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Forderung

St. Pauli: DFB soll sich bei FIFA und UEFA gegen Homophobie einsetzen

Der alternativste unter den deutschen Profivereinen setzt sich dafür ein, dass der Deutsche Fußball-Bund auch international Homosexuellenfeindlichkeit bekämpft.


Der FC St. Pauli belegt derzeit Platz 13 in der zweiten Fußball-Bundesliga (Bild: Martin Abegglen / flickr)

FC St. Paulis Präsident Oke Göttlich hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgefordert, sich auch auf internationaler Ebene für Strafen bei homophobem Verhalten einzusetzen. In einem etwas mehr als anderthalb Minuten langen Video sprach der Chef des Zweitliga-Clubs aus Hamburg dabei konkret die DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch und Peter Peters an.

"Ich erhoffe mir auch ganz deutlich von unseren deutschen Vertreter*innen (…) in der UEFA und auch in der FIFA, wo ja auch Neuwahlen anstehen, also von Herrn Koch und Herrn Peters, unbedingt eine Aktion, dass homophobe Äußerungen auch auf Weltverbands- und auch auf europäischer Verbandsebene sanktioniert werden", sagte der 45-Jährige. "Und das wäre im Sinne, diese Debatte weiterzutragen."

Twitter / fcstpauli

Er gab dem ehemaligen Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm recht, der in seinem Buch "Das Spiel" erklärt hatte, dass es nach wie vor schwierig sei, sich als schwuler Spieler zu outen (queer.de berichtete). "Ich möchte, dass diese Debatte endlich zeitgemäß geführt wird, wir über Diversität nicht mehr sprechen müssen in unserer Gesellschaft", sagte Göttlich. Er endet mit den Worten: "Wir sind hier, beim FC St. Pauli, gerne ein sicherer Hafen für Liebende aus aller Welt und aller Couleur."

Es möge Städte und Vereine geben, wo ein Coming-out eher möglich sei als anderswo, schreibt Lahm in seinem Buch, aus dem die "Bild"-Zeitung am Mittwoch vorab zitiert hatte. Dabei nannte der einstige Bayern-Kapitän neben Berlin und Freiburg auch den FC St. Pauli als positive Beispiele.

Neben den Aussagen von Lahm hatte in dieser Woche ein Appell für Aufsehen gesorgt, mit dem mehr als 800 deutschen Fußballer*innen homosexuellen Spielern ihre Solidarität zugesichert hatten. "Wir werden euch unterstützen und ermutigen und, falls notwendig, auch gegen Anfeindungen verteidigen. Denn ihr tut das Richtige, und wir sind auf eurer Seite", hieß es in dem Solidaritätsschreiben, das das Magazin "11 Freunde" in seiner jüngsten Ausgabe veröffentlichte (queer.de berichtete).

Die Herrenmannschaft des FC St. Pauli spielt derzeit in der zweiten Fußball-Bundesliga. Zwischen 2003 und 2010 war der offen schwule Theatermacher und LGBTI-Aktivist Corny Littmann Präsident des Vereins (queer.de berichtete). Littmann war in dieser Rolle nie verlegen, Homophobie im Fußball anzuprangern: So bezeichnete er den damaligen FC-Coach Christoph Daum nach einer homosexuellenfeindlichen Äußerung als "Trainer-Arschloch" (queer.de berichtete). (dpa/cw)



#1 AthreusProfil
  • 19.02.2021, 14:57hSÜW
  • Ich fürchte, dass die Verbände ihre Spruchbanner und 20sekündigen TV-Einspieler vor Matches, die in Unrechtsstaaten ausgetragen werden, schon als Maßnahme bezeichnen und wahrnehmen. Beim DFB habe ich jede Hoffnung aufgegeben, als ich den derzeitigen Boss in der Sondersendung des Sportstudios mit Hitzlsperger, Akzeptanz und Gegenmaßnahmen als gegeben darstellen sah und er mehr oder weniger das Bild einer großen, bunten, weltoffenen Fussballparty zeichnete, in der es Kartoffelsalat und Cocktailwürstchen vom Himmel regnet, während gleichzeitig aus Fankurven immer noch Bananen auf Farbige geworfen werden. - Sanktionsfrei.

    Ontop empfiehlt Marcel Reif ein paar Monate später und live im Fernsehen, vollkommen befreit von jedweder Kritik, moralischer Empörung oder Sanktionen, das Zusammenschlagen eines Mitspielers in der Kabine, sollte der die Coronamaßnahmen missachten. Das hat man früher schon gemacht. Der Moderator lacht über "die Schärfe" seines Kommentars.
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#2 LupdejuppAnonym
  • 19.02.2021, 17:37h
  • Antwort auf #1 von Athreus
  • "Live im Fernsehen"... Laut Internet kam das bei BILD....

    Und jupp, keine größere Aufregung weil niemand die Aussage als tatsächlichen gewaltaufruf versteht und nicht jeder die Zeit und Lust hat sich wegen jedem hirnpfurz zu empören, man kann Sachen auch überbewerten....

    Und sicher hat Fußball sowie der Rest der Gesamtgesellschaft ein Rassismusproblem und das darf und muss man auch ansprechen und protestieren, aber weißt du wie viele Fußballspiele in nem 08/15 Jahr ausgetragen werden (konnte keine Zahlen finden, aber es sind viele) ....??? Es darzustellen als wäre es die norm ist schlicht gelogen (außer du meinst natürlich Rassismus allgemein ist die norm )
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#3 AthreusProfil
  • 19.02.2021, 18:44hSÜW
  • Antwort auf #2 von Lupdejupp
  • "Laut Internet kam das bei BILD...."

    Das Medium nennt sich Bild-TV. Das gängige Synonym für TV ist Fernsehen. Und weiterführend kann das Programm tatsächlich auf dem Fernseher gestreamt werden. - Stimmt also sogar im doppelten Sinne.

    "Und jupp, keine größere Aufregung weil niemand die Aussage als tatsächlichen gewaltaufruf versteht..."

    Die Aussage ist ganz offenkundig dreifach falsch, da ich 1. einen Kommentar vor dir schon klarmachte, dass ich es als Gewaltaufruf verstanden habe, 2. es vollkommen absurd ist, durch "niemand" dein eigenes Empfinden mit dem der Gesamtbevölkerung gleichzusetzen und 3. er selbst gesagt hat, dass er und seine Mannschaft das früher schon getan haben. Also fordert er die Wiederholung schon selbst verübter Gewalt. Zumindest ist das in meiner Wahrnehmung kein Gehirnfurz. Vll. hättest du auch, statt das "Internet zu befragen", die entsprechende Sendung einfach nachschauen sollen? Ich finde es macht Sinn, sich kritisch über Aussagen zu äußern, die man selbst gehört und gesehen hat.

    "Es darzustellen als wäre es die norm ist schlicht gelogen (außer du meinst natürlich Rassismus allgemein ist die norm )"

    Puh, dann kann ich ja heilfroh sein, es nicht als Norm dargestellt zu haben.
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