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Kattowitz

Morddrohung gegen schwulen Bürgermeister: Polnisches Gericht verurteilt Homo-Hasser

Vor anderthalb Jahre wurde der Kölner Bürgermeister Andreas Wolter per E-Mail bedroht, weil er am CSD in der polnischen Partnerstadt Kattowitz teilnehmen wollte. Der Täter muss nun eine Geldstrafe zahlen.


Andreas Wolter letzten Sommer im Kölner Kommunalwahlkampf (Bild: Grüne Köln)

  • 2. März 2021, 14:23h, noch kein Kommentar

Das Amtsgericht der polnischen Stadt Kattowitz hat am Freitag einen Angeklagten für seine homophoben und herabwürdigen Äußerungen und eine Morddrohung gegen den offen schwulen Kölner Bürgermeister Andreas Wolter (Grüne) zu einer Geldstrafe verurteilt. Laut "Bild" muss der Verurteilte umgerechnet 2.000 Euro Strafe, 300 Euro Schadensersatz und 1.500 Euro Prozesskosten bezahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Hintergrund: Wolter hatte im September 2019 beim CSD in der schlesischen Großstadt – der polnischen Partnerstadt von Köln – teilgenommen. Die Morddrohung hatte er auf sozialen Netzwerken öffentlich gemacht (queer.de berichtete). Demnach habe ihm ein Homo-Hasser per E-Mail geschrieben, dass er für seine Teilnahme "mit deinem Leben bezahlen" werde. Die ermittelte Person soll in Deutschland leben und polnische Wurzeln haben.

"Es ist gut, wenn das Gericht Hass und Hetze bestraft"

Wolter begrüßte am Dienstag die Verurteilung: "Es ist gut, wenn das Gericht Hass und Hetze bestraft und zeigt, dass Morddrohungen nicht toleriert werden. Das Urteil ist ein wichtiges Signal für die liberalen Kräfte in Polen", so der erste Stellvertreter von Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos). Er hatte die Drohung ernstgenommen, da wenige Monate vor der Tat Pawel Adamowicz, der heterosexuelle Bürgermeister von Danzig, nach ähnlichen Drohungen von einem Anhänger der rechtspopulistischen Regierungspartei PiS ermordet worden war.

Ferner beklagte Wolter, dass im Moment vor allem die liberalen Bürgermeisterinnen von Danzig, Aleksandra Dulkiewicz, und von Lodsch, Hanna Zdankowska, ähnlicher Hetze und Drohungen ausgesetzt seien. "Deshalb ist so wichtig, dass nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern auch auf internationaler Ebene gegen Homophobie und Hass eine klare Haltung gezeigt" werde. Die Menschenrechte würden deshalb weiterhin zentraler Bestandteil der Kölner Städtepartnerschaftsarbeit sein. (pm/cw)

Für Menschenrechte. Fahrradsternfahrt und Abschluss des Colognepride mit unseren Freunden von Stowarzyszenie T?czówka...

Posted by Andreas Wolter on Sunday, October 11, 2020
Facebook / Andreas | Auch vergangenes Jahr setzte sich Wolter beim coronabedingt abgespeckten Kölner CSD für LGBTI in der polnischen Partnerstadt ein
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