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US-Seuchenschutzbehörde

Coronavirus gefährdet überdurchschnittlich Homo- und Bisexuelle

Laut einer amerikanischen Studie trifft die Corona-Pandemie sexuelle Minderheiten weit härter als die heterosexuelle US-Bevölkerung.


Corona trifft verschiedene Bevölkerungsgruppen unterschiedlich – Homo- und bisexuelle Menschen sind demnach eher gefährdet als der gemeine Heterosexuelle (Bild: Once Upon A Journey)

Homo- und bisexuelle Menschen in den Vereinigten Staaten sind nach einer Studie der amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC besonders gefährdet, bei einer Corona-Infektion eine besonders gefährliche Ausprägung von Covid-19 zu entwickeln. Sie litten demnach häufiger als heterosexuelle Menschen unter Risikofaktoren, die nachweislich eine Coronainfektion verschlimmern können.

In dem vergangenen Freitag veröffentlichten Papier untersuchten die Forscher Kevin C. Heslin und Jeffrey E. Hall, ob Risikofaktoren in verschiedenen Gruppen gehäuft vorliegen. Sie griffen dabei auf offizielle Umfragen der Behörde aus den Jahren 2017 bis 2019 zurück.

Diese Risikofaktoren schließen etwa Asthma, Nierenkrankheiten, Herzkrankheiten, Übergewicht, Rauchen, Diabetes oder Bluthochdruck ein. In allen Bereichen maßen die Wissenschaftler höhere Zahlen bei Homo- und Bisexuellen als bei Heterosexuellen. Ein noch größeres Risiko bestand für LGB, die zusätzlich einer ethnischen Minderheit angehören – diese leiden in den USA traditionell unter einer schlechteren Gesundheitsversorgung und einer geringeren Lebenserwartung.

Weitere Risikofaktoren für queere Menschen

Zudem, so argumentierten amerikanische LGBTI-Aktivist*innen schon seit Monaten, gebe es weitere Faktoren, warum die LGB-Bevölkerung besonders von Covid-19 betroffen sei: So hätten Homo- und Transsexuelle eher keine Krankenversicherung oder seien eher unterversichert, sie würden eher Drogen konsumieren als Heterosexuelle und litten eher unter Arbeitslosigkeit und Diskriminierung im Wohnungswesen. Zudem arbeitete diese Gruppe eher in Betrieben, die eher von der Krise betroffen ist – etwa in der Tourismusbranche.

Die CDC-Studienautoren merkten in ihrem Papier an, dass sie über zu wenig Umfrage-Daten von trans- und nichtbinären Menschen verfügten, um "belastbare Schätzungen" durchführen zu können. Daher seien diese Gruppen nicht berücksichtigt worden.

Die LGBTI-Organisation Human Rights Campaign forderte angesichts der Ergebnisse, dass Bund und Länder weitere Forschungsarbeiten ermöglichen müssten, um den Einfluss der Corona-Pandemie auf die queere Community zu messen. "Diese Studie bestätigt, was LGBTQ-Aktivist*innen und Organisationen schon immer gewusst haben: dass unsere Community einem größeren Risiko ausgesetzt ist und überproportional unter der Corona-Gesundheitskrise leidet", erklärte HRC-Chef Alphonso David.

Zwar sind in der CDC-Studie nur Einwohner der USA befragt worden; eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung kam aber zu dem Ergebnis, dass auch hierzulande queere Menschen eher an psychischen und physischen Problemen litten als die Durchschnittsbevölkerung (queer.de berichtete). Als Grund für diese Diskrepanz machten die Forschenden die nach wie vor bestehende Diskriminierung von LGBTI-Personen mitverantwortlich. (dk)



#1 Julian SAnonym
  • 11.02.2021, 15:33h
  • Leute, passt bitte alle gut auf Euch auf.

    Wie andere Seuchen zuvor wird auch diese vorbei gehen und dann wird das Leben auch wieder wie vorher werden. Haltet durch!!

    Das Leben ist zu schön, um es zu gefährden.
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#2 Taemin
  • 11.02.2021, 16:37h
  • Bisher hab ich mir den Durchschnittsschwulen eher nicht als übergewichtigen, zuckerkranken Asthmatiker vorgestellt. Und seltsam: Uns wird doch sonst so gerne vorgehalten, überdurchschnittliches Einkommen zu haben und wirtschaftlich deutlich besser dazustehen als die Heten. Wie es gerade passt? Der Schwule einmal als gutsituiertes Neidobjekt und einmal als das Gesundheitssystem besonders belastender Kranker...
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#3 LupdejuppAnonym
  • 11.02.2021, 16:54h
  • Antwort auf #2 von Taemin
  • Ne, das stimmt einfach nicht was du da behauptest @ Einkommen, es heißt nur das homosexuelle Paare aufgrund der vermehrten Kinderlosigkeit mehr von ihrem Einkommen für sich selbst haben.... Das homosexuelle aber finanziell oft schlechter dastehen als heterosexuelle in gleicher Position wird schon seit Jahren angeprangert !

    Mal abgesehen davon dass du eine Studie aus und über USA schlichtweg nicht einfach auf Deutschland übertragen kannst, da fließen noch zu viele andere Faktoren mit ein!

    Was Drogen angeht.... jupp, das stimmt wohl !
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#4 GirlygirlEhemaliges Profil
  • 12.02.2021, 16:23h
  • Antwort auf #2 von Taemin
  • Das ist eine typisch faschistische Rhetorik: bolschewistischer Jude vs Jüdische Weltelite; "nichtsnutzige Flüchtlinge" vs Flüchtlinge die Jobs klauen; drogenabhängige kranke Schwule vs schwule Elite. Rechte "Argumentationen" ergeben nie einen Sinn und widersprechen sich selbst.
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#5 Teddy63Ehemaliges Profil
  • 12.02.2021, 22:26h
  • Irgendwie schließt sich für mich da der Kreis zu dieser Studie:

    www.queer.de/detail.php?article_id=38117

    Wenn dein ganzes Leben durch äußere Umstände zu einem ständigen Leidensweg gemacht wird, ist es wohl naheliegend, dass Du auch auf Virusinfektionen heftiger reagierst. Dazu braucht es dann auch nicht erst regelmäßigen Drogenkonsum, mit dem es sich viele zu erleichtern versuchen.
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#6 StaffelbergblickAnonym
  • 13.02.2021, 12:03h
  • diese Ergebnisse wundern mich nicht .. auch wenn sie aus dem us-amerikanischen Raum zusammengetragen wurden. Als ich früher viel in den Läden unterwegs war .. qualmen war überall an der Tagesordnung. Am nächsten Tag stanken die Klamotten und die Bude. Und wenn ich heute in den blauen Einwohnermeldeämtern unterwegs bin ... gut Rauchen hat nachgelassen, aber ich wundere mich, wie viele hier bereits mit einem BMI um die 30 unterwegs sind. Das nächste was dabei nicht unterschlagen werden darf .... je mehr Menschen vereinsamen und als Singles ... unabhängig von Corona und co ... ihr Leben leben, wird Essen, Naschen zur Ersatzbefriedigung. Und dann noch die Frage wie oft in den USA Mc Wörger gefuttert werden. Ich habe in Berlin 2 x Burger gegessen und mich gewundert, wieso zu dieser Kalorienbombe noch eine Schüssel fetttriefender Pommesgranate mit Mayonaise gereicht wird. Und das CDC ist alles andere als eine kleine unbedeutende Klitsche, als deren Ergebnisse zu diskreditieren.
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