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Kommentare zu:
Massen-Coming-out im "SZ Magazin"


#1 AtreusProfil
  • 04.02.2021, 19:49hSÜW
  • Das ist die Nachricht der Woche. Danke liebes queer.de-Team, fürs aufmerksam machen! Wäre an mir vorrüber gegangen. Die Printversion gönne ich mir morgen.

    Caro Emcke muss man einfach gern haben. Schön zu sehen, dass sie sich dem Friedenspreis auch vier Jahre später würdig erweist. Dass können nicht viele von sich behaupten. Ihre Rede in der Paulskirche ging durch Mark und Bein.

    www.youtube.com/watch?v=CRkf6k7CYXI
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#2 antosProfil
#3 LegatAnonym
  • 04.02.2021, 20:33h
  • Das ist ja mal richtig genial und mega wichtig! Ich muss mir diese Ausgabe besorgen! Wie haben andere Medien darauf reagiert?
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#4 audeasAnonym
  • 04.02.2021, 20:41h
  • Unglaublich bewegende und starke Aktion! Genau sowas wünsche ich mir auch für Bundesligafußballer.
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#5 swimniAnonym
#6 DominikAnonym
  • 04.02.2021, 21:01h
  • Na ja, dass in künstlerischen Berufen wie dem Schauspielgewerbe auch viele Nicht-Heteros tätig sind, find ich jetzt ehrlich gesagt keine so wahnsinnig sensationelle News. "185 nicht-heterosexuelle Profi-Sportler*innen" - DAS wäre mal eine Schlagzeile gewesen! Auch scheint mir im Profi-wie auch im Amateur-Sport das Akzeptanz-Problem noch ein ganz anderes zu sein, als unter Schauspielern, wo's doch fast schon wieder cool ist, wenn der eigene Typ von der 0815-Norm abweicht.

    Na ja, nette Schlagzeile. Sorgt bedingt für Aufmerksamkeit. Ein vergleichbares Aufreger-Potenzial wie damals in den 70ern die abtreibenden Frauen im "Stern" hat die Story aber nicht, da "Nicht-Heterosexualität unter Schauspielern" kaum noch jemand hinterm Ofen hervorlockt.
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#7 Korinthen KKAnonym
  • 04.02.2021, 21:07h
  • In den Facebook-Kommentaren findet sich natürlich wieder, dass die Privatsache sei. Komisch, warum liest/hört man solche Kommentare nicht, wenn ein Fußballer "selbstverständlich" mit seiner Ehefrau posiert, oder ein Promi seine Hochzeit öffentlich zelebriert?
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#8 Nesiree DickAnonym
  • 04.02.2021, 21:23h
  • Da haben sie doch wirklich leider einen vergessen, der es so gerne endlich allen sagen würde: Florian David Fitz. Das Schneckchen.
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#9 antosProfil
#10 KaiJAnonym
#11 lindener1966Profil
#12 MichaProfil
#13 PiepmatzAnonym
  • 04.02.2021, 23:45h
  • Dem kollektiven queeren Gedächtnis offenbar bereits entschlüpft ist der damals aufsehenerregende Titel des STERN im Oktober 1978: "WIR SIND SCHWUL". Teaser-Text: "Sie werden verspottet, verprügelt und gefeuert. Jetzt wollen Homosexuelle nicht länger verfemte Außenseiter sein. 682 Männer bekennen im Stern: Wir sind Schwul."

    Einer meiner Bekannten war damals dabei. Ein Skandal, der, seinem Bericht nach, den ganzen Ort beschäftigte. Das Skandal-Potential ist heute wohl erheblich geringer. Es ist trotzdem befremdlich, in 2021 eine Wiederholung dieser Idee zu erleben. So viel zu der Behauptung, "das" sei doch heute alles keine Schlagzeile mehr wert.
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#14 MichaProfil
  • 05.02.2021, 00:15hMünchen
  • Ich gebe es zu, ich war neugierig. Und da ich Plus Abonnent bin, habe ich gleich nachgeschaut. Ich dachte, man könne auf die Fotos klicken und die poppen dann auf, mit dem Hinweis, wer was ist. Aber das ist nicht. Die Ueckerin schwul und UFo lesbisch ist ja nichts Neues. Godewind Giese gay war mir neu. Jannik Schümann (laut Bildzeitung mit Mann liiert) wusste ich noch nicht. Mark Waschke und Jonathan Berlin, auch zu sehen, was mögen die lieber?
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#15 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 05.02.2021, 02:39h
  • Stimme in soweit zu, dass LBGTIQ+ Charaktere nie in Theater, Film und TV einen Main Character haben, sondern bestenfalls eine Nebenrolle sind. Das war auch einer meiner Schwierigkeiten, mein Drehbuch "Genderwelt" unterzubringen, oder den Pilot von "Karins Fälle" (die Hauptfigur ist eine lesbische Kommissarin, und ihr Pilotfilm handelt von einem Punkt aus ihrer Vergangenheit).
    Schauspieler müssen alles spielen können. Und da fragt niemand nach sexueller Präferenz oder Identität.
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#16 Nesiree DickAnonym
#17 DominikAnonym
  • 05.02.2021, 08:48h
  • Antwort auf #14 von Micha
  • "Ich gebe es zu, ich war neugierig. Und da ich Plus Abonnent bin, habe ich gleich nachgeschaut." (Zitat)

    Dass mit so einer Aktion auch einfach nur schnöde voyeuristische Instinkte bedient werden, liegt auf der Hand. "Wer von denen ist denn nun schwul, lesbisch oder trans? Lass ma gucken! Ach, sieh mal an, der/die auch..?!"

    Ich dachte, wir wären da schon mal ein paar Schritte weiter gewesen. Ein Ausdruck von (echter) Emanzipation ist es mMn, wenn entweder "Anderssein" überhaupt keine Rolle mehr spielt und es dann auch keines "Massen-Coming-Outs" in der Zeitung mehr bedarf, oder aber wenn ein öffentliches Coming Out in der Gruppe tatsächlich mit einem Tabubruch einherginge, d.h. in einem Bereich stattfindet, wo Nicht-Heterosexualität tatsächlich noch auf massive Ablehnung stößt (z.B. im Sport, in der Kirche, in manchen Zuwanderungsgruppen, etc.).

    Das große Tabu, unter seinesgleichen nicht zu seiner Homosexualität stehen zu können, aber ausgerechnet im Schauspielbereich zu verorten... Wie gesagt: Na ja! Gehört jetzt nicht unbedingt zu meinen "most shocking moments" zu erfahren, dass es auch schwule und lesbische Schauspieler geben soll. Hoffentlich begründet das jetzt keine Serie und wir lesen im nächsten Artikel: "185 Frisöre bekennen: Wir sind schwul!" DAS würde die Republik wirklich bis ins Mark erschüttern, glaube ich. ;)
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#18 GirlygirlEhemaliges Profil
  • 05.02.2021, 09:38h
  • Antwort auf #17 von Dominik
  • Nach Metoo (das ja ursprünglich aus der Schauspielbranche kam) sollte uns klar sein, wer die Macht in der Filmindustrie und Medien hat: Ältere heterosexuelle Männer. Die Karin Hanczewski (Tatort Kommissarin) hat ja im Interview gesagt, wie schwer man es als lesbische Schauspielerin hat. Der Regisseur muss nicht mal homophob sein, es reicht schon, nicht mehr potentiell für Männer "verfügbar" zu sein und man ist raus. Und schwulen/bisexuellen Schauspielern geht es nicht besser: Wie viele geoutete WIRKLICH bekannte deutsche Schauspieler (Kino, nicht Fernsehen) gibt es? Mir fällt auf die Schnelle nur Jannik Schümann ein, vielleicht habe ich jemanden vergessen, aber die deutsche Top Schauspielliga scheint sehr hetero zu sein.
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#19 mesonightAnonym
  • 05.02.2021, 10:03h
  • Ich verstehe zwar die Botschaft, aber von denen kennt man ja überhaupt niemanden, somit bringt die Kampagne nichts.
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#20 WanndererAnonym
  • 05.02.2021, 10:10h
  • Irgendwie scheint die Community auch wieder konservativer als der Rest zu sein...
    Ja, es ist ein "offenes Geheimnis", dass in Film- und Fernsehkreisen viele queere Menschen sind. Aber eben für viele auch noch ein Geheimnis. Und vielleicht bringt es ja auch was, wenn Oma Hilde jetzt sieht, dass ihre Lieblingsschauspielerin lesbisch ist und trotzdem "Soooo schön spielen kann!". Vielleicht ist Oma Hilde dann beim Outing ihrer Enkelin offener. Sowas sollte man bei solchen Aktionen auch nicht unterschätzen.
    Und seien wir ehrlich, bis sich 185 Sportler*innen oder Kardinäle outen müssen wir noch sehr lang warten. Stattdessen können wir aber diesen Teilerfolg für mehr Sichtbarkeit auch mit mehr Respekt ansehen und vielleicht auch etwas feiern.
    So einfach ist ein Coming-out in unserer Gesellschaft eben immer noch nicht!
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#21 Taemin
#22 KaiJAnonym
#23 destinyAnonym
  • 05.02.2021, 11:42h
  • Ich finde es auch total wichtig und toll das das so veröffentlich wird. Und immer noch notwendig.

    Echt schade das es auch gerade hier wieder aufzeigt wie intolerant wir doch in unserer eigenen "Community" sind. Und immer ist alles negativ und es wird gemeckert.

    Tolle Aktion! Jedes Coming-Out...egal in welcher Art und in welchem Alter ist ein Erfolg!
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#24 andererBlickAnonym
  • 05.02.2021, 12:04h
  • Antwort auf #22 von KaiJ
  • Vor ein paar Wochen hat sich Jannik Schümann geoutet. Es ging durch fast alle Medien in Deutschland, Jannik Schümann selbst war nach eigenen Angaben überwältigt von den Reaktionen.
    Scheint also doch noch was Besonderes in Deutschland im Jahr 2021 zu sein, insbesondere, wenn, wie in den Interviews deutlich wird, jungen Schauspielern immer noch eingetrichtert wird, ein Outing wäre schlecht für ihre Karriere. Es war bestimmt nicht für alle ein einfacher Schritt und es macht in unserer heutigen Zeit vielen unsicheren Menschen etwas Mut, nicht nur zu wissen, sondern auch zu sehen, dass ganz konkret sehr sehr viele Leute diesbezüglich zu sich stehen.
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#25 guteaktionAnonym
  • 05.02.2021, 12:22h
  • Vielleicht könnte man ja einfach mal anerkennen, dass diese 185 Menschen sowohl das Bedürfnis hatten als auch die Notwendigkeit sahen, sich mit dieser Aktion öffentlich zu outen.

    Dieses Sich-selbst-sichtbar-machen ist immer noch die beste Strategie gegen den Unterdrückungsmechanismus Nr. 1 - das Unsichtbarmachen. Das klingt banal - und so einfach ist es eben auch: es gibt Staatschefs, die behaupten, uns gäbe es nicht. Die meisten Menschen gehen bei jedem anderen Menschen automatisch davon aus, dass er_sie heterosexuell sei. Auch heute noch gibt es öffentliche Schlagzeilen wie "Wer vom Standard abweicht, hat's schwer" (Link hier in der heutigen Presseschau).

    Heterosexualität ist immer noch die Norm, was uns z.B. tagtäglich in sämtlichen Boulevard-Magazinen um die Ohren gehauen wird (Wer ist die neueste Spielerfrau? Wer ist gerade wieder schwanger von wem? etc. etc.) - aber queere Sexualität oder Geschlechtsidentität hat privat - und somit öffentlich unsichtbar - zu sein?

    Fallt bitte nicht darauf herein, dass das Ziel angeblich sein muss, dass wir "nicht mehr auffallen" - dass sowas gar keine Meldung mehr wert sein müsste. Es muss unser Recht sein, uns so zu zeigen, wie wir sind, und es muss unser Recht werden, voll akzeptiert zu werden, "obwohl" wir anders sind und das auch zeigen.

    Übrigens, hier schrieb jemand, man würde ja kaum jemanden von diesen Menschen kennen. Vielleicht mal einen Gedanken daran verschwendet, weshalb das so ist? Ob diese Schauspieler_innen wirklich immer und überall die gleichen Karrierechancen hatten und haben wie der heterosexuelle Mainstream? Ich wage das schwer zu bezweifeln. Also ist die Tatsache, dass viele nicht der breiten Masse bekannt sind, eher ein Argument für dieses öffentliche Coming-out als eines dagegen.

    Ich habe mir jedenfalls heute diese Ausgabe des SZ-Magazins bestellt. Gibt es versandkostenfrei für 2 Euro unter diesem Link:

    szshop.sueddeutsche.de/collections/2021/products/suddeutsche
    -zeitung-magazin-heft-05-2021
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#26 lucdfProfil
  • 05.02.2021, 12:36hköln
  • In einer freien bzw. befreiten Gesellschaft bräuchte man sich nicht zu outen. Dieses Bedürnis sich zu outen zeigt, dass Homosexualität immer noch mit einem soziopolitischen und auch psychologischen Kampf einhergeht. Homosexualität ist sowohl eine persönliche als auch eine gesellschafliche Angelegenheit. Gut... dann kämpfen wir halt.....
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#27 LunaAnonym
#28 antosProfil
#29 EffekthaschereiAnonym
  • 05.02.2021, 13:25h
  • typischer Fall von Anerkennungssucht. Künstler halt, stärker hätte ich das Signal von Fussballern verstanden, aber diese haben den Arsch ja nicht in der Hose dafür.
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#30 erleuchteunsAnonym
#31 ZZZZZZZZZZZzzAnonym
  • 05.02.2021, 13:36h
  • Antwort auf #6 von Dominik
  • Es stimmt schon, dass schwule Schauspieler mittlerweile eher zum Standard gehören - aber dann eben meist als Nebendarsteller oder in Charakterrollen.

    Zum Schaden wird es für eine Karriere wohl eher dann werden, wenn man Hauptrollen oder romantische Liebhaber (was ja oft dasselbe ist und wo die Figuren eben oft heterosexuell angelegt sind) spielt oder zum Star aufsteigen will. Hier wurde ja auch schon ein recht prominenter "Leading Men" in den Kommentaren genannt, um den sich Gerüchte ranken.

    Wenn sich solche Darsteller für die Hauptrollen bewerben, könnte ihre Homosexualität schon zum Nachteil werden, z.B.: "Eine Lesbe als heterosexuelle Hauptfigur in einem Rosamunde-Pilcher-Filmchen? Wirkt das nicht komisch auf unsere Zuschauer?" ... Und man darf nicht vergessen: Es gibt zwar die Stars, aber die Mehrheit der Schauspieler lebt ohnehin in eher prekären Verhältnissen und allgemein herrscht eher ein Überangebot als Schauspielern. Da kann ein Zweifel, ein kleines Vorurteil wohl schnell dazu führen, dass man z.T. weg vom Fenster ist.

    Ich hoffe, dass dieses Kasten- und Stereotypendenken jetzt hoffentlich etwas mehr durchbrochen wird. Zum Beispiel hat sich ja auch schon Jannik Schümann kürzlich geoutet, obwohl er sich sicherlich auch profitabel als typischer "Frauenschwarm" hätte vermarkten lassen können. Man wird sehen, was es bringt! Auf jeden Fall ein mutiger und sehr toller Schritt!
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#32 antosProfil
  • 05.02.2021, 14:02hBonn
  • Antwort auf #30 von erleuchteuns
  • Es geht hier zum Beispiel um eine bzw. mehrere konkret benennbare Branchen und bestimmte Forderungen eines zu diesem Zweck versammelten Kollektivs, dem weit mehr zugehören als ausschließlich Schwule (>Wir sind schwul< verkündete dagegen das Cover des Sterns Nr. 41/1978), auch geht es nicht eigentlich - wie hier schon von anderen Usern festgestellt worden ist - um >Coming outs<. Starte doch einfach mal von diesen offensichtlichen Unterschieden aus.

    Wenn Du dich für die Debatte um die Stern-Aktion interessierst, lässt sich neben anderem diese Untersuchung empfehlen:

    www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2857-9/rosa-zeiten/
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#33 Nick26Anonym
#34 Oliver BergmannAnonym
  • 05.02.2021, 14:25h
  • Jaja, die habens auch einfach aus der Küsntler und Schauspielerszene! Oute dich heute mal in einer KFZ Werkstatt als Lehrling oder Geselle ,oder im Regionalfussball! Das führt zu Mobbing vom Feinsten! Da wird gar nichts besser! Eine eher für mich unehrliche Aktion! Von den meisten wusste man es doch eh schon lange!
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#35 antosProfil
#36 Nick26Anonym
#37 DominikAnonym
  • 05.02.2021, 16:27h
  • Antwort auf #25 von guteaktion
  • "Übrigens, hier schrieb jemand, man würde ja kaum jemanden von diesen Menschen kennen. Vielleicht mal einen Gedanken daran verschwendet, weshalb das so ist? Ob diese Schauspieler_innen wirklich immer und überall die gleichen Karrierechancen hatten und haben wie der heterosexuelle Mainstream?" (Zitat)

    Na ja, wenn ich jetzt mal Ulrich Matthes als Beispiel heranziehen darf: Seine Schauspielkunst ist mir schon lange ein Begriff, aber für sein Privatleben hab ich mich bisher echt null interessiert. Der Mann kann was, wegen seiner Sexualität wird dem bestimmt keine Rolle verweigert. Ich denke, so sollte es auch sein bei einem großen Künstler. Das Problem hier ist, dass auch viele Theaterschauspieler unter den 185 sind, die meistens - auch wenn sie hetero wären - nur einen recht überschaubaren Bekanntheitsgrad genießen. Und bei dem ein oder anderen Soapdarsteller könnt's auch gut an was anderem als der Sexualität liegen, warum er oder sie sich die Rollen nicht aussuchen kann.
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#38 fraesdorffAnonym
  • 05.02.2021, 16:56h
  • "'Wir sind Schauspieler:innen. Wir müssen nicht sein, was wir spielen. Wir spielen, als wären wir es das ist unser Beruf,' so das Manifest."
    Diese Aussage von 185 professionellen queeren Schauspieler:innen zu hören, tut mir gut. Es wird ja immer wieder behauptet und gefordert, dass gewisse Rollen nicht mit gewissen Akteur:innen besetzt sein sollen. Gleichstellung ist erreicht, wenn die Qualität des Schauspielers / der Schauspielerin zählt. Es ist wohl noch ein weiter Weg dahin.
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#39 guteaktionAnonym
  • 05.02.2021, 17:19h
  • Antwort auf #37 von Dominik
  • Dagegen spricht diese Textpassage hier aus dem Artikel:

    "Bisher habe man in der Branche mit dem Privatleben nicht offen umgehen können, ohne dabei berufliche Konsequenzen zu fürchten: "Noch zu oft haben viele von uns die Erfahrung gemacht, dass ihnen geraten wurde [...] die eigene sexuelle Orientierung, Identität sowie Gender geheimzuhalten, um unsere Karrieren nicht zu gefährden.""

    Ich gehe davon aus, dass all diese Menschen sich dies nicht aus den Fingern gesogen haben.
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#40 StaffelbergblickAnonym
#41 DirkAnonym
  • 05.02.2021, 18:40h
  • Für viele junge LGBTIs ist es sehr wichtig das so viele Prominente sich geoutet haben. Das gibt gerade jungen Homosexuellen Menschen die in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft nicht akzeptiert und/ oder gemobbt werden, bestimmt viel Mut und Kraft ihr Leben so zu leben wie sie es möchten. Und das ist gut so.
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#42 lindener1966Profil
#43 StaffelbergblickAnonym
  • 05.02.2021, 19:15h
  • Antwort auf #42 von lindener1966
  • ja ja die Kommentatoren bei SPON. Ich sehe das relativ entspannt. Hin und wieder "fore" ich auch und bin immer überrascht, wie häufig ich "Likes" erhalte, wo ich es nicht erwartet hätte. Oder auch "Dislikes" ... ich gebe zu, manchmal trolle ich. Aber auch erstehafte ... wo ich mir einfach die Frage stelle. ... Leute, warum? Da kann ich nur sagen, das wird einfach "gedisliked" weil irgendjemandem einfach irgendetwas nicht gefällt. Und dann darf nicht vergessen werden ... SPON ist das wohl relevanteste politische Onlinemedium, welches "Merkel-Mainstream-gelenkt" ist ... damit gibt es automatisch die "üblichen Verdächtigen". Mittlerweile sind mir dabei auch schon einige Forenschreiber bekannt, die scheinbar arbeitslos zu Hause sitzen und sämtliche Beiträge stundenlang kommentieren.
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#44 guteaktionAnonym
  • 05.02.2021, 19:22h
  • Antwort auf #42 von lindener1966
  • Umso wichtiger und notwendiger ist diese Aktion.

    Leider ist der Tenor in den Kommentaren häufig "Die wollen sich ja nur in den Vordergrund spielen" oder aber "Die sollen mich mit ihrer Sexualität nicht behelligen". Beides und ähnliche Haltungen zeigen absolut fehlende Empathie - d.h. fehlendes Vermögen und auch fehlenden Willen, sich in Andere und deren Bedürfnisse hineinzuversetzen.

    Forderungen nach dem Ende von Benachteiligungen werden als "sich in den Vordergrund spielen" umgedeutet - Forderungen danach, eine_n "nicht zu behelligen", streben nach größtmöglicher Unsichtbarkeit.

    Da schreit geradezu heraus "Ich hab' ja nichts gegen Schwule, ABER..." (...die sollen doch möglichst einfach still sein).

    Ich wage auf Grund solcher Erfahrungen stark zu bezweifeln, dass nur 16% der Deutschen (ohne Migrationshintergrund, wie hier letztens in einer Statistik zu lesen war) queerfeindlich sind. Das mögen die 16% sein, die das in Befragungen offen zugeben. Der weitaus größere Anteil entlarvt sich dann in solchen Kommentaren. Wobei ich mir sicher bin, dass so manche_r dieser Kommentator_innen bei Rückfragen noch behaupten würde, er_sie sei ja gar nicht queerfeindlich, er_sie würde nur nicht wollen, dass... (siehe oben).

    Es gibt halt einen himmelweiten Unterschied zwischen der Queerfeindlichkeit, zu der sich eine Minderheit offen bekennt, und derjenigen, die eine Mehrheit täglich ausübt, ohne sich selbst für homophob zu halten - eben der "schrecklich netten Homophobie in der Mitte der Gesellschaft".
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#45 KurzzeitgedächtnisAnonym
#46 KenshiroProfil
  • 05.02.2021, 23:57hBerlin
  • Super Aktion und wichtig, der Gegenwind bestärkt doch nun die Tatsache das es nötig ist.
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#47 SybilleAnonym
  • 06.02.2021, 01:26h
  • Antwort auf #17 von Dominik
  • "Dass mit so einer Aktion auch einfach nur schnöde voyeuristische Instinkte bedient werden, liegt auf der Hand. 'Wer von denen ist denn nun schwul, lesbisch oder trans? Lass ma gucken! Ach, sieh mal an, der/die auch..?!'"

    Ich hatte diese Einschätzung für maßlos überzogen und völlig unzutreffend. Diese 185 Menschen, die sich dort zeigen, sind ja nicht auf den Kopf gefallen und agieren als Insider ihrer Branche, die genau davon betroffen sind. Ich bezweifle, daß die sich als Schauobjekte für Voyeurismus zur Verfügung stellen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#48 Taemin
#49 Taemin
  • 06.02.2021, 09:07h
  • Die ekelhafteste Presseäußerung kommt mal wieder von dem berüchtigten Zentralorgan der rechten Szene, der FAZ, die ernsthaft der Meinung ist, Diskriminierung sei vielleicht ärgerlich, aber nicht lebensgefährlich. Klartext: Seid froh, dass ihr nicht mehr ins KZ kommt, und belasst es dabei. (Text über die heutige Queer.de-Presseschau zu lesen)
  • Antworten » | Direktlink »
#50 StaffelbergblickAnonym
  • 06.02.2021, 13:46h
  • Antwort auf #45 von Kurzzeitgedächtnis
  • Hier dürfte "Der Tagesspiegel" nicht ganz richtig informiert sein: In der "SZ" werden ca 180 angegeben ... und ich habe vor mir das Titelbild vom "Stern" (Ausgabe Heft Nr. 41, 5. Oktober 1978) liegen. Auf dem Titelfoto zwei Männer aus Hamburg und als Text daneben "... 682 Männer bekennen im Stern: "WIR SIND SCHWUL" "
    mal gucken, inwieweit ich dieses Format größenbedingt scannen kann.
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#51 andrea_meiersAnonym
  • 06.02.2021, 14:02h
  • Schöne Aktion.

    Doch die Eingangsfrage der beiden SZ-Interviewerinnen stimmt schon etwas traurig: "In Hollywood ist es - bis auf wenige Ausnahmen wie Jodie Foster und Rupert Everett - immer noch ausgeschlossen, die eigene Homosexualität zu zeigen....".

    Es gibt doch so viiiieeele Hollywood-Schauspieler*innen - gerade in der letzten Zeit - über Elliot Page bis Neil Patrick Harris bis...über...undsoweiter. Und das ist ja auch wieder spannend: Es wird nicht gesehen oder angeführt. Wen bringt die SZ ins Spiel: Zwei Beispiele aus den 90ern.
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#53 StaffelbergblickAnonym
#54 antosProfil
  • 07.02.2021, 11:59hBonn
  • Antwort auf #49 von Taemin
  • Den abschätzigen Meinungsbeitrag von Susanne Kegel führt auch Johannes Kram in seinem Kommentar vor - als Beispiel für die übliche, vom deutschen konservativen Feuilleton verbreitete >Homophobie< (ein Begriff, mit dem er - so viel Aufmerksamkeit sollte sein - sicher ohne böse Absicht die Häme gegen trans* Leute ausblendet, die doch auch zu dieser #Actout-Gruppe zählen).

    Gleichzeitig beharrt er aber nicht auf einer altbekannten Klageposition, die >nicht neues unter Sonne< zu erkennen vermag und damit selbst Opferrollen weiter festschreibt, sondern formuliert zwei zukunftsträchtige, möglicherweise einander wechselseitig verstärkende Trends, die - finde ich (wer sonst!?) es wert sind, hier zitiert zu werden:

    1. Die Erosion der öffentlich-rechtlichen Hoheit über (Bild-) Diskurse:

    >>Die große Coming-out-Aktion der Schauspieler*innen beschämt nicht nur den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, sondern ist auch ein Indiz dafür, dass seine Macht schwindet. Durch die Konkurrenz der Streamingdienste können heute Filme und Serien immer mehr an den Geldern und Entscheidungsstrukturen des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks vorbei produziert werden.<<

    2. Veränderte bzw. erleichterte Möglichkeiten der Solidarisierung:

    >>In den nächsten Wochen und Monaten wird viel Lobbyismus und Aufklärungsarbeit notwendig sein. Das Schöne dabei ist, dass der Kampf um Sichtbarkeit und Repräsentanz jetzt nicht mehr nur von einigen Wenigen gemeistert werden muss. Das bedeutet auch, dass niemand zur Aktivist*in werden muss, um aktiv für seine Interessen und die der anderen einzustehen. Wenn jede der 185 Personen immer mal wieder ausspricht, was nötig ist, dann ist das schon eine ganze Menge und sehr viel mehr, als in den letzten Jahren möglich war. Jede*r kann dazu beitragen, dass auf diese bewundernswerte Aktion wirkliche Veränderungen folgt.<<

    www.nollendorfblog.de/?p=12429
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#55 Korinthen KKAnonym
#56 antosProfil
#57 Taemin
  • 07.02.2021, 18:02h
  • Antwort auf #54 von antos
  • Interessant auch Johannes Krams unmittelbar nächster Kommentar - Dieter Hallervorden. Der ist anscheindend gar nicht, wie in den letzten Jahren viele glaubten (auch ich), zum großen Charakterdarsteller geworden, sondern der doofe "Didi" aus alten Slapstickzeiten geblieben. Ich denke, dazu wird es in den nächsten Tagen hier auf Queer.de einen Artikel geben müssen, denn wenige Schauspieler sind im Lande so populär wie Hallervorden. Was der sagt, wird gehört.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#58 wienerblutAnonym
  • 20.01.2022, 02:16h
  • Antwort auf #8 von Nesiree Dick
  • Stimmt aber schon nach dem Film "Das perfekte Geheimnis " als er schon so perfekt in die passende Rolle gesteckt wurde, dachten wir alle jetzt mach endlich die Klappe auf.
    Jahrelang immer die gleichen dummen Spiele. Im Jahr 2019 hatte sein Partner Simon P. aus Wien endgültig die Nase voll gehabt. Er fast 16 Jahre jünger gehört auch schon einer Generation an, die schon viel früher im Leben zu sich und ihrer Sexualität gestanden haben. Alle lernten Florian kennen aber umgekehrt wurde Simon vor Freunden und Bekannten immer schön versteckt. Kennen gelernt hatten sie sich in den Jahr als Florian für Filmaufnahmen "Erich Kästner und der kleine Sonntag" in Wien war... So viele Stunden, so viele gemeinsame Urlaube ... alle amüsierten wir uns wenn F. Fitz und Simon Pi. auf Instagram ihre Urlaubsfotos 1-2 Tage Zeitversetzt gepostet hatten ... nur mit den kleinen feinen Unterschied: Simons Freunde und Familie wußte bescheid mit wehn er auf Mallorca oder in den Alpen war ... Irgendwann fühlt sich jeder Partner nur noch verarscht, wenn auf Filmpremieren usw. eine Pseudo Freundin im Arm des Partners hängt, wenn man selber, wie ein unerwünschter Gast sich höchstens am Rand, draußen mit dem Publikum kurz blicken lassen kann und selbst das war nicht erlaubt. Im Jahr 2019 war dann der Ofen aus ... während des 1. Lockdowns kam ihn die Idee mit der amerikanischen Leihmutter und erhielt auch sofort Schützenhilfe von seiner Mutter ... besser geht nicht: Enkel ohne Schwiegertochter ...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »

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