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TV- und Filmpreise

Fünf Golden-Globes-Nominierungen für "Schitt's Creek"

Die Erfolgssträhne der hoch gelobten Sitcom um die Rose-Familie reißt nicht ab. Umstritten ist hingegen die Golden-Globe-Nominierung des heterosexuellen James Corden für eine schwule Rolle.


"Schitt's Creek" lief von 2015 bis 2020 und wurde vom anfänglichen Geheimtipp zu einer der meistprämierten Sitcoms der Geschichte (Bild: CBC)

Bei den Nominierungen für den bedeutenden amerikanischen TV- und Kino-Preis Golden Globe sind erneut mehrere queere Handlungsstränge oder Schauspieler*innen berücksichtigt worden. Im Fernsehbereich besonders erfolgreich war die kanadische Comedyserie "Schitt's Creek", die es auf fünf Nominierungen brachte. Nur die Netflix-Historienserie "The Crown" war mit sechs Nominierungen erfolgreicher.

Auf drei Nominierungen brachte es die Prequel-Serie "Ratched" von Ryan Murphy, die ebenfalls viele queere Elemente enthält. Im Kinofilmbereich konnte es mit "The Prom" eine weitere Ryan-Murphy-Produktion auf zwei Nominierungen bringen (die Netflix-Produktion gilt als Kinofilm, da sie im Dezember in ein paar US-Filmhäusern lief).

"Schitt's Creek" erhielt eine Nominierung in der Königskategorie der besten TV-Comedyserie. Neben der kanadischen Reihe sind auch "Emily in Paris", "The Flight Attendant", "The Great" und "Ted Lasso" nominiert. Außerdem können sich vier "Schitts"-Schauspieler*innen Chancen auf die Trophäe ausrechnen: Eugene Levy (Johnny Rose) als bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie, Catherine O'Hara (Moira Rose) als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie sowie Dan Levy (David Rose) als bester Nebendarsteller und Annie Murphy (Alexis Rose) als beste Nebendarstellerin.

Twitter / SchittsCreek

Bereits im September hatte "Schitt's Creek" Geschichte geschrieben, als die Serie sieben Preise bei der Emmy-Verleihung absahnte (queer.de berichtete).

Nominierungen für Sarah Paulson und Cynthia Nixon

"Ratched" ist als beste Dramaserie nominiert worden – neben "The Crown", "Lovecraft Country", "The Mandalorian" und "Ozark". Zudem erhielten zwei queere Schauspielerinnen Nominierungen: Sarah Paulson für ihre Darstellung von Krankenschwester Ratched als beste Hauptdarstellerin und Cynthia Nixon als beste Nebendarstellerin.

Chancen auf einen zweiten Golden Globe kann sich auch der offen schwule Schauspieler Jim Parsons ausrechnen. Der 47-Jährige wurde für seine Nebenrolle in der queeren Netflix-Serie "Hollywood", die ebenfalls von Ryan Murphy stammt, nominiert. Dabei handelte es sich um die einzige Nominierung für den Siebenteiler. Parsons hatte bereits 2011 einen Preis als bester Hauptdarsteller für die Serie "The Big Bang Theory" erhalten.

Ebenfalls interessant aus queerer Sicht ist die Nominierung von Jodie Comer, die Villanelle in der lesbisch angehauchten "BBC America"-Serie "Killing Eve" spielt. Cate Blanchett wurde für ihre Darstellung von Homo-Hasserin Phyllis Schlafly in der Miniserie "Mrs. America" nominiert. Zudem erhielt die bisexuelle Amerikanerin Gillian Anderson eine Nominierung für ihre Darstellung der 2013 verstorbenen britischen Premierministerin Margaret Thatcher in "The Crown".

In der Filmkategorie "Beste Comedy/Musical" ist neben "The Prom" auch "Hamilton", die Sia-Produktion "Music", die romantische SciFi-Komödie "Palm Springs" und Sacha Baron Cohens Amazon-Film "Borat Anschluss Moviefilm – Lieferung von großer Bestechung an amerikanisches Regime um Benefiz für früher glorreiche Nation von Kasachstan zu machen" nominiert worden. Als einziger "Prom"-Schauspieler kann sich außerdem der britische Komiker und Latenight-Talker James Corden für die Darstellung des sehr ausdrucksstarken Schwulen Barry Glickman Hoffnungen auf einen Preis machen.

Twitter / MrRPMurphy | Ryan Murphy kann schon mal feiern...
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Cordens Nominierung kam bei manchen in der queeren Szene nicht gut an. Die Überschrift des LGBTI-Nachrichtenmagazins "The Advocate" zu den Golden Globes lautete etwa: "Die vielen LGBTQ-Golden-Globes-Nominierungen schließen leider auch James Corden ein". Seine schauspielerische Leistung wird als "Gayface" kritisiert, also als klischeehafte Darstellung eines Schwulen durch einen heterosexuellen Schauspieler.

Twitter / TheTraceC
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Die Golden Globes werden am 28. Februar bei einer Veranstalung in Los Angeles vergeben. Wegen der Corona-Pandemie findet die Verleihung nicht wie üblich Anfang Januar statt. (dk)



#1 Helge2001Anonym
  • 04.02.2021, 14:16h
  • Ich finde es nicht schlimm, dass Richard Corden nominiert wurde. Er benimmt sich so auch als hetero. Ein günstiger Normalo. Einfach mal seine Sendungen anschauen. Außerdem ist er LGBTI-friendlyund ganz ehrlich, ich kenne und kannte genügend Schwrstern, die sich so verhalten. Das ist kein Klischee sonder oft die Realität.
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#2 PetterAnonym
  • 04.02.2021, 14:33h
  • "Die Erfolgssträhne der hoch gelobten Sitcom um die Rose-Familie reißt nicht ab."

    Toll, dass die auch bei den Golden Globes so viele Chancen haben.

    Und in Deutschland ist die Serie nach wie vor nicht im Free-TV zu sehen...

    "Umstritten ist hingegen die Golden-Globe-Nominierung des heterosexuellen James Corden für eine schwule Rolle."

    Aber nur bei den Leuten, die nicht verstehen, was Schauspieler sind.

    Dieselben Leute, die fordern, dass schwule Schauspieler nicht auf ihre sexuelle Orientierung festgelegt werden, sondern auch Hetero-Rollen spielen dürfen, schreien auf, wenn das Umgekehrte der Fall ist.

    Dabei gehört es zum Wesen eines Schauspielers, auch mal Dinge zu spielen, die man selbst nicht ist. Das ist deren Job. Sonst gäbe es keine Filme mit Mördern, Aliens, mittelalterlichen Rittern, etc.
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