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Autobiografie veröffentlicht
Bill Kaulitz: Aus Liebeskummer Sexarbeiter in Motel bestellt
Der "Tokio Hotel"-Superstar packt aus: Der 31-Jährige erzählt von seinem Liebesleben. Außerdem verteidigt er seine Schwägerin Heidi Klum vor Angriffen aus der LGBTI-Community.

Am Sonntag veröffentlichte Bill Kaulitz dieses Bild, das ihn beim Schmökern in seiner Autobiografie zeigt (Bild: Instagram / Bill Kaulitz)
- 1. Februar 2021, 09:26h 3 Min.
In seiner Autobiobiografie "Career Suicide: Meine ersten dreißig Jahre" erzählt "Tokio Hotel"-Sänger Bill Kaulitz davon, dass er bereits die Dienste eines Escorts in Anspruch genommen habe. Das Buch ist am Montag in Deutschland erschienen.
Demnach habe Kaulitz den Mann fast konspirativ in seiner Wahlheimat Kalifornien, in der Prostitution offiziell verboten ist, in ein Motel bestellt: "Das Hotel bezahlte ich mit aufladbarer Kreditkarte aus dem Supermarkt, mein Deckname typisch Durchschnitts-Ami, gekleidet in Jogginghose und schwarzem T-Shirt, Fankappe von irgendeiner Baseball-Mannschaft, die ich nicht kannte. Man hätte denken können, ich plane einen Mord, so genau hatte ich alles durchdacht", erinnerte sich der heute 31-Jährige.
Dem "Stern" erklärte Kaulitz, dass er keine moralischen Probleme mit käuflichem Sex habe: "Ich habe so viele Freunde, die sich schon mal Sex gekauft haben. Aber irgendwie scheint das immer noch ein Tabu zu sein. Ich habe das auch mal ausprobiert. So what? Ist das jetzt ein Moment, auf den ich besonders stolz bin? Nein. Aber so was gehört auch zum Leben dazu."
"Der Mann ist heute mit einer Frau verheiratet"
Grund für das Sexabenteuer sei Liebeskummer gewesen. Kurz zuvor sei eine mehrjährige Liebesbeziehung mit einem Mann in Los Angeles in die Brüche gegangen. Im Buch schrieb Kaulitz: "Ich habe das Problem, dass ich auf kaputte Menschen stehe. Meine letzte Beziehung lief über zweieinhalb Jahre, das war vor fünf Jahren. Hat mir das Herz gebrochen. Der Mann ist heute mit einer Frau verheiratet." Weiter erklärte er, dass es "ja einige Typen [gibt], die dann so ein Doppelleben leben, weil sie Kinder wollen oder Druck von der Familie bekommen, wie es bei meinem Freund der Fall war."
Kaulitz hatte in der Vergangenheit nie eine konkrete Aussage zu seiner sexuellen Orientierung gemacht. Erst vor einer Woche erklärte er erstmals im Vorfeld der Buchveröffentlichung, dass er bereits in einen Mann verliebt gewesen sei und in einer Dreiecksbeziehung lebte (queer.de berichtete).
In dem Buch berichtet Kaulitz über seine Karriere als Teenie-Star und wie er vor übergriffigen Fans in die USA geflüchtet sei. Er schrieb auch, dass er die echte Liebe noch nicht gefunden habe – anders als etwa sein Zwillingsbruder Tom, der mit Heidi Klum verheiratet ist. "Und ich? Ich bin irgendwie immer noch hier und jage meinen Traum. Alleine. In meinem Haus in den Hollywood Hills. So weit entfernt wie nur möglich von dem Ort, von dem ich einmal kam", so Bill Kaulitz.
Kaulitz: Szene diskriminiert heterosexuelle Heidi Klum
Zuletzt verteidigte der 31-Jährige auch seine berühmte Model-Schwägerin und ihre Sendung "Queen of Drags", in deren Jury er saß. Gegenüber der "taz" warf Kaulitz Teilen der Community vor, Klum als Heterosexuelle zu diskriminieren: "Durch diese Aussagen hat sich die Szene selbst ein Bein gestellt. Das kann doch nicht wahr sein, dass man was dagegen hat, wenn ein heterosexueller Superstar Drags eine Bühne bietet und sie wegen ihrer Sexualität ausschließt. Genau die Menschen, die selbst Toleranz von anderen erwarten". Er glaube, "die meisten der wenigen Kritiker" würden sich inzwischen schämen, "denn es war eine super Show, wir haben mega Feedback darauf bekommen".
Die erste Staffel der Show war bereits Ende 2019 zu Ende gegangen. Zuletzt gab es Gerüchte, dass Pro Sieben die Show absetzt, was der Unterföhringer Privatsender aber zurückwies (queer.de berichtete). (cw)
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Auf mich macht er keinen glücklichen Eindruck. Gemessen an dem was er erreicht hat, wirkt er eher verkrampft - will den coolen Typen geben, kommt aber total unglaubwürdig rüber.
"Ich habe so viele Freunde, die sich schon mal Sex gekauft haben.
Mein spontaner Gedanke dazu
-Also ich finde es komisch solchen "Freundeskreis" zu haben. Sind das alles einsame Menschen?
"Er stehe auf kaputte Menschen" - Sieht er sich in solchen Menschen selbst ein Stück weit ?
Oder ist das ein verstecktes Überheblichkeitsgefühl einen solch "kaputten Menschen" retten zu wollen - das fiele in die Kategorie: grenzenlose, falsche Überheblichkeit - Dekadenz.
Der Junge war mir schon immer suspekt und mit diesem Artikel wird meine Einschätzung was diesen Menschen betrifft, bestätigt. Er ist ein Fake, in keiner Weise authentisch. Sein Bruder ist das krasse Gegenteil von ihm. Ich wünsch ihm, dass er den Mut bekommt, ehrlich in sich hineinzuschauen, sonst besteht die Gefahr, dass eines Tages eine Meldung in den Medien erscheint die seine Fans erschrecken würde.