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"Theologisches"

Katholische Fachzeitschrift: Schwule sind eine "Kolonie von Parasiten"

Mit einem besonders hasserfüllten Text versucht die Zeitschrift "Theologisches", Homosexuelle als minderwertig darzustellen. Einem Münchner Priester geht das zu weit – er hat Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt.


Gegen einen besonders hasserfüllten Text in "Theologisches" wurde Anzeige erstattet (Bild: K-Screen Shots / flickr)

In einem Artikel der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Theologisches" argumentiert der polnische Priester und Publizist Dariusz Oko, dass schwule Männer grundsätzlich wegen ihrer sexuellen Orientierung gefährlich für die Kirche seien. Der liberale Münchner Priester und Theologe Wolfgang F. Rothe hat daraufhin Anzeige wegen Volksverhetzung gegen den Autor und gegen den verantwortlichen Redakteur der laut Eigenbezeichnung "Katholischen Monatsschrift" bei der Staatsanwaltschaft Köln gestellt, wie er am Sonntag auf Twitter mitteilte.

/ WolfgangFRothe
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In dem Artikel "Über die Notwendigkeit, homosexuelle Cliquen in der Kirche zu begrenzen (Erster Teil)" wird Schwulen von Oko attestiert, grundsätzlich anders zu ticken als Heterosexuelle – so seien sie wegen ihrer sexuellen Orientierung Hedonisten. Wörtlich schrieb der 60-Jährige über männliche Homosexuelle: "In Wirklichkeit wollen sie auf einem niedrigeren Niveau, auf Materiellem oder Sinnlichem stehen bleiben, sie wollen Luxus, Herrschaft, Macht und Karriere und oft auch ständige Ausschweifungen." Wegen dieser angeblich typisch homosexuellen Eigenschaften müssten Schwule als Priester grundsätzlich abgelehnt werden.

In Wirklichkeit habe der "homosexuelle Verfall" in der Kirche bereits eingesetzt. Schwule Priester seien eine "Kolonie von Parasiten" und ein "Krebsgeschwür". Oko warf den Objekten seines Hasses pauschal vor, andere Männer gegen ihren Willen zu verführen oder sogar zu vergewaltigen. Wörtlich heißt es auch: "Homosexuelle Priester nehmen jedoch ohne jeglichen Skrupel Positionen ein, die von weitaus besseren Geistlichen als sie eingenommen werden sollten". Sie seien "der Mafia sehr ähnlich".

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Oko kramt den alten Gassenhauer "Schwule = Kinderschänder" hervor

In dem Text werden schwule Männer außerdem pauschal als Menschen diffamiert, die eher Kinder sexuell missbrauchten als Heterosexuelle. So behauptet der Autor, "dass etwa 20 Prozent der Homosexuellen eine ephebophile oder päderastische Vorliebe haben, was eine ihrer typischen Störungen ist" – eine Quelle für diese Behauptung wird nicht genannt.

"Theologisches" ist ein seit 1970 erscheinendes Magazin von katholischen Dogmatikern mit Sitz in Köln, das zwischen 2003 und 2010 von David Berger herausgeben worden war. Der Theologe fiel in Ungnade, als er sich als schwul outete (queer.de berichtete). Später wurde er Chefredakteur des schwulen Magazins "Männer". Inzwischen verkehrt Berger aber fast ausschließlich in Rechtsaußen-Zirkeln – er war etwa 2018 und 2019 Kuratoriumsmitglied der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung. Daneben bietet er in seinem Blog sogar Neofaschisten eine Plattform, um gegen LGBTI-Rechte zu polemisieren (queer.de berichtete). (dk)

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#1 G StöhrtAnonym
#2 MitschuldAnonym
  • 03.03.2021, 17:35h
  • Jeder, der in diesem menschenverachtenden Verein noch Mitglied ist, macht sich mitschuldig und unterstützt diese Ideologie des Hasses finanziell und ideologisch.

    Kirchenaustritt jetzt.

    Liebe statt Hass

    Freiheit statt Bevormundung und Unterdrückung.

    Bildung statt Ideologie.
  • Direktlink »
#3 Perverser ClubAnonym
  • 03.03.2021, 18:35h
  • Will die Kinderschänder-Sekte wieder mal von ihren Verbrechen ablenken, indem sie gegen andere hetzt?!

    Die sollen erst mal ihren Saustall in Ordnung bringen, wo bis heute so viel Missbrauch wie möglich vertuscht wird, z.B. aktuell im Bistum Köln durch Kardinal Woelki.

    Die sollten lieber ganz still sein und hoffen, dass sich nicht noch mehr Menschen angewidert abwenden. Aber die drehen jetzt erst so richtig auf.
  • Direktlink »