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Einzelkommentar zu:
Google ehrt Fredy Hirsch mit Doodle


#11 AndreasAnonym
  • 11.02.2021, 17:33h
  • Antwort auf #7 von Naja
  • Das kann ich sehr gut nachempfinden. Ging mir auf Wikipedia ebenso.
    Ich hatte eine wissenschaftliche Arbeit in einem rechtlichen Teilgebiet verfasst und nach der Veröffentlichung (und Reviewprozess natürlich) den Eintrag auf Wikipedia, der dieses Gebiet erklärt, korrigiert, die gröbsten Schnitzer entfernt und sauberer strukturiert.
    Meine Änderungen wurden abgelehnt, weil ich sie (angeblich) nicht belegen konnte. Meine Quellenangaben waren umfangreich und wesentlich besser als der vorherige Stand.
    Es war lächerlich wie es lächerlicher kaum sein konnte.

    Auch ich hatte mehr als genug in meinem Beruf zu tun als stundenlange Diskussionen mit Personen auf Wikipedia zu führen,
    a) deren Expertise ich nicht nachprüfen kann, weil sie nicht mit Klarnamen, Universitätszugehörigkeit, Abschluss, etc. auftauchen;
    man also nicht weiß, ob man es mit einem "Hobbywissenschaftler" oder mit einem Kollegen zu tun hat,
    b) man oft überhaupt nicht auf Augenhöhe diskutieren konnte, weil offensichtlich die absoluten Grundlagen auf dem entsprechenden Fachgebiet fehlten,
    c) besagte Personen anscheinend mehr Zeit haben als ich, um über Kaisers Bart zu streiten.

    Die 5 Stunden Arbeit in den Wikipediaartikel hätte ich mir schenken können und habe seither nie wieder etwas zur Wikipedia beigetragen.

    Dann bleibt es eben bei der angestammten Fachliteratur und den entsprechenden Fachverlagen, die Anpassungen gerne aufnehmen, wenn sie fundiert sind.

    Eins hat mich die Geschichte aber gelehrt: Es spielt keine Rolle, ob du Albert Einstein persönlich bist oder Max Mustermann, ob deine Inhalte fundiert sind oder nicht. Es scheint rein in der Hand der Moderatoren zu liegen, was auf Wikipedia auftaucht darf und was nicht.
    Ich vertraue mittlerweile Wikipedia nur noch bei Artikeln, die Themen betreffen, die mindestens 20 Jahre zurückliegen. Bei allem anderen hätte ich Angst, dass die wichtigsten und vor allem neuesten Erkenntnisse fehlen.
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