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Neues Mitglied

Bundesverband Trans* erhält Sitz in Hirschfeld-Kuratorium

Im Kuratorium der Hirschfeld-Stiftung hat nun auch der Dachverband von Trans-Organisationen einen Sitz.


Stiftungschef Jörg Litwinschuh-Barthel freut sich über die Verstärkung im Kuratorium (Bild: BMH / Sabine Hauf)
  • 2. März 2021, 12:27h, noch kein Kommentar

Das Kuratorium der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) hat beschlossen, den Bundesverband Trans* e.V. (BVT*) aufzunehmen. Laut einer gemeinsamen Presseerklärung von BMH und BVT* vom Dienstag hat die zuständige Stiftungsaufsicht des Landes Berlin die Satzungsänderung bereits genehmigt. Damit steht dem 2015 gegründeten BVT* ein ständiger Sitz im Kuratorium zu.

Seit der Gründung des BVT* im Jahr 2015 war bereits eine Person im Fachbeirat der Bundesstiftung vertreten, die auch Mitglied im BVT* ist. Mit der Aufnahme wolle die Stiftung deutlich machen, dass Trans-Communitys "hörbare und wichtige Teile er LSBTIQ*-Bewegungen" seien.

"Der BVT* hat seit seiner Gründung maßgeblich zur zunehmenden gesellschaftlichen Sichtbarkeit und Akzeptanz von trans* Personen beigetragen. Es ist von großer Bedeutung, dass der BVT* als Selbstvertretung von trans* Personen nun an den wesentlichen Beschlüssen unserer Stiftung auf Augenhöhe mitwirken kann", erklärte BMH-Chefvorstand Jörg Litwinschuh-Barthel. Schließlich sei Magnus Hirschfeld, dem Namensgeber der Stiftung, bereits vor 100 Jahren Forschung und Bildung zu geschlechtlicher Selbstbestimmung und Vielfalt ein wichtiges Anliegen gewesen. "Seine Beobachtung, dass alle Menschen im Grunde 'Zwischenstufen' sind, was ihre Geschlechtsidentität angeht, war seiner Zeit weit voraus. Nach wie vor werden Menschen, die den 'geltenden' Normen und Vorstellungen von Zwei- und Cisgeschlechtlichkeit nicht entsprechen, stigmatisiert, diskriminiert und benachteiligt."

BVT* entsendet Conny-Hendrik Schälicke

Für den neuen Sitz im Hirschfeld-Kuratorium wird der BVT* Conny-Hendrik Schälicke entsenden und als Stellvertretung Frank Krüger. Im Bundesverband Trans* arbeitete Schälicke bereits seit vier Jahren ehrenamtlich mit und ist Sprecher*in für die Bereiche Bildung, Sport und Lobbying. Schälicke ist in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft unter anderem für Grundsatzfragen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zuständig. Darüber hinaus engagiert sich Schälicke im queeren Sport und bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und ist dort Sprecher*in der Bundes-AG LSBTI*.

Das Kuratorium der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld ist das Gremium, das wesentlichen Beschlüsse wie die Vergabe von Geldern für die Projektförderung fasst. Ihm gehören mehrere Vertreter*innen von anderen queeren Verbänden wie dem LSVD, dem Völklinger Kreis oder dem Jugendnetzwerk Lambda an. Zudem stellen die Bundesministerien und die Fraktionen im Bundestag mehrere Kuratoriumsmitglieder. Einzig die Entsendung eines AfD-Vertreters bzw. einer AfD-Vertreterin wurde vom Bundestag abgelehnt, weil sich die Partei durch ihre LGBTI-Feindlichkeit disqualifiziere. Insgesamt ließ die AfD in dieser Legislaturperiode bereits 17 Mal über die Personalie abstimmen (queer.de berichtete). (pm/cw)