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Nach homophober Tirade von Parteichef

Streit um Homophobie: Litauische Arbeitspartei verlässt liberale Parteienfamilie ALDE

Nach dem Rausschmiss des homophoben Parteichefs Viktor Uspaskich aus der liberalen EU-Parlamentsfraktion kündigt die Arbeitspartei aus Litauen ihre Mitgliedschaft in der liberalen Dachpartei.


Die Homophobie von Viktor Uspaskich (auf Litauisch: Viktoras Uspaskichas) war den meisten anderen europäischen Liberalen zu viel

Nach dem Ausschluss von Parteichef Viktor Uspaskich aus der Fraktion der Liberalen im Europaparlament zieht sich die litauische Arbeitspartei aus der liberalen Parteienfamilie ALDE zurück. "Es war ein ziemlich klares Zeichen, dass wir zusammen mit dem Parteivorsitzenden nicht willkommen sind", sagte die dem Parteipräsidium angehörende Abgeordnete Ieva Kacinskaite-Urboniene der Agentur BNS am Dienstag. Insgesamt habe es aber mehrere Gründe für die Entscheidung der liberalpopulistischen Parlamentspartei gegeben.

Die liberale Fraktion Renew Europe hatte Uspaskich im Januar wegen homophober Äußerungen ausgeschlossen (queer.de berichtete). Der Europa-Abgeordnete aus Litauen hatte Homosexuelle zuvor in einem Video als "Schwuchteln" und "Perverse" beschimpft. Eine "Entschuldigung" des Abgeordneten ging der Fraktion nicht weit genug (queer.de berichtete).

Rückkehr zum liberalen Verbund später möglich

Kacinskaite-Urboniene schloss nicht aus, dass sich die Arbeitspartei nach einiger Zeit wieder einer anderen Parteienfamilie anschließt. Auch eine Rückkehr zu ALDE sei möglich.

Die von Uspaskich gegründete Arbeitspartei hatte in Litauen bis zur Parlamentswahl im Oktober der Regierungskoalition als Juniorpartner angehört. Bei der Abstimmung war sie sechststärkste Kraft geworden und sitzt nun mit zehn Mandaten im Parlament in Vilnius auf der Oppositionsbank.

Der 1976 in Stuttgart gegründeten Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE) gehören rund 70 regionale oder nationale Parteien an. Dazu zählen neben der deutschen FDP und den österreichischen NEOS beispielsweise auch die niederländische VVD von Ministerpräsident Mark Rutte, die tschechische Partei ANO des populistischen Ministerpräsidenten Andrej Babis oder die luxemburgische Demokratesch Partei (DP) des offen schwulen Premierministers Xavier Bettel. Auch EU-Ratspräsident Charles Michel ist ALDE-Mitglied. (dpa/dk)



#1 swimniAnonym
#2 Julius HAnonym
  • 02.02.2021, 14:14h
  • Reisende soll man nicht aufhalten.

    Dann versinkt diese Partei noch mehr in der Bedeutungslosigkeit und hat noch weniger Einfluss auf EU-Ebene. Was sehr gut so ist.
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#3 YannickAnonym
  • 02.02.2021, 14:56h
  • Daran sieht man aber auch, dass die halbherzigen Pseudo-Entschuldigungen gar nicht ernst gemeint waren, sondern es nur darum ging, sich irgendwie rauszulavieren.

    Sobald das nicht klappt, zeigt man dann wieder sein wahres Gesicht und tritt aus einer Parteifamilie aus, weil sie zu homofreundlich ist.

    Da sieht man, dass man solchen Homophoben niemals trauen darf und dass die nur aus taktischen Gründen Kreide fressen.
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#4 Taemin
  • 02.02.2021, 16:46h
  • Rechtsradikale gehören nicht in eine sich liberal verstehende Parteienfamilie. Aber bei der Gelegenheit: Ist nicht Orban noch immer in der EVP?
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