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Ufa-Chef

Produzent Nico Hofmann ist sexuelle Orientierung von Schauspieler*innen egal

Der 61-Jährige erklärte, er habe seit Jahren zu diesem Thema eine klare Haltung.


Nico Hofmann ist seit 2017 alleiniger Geschäftsführer der UFA GmbH, einer der größten deutschen Firmen im Bereich der Fernsehfilm- und TV-Produktionen (Bild: Ufa Fiction)

Dem seit langer Zeit offen schwulen Filmproduzenten und Ufa-Chef Nico Hofmann ("Unsere Mütter, unsere Väter", "Ich bin dann mal weg", "Ich war noch niemals in New York") ist es egal, welche sexuelle Orientierung Schauspieler abseits ihrer Rollen haben. "Da habe ich seit Jahren eine klare Haltung", sagte der 61-Jährige der Illustrierten "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Gedanken wie "Der Typ kann keine Liebesszene mit einer Frau spielen, weil er schwul ist" lehne er ab.

In der vergangenen Woche hatten fast 200 deutsche Schauspieler und Schauspielerinnen in einem Manifest mehr Anerkennung für unterschiedliche sexuelle Orientierungen und zugleich mehr Sichtbarkeit in Film und Fernsehen gefordert sowie ihre Homo-, Bi- oder Transsexualität öffentlich gemacht (queer.de berichtete). Dies reihe sich "substanziell in eine wichtige Debattenkultur ein, die wir seit Jahren verstärkt und existenziell führen", sagte Hofmann.

Hofmann: Viele Filmschaffende trauen Homosexuellen keine Hetero-Rollen zu

In Deutschland gebe es immer noch Caster*innen, Redakteur*innen, Produzent*innen und Regisseur*innen, die schwulen oder lesbischen Schauspieler*innen keine Hetero-Rollen zutrauen. "Das zu hören, schockiert mich", sagte Hofmann. In den USA gebe es hingegen längst ein großes Selbstverständnis für Diversität.

In dem Magazin-Artikel hatten einige Schauspieler*innen beklagt, die mögliche Konsequenz der Festlegung auf queere Rollen, die die Karriere einschränke, halte Menschen von einem Coming-out ab.

Zugleich gibt es international zunehmend Diskussionen darüber, ob Heterosexuelle oder cis Personen auch homo- oder transsexuelle Rollen spielen sollten. Russell T. Davies, der offen schwule Erfinder von Serien "Queer as Folk UK", hatte zuletzt für seine Serie "It's a Sin" nur schwule Schauspieler für schwule Rollen engagiert. Er begründete das mit den Worten: "Ich denke, dadurch bekommt man nicht nur Authentizität. Man rächt sich auch für 100 Jahre Straightwashing." Andererseits hatte der amerikanische Schauspieler Neil Patrick Harris, der eine Nebenrolle in "It's a Sin" übernommen hatte, erklärt, dass es sexy sei, einen Hetero für eine schwule Rolle zu engagieren (queer.de berichtete). (AFP/dk)



#1 DerStephanProfil
  • 10.02.2021, 15:26hNürnberg
  • Das ist doch Typisch bei solchen Themen.
    Bei Billigfleisch melden sich auf einmal nur Leute die nur Bio direkt vom Metzger kaufen.

    Wenn die Produzenten am Ende des Tages so toll wären, dann hätten wir das Thema nicht.
    Nico Hofmann, es ist toll das du so denkst, aber nur weil bei dir das so ist haben andere eben immer noch offen oder verdeckt was gegen LGBTIQ+s
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#2 LupdejuppAnonym
  • 10.02.2021, 15:51h
  • Antwort auf #1 von DerStephan
  • "Nico Hofmann, es ist toll das du so denkst, aber nur weil bei dir das so ist haben andere eben immer noch offen oder verdeckt was gegen LGBTIQ+s"....

    Es war ein Interview, er hat geantwortet was er dazu denkt, da bestand überhaupt kein Anspruch das er jetzt für andere sprechen soll.....
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