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Autobiografie veröffentlicht

Bill Kaulitz: Aus Liebeskummer Sexarbeiter in Motel bestellt

Der "Tokio Hotel"-Superstar packt aus: Der 31-Jährige erzählt von seinem Liebesleben. Außerdem verteidigt er seine Schwägerin Heidi Klum vor Angriffen aus der LGBTI-Community.


Am Sonntag veröffentlichte Bill Kaulitz dieses Bild, das ihn beim Schmökern in seiner Autobiografie zeigt (Bild: Instagram / Bill Kaulitz)

In seiner Autobiobiografie "Career Suicide: Meine ersten dreißig Jahre" erzählt "Tokio Hotel"-Sänger Bill Kaulitz davon, dass er bereits die Dienste eines Escorts in Anspruch genommen habe. Das Buch ist am Montag in Deutschland erschienen.

Demnach habe Kaulitz den Mann fast konspirativ in seiner Wahlheimat Kalifornien, in der Prostitution offiziell verboten ist, in ein Motel bestellt: "Das Hotel bezahlte ich mit aufladbarer Kreditkarte aus dem Supermarkt, mein Deckname typisch Durchschnitts-Ami, gekleidet in Jogginghose und schwarzem T-Shirt, Fankappe von irgendeiner Baseball-Mannschaft, die ich nicht kannte. Man hätte denken können, ich plane einen Mord, so genau hatte ich alles durchdacht", erinnerte sich der heute 31-Jährige.

Dem "Stern" erklärte Kaulitz, dass er keine moralischen Probleme mit käuflichem Sex habe: "Ich habe so viele Freunde, die sich schon mal Sex gekauft haben. Aber irgendwie scheint das immer noch ein Tabu zu sein. Ich habe das auch mal ausprobiert. So what? Ist das jetzt ein Moment, auf den ich besonders stolz bin? Nein. Aber so was gehört auch zum Leben dazu."

"Der Mann ist heute mit einer Frau verheiratet"

Grund für das Sexabenteuer sei Liebeskummer gewesen. Kurz zuvor sei eine mehrjährige Liebesbeziehung mit einem Mann in Los Angeles in die Brüche gegangen. Im Buch schrieb Kaulitz: "Ich habe das Problem, dass ich auf kaputte Menschen stehe. Meine letzte Beziehung lief über zweieinhalb Jahre, das war vor fünf Jahren. Hat mir das Herz gebrochen. Der Mann ist heute mit einer Frau verheiratet." Weiter erklärte er, dass es "ja einige Typen [gibt], die dann so ein Doppelleben leben, weil sie Kinder wollen oder Druck von der Familie bekommen, wie es bei meinem Freund der Fall war."

Kaulitz hatte in der Vergangenheit nie eine konkrete Aussage zu seiner sexuellen Orientierung gemacht. Erst vor einer Woche erklärte er erstmals im Vorfeld der Buchveröffentlichung, dass er bereits in einen Mann verliebt gewesen sei und in einer Dreiecksbeziehung lebte (queer.de berichtete).

In dem Buch berichtet Kaulitz über seine Karriere als Teenie-Star und wie er vor übergriffigen Fans in die USA geflüchtet sei. Er schrieb auch, dass er die echte Liebe noch nicht gefunden habe – anders als etwa sein Zwillingsbruder Tom, der mit Heidi Klum verheiratet ist. "Und ich? Ich bin irgendwie immer noch hier und jage meinen Traum. Alleine. In meinem Haus in den Hollywood Hills. So weit entfernt wie nur möglich von dem Ort, von dem ich einmal kam", so Bill Kaulitz.

Kaulitz: Szene diskriminiert heterosexuelle Heidi Klum

Zuletzt verteidigte der 31-Jährige auch seine berühmte Model-Schwägerin und ihre Sendung "Queen of Drags", in deren Jury er saß. Gegenüber der "taz" warf Kaulitz Teilen der Community vor, Klum als Heterosexuelle zu diskriminieren: "Durch diese Aussagen hat sich die Szene selbst ein Bein gestellt. Das kann doch nicht wahr sein, dass man was dagegen hat, wenn ein heterosexueller Superstar Drags eine Bühne bietet und sie wegen ihrer Sexualität ausschließt. Genau die Menschen, die selbst Toleranz von anderen erwarten". Er glaube, "die meisten der wenigen Kritiker" würden sich inzwischen schämen, "denn es war eine super Show, wir haben mega Feedback darauf bekommen".

Die erste Staffel der Show war bereits Ende 2019 zu Ende gegangen. Zuletzt gab es Gerüchte, dass Pro Sieben die Show absetzt, was der Unterföhringer Privatsender aber zurückwies (queer.de berichtete). (cw)

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Wöchentliche Umfrage

» Hast du schon mal für Sex bezahlt?
    Ergebnis der Umfrage vom 01.02.2021 bis 08.02.2021


#1 gastAnonym
  • 01.02.2021, 11:15h
  • Das ist eines der wenigen Bilder auf denen Bill allein zu sehen ist. Er scheint ständig mit seinem Bruder und dessen Frau zusammen zu sein, fast wie ein Kind, das nicht vom Rockzipfel der Familie loskommen kann/will.
    Auf mich macht er keinen glücklichen Eindruck. Gemessen an dem was er erreicht hat, wirkt er eher verkrampft - will den coolen Typen geben, kommt aber total unglaubwürdig rüber.

    "Ich habe so viele Freunde, die sich schon mal Sex gekauft haben.
    Mein spontaner Gedanke dazu
    -Also ich finde es komisch solchen "Freundeskreis" zu haben. Sind das alles einsame Menschen?
    "Er stehe auf kaputte Menschen" - Sieht er sich in solchen Menschen selbst ein Stück weit ?
    Oder ist das ein verstecktes Überheblichkeitsgefühl einen solch "kaputten Menschen" retten zu wollen - das fiele in die Kategorie: grenzenlose, falsche Überheblichkeit - Dekadenz.
    Der Junge war mir schon immer suspekt und mit diesem Artikel wird meine Einschätzung was diesen Menschen betrifft, bestätigt. Er ist ein Fake, in keiner Weise authentisch. Sein Bruder ist das krasse Gegenteil von ihm. Ich wünsch ihm, dass er den Mut bekommt, ehrlich in sich hineinzuschauen, sonst besteht die Gefahr, dass eines Tages eine Meldung in den Medien erscheint die seine Fans erschrecken würde.
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#2 Andi65Anonym
  • 01.02.2021, 13:50h
  • Hallo
    Ich bin mein ganzes Leben queer, Gay, Schwul.
    Immer wieder stellen wir uns ein Bein, wollen besser sein, fordern mehr. Aber manchmal muss man Verständnis haben, bei uns gibt es alles was es bei den " Heten" auch gibt, auch Unverständnis. Seien wir doch so wie es sein sollte, Menschen mit Fehlern, die uns ausmachen, und nicht eine übergeordnete was weiß ich, jeder ist so wie er ist, und das finde ich Gut!!
    Man sollte sich Respektieren, niemanden weh tun, warum immer der Zeigefinger, den tut niemanden gut, ..... Manchmal bin ich nur Traurig wie unflexibel wir geworden sind!!
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#3 Sukram712Anonym
  • 01.02.2021, 14:01h
  • In der Umfrage fehlt:
    Hab ich schon ein paar mal ausprobiert, war cool, aber für regelmäßig zu teuer und ob das unterstützen sollte ist StGB fraglich und kommt drauf an...

    Man muss die Jungs (oder auch Frauen) eben als Menschen sehen, die man kennen und ggf lieben lernt.

    Ob man jemanden aus der Disko abschleppt, ein Grindr-Date macht oder Geld bezahlt ist im Grunde egal. Man lernt einen anderen kennen und ob es funkt oder nicht merkt man dann beim Treffen. Das ist jedenfalls nicht davon abhängig ob Geld im Spiel ist. Man lernt ja auch gleich was über die Situation des andern.

    Man kann auch sagen: Das Schicksal hat uns zumammen geführt. Das ist natürlich übertrieben naiv, aber so macht es mehr Spaß und ganz falsch ist es ja auch nicht. :)
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#4 DominikAnonym
  • 01.02.2021, 14:42h
  • Wo sind die interessanten Role Models, eigentlich?

    Alles nur Selbstdarsteller, die nichts Interessantes zu sagen haben, mit nichts künstlerisch Wertvollem aufwarten können, sondern bloß mit "Tabloid Trash" verzweifelt versuchen im Gespräch zu bleiben. HOW STUPID, HOW BORING!
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#5 AthreusProfil
  • 01.02.2021, 14:46hSÜW
  • Ich finde den Herrn immer abstoßender. "Ich habe das Problem, dass ich auf kaputte Menschen stehe." wird er zitiert, u.a. in der BZ. Menschen die ich mag, möchte ich im Gegenteil vor seelischem oder körperlichem Schaden bewahren. Überdies bin ich geistig auch gar nicht in der Lage nachzuvollziehen, wie man sich an menschlicher Versehrtheit, egal welcher Art, aufgeilen kann.

    Die Aufregung über den Escort, besonders medial, geht mir wiederum völlig an. Ich hoffe sehr, dass sämtliche Kritiker*innen noch nie in ihrem Leben einen Porno gesehen haben und wenn, ihn nicht erregend fanden. Denn dieser entsteht ausschließlich durch die Zusammenkunft zweier Personen, die für Geld miteinander schlafen. Der Doppelmoralpegel scheint mir im konkreten Fall sehr hoch zu sein.
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#6 globoProfil
  • 01.02.2021, 16:24hBerlin
  • Nie habe ich mich für Tokio Hotel interessiert, wusste lange nicht was das ist.
    Als Promi käuflichen Sex zu gestehen ist sehr mutig.
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#7 LeashAnonym
  • 01.02.2021, 16:55h
  • "Das kann doch nicht wahr sein, dass man was dagegen hat, wenn ein heterosexueller Superstar Drags eine Bühne bietet und sie wegen ihrer Sexualität ausschließt. Genau die Menschen, die selbst Toleranz von anderen erwarten"
    Da hat er die Kritikpunkte ja schön so verkürzt dargestellt das es für ihn passt. Ja sicher ihre Sexualität war der einzige Grund warum man nicht wollte das sie das macht.
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#8 KenshiroProfil
  • 01.02.2021, 18:07hBerlin
  • Antwort auf #1 von gast
  • Zumindest das er immer mit seinen Bruder rumhängt ist für mich verständlich. Frau Klum muss jedenfalls klar gewesen sein, wenn sie was mit Tom anfängt, dann ist Bill dabei. Zwillinge haben eine so enge Bindung da geht das nicht anders, die können nicht ohne einander.
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#9 AxelAnonym
  • 01.02.2021, 18:13h
  • Ehrlich gesagt, glaube ich ja, dass gerade die konkrete Kritik dazu beigetragen hat, dass die Show später dann einigermaßen gut (und queer) wurde.
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#10 Sukram712Anonym
  • 01.02.2021, 18:17h
  • Antwort auf #5 von Athreus
  • Wenn er sagt, dass er "auf kaputte Menschen steht", dann ist das wahrscheinlich so ein bisschen der Wunsch gebraucht zu werden und zu helfen.

    Vielleicht ist er auch nicht selbstbewusst genug um mit einem selbstbewussten Typen zusammen zu sein.

    Das muss man jedenfalls nicht negativ auslegen.
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