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Trash-TV

Lars Tönsfeuerborn scheitert im Dschungelshow-Finale

Sieger der RTL-Sendung "Ich bin ein Star – Die Dschungelshow" ist Filip Pavlovic. "Ich bin nicht traurig, sondern einfach nur stolz, dass ich dabei sein durfte", meinte der unterlegene "Prince Charming"-Gewinner.


Lars Tönsfeuerborn bei seiner letzten "Dschungelprüfung" (Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Kein queerer Sieger im Ersatz-Dschungelcamp: Lars Tönsfeuerborn, der "Prince Charming"-Gewinner von 2019, konnte sich in der Nacht zu Samstag beim Finale der RTL-Sendung "Ich bin ein Star – Die Dschungelshow" nicht durchsetzen. Das "Goldene Ticket" holte kurz nach Mitternacht der Ex-"Bachelorette"-Teilnehmer Filip Pavlovic, der ein Preisgeld von 50.000 Euro holte und im kommenden Jahr in das Original-Dschungelcamp in Australien einziehen darf.

Zusammen mit ihren Reality-Kolleg*innen Mike Heiter und Djamila Rowe mussten Pavlovic und Tönsfeuerborn nacheinander zur Dschungelshow-Finalprüfung "My Air is Away" antreten. Um fünf Sterne zu erkämpfen, müssen sie sich innerhalb von sieben Minuten den Weg durch einen Tunnel mit eiskaltem Wasser bahnen. Um Luft zu holen und an die Sterne zu kommen, mussten sie ihre Köpfe in Boxen mit Schlangen und Eidechsen stecken und mit der Zunge die festgeschraubten Sterne befreien.

Die Zuschauer*innen wählten Tönsfeuerborn raus

Tönsfeuerborn, der sich bei der Aktion eine blutende Lippe holte, absolvierte die Aufgabe zwar in der zweitschnellsten Zeit, konnte aber nicht die Gunst der Zuschauenden gewinnen. Trotz seines Appells, er kämpfe für Vielfalt und Akzeptanz, riefen nicht genug Menschen für den letzten verbliebenden schwulen Kandidaten an. In der finalen Ekelmahlzeit-Prüfung durften nur noch Filip Pavlovic und Djamila Rowe antreten.


Dschungelshow-Gewinner Filip Pavlovic (Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius)

"Ich bin nicht traurig, sondern einfach nur stolz, dass ich dabei sein durfte", kommentierte Lars Tönsfeuerborn sein Ausscheiden und bedankte sich für die Unterstützung der Anrufenden. "Es wird sicherlich noch etwas anderes kommen", meinte der 30-Jährige. Ob jemand zu Hause auf ihn warte, wollte er den Moderator*innen Sonja Zietlow und Daniel Hartwich nicht verraten: "Ein Gentleman schweigt und genießt."

Der zweite schwule Kandidat war im Halbfinale ausgeschieden

Der zweite schwule Kandidat, Tönsfeuerborns früherer "Prince Charming"-Kollege Sam Dylan, musste bereits im Halbfinale die Dschungelshow verlassen (queer.de berichtete).

Dylan war für die Berliner Dragqueen Nina Queer eingesprungen, die von RTL in letzter Minute gefeuert worden war. Der Grund: Die 35-Jährige, der in den letzten Jahren immer wieder rassistische Aussagen vorgeworfen wurde, hatte sich in einem Interview als "Hitler-Transe" bezeichnet (queer.de berichtete). Nina Queer inszenierte sich nach dem Rauswurf als Opfer von "Cancel-Culture" (queer.de berichtete). Von RTL soll die Dragqueen trotzdem 16.000 Euro erhalten haben (queer.de berichtete). (cw)



#1 emmisdAnonym
#2 MariposaAnonym
  • 30.01.2021, 12:59h
  • Schlimm, wie das Niveau hier und insgesamt in der Gesellschaft abgenommen hat. Nur weil ein schwuler Kandidat in einer äußerst grenzwertigen Fernsehshow (für mich eher der letzte Rotz) teilgenommen hat, soll es in irgendeiner Weise relevant und der Erwähnung wert sein ? Trägt das in irgendeiner Weise zu mehr Akzeptanz bei ?

    Armes Deutschland...
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#3 LindgerdeAnonym
  • 30.01.2021, 13:21h
  • Antwort auf #2 von Mariposa
  • Schlimm, wenn bei allem was tut, die Angst vor möglichen Folgen bei der Akzeptanz durch Heteros mitschwingt.

    Bei diesem vorauseilenden Gehorsam braucht es dann irgendwann auch keine Diskriminierung von außen mehr.
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#4 StaffelbergblickAnonym
  • 30.01.2021, 15:57h
  • im nächsten Jahr soll es wieder besser werden ... angeblich hat unser aller Harald Glöööööckler schon zugesagt ... mit neuer Turban-Feder-Hochsteckfrisur. Zumindest soweit aus dem aktuellen SPON
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#5 globoProfil
  • 30.01.2021, 18:24hBerlin
  • "Ich bin nicht traurig, sondern einfach nur stolz, dass ich dabei sein durfte"

    Vielen anderen wäre es nur peinlich dabei gewesen zu sein.
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#6 YannickAnonym
  • 30.01.2021, 18:52h
  • Antwort auf #5 von globo
  • Man mag von dieser Sendung halten, was man will. Ich bin sicher auch kein Fan davon.

    Aber diese Sendung erreicht nun mal sehr viele Zuschauer. Und wenn dann ein sympathischer, offen schwuler Mann da teilnimmt und ganz selbstverständlich mit dem Thema umgeht, dann trägt das zu einer weiteren Normalisierung des Themas bei.

    Insofern darf er schon stolz sein, dass er so weit gekommen ist.

    Und selbst wenn nicht:
    jeder entscheidet selbst, was er machen will und worauf er stolz ist.
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#7 SemantikAnonym
  • 30.01.2021, 19:06h
  • Antwort auf #1 von emmisd
  • Ich finde auch, dass "gescheitert" das falsche Wort ist.

    Er lag bei der Prüfung in der ersten Runde auf Platz 2 von 4. Nur dass die Platzierungen halt nicht zählten, sondern die Zuschauer entschieden. Und die haben die beiden Kandidaten von Platz 3 und 4 weitergewählt, während die Kandidaten von Platz 1 und 2 nicht weitergewählt wurden.

    "Scheitern" klingt so, als hätte er da irgendeine Prüfung nicht geschafft oder abgebrochen. Das ist ja definitiv nicht der Fall.

    Vielleicht kann er sogar ganz froh sein, denn die Prüfung in der zweiten Runde war echt eklig.
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#8 anonymAnonym
#9 andreAnonym
  • 31.01.2021, 04:55h
  • Antwort auf #5 von globo
  • Ich meine, selbst der Spruch ist einstudiert bzw vorgegeben. Ihn oder andere Typen werden wir ständig sehen. Die sind gecastet und jede Produktion bedient sich dann aus einem "Pool". Die haben das zu Ihrem Beruf gemacht, so wie andere Tramfahrer, Erzieher oder Krankenpfleger. Da gibts einen Typen den habe ich schon 3 mal gesehen. Etwas pummelig und extrem geschminkt. Wimpern, MakeUp, Lippen das volle Programm. Erst war er bei "First Dates-Ein Tisch für 2", "Prince Charming" und in einer Vorschau für DSDS habe ich Ihn auch schon wieder gesehen. Glaube der kommt nächste Woche. Er erscheint mir auch etwas glücklos und ein bißchen peinlich. Aber Ihm gefällts offenbar. Das ist OK.
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#10 marcessAnonym