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Kommentare zu:
Wichtig für LGBTI-Rechte: USA kündigen Rückkehr in UN-Menschenrechtsrat an


#1 Julian SAnonym
  • 09.02.2021, 10:27h
  • Wenn man bedenkt, was dieser Trump in Bezug auf Demokratie, Rechtsstaat, soziale Spaltung, Gesundheit, Klima, Menschenrechte, etc. alles angerichtet hat, kann man nur froh sein, dass der endlich aus dem Amt entfernt ist. Wenn er nicht gerade beim Golfen war, hat er konstant die Fakten verdreht, gelogen und gehetzt.

    Jeder Tag seiner Präsidentschaft war einer zu viel.

    Oder wie Arnold Schwarzenegger sagte:
    "Donald Trump wird als schlechtester Präsident aller Zeiten in die US-Geschichte eingehen."
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#2 AtreusProfil
#3 achsoAnonym
#4 Ja aberAnonym
  • 09.02.2021, 12:00h
  • Antwort auf #2 von Atreus
  • Ich bin auch nicht mit allem einverstanden.

    Aber immerhin wird dort niemand staatlich gefoltert oder getötet, nur weil man LGBTI ist.

    Und man darf auch nicht vergessen, dass dieses Land tief gespalten ist und viele der von Dir kritisierten Dinge auch von vielen Amis kritisiert werden. Und auch die Todesstrafe gibt es nur in einem Teil der Bundesstaaten.

    Das ist so, als würdest Du allen EU-Staaten Versäumnisse bei freier Presse und unabhängiger Justiz vorwerfen, nur weil das in einer Handvoll EU-Staaten der Fall ist.

    Das ist alles schon schlimm genug, aber dann sollte man auch die ganze Wahrheit sagen.
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#5 AtreusProfil
  • 09.02.2021, 12:23hSÜW
  • Antwort auf #3 von achso
  • Ich sprach von Mord und Folter, du von Mist gemacht. Ich sprach von können, du von dürfen. Von diesem Krater mal abgesehen, vermag ich nicht zu erkennen, welchen Sinn und welche Wirkung es haben sollte, wenn ein Land wie die USA von einem anderen Menschenrechte einfordert, die sie zum selben Zeitpunkt in allen vor- und unvorstellbaren Formen mit Füßen tritt.

    "Hey Saudis (oder Iraner), behandelt eure LGBTQ's gefälligst mit Anstand und Respekt. Das sind Menschen mit Grundrechten!" Hey Amis, habt ihr nicht Gefangene von uns in Guantanamo, die ihr anal vergewaltigt (siehe Links), foltert und ohne Anklage festhaltet? Habt ihr nicht unsere Kinder mit Drohnenbomben in Stücke gerissen, weil ihr einen Kommandeur erwischen wolltet? Das sind Menschen mit Grundrechten!"

    Es geht hier nicht um die Innenpolitik der USA, sondern um Außenpolitik. Ein Menschenrechtsverweigerer, der tausendfach Völkerrecht bricht, ist in der ethisch denkbar schlechtesten Lage anderen Staaten Menschenrecht zu predigen oder anzumahnen.
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 09.02.2021, 12:40h
  • Antwort auf #5 von Atreus
  • In Guantanamo sitzen keine linken Freiheitskämpfer ein.

    Deine Position ist eine sehr deutsche Position aus einem Land, das Freiheit und Gleichheit immer mehr bekämpft als für sich und andere erkämpft hat.

    Die Konsequenz ist dann z. B. deutsche Putin-Versteherei. Vom Verständnis für faschistische Dikaturen wie Iran ganz zu schweigen. Unser Lebensrecht geht da schnell unter.

    Beim Kampf macht man sich leider oft die Hände schmutzig. Das sieht man an der US-amerikanischen und französischen Geschichte.

    Wenn der Gleichheitskampf aber erst einmal gewonnen ist, dann funktioniert der bürgerlich-revolutionären Staat aber als Gleichheitsmaschine ganz gut.

    Und im Gegensatz zum deutschen Staat, der Minderheiten im In- und Ausland immer wieder (z.T. massenmörderisch) in den Rücken fällt, können nicht nur wir uns in bürgerliche-revolutionären Staaten relativ sicher fühlen.
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#7 achsoAnonym
#8 AtreusProfil
  • 09.02.2021, 12:45hSÜW
  • Antwort auf #4 von Ja aber
  • "Aber immerhin wird dort niemand staatlich gefoltert oder getötet, nur weil man LGBTI ist."

    Das liest sich so, als wäre staatlicher Mord und staatliche Folter weniger schlimm, so lange es nicht die eigenen Bürger, genauer, die eigenen LGBTQ's trifft, sondern "nur" Europäer, Asiaten und Afrikaner. Ich hoffe, ich habe es nur falsch gedeutet. (Auch Franzosen und Deutsche waren schon in Gitmo interniert, falls die Frage nach Europa aufkommt.)

    Jedenfalls ist für mich jeder Mensch gleichwertig, sollte deshalb auch mit denselben Menschenrechten ausgestattet sein. Ich bin nicht in der Lage Erleichterung zu verspüren, dass die USA innerhalb us-amerikanischer Einrichtungen lieber Aus- statt Inländer foltern.
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#9 AtreusProfil
  • 09.02.2021, 13:41hSÜW
  • Antwort auf #6 von goddamn liberal
  • Inwiefern spielt es denn eine Rolle, wer da einsitzt, wenn es um Folter geht? Gibt es Personengruppen, denen du das angedeihen lassen wollen würdest?

    Meine Position ist insofern deutsch, da ich Deutscher bin. Davon abgesehen bin ich Individuum mit eigener Meinung und vertrete niemanden außer mich selbst.

    Die Logik deiner Schlussverfolgerung verstehe ich nicht. Wenn man jegliche Doppelmoral verurteilt und die Wahrung universeller Menschenrechte fordert, kann man in Konsequenz niemals zum Putin- oder Mullahversteher werden.

    "Kampf" kommt von kämpfen, setzt also mind. zwei Kombattanten voraus. Ich erkenne in der Ermordung von 1500 Zivilisten und der Folter wehrloser Gefangener keinen Kampf. Das ist das exakte Gegenteil dieser Gleichheit, die du propagiest. Auch erschließt sich mir nicht, wie man mit Folter und Mord einen freiheitlichen, weltoffenen Gesellschaftswandel in faschistischen oder diktatorischen Staaten erreichen will.
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#10 goddamn liberalAnonym
  • 09.02.2021, 13:44h
  • Antwort auf #8 von Atreus
  • Während des Vietnam-Kriegs oder in den 70ern, als die USA in Chile und Uruguay aus antikommunistischem Verfolgungswahn traditionsreiche Demokratien zerstörten, hätte ich Dir recht gegeben.

    Heute geht es wirklich um die Verteidigung der Demokratie.

    Und da sollte jeder Deutsche, der die USA überzogen kritisiert, sich selbstkritisch fragen, ob er den Amis ihren Sieg über die eigenen Vorfahren heute nicht doch noch ein wenig übel nimmt.
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#11 goddamn liberalAnonym
  • 09.02.2021, 13:49h
  • Antwort auf #9 von Atreus
  • "Ich erkenne in der Ermordung von 1500 Zivilisten und der Folter wehrloser Gefangener keinen Kampf."

    Einige ganz vorsichtige Fragen:

    Woher hast Du die Zahl?

    Wie zivilisiert sind die 'Zivilisten'?

    Wie wehrlos waren die Gefangenen, bevor sie gefangen genommen wurden?

    Wofür haben sie vor ihrer Gefangennahme gekämpft?

    Etwa evtl. gegen unser Lebensrecht?
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#12 AtreusProfil
  • 09.02.2021, 14:09hSÜW
  • Antwort auf #10 von goddamn liberal
  • Ich überziehe nicht, ich benenne faktenbasierte Beispiele der us-amerikanischen Doppelmoral in Menschenrechtsfragen, die ich durch Links zu Amnesty, Correktiv und anderen Medien untermauert habe und in deren Artikeln u.a. ehemalige CIA- und Regierungsmitarbeiter das genannte Unrecht benennen und zugeben. Und zudem nannte ich bewusst nur Opferzahlen bis 2017, da ich über aktuellere Zahlen nicht verfüge, um maximale Transparenz und Überprüfbarkeit zu gewährleisten.

    Bemerkenswert, in diesem Zusammenhang, finde ich deine These, dass man durch die Kritik gegenwärtiger us-amerikanischer Menschenrechtsverstöße den Sieg über die Naziherrschaft bedauert. Das ist schon jenseits von Überzogenheit.

    Zu #11: Die Zahlen kannst du den Links meines ersten Kommentars entnehmen. Die Frage wie zivilisiert die Zivilisten sind, die getötet wurden, ist genau die Art Menschenverachtung und moralische Verwahrlosung, die ich kritisiere und deshalb unbeantwortet bleibt. Und zuletzt ein weiterer Link zu deiner Frage, wer in Gitmo einsitzt. Am Beispiel des deutschen Murat, der trotz Unschuldsbeweis noch weitere vier Jahre festgehalten, misshandelt und gefoltert wurde:

    www.amnesty.ch/de/ueber-amnesty/publikationen/magazin-amnest
    y/2007-1/fall-murat-kurnaz
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#13 KopfathroseAnonym
  • 09.02.2021, 14:14h
  • Antwort auf #9 von Atreus
  • Hast du dich eigentlich mal wirklich mit diesem Gremium und seinen aktuellen Mitgliedern beschäftigt?
    Falls ja, dann sind die aktuellen Mitglieder Russland und China gar kein Problem für dich?
    Die foltern keine Menschen oder lassen sie gleich direkt verschwinden?
    Auch Gabun oder teilweise der Senegal mit ihrer LGBTQ-Verfolgung sind aus deiner vollkommen ok?
    Und dein Problem ist gerade die Rückkehr der USA? Ernsthaft jetzt?
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#14 AtreusProfil
  • 09.02.2021, 14:31hSÜW
  • Antwort auf #13 von Kopfathrose
  • Natürlich. Aber in einen Artikel der die USA und ihre LGBTQ-Rechte (=Menschenrechte) zum Thema hat, ziehe ich es vor über die USA und ihre Menschenrechte zu kommentieren. Für mich macht das tatsächlich Sinn. Falls Du*Sie Kommentare mit deutlicher Russlandkritik von mir lesen möchtest, empfehle ich den Klick auf mein Profil: zu finden bei Artikeln die Russland und seine Teilrepubliken zum Thema haben.
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#15 KopfathroseAnonym
  • 09.02.2021, 14:46h
  • Antwort auf #14 von Atreus
  • Nein, es geht um eine Abwägung und ein Einfordern der vermeintlich richtigen Werte.
    Da sind dann aus deiner Sicht die von Joe Biden geführten USA - trotz der aktuell noch vorherrschenden Folter in einigen Bundesstaaten - kein gutes Gegengewicht zu kommunistischen oder autoritären Staaten?
    Wer sollte das denn ansonsten sein?
    Der ach-so-einige EU-Haufen oder Australien?
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#16 AlfredNobelAnonym
#17 Grete WurmAnonym
#18 goddamn liberalAnonym
  • 09.02.2021, 15:33h
  • Antwort auf #12 von Atreus
  • "Das ist schon jenseits von Überzogenheit."

    Sehe ich nicht so. Das ist die 'Moral' der einst Besiegten und heute Untätigen.

    Es ist die 'Moral' der einstigen (faschistischen) Zivilisationsverweigerer, die für die heutigen (faschistischen) Zivilisationsverweigerer übertriebenes Mitgefühl und Verständnis aufbringen.

    Wobei auch die Befreier von Roosevelt bis Biden nicht über jede Kritik erhaben sind (das würde ja ihren demokratischen Prinzipien widersprechen).

    Jedes Kampfmittel muss sorgfältig erwogen sein.

    Es ist aber eine grundsätzliche Entscheidung, ob man sich einem Befreiungskampf stellt (bei dem man sich immer auch selbst schuldig macht) oder wehrlos untergehen will.
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#19 trans naysayerAnonym
  • 09.02.2021, 16:00h
  • Antwort auf #2 von Atreus
  • "Ich spreche jedem Land die moralische und geistige Qualifikation ab..."

    Ist es schon wieder soweit-?

    Wir landen gerne noch einmal unter schweren Verlusten in der Normandie an, um euch zu Bürgerrechten und Menschenrechten zu zwingen und euch gegen euren Willen zu zivilisieren.

    Das ist ein friendly offer - einfach Bescheid sagen. ;-)

    @Athreus, #9:

    "Meine Position ist insofern deutsch, da ich Deutscher bin."

    Autsch! Das tut jetzt richtig weh. Es geht doch nichts über eine Identität, die sich im Jahr 2021 über die Nation definiert.

    Wie man allerdings beim Thema "Menschenrechte" diese "nationale" Identität aus einer Nation wringt, die beim Thema "Menschenrechte" schon immer inspirierende treibende Kraft war und bis heute leidenschaftlich ist, bleibt sicher das Geheimnis des Autors. ;-)

    "Davon abgesehen bin ich Individuum mit eigener Meinung und vertrete niemanden außer mich selbst."

    Yeah...breaking news...sounds pretty German...Ein Satz, der einen richtig das Fürchten lehren kann. Da stellen sich mir alle Nackenhaare auf.

    Diesen Satz halte ich für die wichtigste Information. Wer nicht bereit ist, Verantwortung für andere zu übernehmen, sollte schweigen. Vielleicht ist aber auch gerade das eine Präzisierung und Charakteristikum einer "Deutschen Position". ;-)

    Und was das oben angeführte friendly offer betrifft - das Angebot steht. Anruf genügt... :-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#20 Nesiree DickAnonym
#21 goddamn liberalAnonym
  • 09.02.2021, 16:56h
  • Antwort auf #19 von trans naysayer
  • "Wir landen gerne noch einmal unter schweren Verlusten in der Normandie an, um euch zu Bürgerrechten und Menschenrechten zu zwingen und euch gegen euren Willen zu zivilisieren."

    Lieben Dank! Schön formuliert!

    Nebenbei: Zu diesem befreienden 'Wir' gehörten auch viele, die noch zu Hause Deutsch sprachen.

    Und teilweise ihre zurückgelassenen Verwandten in Gaskammern verloren hatten.
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#22 AtreusProfil
  • 09.02.2021, 17:47hSÜW
  • Was soll ich anderes sagen als: ihr habt mich erwischt! Gratulation. Mir war tatsächlich nicht klar, dass die Teilnahme am D-Day dazu legitimiert, 76 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs Zivilisten bombardieren und Gefangene foltern zu dürfen.

    Deshalb bitte ich die drei Personen, die ihr Plädoyer zur Verteidung staatlichen Mords und Folter als legitimes Mittel der rechtstaatlichen Demokratie so leidenschaftlich vorgetragen haben, mir per Link die entsprechenden Passagen im Völkerrecht und der Genfer Menschenrechtskonvention bereit zu stellen.

    Ich konnte diese bemerkenswerte Ausnahmeregel in keiner der beiden finden, würde mich deshalb gerne auf den neuesten Stand bringen. Falls jemand eine wissentschaftliche Ausarbeitung einbringen kann, die den ethischen und demokratischen Wert staatlicher Folter veranschaulicht, nehme ich auch diese. Immer her damit! Danke im Voraus.
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#23 Ja aberAnonym
  • 09.02.2021, 18:27h
  • Antwort auf #8 von Atreus
  • "Ich hoffe, ich habe es nur falsch gedeutet."

    Ja, hast Du.

    Und ich hoffe auch, dass Du es nur falsch gedeutet hast und mir nicht bewusst was unterstellen wolltest, was ich nicht geschrieben habe.

    Denn natürlich sind Folter und Mord auch an Nicht-LGBTI keinen Deut besser. Es ging nur darum, dass bei aller Kritik an den USA, LGBTI dort eben nicht staatliche Folter und Ermordung droht, wie in manchen Staaten, die die USA mit denselben Argumenten kritisieren, wie Du das machst.
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#24 goddamn liberalAnonym
  • 09.02.2021, 19:03h
  • Antwort auf #22 von Atreus
  • Ich hatte lange Zeit kein besonders positives Verhältnis zu den USA.

    Aber dieses Land hat sich relativ schnell als lernfähig erwiesen im Umgang mit Diversität (die letzten Sodomy Laws fielen erst 2003, die letzten 'Rassengesetze' in den 60ern).

    Ich setze da auch auf Lernfähigkeit in anderen Bereichen.

    Da solltest Du auch etwas optimistischer werden!
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#25 trans naysayerAnonym
  • 09.02.2021, 19:33h
  • Antwort auf #22 von Atreus
  • ...Jaja, schon gut...Du glaubst doch nicht, dass ich jetzt aus dieser "typisch deutschen Diskussion" ein grosses Ding mache... ;-D

    Vielleicht noch ein allerletzter kleiner Hinweis...nur zum grundsätzlichen Verständnis von Menschenrechten...hier geht es ja um...ehm... "Deutsche Positionen"...um Zivilisierung... ;-)

    Menschenrechte haben nichts - aber absolut gar nichts - mit "Moral" zu tun.
    (advice free of charge)

    See you at UNHRC guys!! ;-)
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