Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?38258

Bundestagswahl am 26. September

Tessa Ganserer ist Direktkandidatin in Nürnberg

Die Grünenpolitikerin rechnet sich gute Chancen aus, als erste trans Frau in den Bundestag einzuziehen – und vielleicht sogar das Direktmandat zu erobern.


Tessa Ganserer will der CSU in Nürnberg das Fürchten lehren (Bild: Kunterbunt Amberg)

Tessa Ganserer zieht als Direktkandidatin für den Wahlkreis Nürnberg-Nord in die Bundestagswahl am 26. September. Die 43-Jährige setzte sich am Samstag bei einer Videokonferenz der Nürnberger Grünen deutlich mit 34 zu neun Stimmen gegen ihren Gegenkandidaten Berthold Lausen durch.

Die 43-Jährige ist seit 2013 Mitglied des bayerischen Landtags. 2018 outete sie sich als trans – und wurde damit zur ersten trans Abgeordneten eines deutschen Landesparlaments. Damit wurde die gelernte Forstwirtin auch bundesweit bekannt. Sie ist derzeit queerpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion.

"Wir streiten mit der CSU um Platz eins"

In ihrer Antrittsrede kündigte Ganserer an, dass ihr ein Achtungserfolg im Wahlkreis nicht ausreiche: "Wir streiten mit der CSU um Platz eins", so die Kandidatin laut BR. 2017 hatte der CSU-Kandidat in Nürnberg-Nord mit 31 Prozent deutlich vor der SPD-Kandidatin (26 Prozent) und der Kandidatin der Grünen (13 Prozent) gewonnen. Inzwischen haben sich laut Umfragen die Gewichte allerdings verschoben und die Grünen fahren gerade in Städten weit bessere Ergebnisse ein. Sollte Ganserer im Wahlkreis scheitern, könnte sie auch über die Landesliste einziehen. Diese wird im April bei einem Landesparteitag festgelegt.

Ganserer hatte bereits vergangenen Sommer angekündigt, dass es sie nach Berlin ziehe (queer.de berichtete). Damals erklärte sie, dass sie sich im Bundestag insbesondere für LGBTI-Rechte einsetzen wolle, etwa für eine Reform des völlig veralteten Transsexuellengesetzes.

Bislang waren im Bundestag noch nie offen trans Politiker*innen vertreten. Christian Schenk, der zwischen 1990 und 2002 zunächst für die Grünen und später die PDS im Bundestag saß, nahm erst nach dem Ausscheiden aus dem Parlament eine Geschlechtsanpassung vor (queer.de berichtete). Dieses Jahr ruhen die trans Hoffnungen aber nicht nur auf Ganserer: Neben der Nürnbergerin wollen sich viele weitere trans Politiker*innen um ein Mandat bewerben (queer.de berichtete). (dk)



#1 LotiAnonym
  • 02.03.2021, 08:05h
  • Ich wünsche Tessa Ganserer alles erdenklich Gute und eine breite Unterstützung auf ihren sehr steinigen Weg in den Bundestag. Es scheint es mir so, ist das Interesse hier im Forum wieder einmal nicht so groß. Handelt es sich um eine Trans Frau. Its a shame.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 02.03.2021, 08:20h
  • Tessa ist eine großartige Person. Hut ab vor ihrem Engagement und beste Wünsche!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Taemin
  • 02.03.2021, 11:07h
  • Die jüngste Wahl in Nürrnberch war die zum Stadtrat 2019. Damals erhielten die Grünen knapp 20%. Daran wird das Ergebnis von Frau Ganserer zu messen sein. Ich rechne nicht mit einem Erfolg, aber es wird auch ein Gradmesser sein, wie weit Transmenschen als Abgeordnete akzeptiert werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 vanniAnonym
  • 22.03.2021, 13:34h
  • Ich selbst hege große Hoffnungen auf Ihren Erfolg, als Betroffene denke ich kann es nur gut sein wenn Tessa für uns einsteht und sich stark macht.

    Ich drücke fest die Daumen!
  • Antworten » | Direktlink »