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Zeuginnen und Zeugen gesucht
Autobahnpolizei ermittelt nach homophoben Drohungen an der A 67
Drei junge Männer mit Kampfhunden sollen einen Mann aus Homo-Hass an einem Autobahnparkplatz "massiv" bedroht haben. Die Männer wurden vorläufig festgenommen, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fuß.
- 8. März 2021, 10:01h 2 Min.
Auf der A 67 soll es nach einer Meldung der Autobahnpolizei am Samstagnachmittag zu einem schwerwiegenden homosexuellenfeindlichen Vorfall gekommen sein. Demnach ist ein 44 Jahre alter Mann gegen 15 Uhr auf dem Parkplatz "Rolandshöhe" nach eigenen Angaben von drei Männern im Alter von 21 bis 30 Jahren homophob beleidigt und "massiv bedroht" worden. Unter anderem sollen die Männer angedroht haben, ihre beiden Hunde auf ihn zu hetzen, falls er sich noch mal auf dem Parkplatz oder in Pfungstadt blicken lasse. Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand handle es sich bei den Tieren laut der Autobahnpolizei um Listenhunde, also um als besonders gefährlich eingestufte Tiere.
Der Mann verständigte umgehend nach dem Vorfall die Autobahnpolizei. Den Ordnungshüter*innen gelang es daraufhin, das Trio vorläufig festzunehmen. Dabei wurden auch zwei Mobiltelefone sichergestellt, weil die Personen den Vorfall offenbar filmten. Die Männer wurden nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wieder auf freien Fuß gesetzt. Ihnen drohen nun Strafverfahren wegen Bedrohung und Beleidigung.
Die Ermittlungsgruppe der Polizeiautobahnstation Südhessen bittet Zeugen und insbesondere weitere Geschädigte um Kontaktaufnahme unter der Rufnummer 06151/8756-0. Die Ordnungshüter schließen derzeit nicht aus, dass in diesem Zusammenhang noch weitere Personen betroffen sind.
Auf Autobahnhaltestellen kommt es immer wieder zu queerfeindlichen Zwischenfällen. 2017 wurde etwa ein offenbar heterosexueller Familienvater, der zwei schwule Cruiser auf Autobahn-Parkplätzen anmachte, bestahl und mit Pfefferspray besprühte, zu einer Haftstrafe in Höhe von dreieinhalb Jahren verurteilt (queer.de berichtete). (pm/cw)















Es spricht doch vieles dafür, dass es bei dieser "einmaligen" Gelegenheit nicht bleiben wird und diese Menschen nicht geeignet sind Hunde zu halten, welche sie wohl abrichten, oder woher kommt sonst die Drohung, die Hunde auf den 44-jährigen zu hetzen?
Es ist doch schon fast vorhersehbar, wie es weitergehen wird, sowohl mit den homophoben Hetzern, wie auch mit den Hunden.
Ich hoffe jedenfalls, für den Bedrohten und für andere von Hass Betroffene, dass diese Männer zur Rechenschaft gezogen werden.