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Heimkino

Endlich eine moderne High-School-Komödie!

Im neuen Netflix-Film "Moxie" von und mit Amy Poehler starten Schüler*innen eine feministische Coming-of-Age-Revolution – inklusive trans Teenagerin und queerem Techtelmechtel.


Die 16-jährige Vivian (Hadley Robinson) löst an ihrer Schule eine Coming-of-Age-Revolution aus (Bild: Netflix)

Eine weitere High-School-Komödie – und ein weiterer Beweis dafür, wie viel sich in diesem Genre seit dem ersten Boom in den Achtzigerjahren getan hat: "Moxie", der neue Film von Amy Poehler, ist seit dem 3. März bei Netflix zu sehen.

Die Komikerin, Sitcom-Expertin und vielfache Golden Globe-Moderatorin hat sich für ihre neue Regiearbeit den gleichnamigen Jugendroman von Jennifer Mathieu vorgenommen. Inspiriert von ihrer neuen Mitschülerin Lucy (Alycia Pascual-Pena) dämmert der eigentlich eher schüchternen 16-jährige Vivian (Hadley Robinson) irgendwann, dass im Schulalltag wahrlich nicht alles gerecht und fair zugeht. Die Football-Macker reißen sexistischen Sprüche, der Lehrplan strotzt nur so vor alten weißen Männern und die Rektorin schickt schon mal Mädchen nach Hause, weil ihr Ausschnitt zu groß ist, während die Jungs nicht nur beim Sport ihre T-Shirts ausziehen.

Sympathische aufgeklärt-fortschrittliche Botschaften

Weil ihre eigene Mutter (Poehler selbst) früher nicht nur Bikini-Kill-Fan, sondern auch ein rebellisches Riot Grrrl war, fängt auch Vivian schließlich an, anonyme Flugblätter unter dem Namen "Moxie" zu verteilen, um ihrem Ärger Luft zu machen. Und siehe da: Bald wird aus der Sache eine echte feministische Bewegung, in deren Kontext nicht nur der Schul-Sportstar (Patrick Schwarzenegger, erkennbar zu alt für seine Rolle) herausgefordert wird, sondern auch eine Vergewaltigung ans Licht kommt. Doch dass Vivian, die sich nebenbei in den stolzen Feministen Seth (Nico Hiraga) verknallt, in ihrem Kampf um Gerechtigkeit nicht von Anfang an mit offenen Karten spielt, sorgt bald für Schwierigkeiten.

In allem, was "Moxie" zu erzählen und an aufgeklärt-fortschrittlichen Botschaften zu vermitteln hat, ist der Film verdammt sympathisch. Und niemals subtil oder zurückhaltend. In schwächeren Momenten rutscht er dabei leider auch ab in einen etwas belehrenden Tonfall, wo ein bisschen mehr Leichtigkeit oder auch einfach nur eine größere Portion Humor angebrachter gewesen wäre.

Diversität und Inklusion werden großgeschrieben

Auch was die Selbstverständlichkeit angeht, mit der hier Diversität und Inklusion großgeschrieben werden, setzen Poehler und ihr Team deutliche Zeichen. Die Schüler*innen dieser High School haben vielfältigste Hautfarben und ethnische Hintergründe, ein "Moxie"-Mitglied sitzt im Rollstuhl, ein anderes ist trans (gespielt von der aus "Glee", "Saved by the Bell" oder "Spider-Man: Homecoming" bekannten Josie Totah). Und ein zaghaftes queeres Techtelmechtel zwischen zwei der Schülerinnen gibt es am Rande auch zu beobachten.


Trans Schauspielerin Josie Totah spielt die trans Jugendliche CJ, die gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen rebelliert (Bild: Netflix)

Bei so viel moderner Fortschrittlichkeit fällt aber natürlich auch umso eklatanter auf, dass ausgerechnet im Zentrum dann doch wieder ein weißes, heterosexuelles cis Mädchen steht. Und damit sieht "Moxie" im Spannungsfeld von "Euphoria", "Love, Victor" oder "Booksmart" bei aller Sympathie irgendwie doch ein bisschen alt aus.

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Infos zum Film

Moxie. High-School-Komödie. USA 2021. Regie: Amy Poehler. Darsteller*innen: Hadley Robinson, Lauren Tsai, Alycia Pascual-Pena, Nico Hiraga, Sabrina Haskett. Josie Totah. Laufzeit: 111 Minuten. Sprache: deutsche Synchronfassung, englische Originalfasung. Untertitel: Deutsch (optional). Ab 3. März 2021 bei Netflix


#1 SöderAnonym
#2 HexeAnonym
  • 05.03.2021, 08:48h
  • Der Film war kitschig und sehr plakativ. Aber bestimmt gut für Teenager, um sie mit der Materie auf lockere Art vertraut zu machen. Beim Herrenzimmerwitz musste ich sehr lachen. Der Film macht vieles gut, ist aber leider doch trotz guten Willens sehr flach und langatmig.
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