Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?38050

"Ein Piccolo muss jetzt schon drin sein"

Gay Games 2026: München unter den drei Finalisten

Die bayerische Landeshauptstadt hat eine wichtige Hürde bei der Bewerbung um die Austragung der Gay Games 2026 genommen.


Eröffnungsfeier der Gay Games 2018 in Paris

Die Federation of Gay Games (FGG) hat am Montag mitgeteilt, dass München unter den drei Finalisten für die Austragung der LGBTI-Olympiade 2026 steht. Ebenfalls qualifiziert haben sich die mexikanische Metropole Guadalajara und die spanische Großstadt Valencia. Ausgeschieden sind damit die Bewerberstädte Auckland (Neuseeland), Brisbane (Australien), San Diego (USA), Taipei (Taiwan) und Toronto (Kanada). Zu Beginn der Bewerbungsphase hatten sich sogar 20 Städte um die Austragung beworben. Die Siegerstadt soll bei einer Veranstaltung am 10. November in Hongkong bekanntgegeben werden.

Twitter / GayGames

Das Münchner Organisationsteam freute sich am Montagmorgen über die Mitteilung: "Wir sind unglaublich stolz und gratulieren auch Guadalajara und Valencia herzlich zu diesem Erfolg", erklärte Martina Kohlhuber, ein Vorstandsmitglied des Gay Games 2026 Munich e. V. "Für Champagnerkorkenknallen ist es vielleicht noch etwas früh, aber ein Piccolo muss jetzt schon drin sein."

Für die zurückliegende Kandidaturphase hatte das Team eine 100-seitige Bewerbung und einen zwölfminütigen Präsentationsfilm ins Rennen geschickt. "Dies war nur möglich mit der tatkräftigen Unterstützung unserer Partner*innen und Sponsor*innen", so Kohlhuber.

Unterstützung aus Wirtschaft und Politik (mit einer Ausnahme)

Das Organisationsteam bedankte sich insbesondere für die Unterstützung der Stadt München und bei "zahlreichen Freiwilligen der Münchner LGBTQ-Community, die in den letzten Monaten mit viel Herzblut und Engagement diese professionelle Bewerbung umgesetzt haben". Auch aus der Sportwelt hatte es viel Rückewind gegeben – so hätten insbesondere der FC Bayern München und VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger ihre Unterstützung für München 2026 zugesichert.

Auch die Unterstützung aus der Politik sei hilfreich gewesen – gerade von Oberbürgermeister Dieter Renner (SPD) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Im Stadtrat hatten erst letzten Sommer alle demokratischen Parteien ihre Unterstützung für die Veranstaltung verkündet – nur die AfD lehnte das internationale Sportfest ab, weil es eine LGBTI-Veranstaltung ist (queer.de berichtete).

YEEEESSS!!!! Wir sind in der letzten, entscheidenden Runde! Heute Morgen verkündete die #FederationOfGayGames ihre...

Posted by Gay Games 2026 Munich e.V. on Monday, February 1, 2021
Facebook / Gay Games 2026 Munich e.V.

Die Veranstalter*innen erklärten in einer Pressemitteilung, dass sich München nun "berechtigte Hoffnungen" auf die Austragung der Spiele machen dürfe. Ein "besonders attraktives Trumpf" sei der Olympiapark in München, das einen Großteil der 34 Sportdisziplinen beherbergen würde.

Die Gay Games finden seit 1982 alle vier Jahren statt und richten sich hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, an LGBTI-Sportler*innen. Neben den Wettkämpfen finden auch immer ein großes Kulturprogramm und eine Menschenrechtskonferenz anlässlich der Spiele statt. Zu den Gay Games 2026 werden 15.000 Sportler*innen erwartet. Sie werden voraussichtlich vom 08. bis zum 15. August 2026 ausgetragen.

München 2026 wäre nach Köln 2010 erst der zweite deutsche Austragungsort. Im nächsten Jahr sollen die Gay Games in Hongkong stattfinden (queer.de berichtete). (dk)