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"Barbara"-Interview

Thomas Hermanns: "Meine Eltern waren echt die coolsten"

Ohne seine "coolen" Eltern hätte Thomas Hermanns möglicherweise nicht die deutsche Comedyszene revolutioniert.


Thomas Hermanns bei einer Veranstaltung des badischen Senders Radio Regenbogen (Bild: Sven Mandel / wikipedia)

Komplimente sind das große Thema der neuen "Barbara", die ab sofort an deutschen Kiosken erhältlich ist. Die aktuelle Ausgabe des seit 2015 erhältlichen Magazins von Entertainerin Barbara Schöneberger steht unter dem Titel "Du bist super". Entertainer Thomas Hermanns nimmt in dem Heft das Schöneberger-Lob auf und spricht in einem Interview über seine Leistungen: "Ich würde sagen, dass ich in meinen 30 bis 40 Jahren im deutschen Showgeschäft die Nation lustiger, fröhlicher, charmanter, musikalischer, showiger und erotischer gemacht habe."

Dass der Komiker, Moderator, Regisseur und Autor ein stabiles Selbstbewusstsein hat, führt er unter anderem auf die Liebe und bedingungslose Unterstützung seiner Eltern zurück: "Meine Eltern waren echt die coolsten. Die kamen auch zu meinen ersten Auftritten in einer Travestieshow, in der ich im Kleid meiner Mutter Liza Minnelli gesungen habe. Und sie saß unten zwischen lauter graubärtigen schwulen Hippies und sagte hinterher: War ganz lustig. Das war genau das, was ich damals brauchte. Denn hätte sie dieselben Zweifel gehabt wie so viele andere um mich herum, dann wär das nix geworden mit mir."

Erinnerung an die ersten Tage von Karaoke in Deutschland

Dann hätte sich wohl auch nicht Karaoke in Deutschland so rasch durchgesetzt – immerhin brachte Hermanns mit "Tommy Gardens Sing-A-Long" vor drei Jahrzehnten das Partyspiel aus Japan auch in die Bundesrepublik. Hermanns erinnert sich an die ersten Tage. Angefangen habe es mit "Kassetten, die ich Anfang der 1990er aus New York nach Deutschland eingeschleppt habe" und "mit kopierten Zetteln, von denen die Menschen die Texte abgesungen haben", so der 57-Jährige. "Das gab es in diesem Land damals noch nicht, und die Presse war sich zu jener Zeit auch ganz sicher, dass sich hinstellen und schlecht singen hier nie im Leben durchsetzen würde."

Hermanns beeinflusste die deutsche Comedyszene insbesondere als Gründer der Bühnenshow "Quatsch Comedy Club", der Anfang der Neunzigerjahre das amerikanische Stand-up-Format nach Deutschland brachte. Seit 1997 läuft die Show auch im Fernsehen (zunächst Pro Sieben, jetzt Sky One). Der offen schwule Künstler ist auch wiederholt für sein Engagement für LGBTI-Rechte geehrt worden. So erhielt er 2007 die Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW, weil er seine Popularität nutze, um ganz selbstverständlich und offen die Schwulen- und Lesbenbewegung zu begleiten (queer.de berichtete). (pm/dk)



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#1 KumpelAnonym
  • 04.02.2021, 16:50h
  • Ne echt coole Type. Ohne Starallüren. Ich behaupte, mit ihm kann man Pferde stehlen gehen. Ich traf ihn mal persönlich bei meinem Hausarzt und er lächelte mich freundlich an, als ich ihn wahrgenommen habe. Ich mag seine direkte Art auf Menschen zuzugehen. Und wenn er will, kann er auch, wie man ja sieht, vor Millionen Publikum die richtigen Fragen stellen.
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