Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?38116

New York

Homophobie-Vorwurf gegen Modemacher Philipp Plein

Der deutsche Designer ist in Amerika verklagt worden, weil er einen hochrangigen Mitarbeiter wegen dessen Homosexualität und HIV-Status diskriminiert haben soll. Plein weist die Klage als "Bullshit" zurück.


Mulitmillionär Philipp Plein wird beschuldigt, schwule Mitarbeiter zu diskriminieren (Bild: Instagram / philippplein)

Amro Alsoleibi, der frühere Regionaleiter von Philipp Pleins Läden in New York City, hat den deutschen Modemacher verklagt, weil er "wegen seiner sexuellen Orientierung und seinem HIV-positiven Status" gefeuert worden sei. Der heterosexuelle Plein, der sein Luxus-Modeimperium aus dem schweizerischen Steuerparadies Lugano leitet, weist jedoch alle Vorwürfe empört zurück.

Der Kläger war ein Jahr lang für Plein tätig. In dieser Zeit soll der 1978 in München geborene Modesdesigner ihn und andere schwule Mitarbeiter mehrfach mit homophoben Kommentaren traktiert haben. So soll Plein laut Anklageschrift gesagt haben: "Ich hasse es, mit Schwulen zu arbeiten." Dinge, die Plein nicht gefallen hätten, soll er stets als "zu schwul" bezeichnet haben. Zudem sei die Krankenversicherung von Alsoleibi abrupt von seinem Arbeitgeber gekündigt worden und er sei später gefeuert worden, mutmaßlich weil Plein herausgefunden habe, dass sein Mitarbeiter HIV-positiv sei.

Twitter / alex_annable

Auf Instagram wies Plein am Dienstag alle Vorwürfe zurück. Auf Englisch schrieb der 42-Jährige: "Es ist schade zu sehen, wie manche Leute versuchen, ihre sexuelle Orientierung als Grund oder Ausrede dafür zu nutzen, um einen persönlichen Vorteil zu erzielen", so Plein. Ihm sei vorher nie Diskriminierung vorgeworfen worden. "Von Anfang an habe ich mit Leuten aller Geschlechter und aller sexuellen Orientierungen gearbeitet." Plein erklärte außerdem, er sei viele Jahre für einen Homosexuellen gehalten worden.

Plein: Amro Alsoleibis Arbeitsleistung war schlecht

Auch zum aktuellen Fall äußerte er sich: Demnach sei der Kläger ausschließlich "wegen schlechter Arbeitsleistung" entlassen worden. Plein ergänzte, er werde sich zu der "Bullshit accusation" (Schwachsinnsvorwurf) nicht weiter äußern.

In Großbuchstaben schrieb der Modemacher außerdem: "ICH LIEBE SCHWULE, ICH LIEBE LESBEN, ICH LIEBE TRANSSEXUELLE, ICH LIEBE JEDEN, egal, wie er oder sie entscheiden, sich zu identifizieren." In einem weiteren Kommentar ergänzte der Modemacher: "Ok, ok, ok. Ich liebe auch meine Freundin."

Plein, der in Deutschland unter anderem durch Auftritte bei "Germany's Next Topmodel" bekannt ist, hatte zuletzt mit juristischen Auseinandersetzungen mit dem italienischen Autobauer Ferrari für Schlagzeilen gesorgt. Anlass war, dass der Auto-Narr für Sportschuhe mit halbnackten Frauen und einem Ferrari-Sportwagen im Hintergrund geworben hatte – und so den Eindruck erweckt haben soll, als ob es eine Kooperation zwischen seiner Firma und Ferrari gebe. Ferrari hat den zweijährigen Rechtsstreit um Unterlassung und Entschädigung letzten Herbst gewonnen. (dk)



#1 AthreusProfil
  • 10.02.2021, 12:56hSÜW
  • Mal abgesehen davon, dass hier Aussage gegen Aussage steht und man sich in Ermangelung anderer, gleichlautender Berichte kein Urteil erlauben sollte, finde ich Plein's Replik befremdlich, überzogen und unehrlich. Niemand liebt jeden Homosexuellen, niemand liebt jeden Menschen. Fehlte nur noch die Mutter aller Verteidigungen: "Ich habe viele schwule Freunde."
  • Antworten » | Direktlink »
#2 dellbronx51069Anonym
  • 10.02.2021, 19:18h
  • Ich muss gestehen dass ich von diesem schrägen Vogel noch nie gehört habe.
    Aber allein seine Reaktion zeigt doch , das er ein massives Persönlichkeitsproblem hat mit narzisstischem Drall hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 ElfolfProfil
  • 10.02.2021, 19:32hHamburg
  • Antwort auf #1 von Athreus
  • Wie sollte er sonst reagieren? Auch wenn Aussage gegen Aussage steht, aber ich hatte vor meinem inneren Auge sofort zwei ehemalige Kollegen, die sehr groß darin waren, sich selbst zu inszenieren, wärend die Arbeit, für die sie bezahlt wurden, eher schlampig erledigt worden ist. Warten wir den Prozess ab und sehen, wer für seine Aussagen Belege vorlegen kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 rocxtarAnonym
  • 11.02.2021, 11:53h
  • Freunde von mir haben für ihn in NY im Store gearbeitet.. Was gerade rauskommt, ist nur die Spitze des Eisbergs... Habe mir Jahre gedacht, wie kann sich dieser Ed Hardy Verschnitt überhaupt halten? Ach war da nicht letztens die Meldung von Insolvenz? Das Kartenhaus wackelt
  • Antworten » | Direktlink »
#5 BäckerblumeAnonym
  • 11.02.2021, 13:14h
  • Diese Marke ist doch seit Jahren als unter Rechtsextremen beliebte Kleidung bekannt. Ein Identifizierungsmerkmal wie Thor Steinar, Camp David oder der Rammstein-Aufkleber auf dem BMW.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Mister TwisterAnonym
  • 11.02.2021, 13:19h
  • Antwort auf #1 von Athreus
  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Prominente, sei er homophob ist, sich so offen und direkt äußern könnte: "  "Ich hasse es, mit Schwulen zu arbeiten." Es sei denn er ist psychisch krank.  Und fast alle wissen, dass HIV kein Hindernis für gute Leistungen darstellt.
    Bei uns gab es ein ähnlicher Fall. Erinnert euch.  Ein in Kuba geborene Arzt, Denis Hedeler, warf dem zuständigen Gesundheitsstadtrat Bernd Geschanowski (AfD) Rassismus und forderte vor Gericht eine Weiterbeschäftigung sowie die Ausstellung eines Zwischenarbeitszeugnisses und eine Entschädigung in Höhe von 36.000 Euro. Bei der Entschädigung geht es darum, dass er dem Bezirk vorwirft, ihn aus rassistischen Gründen nicht befördert zu haben. Richter Arne Boyer sagte: »Wir wissen, dass Rassismus Markenkern der AfD ist.« Darüber könnten aber keine Rückschlüsse über den Gesundheitsstadtrat erfolgen..."
  • Antworten » | Direktlink »
#7 LeashAnonym
  • 11.02.2021, 16:07h
  • Antwort auf #5 von Bäckerblume
  • Ein bißchen Offtopic, aber nur fürs Protokoll weil ich das so nicht stehen lassen kann: Rammstein sind nicht rechts, im Gegenteil.
    Ob Nazis sich gerne das Bandlogo aufs Auto kleben kann ich nicht beurteilen, mag sein? Aber wenn sie es tun sind sie noch dümmer als man ohnehin annehmen muss.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 KumpelAnonym
  • 12.02.2021, 10:01h
  • Antwort auf #7 von Leash
  • Stimmt, Rammstein ist nicht rechts. Dafür sprechen sie aber u.a. sehr gezielt Macho Orientierte Heten an. Darunter stelle ich mir auch solch rechtsgerichtete Dumpfbacken gut vor. Bei denen kommt es auf den Krawall Sound an und die dazugehörigen oft doch zwielichtigen Texte. Ich kann mit deren Mucke rein gar nichts anfangen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 SmartiAnonym
  • 20.02.2021, 01:52h
  • Wenn er wirklich alle so liebt dann würde er wissen das es keine Entscheidung ist ob man sich als LGBTI identifiziert man ist es von Geburt an das hat nichts mit entscheiden zu tun. Das ist bullshit! Da sieht man das er von nix nen plan hat!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 daVinci6667
  • 20.02.2021, 02:26h
  • Antwort auf #9 von Smarti
  • Yepp hab ich auch gerade gedacht.

    Wir sollten Herrn Plein fragen wann er sich denn bitte genau entschieden hat auf Frauen zu stehen und vor allem warum? Kann er uns das rational erklären? Wenn ja könnten gute Gegenargumente ihn womöglich schwul machen.
  • Antworten » | Direktlink »