zumindest auf das Level der Armutsgrenze, und ein Spahn verhöhnt diese Menschen.

    Also ist Kritik an ihm durchaus berechtigt. Er ist, auch in der Community, nicht automatisch immun gegen Kritik, nur weil er homosexuell ist. Und das ist auch gut so.
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#5 Taemin
  • 29.01.2021, 11:29h
  • Antwort auf #4 von Blubberblase
  • Ich sprach ja auch von "nicht selten berechtigter Kritik". Nur - die privaten Wohnverhältnisse eines Ministers gehören auch dann nicht hierher, wenn er eine umstrittene Äußerung zur finanziellen Ausstattung von Grundsicherungsbeziehern gaten hat. - Beruflich hatte ich oft zu tun mit Leuten, die Sozialhilfe/Grundsicherung bezogen und deren Wohnung nach den Maßstäben der zuständigen Kommune und der Gerichte zu teuer waren, um dauerhaft aus öffentlichen Mitteln bezahlt zu werden. (Über diese Maßstäbe mag man streiten, aber sie waren nun mal anzuwenden.) Immer wieder wurde mir dabei die Frage nach meinen eigenen Wohnverhältnissen gestellt. Die taten nichts zur Sache, und die von Jens Spahn tun auch nichts zur Sache. Manche mag das aufregen: Aber was man sich finanziell leisten kann, ohne dafür öffentliche Leistungen in Anspruch zu nehmen, das darf man kaufen oder mieten, und ich möchte keine Kontrolle der Wohn- und sonstigen Lebensumstände sämtlicher Politiker/Politikerinnen haben, um ihnen daraufhin nicht hinreichende Armut vorwerfen zu können. Hat z.B. irgendwer schon mal die Wohnungen oder Häuser der Bosse der diversen Sozialverbände kontrolliert?
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#6 PiakAnonym
  • 29.01.2021, 11:31h
  • Antwort auf #3 von Taemin
  • Westerwelle hörte auf als Witzfigur zu gelten, als er aufhörte sich als solche aufzutreten und wurde nach seinem Outing ein seriöser und von fast allen (Ausnahme: J. Fischer) ernstgenommener Außenminister.
    Wowereit hatte seinen Ruf ebenso wenig seiner Homosexualität, sondern seiner Amtsführung zuzuschreiben.
    Für Spahn gilt das gleiche, nur dass sein Ruf unverdient gut ist.
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#7 BlubberblaseAnonym
  • 29.01.2021, 11:42h
  • Antwort auf #5 von Taemin
  • Dass ich Dir nicht zustimme, kannst Du Dir denken. Ich habe allerdings keine Lust, eine Diskussion, die hier früher bereits in epischer Breite geführt wurde, nun wieder von Adam and Steve an zu wiederholen.

    Nur eins noch: ich bin davon überzeugt, dass man an Politiker_innen andere Maßstäbe ansetzen darf als an Beamt_innen - die einen bestimmen nämlich die Regeln, die anderen führen sie aus. In einer politischen Diskussion muss es erlaubt sein, darauf hinzuweisen, wenn sich jemand selbst am allerwenigsten an die Regeln hält, die er für Andere aufstellt. Das macht diesen Politiker dann nämlich unglaubwürdig und auch unsympathisch.

    Als Basislektüre dazu empfehle ich George Orwells "Animal Farm".
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#8 LarsAnonym
  • 29.01.2021, 11:56h
  • "Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden"

    Wenn man sich für Sichtbarkeit von queeren Menschen einsetzt, ist es wichtig, dass man auch die mit einschließt, deren politische Ziele man nicht teilt.

    Man kann die Unterstützung der Sichtbarkeit von queeren Menschen nicht an Auflagen binden, sonst ist es eine eingeschränkte Sichtbarkeit, die ein objektives Bild verhindert.

    Unbenommen ist es, sich mit (anderen) queeren Menschen über ihre politische Auffassungen zu streiten. Aber das steht auf einem anderen Blatt.
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#9 LunaAnonym
  • 29.01.2021, 13:36h
  • Ich glaube kaum, dass jemand wie Spahn zu Akzeptanz von Queeren Menschen führt. Er ist jemand, der sich komplett anbiedert und sich der Heteronormativen-Gesellschaft anpasst. Das die Menschen akzeptiert werden, die nicht besonders auffallen, war ja schon immer so. Damit sage ich nicht, dass jede Person ein Paradiesvogel sein muss. Nur es befeuert diese internalisierte Homophobie.
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#10 LarsAnonym
  • 29.01.2021, 14:11h
  • Antwort auf #9 von Luna
  • Das ist glaube ich der Punkt, an dem man spezifischer werden muss.

    Ich gebe Dir recht, dass ein geouteter Jens Spahn nicht viel dazu beiträgt, dass erzkonservative Leute ausgemachte queere "Paradiesvögel" mehr akzeptieren.

    Aber ich würde sagen, dass das Outing z.B. von Biolek, Anne Will, Wowereit und Hitzlsperger einen Effekt auf die Akzeptanz von queeren Menschen insgesamt hatte, obwohl es sich da auch um eher bürgerliche Queere handelte.
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#11 swimniAnonym
  • 29.01.2021, 14:34h
  • Antwort auf #6 von Piak
  • westerwelle und wowereit waren politisch eher enttäuschend. für die homos hat es ein bissle was gebracht ok.

    spahn agiert gerade mal auf der note ausreichend. schäuble und co sind jetzt bissle aufgeschlossener. da sieht man mal wie sehr die politoberen auf sich fixiert sind. erbärmlich
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#12 Taemin
#13 NiveaAnonym
#14 BlubberblaseAnonym
#15 saltgay_nlProfil
  • 29.01.2021, 19:44hZutphen
  • Warum braucht der Deutsche immer einen Führer, der alles regelt?

    Völlig unverständlich. Die hier ins Feld geführten Politiker, angefangen von dem Herrn Ole von Beust über Klaus Wowereit, Guido Westerwelle und meinswegen auch Jens Spahn sind doch absolute Gegenbeispiele für verantwortungsvolle Bürger dieses Staates. Wowereit privatisierte ganz Berlin, ließ sich ein eigenes Buch schreiben, was im Burda-Verlag hätte erscheinen können und an Peinlichkeit nichts offen lässt. Mit einer Ausnahme: das gemeinsame Foto mit Wolfgang Clement beim Präsentieren von Sombreros am mexikanischen Stand auf der "grünen Woche". Diese Lachnummer kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es gerade solche Afterhöhlen waren, die ungeniert Bezieher von Sozialleistungen als "Schmarotzer" diskriminierten und gegen sie hetzten. In seinem geschriebenen Buch lässt Wowereit sich in fast gleicher Weise über die sozial schwachen Bürger aus, wie Graf Rotz von Clement. Westerwelle hatte stets seine sozialistische Gul-Arschkanone im Schlepptau, wenn es darum ging, ein Hauch mehr sozialer Gerechtigkeit in dieser BRD zu schaffen.

    Es ist doch völlig egal, wie die sexuelle Orientierung eines Politikers aussieht, denn selbst die rosa Träumer sehen ja, dass im Ernstfall ihr Impfstoff zu Weihnachten 2022 in Geschenkpapier vom dann regierenden Gesundheitsminister überreicht wird am Krankenbett.

    Es ist ein Zeichen demokratischer Unreife, dass man sich bequem auf das Sofa setzt wie Homer Simpson und darauf wartet, dass ein Politiker für einen selbst die Kartoffelchips aus dem Feuer holt. Das hat Weimar zum Scheitern gebracht und die BRD in einen Überwachungsstaat getrieben, wo parlamentarische Rechte elegant mit Infektionsschutz- und anderen Gesetzen umgangen werden.

    Auch wenn es weh tut: der Homosexuelle ist kein besserer Mensch als die Prollhete. Der Herr Wöhler hat natürlich gut reden, denn er ist finanziell abgesichert und kann sich in einer ausländischen Privatklinik impfen lassen, wogegen auch immer. Ein Interview mit einem Bezieher von Leistungen nach dem SGB II stünde der queer-Redaktion weitaus besser an, wenn man für sich den Anspruch eines "Zentralorgans" geltend macht.

    Nur die Leserschaft findet das natürlich "ungeil", wer lebt schon gern in der harten Wirklichkeit.
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#16 antosProfil
  • 29.01.2021, 19:44hBonn
  • Antwort auf #14 von Blubberblase
  • #14 #13 bzw. Statler & Waldorf: >Überinterpretation< ist offensichtlich das neue Ding, ja? Ich kenne diesen Idiotenvorwurf ja nun auch, kritische Anmerkungen sind halt einfach nicht in jede Richtung erwünscht, gell?

    Ralph hat auf jeden Fall Recht mit seinem Hinweis. Und wenn der Verweis auf dieses Buch etwas konkret anderes bedeuten soll, dann muss dies im Kommentar oder später erklärt werden; andernfalls bleibt so ein Geraune auf dem Niveau derjenigen, die eine >BRD-Diktatur< herbei halluzinieren.
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#17 lindener1966Profil
  • 29.01.2021, 20:19hHannover
  • Jens Spahn und co bringen Anerkennung für bürgerliche Schwule mit eingehegter Sexualität innerhalb einer festen Beziehung. Der Rest ist damit wohl weniger gemeint.
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#18 BlubberblaseAnonym
  • 29.01.2021, 20:57h
  • Antwort auf #16 von antos
  • Ich zitiere meinen kritisierten Kommentar:

    "wenn sich jemand selbst am allerwenigsten an die Regeln hält, die er für Andere aufstellt. [...]
    Als Basislektüre dazu empfehle ich George Orwells "Animal Farm"."

    Siehe der Spruch "All pigs are equal, but some pigs are even more equal" - sprich: die regierenden Schweine legen die Regeln fest und halten sich dann selbst nicht dran. So wie Spahn einerseits tönt, HartzIV sei alles, was man zum Leben braucht, und sich eben andererseits eine Luxusvilla hinstellt.

    Ich dachte an sich, das wäre offensichtlich genug gewesen. Ralph klang so, als habe er das Buch gelesen. Und was ich meinte, stand - wie oben zitiert - immerhin bereits DIREKT in meinem entsprechenden Kommentar.

    Ich sehe irgendwie auch nicht ein, ständig alles doppelt und dreifach erklären zu müssen. Ein wenig restliche Eigen-Denkarbeit kann ich ja wohl doch noch voraussetzen.

    Auf den völlig unsinnigen und absurden Einwand der >BRD-Diktatur< einzugehen, ist mir im übrigen nun wirklich zu dumm.
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#19 antosProfil
#20 BlubberblaseAnonym
#21 LarsAnonym
  • 29.01.2021, 22:02h
  • Antwort auf #17 von lindener1966
  • Also bitte, was ist denn "eingehegte Sexualität"?

    Menschen in Paarbeziehungen und Eltern oder Adoptiveltern hegen ihre Sexualität nicht ein, sondern organisieren allenfalls ihr Sexualleben nach anderen Kriterien (manchmal).

    Wie man mit der eigenen Sexualität umgeht, ist eine autonome Entscheidung eines jeden.

    Wenn man selbst respektiert werden möchte, sollte man auch andere respektieren können.
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#22 SammlerAnonym
  • 29.01.2021, 23:38h
  • Geht's noch, ganz schön verschwurbelt was ihr da so von euch gebt. Natürlich stimmt es was Wöhler sagt, darauf kommt es doch an.

    "Homosexualität
    ist keine Krankheit,
    nur eine andere
    Gesundheit"

    Felix Rexhausen hat diesen Satz in den 1960-er Jahren gesagt. Daraus haben wir Jungs damals kleine, von ihm finanzierte Aufkleber in Adressblockgrösse gemacht und auf Schaufenster- und Autofensterscheiben geklebt, ich hatte sie immer dabei.

    Rexhausen, hochangesehener Redakteur beim WDR und S iegel, Autor beim NDR und der Zeit, einer der drei Gründer von Amnesty Deutschland, einer auf den man hörte. In 2015 wurde in der Kölner Innenstadt ein _latz nach ihm benannt. Gerade auch wegen seinem Bekenntnis und seinem Einsatz für uns Schwule . Und da gab es Verschwurbelte aus unseren Reihen, die das verhindern wollten.
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#23 Taemin
  • 30.01.2021, 12:03h
  • Antwort auf #14 von Blubberblase
  • Oh, ich hab es schon vorm Abitur im Englisch-Leistungskurs äußerst gründlich gelesen und darüber gearbeitet. "Animal Farm" warnt vor selbsternannten Menschheitsbeglückern, die vorgeben, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit installieren zu wollen, tatsächlich aber nur darauf aus sind, absolute Macht über Land und Volk zu gewinnen und selbst in Saus und Braus zu leben. Hauptzielrichtung ist der Marxismus, aber natürlich ist die Lehr aus der Geschicht auf jede vergleichbare Ideologie anzuwenden. Überinterpretation ist es aber, sie auf jeden demokratischen Politiker anzuwenden, dessen Ansichten und dessen Privatleben einem nicht gefallen.
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#24 Taemin
  • 30.01.2021, 12:29h
  • Antwort auf #18 von Blubberblase
  • Stiichwort Luxusvilla. Ich hab mir grad noch mal den damaligen Ursprungsartikel angeschaut. Denkmalgeschützes Gebäude aus den 20ern mit mehr als 300 qm Wohnfläche. Klar, sehr viel für 2 Personen, weit mehr als man als notwendig erachten sollte. Trotzdem: Der Vergleich Haus einerseits, Aussage zur Grundsicherung andererseits geht fehl. In der Grundsicherung geht es darum, das unabdingbar Notwendige zu garantieren. Auch ich habe Zweifel, dass das mit den derzeitigen Leistungen tatsächlich in Ordnung geht, und ich glaube, dass ich das von Berufs wegen beurteilen kann. Die pauschalen Leistungen sind m.E. nicht hoch genug, und einiges an Bedarf, das ich für erforderlich halte, wird gar nicht erst anerkannt. Aber: Was sich ein Mensch, der nicht auf öffentliche Fürsorgeleistungen angewiesen ist, aus seinen eigenen, legal erworbenen Mitteln leistet, steht auf einem anderen Blatt und wird nicht begrenzt dadurch, was Grundsicherungsbeziehern zur Verfügung steht. Oder ist hier jemand, der bei jeder Anschaffung, jeder Reise, jedem Urlaub, jedem Mietvertrag, jedem Autokauf usw. als Maßstab heranzieht, was sich jeweils ein Grundsicherungsbezieher leisten könnte, um sein eigenes Wirtschaften entsprechend anzupassen? Wir alle verhalten uns danach, was wir finanziell stemmen können, und was demnach machbar ist, ist auch legitim. Sicher sind 300 qm auch in meinen Augen weit übertrieben für 2 Personen, aber die Art der Kritik daran scheint mir eher von Neid gesteuert.
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#25 StaffelbergblickAnonym
  • 30.01.2021, 13:25h
  • Antwort auf #24 von Taemin
  • "Denkmalgeschützes Gebäude aus den 20ern mit mehr als 300 qm Wohnfläche. Klar, sehr viel für 2 Personen, weit mehr als man als notwendig erachten sollte." Mir sind in Berlin etliche ältere Schwule bekannt, die seit "Jahrhunderten" in ihren mittlerweile renovierten ETW mit weit über 100 qm wohnen. Wenn nun also ein Minister mit seinem beruflich "exponierten" Ehemann eine Altbauvilla kauft, die scheinbar für zwei Personen zu groß ist ... dann ist das nur ein Teil der Betrachtungsweise. Die beiden benutzen Teile ihres Hauses auch als Geschäftsräume ... das ist in "bestimmten Etagen" einfach so üblich. Was übrigens ganz lege artis steuerliche Vorteile hat. Auch das dürfte den Kaufpreis "senken".
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#26 56james35Anonym
  • 30.01.2021, 14:50h
  • Für Spahn ist es ein Leichtes, schwul zu sein und schwul zu leben : er ist steinreich. Für einen schwulen Handarbeiter oder für einen einfachen Angestellten sieht es nicht so rosig aus.
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#27 KenshiroProfil
  • 30.01.2021, 20:02hBerlin
  • Antwort auf #23 von Taemin
  • Eine mögliche Interpretation. Es lässt sich aber so deuten das dass eine gute Idee benutzt werden kann um andere zu beherrschen. Der Kampf gegen Unrecht ist gerechtfertigt, kann aber sehr schnell umschlagen und ebenso ungerecht sein. Orwell kritisiert und zeigt das wahre Gesicht des Stalinismus. Ich finde es allerdings immer sehr erstaunlich das Leute immer Orwell heranziehen um Marxismus zu demontieren, ohne Orwells Überzeugungen und Biographie zu kennen.
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#28 antosProfil
#29 KenshiroProfil
#30 Taemin
  • 31.01.2021, 10:38h
  • Antwort auf #27 von Kenshiro
  • Na ja, er lernte als republikanischer Freiwilliger im Spanischen Bürgerkrieg das Gedankengebäude und die Strukturen des Marxismus, insbesondere in dessen stalinistischer Prägung, so gut kennen, dass er sich davon distanzierte und beschloss, diese Ideologie mit seinen schriftstellerischen Mitteln zu bekämpfen. Damit unterscheidet er sich wohltuend von meinem Lieblingsschriftsteller Lion Feuchtwanger, der leider begeisterter Stalinist war. Orwells eigene Vorstellungen vom Sozialismus, dem er anhing, waren mit dem, was später "real existierender Sozialismus" genannt wurde, unvereinbar. Es wäre deshalb sicher nicht gerechtfertigt, ihn als Sozialisten (im landläufigen Sinne) zu bezeichnen.
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#31 KenshiroProfil
#32 Teddy63Anonym
  • 11.02.2021, 15:19h
  • Antwort auf #3 von Taemin
  • "Man denke an Klaus Wowereit, (...) dem ein vermeintlich anständiger Kabarettist (Volker Pispers) die "weibliche Hauptrolle" im Bundesrat zuschrieb."

    Ich suche gerade die Quelle dieses angeblichen Pispers-Zitats und werde nicht fündig. Kannst Du sie bitte benennen? Die Bundesratspräsidentschaft oblag Wowereit vom 1. November 2001 bis zum 31. Oktober 2002. Demnach muß der "Kalauer" vermutlich aus dieser Zeit stammen.
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