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"Väter allein zu Haus: Andreas"

ARD zeigt Film über schwulen Vater in der Primetime

Wie sieht eine Wuppertaler Regenbogenfamilie aus? Das zeigt Das Erste in der Hauptsendezeit.


Andreas (Tobias van Dieken, re.) und sein Mann Christian (Steve Windolf) haben in dieser Folge von "Väter allein zu Haus" allerhand Stress (Bild: WDR / Frank Dicks)
  • 15. Februar 2021, 14:45h, noch kein Kommentar

Das Erste wird am 26. Februar um 20.15 Uhr eine WDR-Komödie über die Probleme einer Regenbogenfamilie ausstrahlen. "Väter allein zu Haus: Andreas" ist der vierte Teil der Fernsehfilm-Reihe, die sich mit Rollenbildern und Rollentausch von vier Männern beschäftigt, die Kinder ohne Frauen großziehen. Nach den Heterosexuellen Gerd (Peter Lohmeyer), Mark (David Rott) und Timo (Tim Oliver Schultz) steht in Teil vier die Geschichte des schwulen Andreas (Tobias van Dieken) im Mittelpunkt.

In dem 90-minütigen Film kann sich Andreas nur schwer damit abfinden, dass Stella (Sophia Heinzmann), die Nichte seines Ehemannes Christian (Steve Windolf), mit ihren sieben Jahren immer unabhängiger wird. Seit dem frühen Tod ihrer Mutter lebt Stella bei den beiden Männern. Andreas hat sich Tag für Tag liebevoll um sie gekümmert – und trotz eines absolvierten Ingenieurstudium noch nie gearbeitet. Jetzt gerät er in eine Krise, weil er als Vollzeitvater nicht mehr gefragt ist. Außerdem ist es schwierig, als Langzeitvater wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen.

Dazu kommt auch noch Andreas' homophober Vater Herbert (Dietrich Adam), der von seiner Frau nach 30 Jahren Ehe vor die Tür gesetzt wurde und jetzt bei der Regenbogenfamilie einzieht. Außerdem taucht plötzlich Stellas bislang unbekannter Vater Samuel (Jerry Kwarteng) auf – und alles wird komplizierter.

Bislang sind zwei Folgen der Filmreihe gezeigt worden, die allerdings gegenwärtig auf keiner deutschen Streamingplattform erhältlich sind. An diesem Freitag (19. Februar) zeigt die ARD um 20.15 Uhr Folge drei ("Timo"), die von einem alleinerziehenden gescheiterten Ex-Fußballer handelt. Eine Woche später läuft dann "Andreas" zur gleichen Sendezeit. Nach der TV-Ausstrahlung wird der Fernsehfilm sechs Monate lang auch in der ARD-Mediathek erhältlich sein.


Vier Männer und ihre Kinder in "Väter allein zu Haus": Andreas (Tobias van Dieken, unten 2.v.l.), Mark Lanius (David Rott, 4.v.l.), Gerd Frick (Peter Lohmeyer, 3.v.r.) und Timo Savona (Tim Oliver Schultz, 1.v.r.) mit Stella (Sophia Heinzmann, unten 1.v.l.), Tom (Delian Bewer, oben links), Luis (Lewis Köhl, oben rechts), Anna Lanius (Ida Sophia Wieland, unten 3.v.l.) und Laura Frick (Lilli Ogaj, 2.v.r.) (Bild: ARD/Degeto)

Im Interview mit "Prisma" erklärte Andreas-Darsteller Tobias van Dieken, ihn habe an der Rolle gereizt, "dass nicht alles 08/15 aussieht" und es vier "total unterschiedliche Väter" gebe. Zu seiner Figur sagte der gebürtige Bonner: "Andreas ist schwul, und das wird sehr selbstverständlich dargestellt. Er ist keine Tunte und kein Abziehbild."

"Väter allein zu Haus" basiert auf der 58-teiligen australischen Serie "House Husbands", die zwischen 2012 und 2017 ausgestrahlt wurde. "House Husbands" schrieb damals Geschichte, weil es die erste geskriptete australische Dramaserie war, die eine schwule Regenbogenfamilie zeigte. Für die deutsche Fassung wurde die Handlung von Melbourne nach Wuppertal verlegt. (cw)