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Golden Globes

"Schitt's Creek" erneut ausgezeichnet

Die kanadische Comedyserie setzt ihren Siegeszug bei den Golden Globes fort. Auch Jodie Foster kann sich freuen – und zeigt dies mit einem Live-Schmatzer für ihre Ehefrau.


Fünf Staffeln der kanadischen Serie "Schitt's Creek" liefen fast unbemerkt im kleinen US-Sender Pop TV, bei der sechsten Staffel schauten auch die Kritiker*innen zu (Bild: CBC)

Bei den 78. Golden Globes Award wurden am Sonntagabend in Los Angeles erneut mehrere Produktionen mit queerer Thematik oder LGBTI-Schauspieler*innen ausgezeichnet. So konnte etwa die im April 2020 zu Ende gegangene Comedy-Reihe "Schitt's Creek" erstmals den Preis als beste Fernsehserie im Bereich "Comedy/Musical" gewinnen. Neben der kanadischen Serie um die Rose-Familie waren auch "Emily in Paris", "The Flight Attendant", "The Great" und "Ted Lasso" in dieser Kategorie nominiert worden.

Des weiteren konnte auch Schauspielerin Catherine O'Hara (Moira Rose) den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie gewinnen. Die 66-Jährige setzte sich gegen Lily Collins, Kaley Cuoco, Elle Fanning und Jane Levy durch.

Allerdings konnte "Schitt's Creek" nicht an den überragenden Erfolg bei den Emmys im letzten September anknüpfen, als die Serie alle vier wichtigen Schauspiel-Auszeichnungen gewann (queer.de berichtete). So musste sich der schwule Schauspieler Dan Levy (David Rose) dem Briten John Boyega geschlagen geben, der den Emmy als bester Serien-Nebendarsteller für die britische Anthologieserie "Small Axe" gewann. In dieser Kategorie war auch der schwule Darsteller Jim Parsons für "Hollywood" nominiert worden, ging aber ebenfalls leer aus.

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Auch Dan Levys Vater Eugene, der aus "American Pie" bekannt ist und in "Schitt's Creek" Johnny Rose spielte, konnte sich als bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie nicht durchsetzen. In dieser Kategorie gewann Jason Sudeikis für die Apple-Serie "Ted Lasso".

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Ebenso konnte Annie Murphy (Alexis Rose) anders als bei den Emmys keinen Preis gewinnen. In der Kategorie der besten Nebendarstellerin in einer Fernsehserie musste sie sich der offen bisexuellen Schauspielerin Gillian Anderson geschlagen geben, die in der Netflix-Serie "The Crown" Margaret Thatcher spielte. In dieser Kategorie war auch die ebenfalls offen bisexuelle Darstellerin Cynthia Nixon für ihre Rolle in der Ryan-Murphy-Serie "Ratched" nominiert worden.

Insgesamt brachte es "Schitt's Creek" bei fünf Nominierungen auf zwei Preise. Nur "The Crown" war mit vier Auszeichnungen nach sechs Nominierungen erfolgreicher. In Deutschland sind alle sechs Staffeln von "Schitt's Creek" im RTL-Streamingportal TVNOW erhältlich.

Auch im Filmbereich gab es einige Erfolge für queere Schauspieler*innen oder queere Themen. So konnte Andra Day den Golden Globe als beste weibliche Drama-Hauptrolle für ihre Darstellung der bisexuellen Sängerin Billie Holiday in "The United States vs. Billie Holiday" gewinnen. Der Film ist bislang noch nicht in Deutschland erhältlich.

Die lesbische Schauspielerin Jodie Foster wurde als beste Nebendarstellerin für ihre Leistung im Gerichtsdrama "The Mauritanian" ausgezeichnet. Der Thriller über das Guantanamo-Gefangenenlager soll am 24. Juni in die deutschen Kinos kommen.

Bei der Preisverleihung wurde Foster von ihrem Zuhause aus zugeschaltet – sie saß dabei neben ihrer Ehefrau Alexandra Hedison auf einem Sofa. Nachdem Schauspielkollegin Jamie Lee Curtis Foster als Siegerin kürte, küsste diese live ihre Frau. Foster hatte sich erst 2013 im Alter von 50 Jahren als lesbisch geoutet (queer.de berichtete). Ein Jahr später heiratete sie Hedison (queer.de berichtete). (dk)