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"I Don't Feel Hate"

Deutscher ESC-Song vorgestellt: Jendrik Sigwart hegt keinen Hass

Beim 65. Eurovision Song Contest tritt der deutsche Teilnehmer mit einem Rockabilly-Song auf.


Jendrik Sigwart schwenkt beim ESC-Finale im Rotterdam die deutsche Fahne (Bild: NDR)

Der Norddeutsche Rundfunk hat am Donnerstagmittag den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest 2021 vorgestellt (Links zu Streaming- und Kaufportalen). Als Interpret stand bereits seit Anfang des Monats der 26-jährige Hamburger Musicaldarsteller Jendrik Sigwart fest (queer.de berichtete). Der Song trägt den Titel "I Don't Feel Hate" (Ich hege keinen Hass) und handelt von einem Konflikt mit einer Person, die ihn "bashen" will. Mit dem Beitrag wolle Jendrik verdeutlichen, dass man auf Hass nicht mit Hass reagieren solle, sagte er bei einer Presekonferenz am Donnerstag.

Direktlink | Update: Das nach diesem Artikel veröffentliche Musikvideo, es sollte am Nachmittag kurz vor 18 Uhr im Ersten Premiere haben und noch einmal kurz vor der "Tagesschau" ausgestrahlt werden
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Das Retrolied soll beim Finale des Musikwettbewerbs am 22. Mai in Rotterdam Jurys und Publikum der 40 anderen teilnehmenden Länder überzeugen. Deutschland schickt bereits zum 14. Mal in Folge einen Song komplett in englischer Sprache ins Rennen.

Jurys entschieden für den Sänger mit der Ukulele

In diesem Jahr veranstaltete der NDR erneut keinen deutschen Vorentscheid, sondern legte Interpreten und Song in einer internen mehrstufigen Auswahl von Expert*innen fest. Entschieden haben eine "Eurovisions-Jury" mit 100 Menschen aus ganz Deutschland und eine internationale Jury aus 20 Musikprofis.

Jendrik stellte eine gute Woche nach seiner Nominierung seinen Freund vor und outete sich damit gegenüber der breiten Öffentlichkeit als schwul (queer.de berichtete). Damit schickt der NDR erstmals seit 2009 wieder einen offen schwulen Interpreten ins Rennen. Vor zwölf Jahren vertrat Oscar Loya gemeinsam mit Alex Christensen Deutschland (queer.de berichtete). Loya outete sich wie der diesjährige ESC-Kandidat nach der ESC-Nominierung als schwul (queer.de berichtete). Der Song "Miss King Bang Bang" fiel in Moskau vor allem durch einen Auftritt der US-Burlesquetänzerin Dita von Teese auf, war aber ansonsten wenig erfolgreich. " Er belegte den 20. Platz unter insgesamt 25 Songs. (dk)

 Update  16.40 Uhr: Jendrik erklärt Botschaft des Liedes

Jendrik erklärte bei der Vorstellungs-Pressekonferenz des NDR, dass er mit dem selbstgeschriebenen Lied eine Botschaft verbinde, die zum aktuellen Problem von Hassbotschaften im Internet und Diskriminierungen passt: "Meine Message ist, dass man auf den Hass, den man bekommt, nicht selber mit Hass reagieren soll." Dabei schließt der Sänger auch homophobe Angriffe auf ihn selbst ein. Er werde nicht mit Hass reagieren, wenn ihn jemand "Schwuchtel" nenne, so Jendrik.

Umfrage zum Artikel

» Unser Lied für Rotterdam steht fest. Top oder Flop?
    Ergebnis der Umfrage vom 25.02.2021 bis 08.03.2021


#1 Lys AsAnonym
  • 25.02.2021, 13:54h
  • Peinliche Nummer. Durfte Ralph Siegel wieder ran? Das ist als das Ergebnis, wenn alte Säcke beim NDR irgendwas hinter den Kulissen undemokratisch auskungeln. Nehmt dem NDR den ESC endlich weg. Unwürdig.
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#2 Paula RoydAnonym
  • 25.02.2021, 14:02h
  • Herzlich willkommen zum Eurovision Song Contest 2022 in... überall, nur nicht in Deutschland.

    Die hier präsentierte naiv-nervige Mischung auf Ukulele, Gepfeife und Claps klingt wie die gemeinfreie Hintergrundmusik in jedem aktuellen Werbespot für Lieferdienste, Pflegeprodukte, Kinder-Schokoprodukte, Joghurts, Tauschbörsen-Apps und so ziemlich alles andere...

    Schön, dass Jendrik keinen Hass hegt, in mir wallt dafür gerade eine ziemlich saure Verärgerung über die Verantwortlichen beim NDR auf...
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#3 LupdejuppAnonym
  • 25.02.2021, 14:16h
  • Ok, der Song ist türlich Schrott.... also so ziemlich genau das was man beim ESC hören und sehen will, trashige mucke, schreckliche Kostüme und völlig absurde Bühnenshows! Genau davon lebt der ESC doch, genau deswegen macht der doch überhaupt erst richtig Laune....
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#4 Paula RoydAnonym
  • 25.02.2021, 14:55h
  • Antwort auf #3 von Lupdejupp
  • Es gibt allerdings einen entscheidenden Unterschied zwischen camp und trashig auf der einen und billig und nervig auf der anderen Seite. Dieser Beitrag ist vermutlich eher letzteres und eher eines der Stücke, bei dem man nochmal schnell in die Küche geht. Mich macht diese demonstrative Fröhlichkeit aggressiv.

    Abgesehen davon hat die schleichende Professionalisierung des ESC, insbesondere der osteuropäischen Beiträge, seit Beginn des Jahrhunderts insgesamt zu einem erheblichen Rückgang des Trashfaktors geführt- Mittlerweile ist der größte Teil der Beiträge so durchproduziert und gestreamlined, dass es eher langweilig ist... Bombastballade im großen Abendkleid hier, sexy R&B-Ballade dort und überall Sänger, die die Noten treffen... was ist nur aus dem Grand Prix geworden...
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#5 LupdejuppAnonym
  • 25.02.2021, 15:02h
  • Antwort auf #4 von Paula Royd
  • Hach, wenn die Show dazu schön bekloppt wird passt des schon, aber ich versteh was du meinst...

    Und jupp, da hast du leider recht @ immer professioneller, aber trotzdem gibt's imho immer wieder solche Highlights.... Ich komm bis heute nicht über diesen einen Beitrag weg wo irgend n backgroundtänzer mit Pferdekopfmaske auf ner Leiter vor ner Schultafe stand.... herrlich!
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#6 Sabelmann
  • 25.02.2021, 15:06h
  • Das letzte Jahr (Ben Dolic) hatte mehr Chancen auf einen guten Platz!
    Deutschland hat wieder den Rückwärtsgang eingelegt!
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#7 AlexAnonym
  • 25.02.2021, 15:35h
  • Antwort auf #2 von Paula Royd
  • Corporate Nothing Music.

    Die beste Kritik, die ich zu dieser Art von Geräuschen gesehen und gehört habe, ist /watch?v=AIxY_Y9TGWI

    Ich habe dem, was das obige Video beinhaltet nichts mehr hinzuzufügen, außer dass der Deutsche ESC-Beitrag perfekt in diese Kategorie passt.
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#8 LarsAnonym
  • 25.02.2021, 15:45h
  • Das Lied ist der totale Schrott. Uns ist einer der letzten Plätze sicher. Wieso kann man nicht jemanden mit etwas Talent hinstellen?
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#9 WanndererAnonym
  • 25.02.2021, 15:46h
  • Gut, Deutschland hat ja keinen Bock darauf, den ESC auszurichten, weil das zu viel kostet. Deswegen ist ja die deutsche Liedauswahl auch immer etwas fragwürdig.
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#10 Endlessknight85Anonym
  • 25.02.2021, 17:31h
  • Was Merkel mit ihrem "Vollsten Vertrauen" macht, macht der NDR seit Jahren mit seinen Beiträgen.

    Die Beiträge die sich gut platziert hatten, hatten entweder Stefan Raab im Rücken oder waren sowieso schon Medienmenschen, wie Michael Schulte.....

    Wieso kann man dem demotivierten NDR nicht einfach mal den ESC abnehmen und an den MDR, HR oder WDR geben? Die haben bestimmt mal bessere Konzepte....oder mal für teuer Geld den Raab das ganze machen lassen
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