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Kommentare zu:
Wolfgang Thierse bietet SPD-Chefin seinen Parteiaustritt an


#1 LegatEhemaliges Profil
  • 03.03.2021, 08:04h
  • "In seinem Essay für die FAZ habe er doch nur versucht, "zu Mäßigung zu mahnen und verstärkte Anstrengungen auf das Gemeinsame und Verbindende einer mehr denn je pluralen, diversen Gesellschaft zu richten", verteidigte sich Thierse. "Ich meinte, dies sei gut sozialdemokratisch.""

    Klar, Herr Thierse, Gemeinsamkeiten der Mehrheit im verbindenden Wunsch nach Herabsetzung von Minderheiten zu finden, ist definitiv gut sozialdemokratisch.

    Oder vielleicht doch nicht? Hier bietet sich der SPD eine historische Chance, alte Zöpfe abzuschneiden und endlich mal wieder klar zu ihren soeben gemachten Versprechen zu stehen.

    Ich vermute jedoch, dass es eher zu weiteren hunderttausend ergebnisoffenen Diskursen kommt, als dass die SPD endlich mal wieder zu dem steht, wofür sie angeblich stehen will.
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#2 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 03.03.2021, 08:17h
  • "Mir jedenfalls kommen Zweifel, wenn sich zwei Mitglieder der Parteiführung von mir distanzieren."

    MIR jedenfalls kommen Zweifel, wenn sich zwei Mitglieder der SPD-Grundwertekommission von mir distanzieren.

    ***

    Irgendwie hat sein jetziges Verhalten was von beleidigter Leberwurst. Hoffentlich fällt niemand auf diese Tour rein - und hoffentlich lässt man ihn ziehen. Wenn das allerdings wirklich passiert, muss ich nach sehr langer Zeit mal wieder nen Besen fressen. Mein Restvertrauen in die SPD hat sich pulverisiert.
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 03.03.2021, 08:21h
  • Antwort auf #1 von Legat
  • Na ja, wenn ich den Fall Thierse (und vorher den Fall Sarrazin) mit dem Fall Palmer bei den hypermoralischen Grünen vergleiche, dann sehe ich schon, wo eher Selbstkritik vorhanden ist:

    Bei der ollen Tante SPD und nicht bei der Partei der dauerbetroffenen Bürgererb*innen.

    Nebenbei: Palmer steht im vollen Saft, Thierse ist ein Pensionär.
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#4 MagbumAnonym
  • 03.03.2021, 08:48h
  • Lieber Herr Thierse, nicht fragen. Sie sollten den Schritt einfach wagen. Da fällt mir ein, nehmen Sie doch bitte den Magdeburger Noch-OB Trümper gleich mit. Dieser hat schon in Sachen Parteiaustritt Erfahrung. Das wäre dann sein zweiter Austritt. Ich drücke gleich beide Daumen.
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#5 PeerAnonym
  • 03.03.2021, 08:51h
  • Ich glaube zwar, dass die sehr späte und wachsweiche "Distanzierung" von Esken und Kühnert nur reines Marketing kurz vor Wahlen ist, weil es ansonsten viel mehr und deutlichen Protest (und auch Konsequenzen) hätte geben müssen.

    Aber wenn Thierse wirklich nicht versteht, dass man seine Positionen kritisch sehen kann und nicht damit umgehen kann, dass es auch innerhalb einer Partei mal unterschiedliche Meinungen geben kann, dann sollte er wirklich besser austreten.

    Wobei natürlich auch jedem klar ist, dass er gar nicht austreten will. Denn sowas braucht man nicht "anbieten" und dann wird es akzeptiert oder nicht. Sondern er könnte ja von heute auf morgen austreten, wenn er das wirklich will. Aber in Wahrheit will er ja nur, dass die ganze Partei seiner Linie folgt und es keine Kritik mehr gibt.

    Alleine schon für diesen "Erpressungsversuch" sollte die Parteiführung sagen "Okay, dann verlasse die Partei."
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#6 michael hnkAnonym
  • 03.03.2021, 09:06h
  • Manches wird auch unnötig hochgekocht. Wolfgang Thierse ist zweifellos ein großer Sozialdemokrat mit herausragenden Verdiensten. Wegen einer unglücklichen Äußerung so jemanden gleich ins Fegefeuer zu schicken, das entspricht gewiss auch nicht dem richtigen Maß. Für den einen kann der Regenbogen ja nie bunt genug sein, andere tun sich eher ein wenig schwer damit, alles nur noch in den schillerndsten Regenbogenfarben sehen zu müssen. Deshalb hasst aber ein Herr Thierse jetzt nicht automatisch LGBT-Personen und wäre ab sofort dem rechtsradikalen Lager zuzuordnen. Diese überzogene Kritik ist genauso lächerlich wie meinetwegen seine Genervtheit über einen bestimmten Diskurs. Das klärende Gespräch, das die Parteiführung mit ihm und der ebenso um die Sozialdemokratie hochverdienten Persönlichkeit Gesine Schwan führen will, ist doch schon mal eine gute Option, und danach sehen wir weiter. Entspannt Euch mal ein bisschen.
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#7 Farbe bekennenAnonym
  • 03.03.2021, 09:09h
  • "[...] und fordert nun in einem Brief an Saskia Esken Klarheit."

    Diese Klarheit forder ich jetzt von der SPD auch.

    Wenn die SPD wirklich von Thierses und Schwans Positionen "zutiefst beschämt" ist, wie sie behauptet und wenn Thierse schon klar macht, dass er diese Kritik nicht akzeptieren kann und entweder Einlenken oder Parteiaustritt fordert, dann sollte man jetzt darauf eingehen.

    Wenn die SPD es wirklich ernst meint, wird sie diesen Parteiaustritt annehmen. Macht sie das nicht, war die Kritik nur ein Wahlkampfmanöver und nicht ernst gemeint.

    Jetzt muss die SPD Farbe bekennen.
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#8 Krude MeinungAnonym
  • 03.03.2021, 09:13h
  • Antwort auf #2 von NonBinary
  • "Mir jedenfalls kommen Zweifel, wenn sich zwei Mitglieder der Parteiführung von mir distanzieren."

    Ja, was für ein krudes Demokratieverständnis er da zeigt.

    Der Widerspruch gehört zum Wesen der Demokratie. Ich dachte, er sei froh, nicht mehr im totalitären System der DDR zu leben, aber jetzt fordert er von der SPD auch Gleichschaltung. Natürlich mit seiner Meinung als Vorgabe.

    Alleine schon, dass er nicht verstehen kann, wenn andere sich von seiner Meinung distanzieren (egal ob Marketing oder ernst gemeint), dann ist das eigentlich der beste Beleg, dass eine demokratische Partei vielleicht nicht mehr die richtige Heimat ist.

    Zu Demokratie gehören verschiedene Positionen und Widerspruch. Wer das nicht akzeptiert, ist kein Demokrat.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#9 UnterschiedeAnonym
  • 03.03.2021, 09:20h
  • Antwort auf #3 von goddamn liberal
  • Ja, die Grünen bekleckern sich bei Palmer, Solomon, etc. auch nicht gerade bei Ruhm.

    Aber bisher gibt es bei der SPD auch noch keinen Unterschied dazu.

    Denn distanziert haben sich auch bei den Grünen viele (bis in die höchsten Parteiämter) von diesen Personen. Immer wieder und auch noch viel deutlicher und zahlreicher als jetzt bei der SPD.

    Und noch hat es bei beiden Parteien keine wirklichen Konsequenzen gegeben. Solange Thierse und Schwan noch in der SPD sind (und sogar noch in der Grundwertekommission der Partei) ist das kein Unterschied zu den Grünen. Zumal bei den Grünen der Widerstand zu Palmer & Co viel größer war und auch nicht nur vor Wahlen.

    Im übrigens ist Thierse ja nicht irgendein "Rentner", sondern er ist immerhin Mitglied der Grundwertekommision der SPD und bestimmt damit die kommende Ausrichtung der Partei massiv mit. Thierse hat in der SPD damit mehr Gewicht als Palmer bei den Grünen, der ja einfach nur Bürgermeister einer Stadt ist und nicht mehr.

    Palmer hat sein Amt vom Volkssouverän bekommen, Thierse von seiner Partei. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
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#10 WayneAnonym
  • 03.03.2021, 09:40h
  • Ich muss mal kurz erklären, was hier gerade passiert:

    Thierse cancelt sich selbst. Sozusagen aus vorauseilendem Gehorsam gegenüber der "Cancel-Culture". Damit diese nämlich in der beschriebenen Form existiert, muss der Betroffene notfalls auch mal nachhelfen.

    Stellt euch vor, wie schlimm die Ablehnung von "Partifreunden" Thierses Psyche beinträchtigen muss. Der hat quasi gar keine Wahl, als sich selbst zu canceln.

    Denn zu Meinungsfreiheit gehört auch das Recht auf Zustimmung durch andere. Alles andere ist Canceln.
  • Antworten » | Direktlink »
#11 Carsten ACAnonym
  • 03.03.2021, 09:43h
  • Was für ein Unsympath.

    Wenn er austreten will, soll er das einfach tun und gut ist.

    Aber mit seinem "Austrittsangebot" droht er "Entweder ihr folgt mir blind, bedingungslos und ohne Widerspruch oder ich sorge kurz vor Wahlen mit einem spektakulären Austritt für Trubel und reiße notfalls die Partei in den Abgrund."

    Jemand der sein eigenes Ego so über das Wohl einer Partei stellt, sagt damit sehr viel aus.

    Ich erwarte, dass die SPD jetzt diese Chance nutzt und das Angebot annimmt. Nicht nur zum Wohle der Partei, sondern auch um zu zeigen, dass die Distanzierung ernst gemeint war und dass solche Positionen in einem demokratischen Rechtsstaat nicht toleriert werden dürfen.
  • Antworten » | Direktlink »
#12 audeasAnonym
#13 Carsten ACAnonym
  • 03.03.2021, 10:04h
  • Antwort auf #6 von michael hnk
  • >>>>> Wolfgang Thierse ist zweifellos ein großer Sozialdemokrat mit herausragenden Verdiensten.<<<<<

    Welche?

    Dass er mal Pöstchen hatte, die seine Partei ihm verschafft hat?

    >>>>> Wegen einer unglücklichen Äußerung so jemanden gleich ins Fegefeuer zu schicken, das entspricht gewiss auch nicht dem richtigen Maß. <<<<<

    Wenn das nur eine "unglückliche Äußerung" gewesen wäre, die missverstanden worden wäre, hätte er ja genug Zeit gehabt, um das klar zu stellen. Er hätte sich nicht mal entschudligen müssen, sondern hätte nur sagen brauchen "Da habe ich mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Das war nicht so und so gemeint, sondern so und so."

    Hat er aber nicht. Im Gegenteil: er hat sogar noch nachgetreten, sich selbst als Opfer aufgespielt und LGBTI noch weiter verunglimpft. Er hat es so dargestellt, als würden LGBTI jeden, der ihnen nicht passt, "canceln" wollen. Diese Verunglimpfung kennt man sonst nur aus extrem rechten Parteien. Und dass das auch inhaltlich falsch ist, sieht man daran, dass er ja mit jeder seiner Aussagen Gehör in den Medien findet. Also offenbar nicht "gecancelt" wird.

    >>>>> Für den einen kann der Regenbogen ja nie bunt genug sein, andere tun sich eher ein wenig schwer damit, alles nur noch in den schillerndsten Regenbogenfarben sehen zu müssen. <<<<<

    Es hat auch niemand verlangt, dass Herr Thierse jetzt mit Regenbogenflagge beim CSD mitläuft.

    Aber es ist halt ein Unterschied, ob jemand sich nicht explizit für Gleichstellung einsetzt oder ob man das sogar bekämpft und LGBTI herabwürdigt.

    >>>>> Diese überzogene Kritik ist genauso lächerlich wie meinetwegen seine Genervtheit über einen bestimmten Diskurs. <<<<<

    Wenn jemand solche Aussagen tätigt und man sich dann fragt, wie so jemand noch Mitglied einer Grundwertekommission sein kann, ist das für Dich lächerlich?

    >>>>> Das klärende Gespräch, das die Parteiführung mit ihm und der ebenso um die Sozialdemokratie hochverdienten Persönlichkeit Gesine Schwan führen will, ist doch schon mal eine gute Option, und danach sehen wir weiter. <<<<<

    Und Du glaubst, dass bei solchen Marketing-Aktionen etwas geändert wird?

    >>>>> Entspannt Euch mal ein bisschen. <<<<<

    Wir entspannen uns genau dann, wenn solche Leute nicht mehr in Grundwertekommissionen mitreden und wenn die SPD Kritikern nicht mehr das Mikro abdreht, weil sie mangels Gegenargumenten lieber Kritiker mundtot macht, statt auf die Kritik einzugehen.
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#14 Taemin
  • 03.03.2021, 10:09h
  • Wenn Thierse die Verbreitung rechtsextremen Gedankengutes als Zeichen von Mäßigung und Pluralismus versteht, dann ist er in der Tat in der AfD am besten aufgehoben.
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#15 goddamn liberalAnonym
  • 03.03.2021, 10:11h
  • Antwort auf #12 von audeas
  • Gratuliere!

    Ich kann selbst, wenn ich Menschen begegne, nicht raten, ob die CIS oder Sissy sind.

    Ich kann auch nicht raten, ob in deren Familie Holocaust-Opfer oder Holocaust-Täter sind.

    Ich kann auch nicht raten, ob ihre Vorfahren Täter oder Opfer von SS-Massakern irgendwo in Europa waren (meist im Osten).
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#16 goddamn liberalAnonym
#17 YannickAnonym
  • 03.03.2021, 10:16h
  • Prima, dass Herr Thierse schon seine eigene Mitgliedschaft in Frage stellt.

    Ich frage mich zwar, warum er dann nicht gleich austritt, sondern noch die Parteiführung vorführen will, aber so scheinen SPD'ler offenbar zu ticken.

    Jetzt müssen Esken, Kühnert & Co zeigen, ob ihre Kritik und ihr "Beschämtsein" ernst gemeint waren oder wieder mal nur Marketing-Blabla.

    Wir werden sehr genau hinsehen, wie die Parteiführung reagiert.
  • Antworten » | Direktlink »
#18 NevermindAnonym
#19 Taemin
  • 03.03.2021, 10:22h
  • Antwort auf #17 von Yannick
  • Das ist Teil seiner Strategie, sich als Opfer zu stilisieren nach dem Motto "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen...". Wer anderer Meinung ist, hat in der SPD keinen Platz mehr, will er suggerieren - als ob Hass auf Minderheiten eine Meinung wäre. - Das eigentlich Peinliche für die SPD ist, dass offenbar wird, was für Gestalten aus der rechten Szene sie als qualifiziert für höchste Staatsämter ansieht. Thierse machte sie einst zum Präsidenten des Bundestages (protokollarisch das zweithöchste Amt im Lande) und Schwan wollte sie gar zur Bundespräsidentin machen.
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#20 michael hnkAnonym
#21 KaiJAnonym
  • 03.03.2021, 10:28h
  • Meint da jemand, er könne mit der Fragestellung eines Parteiaustritts an die Partei noch irgendein Pfund einsetzen, um so in der Partei seine wohl queerfeindliche Position aufrecht erhalten zu können. Das wäre jedenfalls wohl ein typischer Thierse.
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#22 TaktikAnonym
  • 03.03.2021, 10:41h
  • Antwort auf #21 von KaiJ
  • Ja, würde er wirklich austreten wollen, würde er es einfach tun.

    Aber mit dieser Aktion will er ganz offensichtlich die Partei auf seine Seite bringen, weil keiner in der SPD so kurz vor Wahlen will, dass ein so prominenter Kopf die Partei verlässt. Und dann auch noch mit der Begründung, er würde in der SPD unterdrückt.

    Und sollte er dennoch rausfliegen, kann er sich weiter als Opfer einer angeblichen Cancel Culture hinstellen.

    Sein Ego wird so oder so befriedigt sein.

    Jetzt kommt es auf die SPD an, ob sie sich von ihm dieses Spiel aufzwingen lässt und sich erpressen lässt. Oder ob sie sagt: "Alles klar. Wenn Du es nicht ertragen kannst, mit anderen Meinungen in der Partei umzugehen, dann geh halt. Tschüss."
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#23 Grete WurmAnonym
  • 03.03.2021, 10:46h
  • Antwort auf #20 von michael hnk
  • Na du bist ja fast so kritikfähig wie Wolle Thierse.

    Eins verstehe ich nicht ganz: Wenn man doch mitbekommt, dass die eigenen Äußerungen solche Reaktionen bewirken, warum kann man sich dann nicht einfach mal dafür entschuldigen? Ist das so schlimm, sind das zu viele Zacken für das eigene Krönchen?
    Alleine, weil es wohl doch offensichtlich für andere verletzend oder verstörend war; reicht das nicht aus?

    Dass du dann aber noch solch ein Kindergarten-Leberwurst- und Erpressungsverhalten ok heißt, mit der Begründung, fahrt mal runter, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Warum sollte man das bei dem jetzt sogar doppelt erfolgten Fehlverhalten genau tun?
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#24 Anna LystAnonym
  • 03.03.2021, 10:52h
  • Antwort auf #6 von michael hnk
  • "hochgekocht", "zweifellos", "unglückliche Äußerung", "Fegefeuer", "nur noch Regenbogen", "überzogen", "lächerliche Kritik" ...

    Am vielsagendsten davon ist deine Fromulierung "unglückliche Äußerung", denn das ist am lautesten dreist gelogen.

    Thierse hat nicht nur eine einzige "unglückliche Äußerung" abgelassen, sondern er wiederholt sie mehrfach und beharrt auf seinem Hass, unablässig und ohne jede Einsichtsfähigkeit.
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#25 FennekAnonym
  • 03.03.2021, 10:55h
  • Bisher habe ich mich zurückgehalten, weil ich der Meinung bin, dass man in einer Demokratie auch solche Meinungen aushalten muss. Und weil ich hoffe, dass er sich mit solchen Aussagen selbst diskreditiert und die Mehrheit der Menschen diese populistische Hetze durchschauen.

    Aber wenn er jetzt auch noch anderen das Recht auf eine andere Meinung abspricht, dann kann ich nicht mehr schweigen. Denn jetzt geht es nicht mehr darum, wie eine Person über LGBTI denkt, sondern jetzt geht es an die Grundpfeiler demokratischer Grundrechte.

    Er verlangt von der SPD, dass jeder in der Partei das so zu sehen hat, wie er das sieht. Und dass es keinen Widerspruch gibt. Damit will er mal eben die Meinungsfreiheit und Redefreiheit abschaffen, die er für sich selbst fordert, aber anderen offenbar nicht zugesteht.

    Er agiert nach dem Motto: "Entweder bist Du mein Freund oder mein Feind. Und wenn Du meine Meinung nicht teilst, bist Du mein Feind."

    Das ist indiskutabel. Und ein Angriff auf demokratische Grundrechte.

    Die SPD sollte sich spätestens jetzt von ihm trennen. Tut sie das nicht und lässt sie einen offensichtlichen Demokratie-Feind in ihren Reihen oder sogar in der Grundwertekommission, müssen wir davon ausgehen, dass sie seine Positionen und seine Angriffe auf demokratische Grundrechte mindestens toleriert oder gar teilt.

    Ist jetzt die Entscheidung der SPD. Aber dann muss sie auch mit den Konsequenzen leben. Denn wenn ein Feind demokratischer Grundrechte in deren Grundwertekommission bleibt, wird die SPD sich endgültig unwählbar machen.
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#26 MimimimimiAnonym
#27 Julian SAnonym
  • 03.03.2021, 11:09h
  • Zuerst teilt er immer und immer wieder gegen andere aus. Und wenn es dann jemand wagt, mal ganz vorsichtig (und ohne ihn konkret zu nennen) anzudeuten, dass man das anders sieht, als er, spielt er die beleidigte Leberwurst und droht.

    Das passt alles sehr gut ins Gesamtbild.

    Es zeigt aber auch, dass der in einer Grundwerte-Kommission nichts zu suchen hat. Ob die SPD das Austrittsgesuch annimmt oder nicht, müssen die selbst wissen. Aber in der Grundwerte-Kommission kann der definitiv nicht bleiben, wenn der nicht mal mit anderen Meinungen umgehen kann und eine ganze Partei gleichschalten will.
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#28 Grete WurmAnonym
  • 03.03.2021, 11:16h
  • Antwort auf #27 von Julian S
  • Da kommt dann eben doch noch sein altes DDR-Mindset durch.
    Demokratie ja, aber bitte nur so lange, wie sie auch die eigene Meinung widerspiegelt.
    Ansonsten gibt es absolute und resolute Maßnahmen, um die Abweichler auf Spur zu bringen, damit dann nach außen alle die vermeintlich gleiche Meinung haben.
    Diese Zeiten sollten bitte endlich vorbei sein.
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#29 AngelhakenAnonym
#30 AtreusProfil
  • 03.03.2021, 11:50hSÜW
  • Zur Parteibuchfrage würde ich sagen, CDU, CSU oder AfD sind zumindest in queeren Fragen besser geeignet, für Herrn Thierse. Ansonsten erwarte ich mit großer Spannung, welche Reaktion von Esken auf Thierses Angebot folgt. Das Popcorn steht bereit.
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#31 Grete WurmAnonym
#32 nichtboehmischAnonym
#33 YukiAnonym
  • 03.03.2021, 11:58h
  • Awwww ja wenn man sich selbst in die Opferrolle begibt weil alle ja so böse sind .... Der richtige AFD Move von dem Herren Thierse denke da würde er auch besser hinpassen....
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#34 OlliAnonym
  • 03.03.2021, 12:06h
  • So langsam wird diese Debatte echt absurd. Was genau ist eigentlich Schlimmes passiert? Immer wenn irgendwer Bedeutendes und auch Unbedeutendes sich irgendwie kritisch zu Fragen der Identität äußert, läuft die "Community" Sturm. Der Effekt ist lediglich, dass sich unsere bekannten Gegner in allem bestärkt fühlen, was sie sonst umtreibt, wenn es um LGBTIQ* Rechte geht.

    Als Beispiel: der Beitrag zum Thema #actout der 185 Schauspieler*innen in der FAZ von Sandra Kregel. Die Dame ist der Meinung, dass die Schauspieler das ja nur getan haben, um sich selber in Szene zu setzen und dass es eine Diskriminierung ja so nicht gibt. Ein Aufschrei bis hin zum üblichen "Die muss weg" oder bis hin zu J. Krams Forderung, Kregel dürfe aufgrund ihrer Einstellung nicht mehr in Jurys sitzen, in denen auch queere Autoren über queere Themen schreiben, bzw. er fühle sich unwohl, wenn jemand wie Kregel in so einer Jury sitzt. Für mich kommt beides aufs gleiche hinaus. Weg mit Ihr. Das nennt man auch Cancel Culture. Nur vergisst man dabei, dass nicht jede kritische Sichtweise gleich eine fundamentale Abneigung gegen LGBTIQ* ist, sondern eine Meinung zu einem Sachverhalt, den jeder in diesem Land immer noch haben darf, egal wie absurd und in diesem Fall auch nur schwer nachvollziehbar eben diese Meinung eben ist. Man kann Kregel problemlos mit Argumenten begegnen, ihre Thesen aufgreifen, entkräften und zur Not sich eben auch unversöhnlich gegenüberstehen. Das nennt man übrigens Diskurs und der geht allmählich flöten, da es nicht mehr um Argumente und Debatte geht, sondern um Gefühle. Nur waren die in Debatten in denen es nicht um Beziehungen oder Sex geht noch nie wirklich hilfreich. Dass Kegel Bücher ablehnt oder mies bewertet, könnte ja auch mit dem literarischen Gehalt zusammenhängen. "Call Me By Your Name" z.B. kann man ruhig in die Scheck'sche Tonne kloppen. Derart seichter Mist hat mit guter Literatur nichts zu tun. Aber das ist auch nur mein persönliches Urteil.

    Dasselbe gilt nun für Wolfgang Thierse. Ich habe sämtliche Beiträge von ihm zu diesem Thema gelesen. Ich bin in vielen Punkten sicher nicht seiner Meinung und denke, dass man in seinem Altern auch nicht mehr alles verstehen muss. Aber jetzt einen Streit so eskalieren lassen, dass er seinen Gegnern in diesem Diskurs gleich seinen Rücktritt anbieten muss? Wo soll das bitte hinführen? Für LGBTIQ* ist so viel erreicht worden, und man muss in vielen Bereichen immer noch nachbessern. Aber auch hier werden immer mehr Rechte endlich einer "Normalität" angeglichen, die wir doch seit Ewigkeiten eingefordert haben. Und zwar lautstark. Jetzt bei jeder kritischen Debatte sofort einen derartigen Streit von Zaun zu brechen, ist völlig sinnlos und leider auch völlig kontraproduktiv. Dass sich jemand wie Thierse angeblich als Heterosexueller benachteiligt fühlt, kann ich bei nüchterner Betrachtung aller Vorwürfe gegen ihn nicht nachvollziehen. Sein Problem. Ich sehe aber wohl, dass sich nicht wenige aus der "Community" sofort persönlich angegriffen fühlen und sofort zum Sturm blasen und gleich "Diskriminierung" schreien, wenn ein Konservativer aus dem anderen Lager mal eine andere Meinung vertritt und eben nicht alles klasse findet, was in der Tat eine Minderheit lautstark einfordert und sei es noch so absurd, wie z.B. die endlose Debatte, wie man denn nun geschlechtergerecht schreibt. Dass man damit eine Sprache auch völlig verhunzen kann: egal. Hauptsache mit dem *ist nun jeder gemeint.

    Erinnert sich noch jemand an die völlig bescheuerte Debatte, ob man die Regenbogenflagge unserer "Community" nicht um weitere Farben erweitern müsste, weil Schwarze und Transgender nicht berücksichtigt werden? Spätestens da hört der Spaß auf und man kann nur noch drüber lachen. Die Unfähigkeit, sich unter einem längst etablierten Symbol, denn nichts anderes ist die Regenbogenflagge, zu versammeln, hat auch eine ganze Menge mit verblendetem Egoismus zu tun.

    Zudem wäre es vielleicht mal sinnvoll, den Begriff "Community" neu zu denken. Seit ich mit 17 die Szene entdeckt habe (damals, in den 80ern gab es ja noch eine "echte"), habe ich vor allem festgestellt, dass Community vor allem eins bedeutet: Anpassung, Konformität und Erfüllung von Klischees über Musikgeschmack und wie der Körper und die Genitalien auszusehen haben. Und ab 27 war man abgemeldet. Selbst bei denen, die 30 Jahre älter waren. Vielfalt ist immer dann gut, wenn sie geil aussieht. Ggf. sollte man da ansetzen, bevor man sich über jeden noch so kleinen kritischen Beitrag gleich so echauffiert, dass eine sinnvolle Debatte nicht mehr stattfinden kann.
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#35 Und tschüssAnonym
  • 03.03.2021, 12:06h
  • Reisende soll man nicht aufhalten...

    Wenn er nicht damit klarkommt, dass andere Menschen andere Meinungen haben, dann soll er halt gehen.

    Ich frage mich nur, warum er das dann nicht einfach macht, sondern noch so viel Aufhebens um seine Person macht?! Gekränkte Eitelkeit?
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#36 Butter bei die FisAnonym
  • 03.03.2021, 12:10h
  • Antwort auf #7 von Farbe bekennen
  • Ja, jetzt muss die SPD-Führung beweisen, ob sie wirklich von Thierses und Schwans Positionen "zutiefst beschämt" sind oder nicht.

    Jetzt müssten die beiden mindestens aus der Grundwertekomission raus, weil sie alles andere vertreten als Grundwerte. Und wenn schon der Parteiaustritt angeboten wird, sollte er auch angenommen werden.

    Passiert das nicht, war das von Esken und Kühnert nichts als pures Blabla... (Was bei der SPD auch nichts neues mehr wäre.)
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#37 LegatEhemaliges Profil
  • 03.03.2021, 12:33h
  • Antwort auf #34 von Olli
  • "Nur vergisst man dabei, dass nicht jede kritische Sichtweise gleich eine fundamentale Abneigung gegen LGBTIQ* ist"

    Trotz deines langen Kommentars ist die einzig wichtige Frage folgende:
    Welcher Grad an Diskriminierung von queeren Menschen ist für dich noch OK und wie begründest du diese gruppenbezogene Ausnahme?
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#38 AngelhakenAnonym
#39 LorenProfil
  • 03.03.2021, 12:38hGreifswald
  • Muss ihn ja schwer treffen, dass ihm (indirekt) u.a. von seiner Parteivorsitzenden Rückwärtsgewandtheit attestiert wird. Dabei ist ihm völlig klar, dass seine diffamierenden Äußerungen zur Antidiskriminierungspolitik gerade en vogue sind und er doch auf einer ganz aktuellen Welle mitschwimmt, quasi dem (konservativen) Zeitgeist ganz nah.
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#40 TrittbrettfahrtwatchAnonym
#41 Taemin
  • 03.03.2021, 12:49h
  • Antwort auf #34 von Olli
  • Zu diesem langen Beitrag nur zwei Anmerkungen von mir, ganz kurz:

    1. Wenn Du von "Kritik" schreibst, dann unterstellst Du, wenn jemand Schwulen und Lesben die volle Gleichbehandlung und Akzeptanz verweigert und das auch noch laut in die Öffentlichkeit posaunt, dann sei das Kritik an überzogenen Forderungen. Damit übernimmst Du einerseits einen Kritikbegriff, der gar nicht Kritik meint, sondern Formulierung grundlegender Aversion, und andererseits räumst Du ein, das Verlangen nach voller rechtlicher Gleichstellung und gesellschaftlicher Akzeptanz sei überhaupt (im sachlichen Sinne) kritikwürdig. Das stimmt so nicht. Thierse hat Menschenwürde und Grundrechte von Schwulen und Lesben unter den Vorbehalt von Traditionen und vermeintlichen kulturellen Werten gestellt, wie das die KP Chinas und die Organisation islamischer Staaten tun. Dadurch bekennt er sich nicht -wie er nachgeschoben hat- zu einer freiheitlichen, vielfältigen Gesellschaft, sondern zu einem Minderheiten unterdrückenden Zwangssystem, wie das zuletzt sogar die DDR zu überwinden versuchte.

    2. Du machst Dir eine klassische homofeindliche Stereotype zu eigen, wenn Du davon sprichst, Menschen fühlen sich persönlich verletzt. Das ist -Verzeihung- Unfug. Objektiv erkennbare und belegbare gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist um ihrer selbst willen verwerflich, und nicht weil sich irgendwelche Mimosen "persönlich verletzt fühlen", also etwas empfinden, was in Wahrheit gar nicht vorliege.

    Ich wundere mich immer wieder, dass selbst unsere größten und unverschämtesten Feinde immer wieder Apologeten unter unsersgleichen finden.
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#42 StaffelbergblickAnonym
  • 03.03.2021, 13:14h
  • Beim Lesen der üblichen Kommentarinhalte (sind zu anderen Threads austauschbar) ist immer wieder die Abneigung der SPD gegenüber und deren Nichtwählbarkeit deutlich im Vordergrund. Aus diesem Grund finde ich es sehr unterhaltsam, wie sich hier eine sog. queere Community (wer hier queer sein darf oder der Community angehören darf ... einfach mal die Kommentare des letzten halben Jahres ansehen) das Maul über die SPD zerreißt, die sie ja gar nicht mag, geschweige wählen wird. Mir kommt das eher wie eine alte Haßliebe vor. Und was wird damit erreicht ... nichts. Es wird weiter gären bis "Knalleffekte" alle auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Weil ein wesentlicher Teil der Bevölkerung sich dafür überhaupt nicht interessiert und von akademischen Diskussionsspitzfindigkeiten genervt ist. Ich kann mich noch gut an die Flugblätter erinnern, die damals von Studenten vor den Werktoren Berlins verteilt wurden. Diese Papiere waren für die durchschnittlich gebildeten Menschen nicht lesbar.
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#43 LarsAnonym
  • 03.03.2021, 13:49h
  • Antwort auf #40 von Trittbrettfahrtwatch
  • "Die Community" ist ein künstlicher Begriff. Sie ist eine Sammlung von verschiedenen Identitäten.

    Insofern ist jemand, der nur ein Teilen mit "der Community" übereinstimmt, sicher kein angepasster Trittbrettfahrer, sondern jemand der in seinem eigenen Sattel sitzt und da mitläuft/mitfährt, wo es passt.

    Ich finde das eine sehr souveräne und demokratische Haltung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#44 PlundertascheAnonym
  • 03.03.2021, 13:52h
  • Antwort auf #42 von Staffelbergblick
  • Und jetzt willst du einem mit dem braunen Drohgespenst dazu ermuntern, das kleinere Übel, die olle, ziemlich verstaubte Tante SPD zu wählen? Weil es ja sonst keine Möglichkeiten gibt? Das Wort >>Alternative<< verbietet sich an der Stelle.
    Nice try, Junge, dessen Name eine Diagnose ist. No, thank you, next! :)
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#45 LarsAnonym
  • 03.03.2021, 13:57h
  • Antwort auf #41 von Taemin
  • Du und user Olli interpretieren die Aussagen Thierses unterschiedlich. Keiner kann beanspruchen, die "richtige" Interpretation zu besitzen.

    Eine demokratische Diskussionskultur (innerhalb der SPD wie auch im Netz) zielt darauf ab, divergierende Positionen zu klären, nicht aber anderen die Deutung oder Bewertung von Aussagen überzustülpen.

    Genau das findet in dieser Debatte nicht statt. Vordergründig kann das natürlich ein Erfolg sein, wenn man sich mit Aussagen des politischen Gegner nicht mehr beschäftigt, sondern lediglich beschämt oder verwundert ist. Langfristig ist das aber gefährlich, weil der politische Gegner dann ähnlich "diskutieren" wird - wo man dann schnell im postfaktischen Diskurs à la Trump landet.

    Und da will doch wohl niemand hier hin? Oder?
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#46 LegatEhemaliges Profil
  • 03.03.2021, 14:09h
  • Sprich bitte nur für dich. Ich habe aufgehört die SPD zu wählen aufgrund der Agenda 2010 (auch bekannt als jene Agenda, die uns Hartz IV gebracht hat) und schäme mich noch heute dafür, dass ich ein Steigbügelhalter für einen Gerhard Schröder und einen Sigmar Gabriel war. Ich kann das lediglich damit versuchen zu entschuldigen, dass ich Edmund Stoiber verhindern wollte, aber das macht die Wahl solcher anti-sozialen Figuren leider auch nicht besser.
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#47 LegatEhemaliges Profil
  • 03.03.2021, 14:47h
  • Antwort auf #45 von Lars
  • "Keiner kann beanspruchen, die "richtige" Interpretation zu besitzen."

    Das ist und bleibt absoluter Quatsch auf Trump-Niveau. Es gibt keine "alternativen Fakten", Fakten sind einfach erst mal da und deren Interpretation kann korrekt oder inkorrekt sein. Klar kann man dann immer noch anderer "Meinung" sein, aber Meinungen sind weder Fakten, noch automatisch eine korrekte Interpretation von Fakten. Es ist ganz einfach objektiver Fakt, dass wer queere Menschen - egal aus welchen Gründen - schlechter stellen will, queere Menschen diskriminiert. Alle anderen "Interpretationen" spiegeln die Wirklichkeit nicht wider und sind daher als inkorrekt zurückzuweisen.
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#48 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 03.03.2021, 15:00h
  • Antwort auf #47 von Legat
  • "Es ist ganz einfach objektiver Fakt, dass wer queere Menschen - egal aus welchen Gründen - schlechter stellen will, queere Menschen diskriminiert."

    Ich stimme, auch sonst, absolut zu. Ich bin es so Leid, man müsse jede Meinung als gleichwertig anerkennen und erst mal ergebnisoffen, ggf. jahrelang, darüber diskutieren. Dabei sei jeder Person gleicher Respekt zu zollen, egal ob diese Person eine_n aufs Heftigste beleidigt/ diskriminiert etc. oder nicht.

    In einer pluralistischen Demokratie (und noch wird zumindest behauptet, wir hätten eine solche) darf es einfach nicht angehen, dass es IRGENDWIE DOCH OK SEIN KÖNNTE, dass Minderheiten benachteiligt werden. Benachteiligung und Diskriminierung von Minderheiten ist IMMER zu ächten. Das ist nicht diskutabel. Und Personen, die uns VOLLEN Respekt versagen, dürfen selbst nicht vollen Respekt für sich erwarten, sondern müssen für ihr Handeln und Sprechen dann eben auch Konsequenzen tragen.
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#49 ganz einfachAnonym
  • 03.03.2021, 15:24h
  • Antwort auf #34 von Olli
  • "So langsam wird diese Debatte echt absurd. Was genau ist eigentlich Schlimmes passiert?"

    Das könnte man durch Lesen der vorangehenden Artikel auch selbst beantworten, aber ich kann Dir das gerne zusammenfassen.

    Was passiert ist:
    - da rechtfertigt jemand die Diskriminierung von LGBTI bzw. will Verständnis dafür

    - dann sagen andere, warum sie diese Position nicht in Ordnung finden

    - Daraufhin eskaliert Thierse die Situation und unterstellt LGBTI, dass sie ihn mundtot machen wollen - also die klassische Täter-Opfer-Umkehr wie man sie sonst nur von rechten Parteien kennt

    - Auch die SPD macht zunächst mal mit und stellt Kritikern das Mikro ab, um sie zu canceln.

    - Dennoch behauptet Thierse weiterhin, er würde gecancelt, obwohl es doch seine Kritiker sind, die das Mikro von der SPD abgedreht bekommen

    - erst wenn diese ungeheuren Vorgänge deutschlandweit zu Kritik führen, kommen nach fast zwei Wochen nur zwei SPD-Politiker mal auf die Idee, sich dafür zu entschuldigen. Aber auch nur wachsweich und bisher ohne Konsequenzen.

    Wenn das für Dich alles in Ordnung ist, in einer Demokratie Leuten in Diskussionen das Mikro abzustellen, sie zu verunglimpfen, etc. Alles nur, weil sie anderer Meinung als Thierse und Schwan sind... Für mich (und viele andere) ist es das offenbar nicht.
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#50 WürdeAnonym
  • 03.03.2021, 15:29h
  • Antwort auf #42 von Staffelbergblick
  • "Aus diesem Grund finde ich es sehr unterhaltsam, wie sich hier eine sog. queere Community [...] das Maul über die SPD zerreißt [...]"

    1. Wir haben keine Mäuler, sondern Münder. Das ist der Wortschatz, wie Rechte ihre Gegner herabwürdigen und lächerlich machen wollen.

    2. Wenn Menschen mit anderer Meinung das Mikro abgedreht wird und Thierse sich als Opfer aufspielt (sie alte Täter-Opfer-Umkehr) und man das dann kritisiert, ist das für Dich "unterhaltsam"?

    Freut mich ja, dass Dich das Ganze amüsiert. Aber den Menschen, die Politik nicht nur als Circus oder Daily-Soap ansehen, sondern denen etwas an Demokratie liegt, dürfen aber doch noch ihre Meinung sagen, oder? Denn noch gilt die freie Rede auch für andere Menschen als nur Herrn Thierse, auch wenn manche das offenbar ändern wollen.
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#51 LegatEhemaliges Profil
  • 03.03.2021, 15:30h
  • Antwort auf #45 von Lars
  • "wenn man sich mit Aussagen des politischen Gegner nicht mehr beschäftigt, sondern lediglich beschämt oder verwundert ist."

    Nur ein Beispiel: Wenn ein Trump offen die Diskriminierung von Transpersonen durchsetzt und auch jetzt noch weitere Schritte zur Schlechterstellung unserer Trans Mitmenschen fordert, muss ich nicht mit ihm als meinem "politischen Gegner" darüber diskutieren, ob die Diskriminierung von Transpersonen nicht vielleicht DOCH irgendwie OK sein könnte, sondern ich kann mich nur wundern, wie ein solcher Unmensch Präsident der Vereinigten Staaten sein konnte, beschämt über sein absolutes Versagen von Menschlichkeit sein, KOTZEN und ihn anschließend nur noch bekämpfen, wo ich nur kann.

    Siehst du das anders? Forderst du einen freien, ergebnisoffenen Diskurs mit Trump über die Rechte von Transpersonen? Warum macht es einen Unterschied, ob der Wunsch nach Diskriminierung von einem Trump oder von Thierse kommt?
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#52 Fakten vs AuslegungAnonym
  • 03.03.2021, 15:35h
  • Antwort auf #45 von Lars
  • "Du und user Olli interpretieren die Aussagen Thierses unterschiedlich. Keiner kann beanspruchen, die "richtige" Interpretation zu besitzen."

    Du verwechselst Fakten mit ihrer Interpretation.

    Was Thierse gesagt hat, ist Fakt. Das kann jeder nachlesen/nachhören und das bestreitet ja auch niemand.

    Dass Thierse sich nach Kritik als Opfer aufspielt und die alte Nummer mit der Täter-Opfer-Umkehr spielt, ist auch Fakt. Auch das ist für jeden nachlesbar/nachhörbar.

    Dass Thierse sagt, er würde "gecancelt", obwohl bisher jeder Halbsatz von ihm veröffentlicht wurde und es eher die Kritiker sind, die gecancelt werden, z.B. indem man ihnen das Mikro abdreht, ist auch Fakt.

    Das alles sind für jeden nachprüfbare Fakten.

    Ob man das alles schlimm findet oder nicht, das ist dagegen persönliche Interpretation.

    Und wenn Du das alles in einer Demokratie in Ordnung findest, darfst Du das sagen. Aber genauso dürfen auch die Leute, die das nicht in Ordnung und für eine demokratische Partei unwürdig finden, das auch sagen.

    Und dann brauchst Du auch nicht so zu tun, als wäre das Berichten von Fakten Interpretation und als wären Fakten Auslegungssache - das sind sie nämlich nicht.
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#53 LegatEhemaliges Profil
#54 Christoph32Anonym
#55 SakanaAnonym
  • 03.03.2021, 15:41h
  • Halten wir also fest:

    SPD = zu rechts

    Grüne BW = engagieren sich zu wenig für LSBTTIQ*-Rechte, also auch zu rechts

    GRÜNE Bund = fordern viel, können es aber nicht umsetzen, weil in der Opposition, streben aber perspektivisch Schwarz-Grün oder GRR2 an, wohl auch zu rechts dann

    DIE LINKE = zu rechts, weil Kontakte nach Russland, also "Putin-Versteher:innen"

    FDP = hat in der Bundesregierung bei LSBTTIQ*-Rechten nichts zustande gebracht, also auch zu rechts

    CDU = zu rechts

    CSU = zu rechts

    AFD = indiskutabel

    Habe ich noch irgendeine Partei vergessen, die für die hier Anwesenden aus verschiedenen Grünen unwählbar ist?
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#56 LegatEhemaliges Profil
#57 Julian SAnonym
#58 Julian SAnonym
  • 03.03.2021, 15:56h
  • Antwort auf #45 von Lars
  • Wie Legat schon angedeutet hat:
    wir diskutieren nicht mit Leuten, die ergebnisoffen darüber diskutieren wollen, ob es nicht doch in Ordnung ist, LGBTI die Grundrechte, die alle anderen haben, weiterhin vorzuenthalten.

    Es gibt für Demokraten einfach Dinge, die nicht zur Disposition stehen und über die man auch nicht diskutiert. Und dazu gehören auch der demokratische Gleichheitsgrundsatz und die Universalität von Grundrechten.
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#59 EiGuggeAnonym
#60 JasperAnonym
  • 03.03.2021, 16:07h
  • Saskia Esken und Kevin Kühnert haben gesagt, dass die Positionen Thierses und Schwans für die SPD "zutiefst beschämend" seien.

    Dann können sie ja jetzt beweisen, dass das ernst gemeint war.

    Wenn Thierse schon seinen Parteiaustritt anbietet, dann sollten die das auch annehmen.

    Falls sie das nicht tun, war das wieder mal reine Verarsche von GLBT-Wählern der SPD.
  • Antworten » | Direktlink »
#61 JasperAnonym
  • 03.03.2021, 16:14h
  • Antwort auf #59 von EiGugge
  • Danke für den Link.

    Es ist sogar noch schlimmer:
    Thierses Kollege aus der SPD-Grundwerte-Kommission stärkt ihm nicht nur den Rücken und findet seine Thesen brilliant.

    Sondern er bezeichnet Kritiker auch noch als "aggressive Minderheitsvertretungen".

    Vielen Dank, jetzt wissen wir, wo wir für die SPD stehen. Wenn wir Gleichheit fordern, sind wir eine aggressive Minderheit.

    Dann will die SPD sicher auch nicht die Wählerstimmen einer aggressiven Minderheit wie uns...
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#62 Carsten ACAnonym
  • 03.03.2021, 16:22h
  • Herr Thierse,

    wenn Sie aus der SPD austreten wollen, tun sie es einfach, statt nur davon zu reden.

    Gehen Sie endlich.

    Und nehmen Sie am besten noch Frau Schwan mit.

    Niemand wird Sie vermissen...

    Niemand.
  • Antworten » | Direktlink »
#63 SakanaAnonym
#64 LegatEhemaliges Profil
#65 TheDadProfil
  • 03.03.2021, 16:50hHannover
  • Antwort auf #3 von goddamn liberal
  • www.zeit.de/politik/deutschland/2020-05/boris-palmer-die-gru
    enen-coronavirus-patienten-robert-habeck?utm_referrer=https%
    3A%2F%2Fduckduckgo.com%2F


    Ist zwar schon fast ein Jahr her, aber der Beschluß der Grünen hat Bestand, den Rückhalt durch die Partei hat Herr Palmer längst verloren..

    Es ist aber auch ein Unterschied ob diejenigen, die sich immer mal wieder despektierlich äußern, wie Palmer es eigentlich regelmäßig tut, noch in "Amt und Würden" verharren, oder so wie Wolfgang Thierse längst auf dem Altenteil sitzen, und dabei denken ihre Expertise sei gefragt..

    Bei Herrn Thierse kommt verschärfend dazu, wer sich jahrelang freundlich lächelnd vom SPD-Wagen auf dem Berliner CSD gebeugt hat, und nun durch solche Äußerungen sein wahres Gesicht entblößt hat mehr verloren als nur seinen "partei-internen rückhalt"..

    Reisende soll man deshalb ja auch nicht aufhalten..
    Wenn Herr Thierse diesen Schritt schon von sich aus anbietet, dann soll er ihn auch gehen, denn erpressen lassen darf sich die SPD mit solchen Manövern garantiert nicht..
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#66 TheDadProfil
  • 03.03.2021, 17:10hHannover
  • Antwort auf #31 von Grete Wurm
  • Auch dieser Kommentar macht es nicht wirklich besser..

    ""Da kommt dann eben doch noch sein altes DDR-Mindset durch.""..

    Offensichtlich ohne die Vita einer Person zu kennen solche Statements zu verfassen kann man sich eigentlich sparen, denn es geht auch ohne solche Vorurteile !

    ""aber bei ihm letztlich doch die alte DDR-Denke durchschimmert.""..

    Hätten wir auch nur im Ansatz eine Demokratie entwickelt wie es das Neue Forum für die DDR angedachte hatte, dann wären wir in Sachen Gleichberechtigung&Gleichstellung der Menschen um Längen weiter..
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#67 SakanaAnonym
  • 03.03.2021, 17:12h
  • Antwort auf #64 von Legat
  • ....dass Inhalte und parlamentarische Biographien weit komplexer sind, als ein einfacher Meinungsartikel im Feuilleton der FAZ.

    Ich finde folgenden Ausschnitt aus seinem Interview mit dem Deutschlandfunk bemerkenswert:

    "Dirk-Oliver Heckmann: Herr Thierse, Sie haben für das Feuilleton der FAZ einen dicht geschriebenen Gastbeitrag geschrieben. Daraus spricht, Sie machen sich Sorgen um unsere Gesellschaft. Weshalb? Was ist Ihre Hauptsorge?

    Wolfgang Thierse: Meine Beobachtung ist folgende. Wir leben in einer wahrlich pluralen Gesellschaft ethnisch-kulturell, religiös-weltanschaulich, kulturell-sozial. Dieses Zusammenleben funktioniert nur, wenn wir erstens Ja sagen zu dieser Vielfalt, wenn wir sie akzeptieren das ist nicht selbstverständlich und wenn wir zugleich uns Mühe geben, an dem Wir zu arbeiten, an den Gemeinsamkeiten, das was uns verbindet. Eine Gesellschaft kann nicht nur funktionieren, wenn die einzelnen Gruppen, wenn die Verschiedenen nur auf ihrer Verschiedenheit bestehen, auf ihrer Identität, dem Nebeneinander oder Gegeneinander von berechtigten Gruppeninteressen und Ansichten, sondern wenn wir uns immer wieder neu der Mühe unterziehen, das Gemeinsame in unseren Vorstellungen von Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Menschenwürde zu finden, auch in dem, was geschichtlich geprägte kulturelle Normen, Erinnerungen, Traditionen sind. Darauf müssen sich die Anstrengungen richten, und mein Eindruck ist, dass das gegenwärtig viel weniger passiert, als es notwendig ist, dass viel schärfer die Identität hervorgehoben wird, das Gegeneinander, mit einer Radikalität und Engführung, die etwas Beängstigendes hat."

    Quelle:

    www.deutschlandfunk.de/wolfgang-thierse-spd-ueber-identitaet
    spolitik-ziemlich.694.de.html?dram:article_id=493111


    Ich kann seinen Ansatz dahingehend verstehen, dass ihn das Nebeneinanderleben verschiedener Gruppen ängstigt, die keine Bezugspunkte mehr miteinander haben und damit das demokratische Fundament, was ja auf einem bestimmten Grundkonsens basierend funktionieren muss, ins Schwanken bringen. Es geht um einen gesellschaftlichen Grundkonsens, in dem alle Gruppen miteinander gleichberechtigt existieren können und sollen und nicht darin, dass eine Gruppe die andere aufgrund ihrer Identität bis aufs Blut bekämpfe.

    Ich kann jedenfalls nicht erkennen, an welcher Stelle der LSBTTIQ*-Menschen weniger Grundrechte zugstehen wollte als anderen Gruppen und ich finde, dass diese Schlussfolgerung auch nicht durch seine Biographie gedeckt ist.
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#68 TheDadProfil
  • 03.03.2021, 17:19hHannover
  • Antwort auf #34 von Olli
  • ""Ich bin in vielen Punkten sicher nicht seiner Meinung und denke, dass man in seinem Altern auch nicht mehr alles verstehen muss.""..

    Was für ein grandioser Unfug !

    Neben struktureller Diskriminierung von LGBTTIQ*-Menschen in der BRD hältst Du offenbar auch Alters-Bashing für OK ?

    Ob nun eine Frau Kegel der Meinung ist, die Darstellenden* der Aktion AktOut wollten sich nur selbst mit ihrer Aktion in Szene setzen, oder Herr Thierse denkt, es gäbe so etwas wie eine von der LGBTTIQ*-Community ausgehende "Cancel-Kultur", ohne das beide wahrnehmen das sie es selbst sind die diese Menschen der Sichtbarkeit berauben wollen..

    Beide Auffassungen dieser beiden Menschen sind einfach falsch, und das muß man denen dann auch sehr deutlich mitteilen..
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#69 LängenmaßAnonym
#70 Grete WurmAnonym
  • 03.03.2021, 17:28h
  • Antwort auf #66 von TheDad
  • Doch, ich kenne Wolles Vita ganz gut.
    Und daher bleibe ich auch dabei, dass sein Verständnis von vermeintlicher Demokratie eben teils DDR-geprägt ist.
    Wolle hat ja auch mal gesagt, dass er im Prenzlberg unter dem Zuzug der Schwaben und anderen wohlhabenderen Deutschen leide, insofern sich die Zugezogenen zu wenig anpassten.
    Das ist und bleibt eben Wolles Denke: Bitte immer schön dem alt-eingesessenen anpassen, dann habe auch ICH, Wolle, meine Ruhe.
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#71 LarsAnonym
  • 03.03.2021, 17:41h
  • Antwort auf #58 von Julian S
  • Die Grundrechte und den Gleichheitsgrundsatz hat Thierse auch nicht zur Disposition gestellt. Das wäre, gerade gegenüber einem Oppositionspolitiker aus DDR Zeiten eine unfaire Unterstellung. Aber auch das ist natürlich Auslegungssache und Ansichtssache.

    Dein "wir" ist ein Plural majestatis. Ich diskutiere mit so ziemlich allen Menschen. Das heißt nicht, dass ich bei einem Dissens deren Meinungen toleriere oder hinnehme. Aber nur, wenn ich andere, auch rückwärtsgewandte oder unrealistische Ansichten anhören kann, kann ich darauf mit Argumenten reagieren und etwas verändern. Es kommt immer auf den Rahmen an.
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#72 NachfrageAnonym
#73 Teddy63Ehemaliges Profil
  • 03.03.2021, 17:44h
  • Antwort auf #59 von EiGugge
  • Vielen Dank für diesen Link!

    Da kommt mit Herrn Merkel also noch ein alter weisser gekränkter Hetero-Mann in der "Grundwertekommission" der SPD zum Vorschein, für den queere Forderungen nach selbstverständlicher Gleichberechtigung und menschlichem Respekt nichts weiter sind als "aufgeregte Partikulardiskurse aggressiver Minderheitsvertretungen".
    Whow, wer jetzt als queerer Mensch noch immer nicht begreift, welcher aus der Zeit gefallene Geist in dieser Partei tatsächlich noch immer herrscht, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Und jetzt werfen diese Spalter Esken und Kühnert Spaltung vor, und dass sie sich gegen "sozialdemokratische Traditionen" stellen. Wenn die Führungsspitze der SPD ein Stück Glaubwürdigkeit für ihre Partei zurückgewinnen will, sollte sie diese "Traditionen" in der Tat genau überdenken und auch Herrn Thierse sofort ziehen lassen. Aber ich erwarte eher, dass es anders kommt...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#74 TheDadProfil
  • 03.03.2021, 17:50hHannover
  • Antwort auf #70 von Grete Wurm
  • ""Doch, ich kenne Wolles Vita ganz gut.
    Und daher bleibe ich auch dabei, dass sein Verständnis von vermeintlicher Demokratie eben teils DDR-geprägt ist.""..

    Kuck an..
    Kleines Denkspiel dazu gefällig ?

    Wenn man davon ausgeht das der Plan der LGBTTIQ**Community darin besteht eine Gleichberechtigte&Gleichgestellte Gesellschaft zu schaffen, was eindeutig damit einhergeht die jetzt bestehende Gesellschaft "abzuschaffen", warum beharrt man dann noch auf der Idee die derzeit herrschende "demokratische Kultur" in der BRD sei den Demokratie-Bestrebungen der dem Untergang nahen DDR überlegen ?

    Oder wie anders soll ich Deinen Einwand mit der DDR sonst verstehen ?

    Die DDR ist TROTZ des Neuen Forums und des Runden Tisches untergegangen, was mit vielen Dingen zu tun hat, vor allem der Westentaschen-Diplomatie eines Herrn Horst Teltschik und einer Familie dé Maiziere hüben wie drüben..

    Aber garantiert nicht an ihren demokratischen Bestrebungen, die selbst 30 Jahre nach dem Untergang der DDR in Sachen Gesellschaftsreform denen der BRD immer noch überlegen sind..

    Man kann das übrigens nachlesen, inklusive einer bereits entworfenen Gesamtdeutschen Verfassung, die durch den Einigungsvertrag kassiert wurde, die aber solchen Unfug wie den nach 72 Jahren immer noch "inkompletten" Artikel 3 nicht enthalten hat..

    Dein Resümee des "Herr Thierse denkt immer noch wie ein Ossi" kann und will ich daher nicht nachvollziehen..
    Es missachtet Herrn Thierse..
    Es missachtet die Ostdeutschen Bürger*innen..
    Es missachtet die dort erbrachten Leistungen in der Reformierbarkeit von Demokratien durch Bürgerrechtsbewegungen..
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#75 LarsAnonym
  • 03.03.2021, 17:53h
  • Antwort auf #51 von Legat
  • "Siehst du das anders? Forderst du einen freien, ergebnisoffenen Diskurs mit Trump über die Rechte von Transpersonen? Warum macht es einen Unterschied, ob der Wunsch nach Diskriminierung von einem Trump oder von Thierse kommt?"

    Wir müssen das Wort "ergebnisoffen" vielleicht definieren. Es bedeutet nicht, dass ich die Meinung eines anderen übernehmen muss, selbst wenn ich keine Argumente hätte. Eine Diskussion mit einem Trump-Anhänger wäre also durchaus nützlich - uns sei es, um die Stärke der eigenen Argumentation zu testen und gegebenenfalls zu verbessern.

    Bei Trump selbst, wie auch bei anderen Leuten, die zu Populismus neigen, sind nicht unbedingt die Ansichten das Problem (die könnten sich in einer ergebnisoffenen Diskussion ja ändern), sondern die Unfähigkeit, sich auf eine Reflexion der eigenen Ansichten einzulassen.

    Das sehe ich bei Thierse, der immerhin in der Wende an manchen Runden Tischen erfolgreich mit Menschen diskutiert hat, die ihn unterdrückt hatten oder unterdrücken wollten, nicht gegeben. Ich denke, dass man mit ihm diskutieren kann.
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#76 KaiJAnonym
  • 03.03.2021, 18:00h
  • Antwort auf #59 von EiGugge
  • Nach FAZ, SZ und Zeit nun der Tagesspiegel, der wohl über Autor*innen mit übelsten Tatsachenverdrehungen unsere Grundrechte und die Demokratie überhaupt in Frage stellen.. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde wir aus dieser Ecke aktuell doch schon mal mit einer uns unterstellten Aggressivität denunziert, in dem wohl behauptet wurde, dass wir alles, was rechts von der Antifa stände, als rechts sehen würden. Postioniere mensch sich also richig gegenüber denjenigen, die wohl in ihrem Handeln zur Zeit nicht mehr von demokratischen Grundsätzen geleitet werden.
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#77 LegatEhemaliges Profil
  • 03.03.2021, 18:10h
  • Antwort auf #75 von Lars
  • Nun, für dich mag das alles ein wohliges intellektuelles Spielchen sein, ich hingegen sage klar: Grundrechte - und dazu gehört Diskriminierungsfreiheit - sind nicht verhandelbar!

    Stimmst du dem zu oder sind Grundrechte für dich verhandelbar? Ein klares Ja oder Nein würde zur Abwechslung mal genügen, Lars. Auch ein "kommt darauf an" ist übrigens eine Unterkategorie der Antwort "ja" auf diese Frage.

    Man kann nicht "halb" auf dem Fundament von Gleichheit und Gerechtigkeit stehen. Wer das versucht, macht sich selbst zum Napoleon und damit meine ich nicht den ehemaligen französischen Kaiser sondern das Schwein aus Animal Farm. Du erinnerst dich?
    "Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher." > Wer sich auf dieses Niveau begibt; hat bereits alle freiheitlich-demokratischen Werte verraten.
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#78 Haben wir jaAnonym
  • 03.03.2021, 18:47h
  • Antwort auf #71 von Lars
  • "Aber nur, wenn ich andere, auch rückwärtsgewandte oder unrealistische Ansichten anhören kann, kann ich darauf mit Argumenten reagieren und etwas verändern."

    Haben wir ja auch.

    Wir haben uns angehört, was er zu sagen hat und dann unsere Meinung dazu gesagt.

    Und wie hat die SPD reagiert:

    - Mikro abdrehen

    - unsere Positionen als "aufgeregte Partikulardiskurse aggressiver Minderheitsvertretungen" verunglimpfen

    - im Stile klassischer Täter-Opfer-Umkehr uns eine Cancel-Culture vorwerfen, obwohl seine Thesen weiter überall abgedruckt werden, er also offenbar nicht "gecancelt" ist

    - wenn in der eigenen Partei zwei (!) Leute Widerspruch äußern, gleich mit Parteiaustritt drohen

    - etc. etc. etc.

    Wer ist hier also derjenige, der sich dem Diskurs verweigert? Offenbar nicht wir, sondern Thierse und weite Teile der SPD (bis auf zwei Personen, die aber jetzt auch auf einmal still sind).
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#79 Ja aberAnonym
  • 03.03.2021, 19:01h
  • Antwort auf #78 von Haben wir ja
  • "Aber nur, wenn ich andere, auch rückwärtsgewandte oder unrealistische Ansichten anhören kann, kann ich darauf mit Argumenten reagieren und etwas verändern."

    Wobei man auch nicht auf jede rückwärtsgewandte Ansicht reagieren muss. Das haben wir gar nicht nötig.

    Es gibt auch Ansichten, die so menschenverachtend sind, dass man sie nur noch adeln würde, wenn man darauf reagiert.

    Es ist auch nicht unsere Aufgabe, Herrn Thierse zu überzeugen, dass er falsch liegt. Er soll ruhig weiter bei seinen Positionen bleiben.

    Aber dann dürfen wir halt auch fragen, ob die SPD Leute mit solcher Gesinnung in ihrer Grundwerte-Kommission haben will.
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#80 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 03.03.2021, 19:03h
  • Ich möchte an dieser Stelle den Blogger zaunfink zitieren, der kürzlich schrieb:

    "Worüber also sollen wir da bitte unbedingt weiterdiskutieren? Darüber, dass sich queere Menschen immer nur wichtig machen und die Opferkarte spielen, um Privilegien zu erhalten? Über die unangemessene Aggression von Diskriminierten? [...] Darüber, dass es anderswo viel schlimmer ist und man sich deshalb nicht so haben soll? Oder ganz allgemein über die erschreckende Überempfindlichkeit von Minderheiten, die in Wirklichkeit gar keine richtigen Diskriminierungen erleben, weil Diskriminierungen erst schlimm sind, wenn sie Menschenleben kosten? Das tut anti-queere Diskriminierung übrigens auch in Deutschland, aber vermutlich ist es irgendwie stalinistisch, wenn ich das anspreche."

    derzaunfink.wordpress.com/2021/02/21/mit-sozialdemokratinnen
    -reden/


    Ich finde, es ist an der Zeit, eine Regel anzuwenden, die auch in den Social Media für Trolle vorgeschlagen wird: nicht MIT ihnen reden (weil das ohnehin nichts, aber absolut gar nichts bringt), sondern maximal noch ÜBER sie.

    Ich habe schon 1990 versucht, mit evangelischen Synodalvertreter_innen darüber zu diskutieren, weshalb mir erlaubt sein müsse, zu lieben, und mir das nicht vorenthalten werden dürfe, nur weil ich das aus deren Sicht "falsche" Geschlecht liebte. Bereits damals stieß ich auf KOMPLETTES Unverständnis. Man konnte mit diesen Menschen absolut nicht diskutieren - mir wurden alle Rechte, zu lieben, wen ich liebte, abgesprochen.
    Wenn sich Sozialdemokrat_innen (und nun schon DREI Mitglieder deren Grundwertekommission) derart stur zeigen, sehe ich keinerlei Veranlassung dazu, mich erneut in solch demütigende Situationen zu begeben. Den Herrschaften muss langsam mal deutlich gemacht werden, dass etliche ihrer Positionen schlichtweg nicht zur Diskussion stehen, sondern dass wir unsere GRUNDRECHTE einfordern - und zwar OHNE weitere Diskussion.

    Ich kann vor diesem ganzen Hintergrund nur hoffen, dass diese Partei bei der kommenden Bundestagswahl derart abgewatscht wird, dass sie vielleicht doch endlich mal zum Nachdenken kommt. Große Chancen bezüglich Letzterem räume ich allerdings nicht ein. Immerhin sind in diesem Land Traditionen oft wichtiger als alles andere, und wer würde schon gerne die Tradition der Benachteiligung von Minderheiten zum eigenen Vorteil aufgeben? Bestimmt nicht die "alte Tante" "S"PD.
  • Antworten » | Direktlink »
#81 StaffelbergblickAnonym
  • 03.03.2021, 20:34h
  • Antwort auf #44 von Plundertasche
  • " ... mit dem braunen Drohgespenst ..." Welches Drohgespenst hier interpretiert wird ... ist mir herzlich egal. Aber wenn wir Änderungen wollen, dann brauchen wir in einer Demokratie Mehrheiten für grundgesetzliche Änderungen.
    "... Junge, dessen Name eine Diagnose ist". Danke, gut getroffen ... ich bin ein Junge. Aber mein Name ist keine Diagnose ... weder innerhalb der DRGs codierbar noch in der WHO.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#82 StaffelbergblickAnonym
#83 Deine KreiseAnonym
#84 PlundertascheAnonym
#85 StaffelbergblickAnonym
#86 PlundertascheAnonym
#87 StaffelbergblickAnonym

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