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Großbritannien

Queere britische Veteran*innen bekommen ihre Orden zurück

Rehabilitierung im Vereinigten Königreich: Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung unehrenhaft aus der Armee entlassen wurden, können nun die Rückgabe ihrer Auszeichnungen beantragen.


Ein britischer Soldat zeigt stolz seine Orden (Bild: Harland Quarrington / wikipedia)

Britische Veteran*innen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung aus der Armee entlassen wurden und denen deshalb ihre Orden aberkannt wurden, können die Rückgabe der Auszeichnungen beantragen. Das Verteidigungsministerium in London teilte am Dienstag mit, damit solle ein "historisches Unrecht" wieder gut gemacht werden.

Bis 2000 war es homosexuellen und bisexuellen Menschen nicht erlaubt, in den Streitkräften zu dienen. Zuvor seien Soldat*innen wegen ihrer sexuellen Orientierung entlassen worden, so das Ministerium. "Einige wurden wegen Gesetzen über homosexuelles Verhalten verurteilt, die inzwischen entkriminalisiert wurden, andere wurden ausschließlich aufgrund ihrer Sexualität und ohne Verurteilung entlassen." Dabei seien einigen ihre Orden aberkannt worden, andere hätten aufgrund der Entlassung keine Möglichkeit gehabt, eine Auszeichnung zu erlangen.

Auch Verstorbene können Orden zurückbekommen

"Das Verteidigungsministerium ist entschlossen, dieses historische Unrecht wettzumachen und führt eine Richtlinie ein, die es Einzelpersonen ermöglicht, die Rückgabe ihrer Medaillen zu beantragen", teilte die Behörde weiter mit. Zudem könnten Angehörige im Namen mittlerweile verstorbener Veteran*innen einen Antrag stellen.

Zuvor hatte ein 70 Jahre alter Ex-Soldat das Ministerium erfolgreich verklagt. Seine Medaille war eingezogen worden, nachdem er 1993 seine Bisexualität öffentlich gemacht hatte. (cw/dpa)



#1 Taemin
  • 16.02.2021, 10:44h
  • Wie in Deutschland. Der Täter muss begangenes Unrecht nicht von sich aus rückgängig machen, sondern das Opfer muss das erst beantragen.
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#2 AtreusProfil
#3 LupdejuppAnonym
  • 16.02.2021, 18:49h
  • Antwort auf #1 von Taemin
  • Wenn die Daten digital vorliegen und entsprechend eingepflegt sind dass man dies filtern kann hast du wohl recht..

    Wenn das jedoch nicht der Fall ist ( wovon ich ausgehen, selbst wenn sie früh mit der Digitalisierung angefangen haben wird die Datenbank wohl irgendwann in den 90ern gestartet sein).... was willst machen? N paar hundert Mitarbeiter einstellen damit se Millionen von Akten und Zetteln durchgehen die womöglich noch im ganzen Land verteilt lagern? Es muss eben auch realistisch durchführbar sein....
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#4 Taemin
  • 18.02.2021, 16:44h
  • Antwort auf #3 von Lupdejupp
  • Dass es keine Statistik geben soll über Leute, die unehrenhaft entlassen wurden, kann ich nicht glauben. Dass es in einem so ordensverliebten Land wir Großbritannien keine Liste geben soll mit den Namen derjenigen, denen Orden entzogen wurden, ist sogar unvorstellbar. Ohne Zweifel gibt es z.B. beim deutschen Präsidialamt Listen mit den Trägern der verschiedenen Klassen des Bundesverdienstordens samt Vermerken, wem der Ordern entzogen wurde. Das soll es ausgerechnet in der titel- und ordensversessensten aller Monarchien nicht geben?
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