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Griechenland

Trans-Ikone Sophie Xeon stirbt bei Unfall

Der Musik-Star hatte unter anderem mit Madonna und Charli XCX gearbeitet und war für ein eigenes Album für den Grammy nominiert.


Sophie Xeon (Bild: Transgressive Records)

  • 30. Januar 2021, 18:37h, noch kein Kommentar

Der Elektro-Pop-Star Sophie Xeon, bekannt auch schlicht als SOPHIE, ist bei einem Kletterunfall ums Leben gekommen. Das teilte Sophies Plattenlabel Transgressive am Samstag auf Twitter mit. "Sie war getreu ihrer Spiritualität in die Höhe geklettert, um den Vollmond zu sehen, und rutschte versehentlich aus und fiel", heißt es dort.

Dem britischen "Guardian" zufolge spielte sich das Unglück in den frühen Morgenstunden des Samstags in Athen ab. Dort hatte der 34 Jahre alte Star seit dem letzten Jahr mit der Partnerin Tzef Montana gelebt. "Tragischerweise ist unsere wunderschöne Sophie heute Morgen nach einem schrecklichen Unfall gestorben", so das Label. "Sie wird immer hier bei uns sein. Die Familie dankt allen für ihre Liebe und Unterstützung und bittet in dieser schlimmen Zeit um Privatsphäre."

Sophie stammte aus Glasgow und war für intensive Elektro-Pop-Kreationen bekannt, arbeitete mit Madonna, Charli XCX oder Kim Petras zusammen. Für das 2018 erschienene Album "Oil of Every Pearl's Un-Insides" war Sophie für den Grammy-Award in der Sparte bestes Dance/Electronic-Album nominiert worden.

Sophie hatte die einflussreiche Karriere zunächst vor allem anonym begonnen und gab etwa Interviews nur mit künstlich verzerrter Stimme. Im 2017 veröffentlichten Musikvideo "It's Okay to Cry" war Sophie dann erstmals für die Öffentlichkeit zu sehen und mit eigener Stimme zu hören, es wurde zugleich als Coming-out als trans bewertet.

Transsein bedeute, die Kontrolle zu übernehmen, "um deinen Körper mehr in Einklang mit deiner Seele und deinem Geist zu bringen, damit die beiden nicht gegeneinander kämpfen und ums Überleben kämpfen", sagte Sophie 2018 dem "Billboard". Aufgrund vieler Vorbilder könnten sich in letzter Zeit immer mehr erfolgreiche trans Künstler*innen etablieren. (dpa/nb)

Anm. d. Red.: Laut einigen teils widersprüchlichen Medienberichten sollte zu Sophie kein Personalpronomen verwendet werden, was im Englischen leichter fällt, da etwa für Musikerin und Musiker oder Produzentin und Produzent das gleiche Wort genutzt wird. Das Plattenlabel und diverse Medienberichte verwendeten am Samstag ein weibliches Personalpronomen. Aufgrund der Unklarheiten verwendet dieser Bericht abseits entsprechender Zitate keine direkt auf Sophie bezogenen Pronomen und Begriffe wie "Star".