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Auszeichnung durch Schweizer Stiftung

"Homosexuelle und Kirche" erhalten Herbert-Haag-Preis

Die Ökumenische Arbeitsgruppe HuK wird für ihren Einsatz für Freiheit und Menschlichkeit innerhalb der christlichen Kirchen geehrt.


Die Ökumenische Arbeitsgruppe "Homosexuelle und Kirche" (HuK) ist ein Zusammenschluss von Menschen, die sich kritisch und konstruktiv mit dem Spannungsfeld Kirche und sexuelle Vielfalt auseinandersetzen. Sie ist seit Jahren sowohl auf Evangelischen Kirchentagen als auch auf Katholikentagen präsent

  • 8. März 2021, 12:29h, noch kein Kommentar

Die in Nürnberg ansässige Ökumenische Arbeitsgruppe "Homosexuelle und Kirche" (HuK) ist von der Schweizer Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche für ihr Engagement ausgezeichnet worden. Am Sonntag wurde das Video zur Preisverleihung online gestellt. Insgesamt gab es dieses Jahr vier Preisträger*innen. Coronabedingt fand die Veranstaltung nur digital statt.

HuK setze sich "seit 1977 unermüdlich mit dem Konfliktfeld Homosexualität in Kirche und Religion auseinander", hieß es in der Begründung. "Sie engagiert sich für die Akzeptanz vielfältiger Lebens- und Familienformen, und sie bezieht in öffentlichen Aktionen und Stellungnahmen sowie in wissenschaftlichen Arbeiten immer wieder gründlich und klar Stellung.

Die Stiftung hatte Homosexualität als Herausforderung für die Kirchen ins Zentrum der diesjährigen Preisverleihung gestellt. "Obwohl in Staaten wie Deutschland, Österreich und der Schweiz die 'Ehe für alle' eingeführt wurde und die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung gesetzlich verboten ist, hat sich im Vatikan in Sachen Homosexualität wenig getan. Das stößt zunehmend auf Unverständnis, auch bei vielen Gläubigen", teilte die Stiftung mit.

Die Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche wurde 1985 in Luzern vom Theologen Herbert Haag, bis 1980 Professor an der Universität Tübingen, gegründet. Sie zeichnet Menschen aus, die sich für Freiheit und Menschlichkeit innerhalb der Kirche einsetzen. Preisträgerinnen und Preisträger vergangener Jahre sind der LGBTI-freundliche Jesuitenpater Klaus Mertes oder der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, der bereits seit Jahren Akzeptanz für LGBTI fordert (queer.de berichtete). (dpa/cw)