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"Kuntergrau" für Grimme-Preis nominiert

Große Ehre für ein queeres Kölner Jugendprojekt: Die Youtube-Webserie "Kuntergrau" hat Chancen auf einen prestigeträchtigen Grimme-Preis. Auch "Kroymann" wurde nominiert.


Die schwule Webserie aus Köln hat inzwischen eine treue Fan-Gemeinde um sich versammelt (Bild: Kuntergrau)

Die dritte Staffel der queeren Kölner Webserie "Kuntergrau" ist für den diesjährigen Grimme-Preis in der Kategorie "Jugend" nominiert worden. Die auf Youtube veröffentlichte Video-Serie ist ein Projekt des LGBTI-Jugendzentrums anyway, das bereits im Dezember mit dem Engagementpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet wurde (queer.de berichtete).

"Kuntergrau" ist die einzige Projekt in dieser Grimme-Kategorie, das nicht vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk stammt. Die anderen Nominierungen sind "Ab 18! – Hinter unserem Horizont", "Ab 18! – Luisa" (beide ZDF/3Sat), "Masel Tov Cocktail" (SWR/Arte) und "Tru Doku" (funk/ZDF).

Im Mittelpunkt der Sendungen von "Kuntergrau" stehen schwule Lebensrealitäten – etwa die Beziehung zwischen Jan und Noah, das Leben von Marcel mit HIV oder die Geschichte von Lukas, der vom Land in die Großstadt kommt. Thematisch geht es um Erfahrungen mit Coming-out, Toleranz, Freundschaft, Prostitution, Konflikten und bedingungsloser Liebe. In der dritten Staffel ist insbesondere homophob motivierte Gewalt Thema der Serie.

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Angefangen hatte "Kuntergrau" 2015 als Medienprojekt, an dem queere Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 27 Jahren beteiligt sind. Sie treffen sich im in den Neunzigerjahren eröffneten queeren Jugendzentrum anyway in der Kölner Innenstadt.

"Kroymann" erneut nominiert

In der Grimme-Königskategorie "Unterhaltung" ist außerdem die dritte und vierte Staffel von "Kroymann" nominiert worden, einer ARD-Satiresendung der lesbischen Kabarettistin Maren Kroymann. Zu den anderen Nominierten gehört unter anderem das "ZDF Magazin Royale" und die WDR-Sendung "Carolin Kebekus Show".

Direktlink | Die "Kroymann"-Folgen werden teilweise auch auf Youtube veröffentlicht
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"Kroymann" war bereits 2018 und 2019 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). 2020 gewann die erste Staffel der schwulen Datingshow "Prince Charming" (TVNOW/Vox) die Auszeichnung in dieser Kategorie (queer.de berichtete). In diesem Jahr wurde "Prince Charming" nicht nominiert.

Der Grimme-Preis wird bereits seit 1964 vergeben – also seit einer Zeit, in der männliche Homosexualität in Deutschland noch mit dem Paragrafen 175 verfolgt wurde. Ausgezeichnet werden Produktionen und TV-Leistungen, die "die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die Fernsehpraxis sein können". Die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner des Grimme-Preises sollen am 27. August bekanntgegeben werden. (dk)



#1 qwertzuiopüAnonym
#2 Yeoj_Profil
  • 05.03.2021, 16:31hFFM
  • Da Kroymann ja den Grimmepreis schon hat, drück ich Kuntergrau die Daumen (allein schon wegen des einfallsreichen Titels der Serie - da muss man erstmal drauf kommen). Zugegebenermaßen wäre ich andernfalls für Kroymann gewesen, da das mitunter herrliche Sketche sind!
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