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Grand Prix im Corona-Modus

ESC wohl ohne Publikum

Flaggenschwenkenden Fans werden dieses Jahr voraussichtlich nicht die künstlerischen Beiträge ihres Landes beim Eurovision Song Contest anfeuern.


Die Rotterdamer Ahoy Arena könnte zum Eurovision Song Contest so verwaist sein wie in diesem Bild aus dem Jahr 2016 (Bild: Rotterdam Ahoy / wikipedia)

Der Eurovision Song Contest (ESC) wird in diesem Mai wohl unter strengen Corona-Maßnahmen mit Künstler*innen aus 41 Ländern in Rotterdam stattfinden – aber sehr wahrscheinlich ohne Publikum. Das teilten die niederländischen Rundfunkanstalten als Veranstalter in Hilversum mit.

Die endgültige Entscheidung über Zuschauerbeteiligung soll erst Mitte April fallen. Als vielleicht denkbare Lösung steht noch im Raum, dass deutlich weniger Zuschauer eingelassen werden und diese auch Sicherheitsabstand halten müssen. Offen bleibt zunächst je nach Entwicklung der Corona-Krise auch, ob die Künstler*innen wie gewünscht anreisen oder wie beim Junior Eurovision Song Contest im letzten Jahr aus ihrer jeweiligen Heimat zugeschaltet werden.

2020 musste das Festival wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden (queer.de berichtete). Wer bereits für den ESC im vergangenen Jahr Karten gekauft hatte, könne diese zurückgeben, wie die Organisator*innen mitteilten. Das Produktionsteam schließt aus, dass das Festival in normaler Form und vor großem Publikum stattfinden könne. Die Halbfinals sind für den 18. und 20. Mai in Rotterdam geplant, das Finale soll am 22. Mai sein.

Drei Szenarien

Die Veranstalter*innen haben sich in den Planungen jedoch eine Hintertür offen gelassen: nämlich den ESC "entweder ohne Publikum oder mit weniger Publikum unter Einhaltung der Abstandsregeln" steigen zu lassen. Insgesamt sind drei denkbare Szenarien entwickelt worden. Man arbeite mit großem Ehrgeiz daran, folgende Variante umzusetzen: "Ein Songfestival mit eineinhalb Meter Abstand, mit strengen Corona-Maßnahmen, bei dem alle 41 Künstler in Rotterdam Ahoy auftreten können", sagte der Produzent der Rundfunkanstalten, Sietse Bakker.

Ein "normaler" ESC sei unter den gegebenen Umständen "nicht realistisch", ergänzte Bakker. "Wir werden alles tun, um die bestmögliche ESC-Ausgabe daraus zu machen. Die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten haben dabei natürlich Vorrang."


Die aktuellen Planungsszenarien – Hoffnungen auf Variante A mit einem regulären ESC wurden aufgegeben

Der linksliberale Rotterdamer Stadtrat Said Kasmi ergänzte: "Der Eurovision Song Contest in Rotterdam, live aus der Ahoy Arena, ist ein Lichtstrahl, auf den wir uns gemeinsam freuen können. Als Gastgeberstadt sind wir optimistisch, begeistert und realistisch zugleich. Im Rahmen des Möglichen werden wir zusammen mit unseren Partnern das Beste aus der Lage machen." Der Slogan für Rotterdam lautet "Let's Open Up, again".

2021 wollen die gleichen Länder teilnehmen, die bereits 2020 Songs für den ESC ausgewählt hatten. Ben Dolic, der Deutschland hätte letztes Jahr vertreten sollen, will dieses Jahr aber nicht mehr antreten (queer.de berichtete). Der Norddeutsche Rundfunk will den deutschen Beitrag erneut in einem mehrstufigen Verfahren ohne Publikumsbeteiligung festlegen (queer.de berichtete). (dk/dpa)



#1 AramisEhemaliges Profil
#2 PetterAnonym
  • 04.02.2021, 08:59h
  • Sehr schade, dass es so oder so eingeschränkt ablaufen wird. Das betrifft ja nicht nur die Show selber und die Zuschauerbeteiligung, sondern auch die ganzen Neben-Events, die es im Umfeld des ESC gibt.

    Aber Sicherheit und Gesundheit gehen vor.

    Und besser, als es schon wieder ausfallen zu lassen und nochmal ein Jahr zu verschieben, ist es allemal. Denn die Menschen brauchen in dieser Zeit etwas Abwechslung und Heiterkeit. Da kann der ESC vielleicht ein Stück weit helfen.

    Wollen wir hoffen, dass dann im nächsten Jahr der ESC wie immer ablaufen kann und dass alles wieder normal wird.
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