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"Riesige Ehre"

Simonetti erster LGBTI-Sonderbotschafter des EU-Parlaments

Der schwule Berliner Entertainer und Influencer Riccardo Simonetti wird ab sofort die Öffentlichkeitsarbeit des Europaparlaments unterstützen. Auch Besuche in Straßburg und Brüssel sind vorgesehen.


Riccardo Simonetti wird sich künftig im offiziellen Auftrag des Europaparlaments für LGBTI-Rechte einsetzen (Bild: Nico Stank)
  • 18. Februar 2021, 03:21h 9 2 Min.

Der Entertainer und Influencer Riccardo Simonetti will sich künftig mit dem Europaparlament für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt einsetzen. Der in Berlin lebende 28-Jährige werde LGBTI-Sonderbotschafter, teilte das EU-Parlament am Mittwoch mit.

"Ich setze mich schon immer sehr leidenschaftlich für die Interessen der LGBTI-Community ein und kämpfe für Toleranz und eine offene Gesellschaft", sagte Simonetti dem Schreiben zufolge. "Dass ich das nun zukünftig in meiner Funktion als LGBTI-Sonderbotschafter machen darf und dieser so wichtigen Sache hoffentlich noch mehr Gehör verschaffen kann, ist für mich eine riesige Ehre."

Simonetti wird der erste Sonderbotschafter des Europaparlaments und in der Funktion die Öffentlichkeitsarbeit des EU-Organs unterstützen. Auch Besuche an den Parlamentsstandorten Straßburg und Brüssel sind für ihn vorgesehen.

Wir gratulieren Riccardo Simonetti nachträglich zum Geburtstag ? und uns ? zu unserer Kooperation mit ihm! Wir freuen...

Posted by Europäisches Parlament – Verbindungsbüro in Deutschland on Wednesday, February 17, 2021
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Vom Blogger zum Sonderbotschafter

Der schwule Entertainer wurde zunächst als Blogger bekannt und arbeitete später unter anderem als Model und Moderator; seit 2017 läuft etwa seine Fernsehsendung "Riccardo's Dream Date" im Pay-TV-Sender E! Entertainment. Zusätzlich war er in vielen Unterhaltungssendungen wie "Shopping Queen" oder "Genial daneben" zu sehen und sorgte als Co-Moderator von Andea Kiewel im "ZDF-Fernsehgarten" für gute Stimmung beim Sonntagsbrunch. Auf Instagram folgen ihm rund 300.000 Nutzer*innen.

Ende Oktober 2020 erhielt er die Auszeichnung "German Personality of 2020" (queer.de berichtete). Auch als Autor feierte Simonetti Erfolge: So veröffentlichte er 2018 sein autobiografisches Buch "Mein Recht zu funkeln" und im Folgejahr das Kinderbuch "Raffi und sein pinkes Tutu", das Toleranz und Vielfalt behandelt. Im August 2020 sprach er im QUEERKRAM-Podcast von Johannes Kram über das Tabu des femininen Mannes, internalisierte Homophobie in der LGBTI-Community und die Vorbildfunktion queerer Promis. (cw/dpa)

-w-

#1 LegatEhemaliges Profil
  • 18.02.2021, 08:02h
  • "Riccardo Simonetti"

    Dieser schicke junge Mann hebt ja geradezu ab im Moment, wie es scheint. Muss mich wirklich mal informieren, wer das ist und was er macht. Ich habe halt noch nie etwas mit ihm gesehen, aber wenn er jemand ist, der sowohl junge Leute als Influencer als auch uralte Leute im Fernsehgarten begeistern kann und darüber hinaus auch noch Queer-Aktivist ist, ist er für die Aufgabe sicher der Richtige.
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#2 DominikAnonym
  • 18.02.2021, 08:19h
  • Antwort auf #1 von Legat
  • Er hat halt Zeit für so was. Keine Filmrolle, keine Studioaufnahmen, keine Atelierarbeit, nichts dergleichen ist da im Weg. Ist doch praktisch.
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#3 PeerAnonym
  • 18.02.2021, 10:26h
  • Schön und gut. Aber solche "Sonderbotschafter" sind oft genug ein Euphemismus für "Wir kriegen eigentlich nichts geändert, also setzen wir aus reinen Marketinggründen einen Sonderbeauftragten ein, um den Leuten Aktivität zu zeigen."

    Und angesichts der Tatsache, dass die EU bisher nicht geschafft hat, Polen und Ungarn mal zur Raison zu bringen (weil eben in solchen Fällen Sanktionsmöglichkeiten fehlen, was ein Konstruktionsfehler der EU ist), wird es wohl auch diesmal so sein, dass das nur Marketing ist, um von Scheitern abzulenken.

    Aber Polen und Ungarn werden auch wegen einem Ricardo Simonetti nicht ihre Meinung ändern.
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