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Staffel 16 vor dem Start

"Germany's Next Topmodel" vielfältig wie nie

Die Kandidatinnen der nächsten Staffel von Heidi Klums Modelcasting kommen aus unterschiedlichen Welten. Darunter ist eine Verächterin großer Konzerne, eine "Metal-Bitch" und auch eine trans und eine lesbische Kandidatin.


Moderatorin Heidi Klum sucht mal wieder nach ihrer Nachfolgerin (Bild: Instagram / Heidi Klum)

Am Donnerstag startet auf Pro Sieben die 16. Staffel von "Germany's Next Topmodel" erneut mit queeren Kandidatinnen. Die 20-jährige lesbische Samantha und die 23-jährige trans Bewerberin Alex rechnen sich Chancen auf eine Karriere nach der Castingshow aus.

"Ich möchte gewinnen, weil es bisher noch niemanden wie mich gab – das heißt: lesbisch und mit afrikanischen Wurzeln", erklärte Samantha in ihrem Vorstellungsvideo. Sie ist die Tochter einer Ur-Hamburgerin und eines Mannes aus Westafrika ("demnach bin ich ein Mischmasch von allem"). Schon früh habe sie ihre Homosexualität entdeckt: "Ich hab mich geoutet mit 14 oder 15 Jahren, als ich meine erste Freundin hatte."

An der elterlichen Akzeptanz mangelte es aber. Zwar hätten sie "mütterlicherseits auch alle akzeptiert", berichtete sie. Aber: "Bei meinem Papa ist das eher eine Sache, weil er glaubt nicht wirklich daran. Weil er so religiös aufgewachsen ist, ist das für ihn sehr schwer", so Samantha. "Aber er sagt, ich bin seine Tochter und er liebt mich so, wie ich bin."

Als trans Kandidatin will die Kölner Journalismusstudentin Alex das Event aufmischen. "Ich möchte Germany's Next Topmodel werden, um mir selbst und anderen zu beweisen, dass deine Vergangenheit dich nicht aufhalten oder eine Rolle spielen muss, solange man es wirklich will", erklärte die Halb-Südkoreanerin.


Alex will die GNTM-Krone nach Köln holen (Bild: Pro Sieben)

Vor anderthalb Jahren hatte Alex bereits in einem RTL-Porträt anlässlich des Cologne Pride über ihre Geschlechtsanpassung gesprochen. Dabei sagte sie auch, dass sie Glück mit ihrem Umfeld hatte: "Ich kann nicht von jedem Akzeptanz erwarten, aber ich habe glücklicherweise kaum Anfeindungen erfahren. Ich hatte Glück mit meinem sozialen Umfeld, was aber definitiv nicht die Regel ist."

Insgesamt wurden im Herbst vergangenen Jahres 24 Kandidatinnen für die 16. Staffel ausgewählt. Dabei versammelte sich ein illustre Gruppe von Nachwuchsmodels. Dazu gehört etwa die Umweltaktivistin und Veganerin Vanessa, die im Pro-Sieben-Video ein Geständnis ablegt, das man in deutschen Privatsendern nicht oft hört: "Ich versuche, große Konzerne wie Nestlé nicht zu unterstützen." Ihren Style beschrieb die 20-Jährige als "Mix aus Alternative, Punk, Goth und den Nineties". Außerdem sieht sie sich – möglicherweise – im queeren Spektrum verankert: "Ich will mich nicht labeln bei meiner Sexualität, aber es geht eher Richtung Männer." Ferner erklärte sie: "Ich würde vielleicht schon sagen, dass ich hetero bin, aber ich würde das nicht ausschließen mit einer Frau." Sie wisse einfach noch nicht, ob sie bisexuell sei.


Vanessa mit einem typischen Corona-Haarschnitt (Bild: Pro Sieben)

Zu den weiteren Kandidatinnen gehört etwa die 19-jährige erklärte Feministin Mira, die mit abrasiertem Kopfhaar gegen Sexismus kämpfen will. Auch die 23-jährige "Metal-Bitch" Franzi findet ihren Platz unter Heidis Mädchen. Ungewöhnlich ist auch die Teilnahme von Maria-Sophie, die mit 1,55 Meter nicht die üblichen Model-Maße hat. Zudem ist mit Maria erstmals eine gehörlose Kandidatin am Start ("meine gesamte Familie ist gehörlos. Meine Schwester, meine Eltern, Tante, Onkel, Kusine – schon in der dritten Generation"). Mit Mareike aus Halle an der Saale ist auch eine Frau dabei, die jahrelang als Profi-Basketballerin arbeitete. Sie ist mit 25 Jahren die älteste Bewerberin ("ich bin die Granny im Haus").

Die erste Folge der neuen Staffel wird am Donnerstag (4. Februar) um 20.15 Uhr auf Pro Sieben ausgestrahlt. Coronabedingt unterscheidet sich diese Ausgabe von den Vorgängerstaffeln. So findet die Show überwiegend in Deutschland statt. Der traditionelle Umzug in eine Villa in Heidi Klums Heimatstadt Los Angeles fällt dieses Jahr aus.

Zu den diesjährigen Gastjuror*innen gehört unter anderem auch trans Model Valentina Sampaio. Auch in der Jury ist Vielfalt angesagt – in einer Folge wird etwa der ostfriesische Kultkomiker Otto Waalkes Heidi Klum bei der Beurteilung der Model-Anwärterinnen helfen. (cw)



#1 AtreusEhemaliges Profil
  • 01.02.2021, 17:29h
  • "Eine unschöne Frau mit laubgesägtem Gouvernanten-Profil bringt kleine Mädchen zum Weinen, indem sie ihre orthodoxe, hochgerüstete Belanglosigkeit zum Maßstab humaner Seinserfüllung hochschwindelt, über Persönlichkeit redet, sich aber kaum mehr erinnern kann, was das ist, und sollte diese je zum Vorschein kommen, sie mit Rauswurf bestraft. Der Exzess der Nichtigkeit aber erreicht seinen Höhepunkt, wo Heidi Nationale mit Knallchargen-Pathos und einer Pause, in der man die Leere ihres Kopfes wabern hört, ihre gestrenge Entscheidung mitteilt und wertes von unwertem Leben scheidet. Da möchte man dann elegant und stilsicher, wie der Dichter sagt, sechs Sorten Scheiße aus ihr rausprügeln wenn es bloß nicht so frauenfeindlich wäre..

    - Roger Willemsen
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#2 RebeccaProfil
#3 BookAnonym
  • 01.02.2021, 19:25h
  • Eine Quotenlesbe und Transperson sind also dabei...
    Aber wie queer kann eine Sendung schon sein, die sich ganz dem Klischee nach, ausnahmslos um weibliche Models ( und fast alle hetero) schert? Als gebe es keine männlichen Models auf der Welt.

    Auf der anderen Seite, umso besser. Dann werden nicht auch noch männliche Minderjährige dahingehend verheizt, ob sie es wert sind weiter zukommen oder nicht.
    Schlimm genug, dass dies mit Mädchen geschieht, die von mehr als doppelt so alten Frauen und Männern gesagt bekommen, was sie essen dürfen und was nicht. Die könnten ja am Ende noch weibliche Rundungen kriegen und wie eine erwachsene Frau aussehen...das geht natürlich nicht.
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#4 QuietschAnonym
  • 02.02.2021, 14:12h
  • Ist ja nett, dass so viele unterschiedliche Möchtegern-Models dabei sind, aber am Ende wird ja doch wieder eine Cisfrau über 1,70 m mit Kleidergröße (höchstens) 36 und ohne auffällige Frisur gewinnen *augenroll*

    Und warum soll eigentlich Otto Waalkes in der Jury sitzen? Oder noch wichtiger, warum hat der zugesagt, bei dieser Sendung mitzumachen? Gut bezahlt wird das vermutlich nicht.
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#5 MarjuesAnonym
  • 02.02.2021, 17:38h
  • Antwort auf #4 von Quietsch
  • 170 cm? Nein, das ist ja noch im Normalbereich. Weibliche Models müssen überdurchschnittlich groß sein...allermindestens 175 cm aufwärts, eher 180+
    Als Fotomodel spielt die Größe weniger eine Rolle, aber als Laufstegmodel kann es fast nicht groß genug sein.
    Mindestens schlank natürlich, dünn bis dürr geht auch und wird je nach Label bevorzugt.
    Bei Männern entsprechend größer und auch schlank bis definiert- schlank. Dürr selten gewünscht, beim Laufsteg aber vorkommend.
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#6 GntmnofanAnonym
  • 08.02.2021, 08:52h
  • In anderen Ländern gibt es das Format mit Männern und Frauen, was auch wesentlich interessanter ist.
    Sofern man solche Sendungen mag..
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