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"Deutschland, wir müssen reden"

Riccardo Simonetti wehrt sich gegen homophobe Sprüche im Netz

Nicht nur diejenigen, die laut "Schwuchtel" rufen, seien eine Gefahr, sondern auch jene, die sich "pseudo-höflich" geben.


Riccardo Simonetti ist inzwischen in der deutschen TV-Landschaft etabliert (Bild: Instagram / riccardosimonetti)

Der Entertainer und Influencer Riccardo Simonetti hat dazu aufgerufen, homophobe Äußerungen im Internet nicht zu tolerieren. "Deutschland, wir müssen reden", erklärte der 27-Jährige auf Instagram und Facebook.

Denn: "Homophobie hat viele Gesichter." Neben "Schwuchtel und Co."-Beleidigungen erschreckten ihn dabei auch Äußerungen, in denen Anfeindungen "pseudo-höflich" formuliert würden. Menschen, die eine "Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber..."-Mentalität an den Tag legten, müssten begreifen, dass das genauso homophob sei, wie wenn sie Schimpfwörter dafür benutzten.

Man müsse "aktiv anti-homophob sein"

Er postete dazu Screenshots, die seinen Angaben zufolge Nutzer*innenkommentare mit homophoben Inhalten zeigen. "Ich habe mittlerweile begriffen, dass es Menschen gibt, die von Toleranz einfach nichts wissen wollen und das muss man wohl akzeptieren – was man aber nicht akzeptieren muss, ist die Tatsache, dass solche Menschen ihre toxischen Ideologien so einfach verbreiten dürfen", erklärte der Entertainer. Es reiche nicht, "so etwas einfach zu ignorieren". Man müsse "aktiv anti-homophob sein", um zu verdeutlichen, dass Meinungen wie diese nicht tolerierbar seien.

Simonetti wurde zunächst als Blogger bekannt und arbeitete später unter anderem als Model und Moderator; seit 2017 läuft etwa seine Fernsehsendung "Riccardo's Dream Date" im Pay-TV-Sender E! Entertainment. Zusätzlich war er in vielen Unterhaltungssendungen wie "Shopping Queen" oder "Genial daneben" zu sehen und sorgte als Co-Moderator von Andea Kiewel im "ZDF-Fernsehgarten" für gute Stimmung beim Sonntagsbrunch.

Ende Oktober 2020 erhielt er die Auszeichnung "German Personality of 2020" (queer.de berichtete). Auch als Autor feierte Simonetti Erfolge: So veröffentlichte er 2018 sein autobiografisches Buch "Mein Recht zu funkeln" und im Folgejahr das Kinderbuch "Raffi und sein pinkes Tutu", das Toleranz und Vielfalt behandelt. Auf Instagram folgen ihm fast 300.000 Nutzer*innen. (dpa/cw)