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Kommentare zu:
Warum Kevin Kühnert nicht händchenhaltend durch Berlin läuft


#1 kAEffchenAnonym
  • 09.03.2021, 08:10h
  • Er sollte lieber mal zu den Ergüssen von Zottel-Wolle und Vogelnest-Ginchen Stellung beziehen.
    Da könnte er ja direkt darauf einwirken, nicht mehr als etwas Exotisches betrachtet zu werden. Go girl!!
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#2 LandjungeAnonym
  • 09.03.2021, 08:57h
  • Tja Herr Kühnert,

    würde ihre Partei nicht ständig der Union Mehrheiten für deren homophobe und transphobe Politik sichern, könnten wir vielleicht auch angstfrei im öffentlichen Raum sein, ohne uns selbst zu zensieren oder unwürdig zu verstecken.

    Natürlich würden ein nationaler Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie, volle rechtliche Gleichstellung, etc. nicht von heute auf morgen alles komplett ändern. Aber es ist die Grundvoraussetzung, dass sich überhaupt Änderungsprozesse in Gang setzen können.

    Statt also darauf zu hoffen, dass das vielleicht "in 30 Jahren" besser sei, sollten Ihre Partei lieber dafür kämpfen, dass es so schnell wie möglich besser wird. Und da kann die Politik durchaus Zeichen setzen und Rahmenbedingungen schaffen.
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#3 LotiAnonym
  • 09.03.2021, 09:13h
  • Antwort auf #1 von kAEffchen
  • Ich weiß ja nicht wo Du wohnst, aber in Berlin hat sich so manches verändert. Leider vieles auch hin zum negativen. Muß aber Kevin K. Aussage, was das Händchenhalten in aller Öffentlichkeit betrifft verteidigen. Wie so oft sehe ich Schwule Paare, die auch nicht Hand i.Hand übern Bürgersteig gehen. Natürlich fände ich es anders herum einfach großartig und schön. Gar keine Frage. Sollte auch im Jahr 2021 längst zur Normalität gehören.
    Wo ich noch zu Westberliner Zeit absichtlich gerne damit provoziert hatte, würde auch mir solch ein Verhalten, insbesondere in bestimmten Gegenden Berlins das tatsächlich heute verkneifen. Von daher kann ich Kevins Aussage dazu recht gut nachempfinden. Ich lebe übrigens jetzt im beschaulichen Charlottenburg. Hier wäre ein schwules Paar händchenhaltend übrigens am helllichten Tag nichts auffälliges. Aber wie heißt doch so schön. Vorsicht ist die Mutter der Porzellanschüssel. Traurig, das ich mich im Alter von 70 Jahren hierzu noch im Forum über eine solch Banalität äußern muß. Und dabei lebe ich ohne einen Partner.
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#4 LandjungeAnonym
  • 09.03.2021, 09:30h
  • Antwort auf #3 von Loti
  • Inhaltlich mag Herr Kühnert ja durchaus Recht haben.

    Aber es kommt halt sehr unglaubwürdig rüber, sich selbst als Opfer zu inszenieren, während man Mitglied einer Partei ist, die der Union regelmäßig die Mehrheiten für LGBTI-feindliche Politik sichert und dazu schweigt, dass seine Partei Homo- und Transphobie mindestens schweigend hinnimmt oder in Teilen sogar befeuert.
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#5 SPD-typischAnonym
  • 09.03.2021, 10:07h
  • Kühnert verhält sich einfach SPD-konform: Andere die Arbeit machen lassen, und wenn was erreicht wurde, sich als Trittbrettfahrer durchschnorren.
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#6 QwertzuiopüAnonym
#7 hugoAnonym
  • 09.03.2021, 10:51h
  • Nun, wenn 19 Kerle im Anzug durch Berlin gehen und einer in oberbayerisch Tracht, merken sich die Leute auch den und nicht die 19 anderen
    Dies liegt an der menschlichen Wharnehmung, dass das, was nicht dem Maistream entspricht, eher wahrgenommen wird
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#8 LorenProfil
  • 09.03.2021, 10:54hGreifswald
  • Ich halte da weniger im Kopf festsitzende Diskriminierungsmuster für das Kernproblem, sondern die furchtauslösenden Zeitgenossen, die vor aggressivem Handeln (ob verbal, ob als körperverletzend) auch im öffentlichen Raum nicht zurückschrecken. Wenn ich mich entscheide, in der Öffentlichkeit defensiv aufzutreten, dann beruht das auf meiner Furcht, in einer konkreten Situation womöglich angegriffen zu werden.
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#9 GodzillaAnonym
  • 09.03.2021, 10:58h
  • Finde nur ich es merkwürdig, dass er gerade jetzt damit um die Ecke kommt, während einige seiner Parteikollegen verachtendes Zeug von sich geben und damit ebenfalls den Nährboden für sein Verhalten liefern?

    Und gerade seine Äußerungen zeigen doch, dass noch viel getan werden muss, auch in den eigenen Parteireihen.
    Allerdings muss ich auch "draufhauen" und sagen, dass wenn man sich selbst nicht sichtbar macht, man den Status Quo beibehält, was man ja eben nicht möchte. Klar es gibt Gegenden, da is man durchaus vorsichtig aber da wo es möglich ist, sollte man sich zeigen.
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#10 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 09.03.2021, 11:14h
  • Angst vor dem Herausstechen?
    *Sarkasmus ein*: Das ist genau die Strategie, von der wir brauchen, dass unsere Politiker sie uns vorleben. *Sarkasmus aus* Herr Kühnert hält es also auch 2021 für angebracht, möglichst unauffällig, ja unsichtbar, zu bleiben, bzw. sich entsprechend selbst unsichtbar zu machen. Hat also selbst ganz hervorragend Herrschaftstechnik/ Hauptunterdrückungsmechanismus Nr. 1 für sich verinnerlicht - das Unsichtbarmachen. Und als wäre es nicht schlimm genug, dass ER das so macht (abgesehen von der Absurdität: ein Politiker, der möglichst unauffällig bleiben will) - nein: er liefert auch noch ausführliche Begründungen, weshalb das als Strategie besser sei - eben auch nicht nur für ihn selbst. Ich soll mir also ängstliches Duckmäusertum als Vorbild nehmen und mir von einem "Nachwuchs"politiker vorleben lassen? Schön kuschen? Schön verstecken? Außerdem mag es, oh Wunder! Herr Kühnert, auch Menschen geben, die sich nicht verstecken KÖNNEN, weil man ihnen ihr Anderssein auch ansieht. Und was sollen die machen? Die müssen dann halt eben leider damit rechnen, angegriffen und zusammengeschlagen zu werden? Geht halt nicht anders, weil zu "herausstechend"?

    Ich fasse es nicht.

    Und: 30 Jahre warten?
    Ich warte seit meinem Coming-out bereits 33 Jahre. Wenn ich nochmal 30 Jahre warten muss, bin ich 85 bzw. wahrscheinlich nicht mehr unter den Lebenden. Das ist ganz sicher kein Leben, das ich leben möchte.

    Meine Mutter hat mir mehrere vergoldete Regeln auf den Weg gegeben:
    1. "Sag bloß nichts."
    2. "Du bist immer selbst schuld. Was verhältst du dich auch so?"
    3. "Du musst dich halt anpassen."
    Die dünne Schicht Blattgold ist schon vor sehr langer Zeit abgeblättert. Hätte ich diese vergifteten Regeln befolgt, wäre ich ein verschüchtertes kleines Duckmäuserchen geworden. Statt dessen wurde ich jemand, der_die immer wieder Kritik übt, und zwar in der Regel sowohl fundiert als auch konstruktiv. Und ich habe mehr als einmal dafür auf den Deckel bekommen, auch hier.

    Aber ich fühle mich authentisch.
    Ich fühle mich am Leben.

    Ich habe mich nicht einmauern lassen in ein Regelwerk des Unsichtbarseins und Sich-selbst- Unsichtbarmachens. Und wenn ich auch sonst nicht viel im Leben erreichen konnte, was landläufig als (Berufs-)Karriere gilt, weil mir das Leben als queerer Person viel zu viele Steine in den Weg gelegt hat - eines habe ich mir in all der Zeit bewahren können. Ich kann in den Spiegel sehen und muss mich nicht wegen meiner selbst schämen.
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#11 Taemin
  • 09.03.2021, 11:24h
  • Das mit der Angst vor Gewalt ist nachvollziehbar und sollte ihn veranlassen, offensiv queere Politik zu machen. Das mit der "Exotisierung" ist Quatsch.
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#12 LandjungeAnonym
  • 09.03.2021, 11:28h
  • Antwort auf #6 von Qwertzuiopü
  • Du weißt aber schon, dass die SPD nicht in der Opposition ist, sondern in der Regierung, oder?

    Mal fünf Beispiele:

    - die SPD hatte einen Entwurf vorgelegt, dass Konversionstherapien komplett verboten werden sollten. So wie es alle Experten fordern. Die Union wollte das nur für Minderjährige und schon ist die SPD umgefallen.

    - die von Union und SPD vorgelegte Reform des Transsexuellengesetzes war so diskriminierend, dass nach Protesten der Betroffenen und zahlreicher Juristen das ganze Vorhaben aufgegeben wurde

    - Ähnlich sieht es mit der rechtlichen Lage Intersexueller aus

    - Grüne, Linke und FDP fordern seit langem die Gleichstellung im Abstammungsrecht. Das scheitert woran? An der Mehrheit von Union und SPD.

    - Dass in Deutschland LGBTI-Flüchtlinge in Verfolgerstaaten abgeschoben werden, haben Union und SPD beschlossen. Für die sind das angeblich "sichere Herkunftsstaaten", was sie vielleicht sogar für Heteros sein mögen, aber deshalb nicht automatisch auch für LGBTI.

    Brauchst Du noch mehr Beispiele?
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#13 SakanaAnonym
  • 09.03.2021, 11:40h
  • Antwort auf #12 von Landjunge
  • ich finde, dass Deine Beispiele sehr gut illustrieren, dass die Unionsparteien in dieser aktuellen Regierung das Problem sind und nicht die SPD, wenn die Unionsparteien ständig queer-freundliche Gesetzesvorschläge soweit verwässern, bis nichts mehr brauchbares davon übrig ist.

    Eine progressive Koalition unter SPD-Führung könnte den Faden wieder aufnehmen und die Gesetzesvorschläge mit Hilfe der GRÜNEN, den LINKEN oder auch der FDP gut und zügig umsetzen....solche Gedanken bringen allerdings recht wenig, wenn sich hier wahrlich viele im Forum wünschten, dass die SPD bei der nächsten Wahl möglichst einstellig oder ganz aus dem Bundestag fliegen möge.....man kann den Jakobinismus auch etwas zurechtstutzen, weil er zu nichts führt.
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#14 FischliAnonym
#15 SakanaAnonym
  • 09.03.2021, 12:00h
  • Antwort auf #14 von Fischli
  • Die SPD von 2021 ist nicht die SPD von 1998 oder von 2005.... ich hoffe, dass Du wenigstens anerkennen kannst, dass Parteien über einen langen Zeitraum auch ihre programmatischen Anker verändern können und sich vor allem auch das Personal auf allen Ebenen ändert...

    Sonst müsste ich die CSU immer noch mit Norbert Geis und die CDU immer noch mit Alexander Gauland und Erika Steinbach gleichsetzen deiner Ansicht nach.
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#16 FischliAnonym
#17 RetroGayProfil
  • 09.03.2021, 12:09hDortmund
  • Nicht alle Schwulen leben in Berlin!
    Dort gibt es schließlich noch "Safe Spaces", die man bejammern kann, wenn sie die Pandemie nicht überleben.
    Woanders gibt es schon lange keine "Safe Spaces" mehr, aber das hat hier ja noch nie einen gejuckt!

    Da finde ich es merkwürdig, wenn ein Berliner Politschwuler im Buch von Sebastian Goddemeier herumjammert und sich nicht zu traut, Händchen zu halten.
    Fragt doch mal die Schwulen in der "Provinz"!
    Die halten diese Larmoyanz für ein Luxusproblem. Immer diese Berliner Perspektive, schaut euch doch mal im Rest der Republik um.

    Und ja: sicherlich liegt es wesentlich an Scruff, GrindR, Planetromeo & Co, dass es kaum noch Läden gibt.
    Aber vielerorts haben Ordnungsämter, Bauämter, Stadtplaner, heterosexuelle Nachbarn und Gentrifizierung , politisch unbehelligt ihr Bestes getan, dass es gar keine "Safe Spaces" mehr gibt.
    Aber das ist ja nicht so schlimm:
    schließlich sind wir ja in der Mitte der Gesellschaft angekommen, haben so super tolerante, heterosexuelle Freunde und Bekannte.
    (wie man an den aktuellen Diskussionen erkennen kann)
    Da brauchen wir ja keine Orte, wo wir "unter uns" sind, und erst recht keine widerlichen Bumslokale,
    Diesen degoutanten Aspekt unserer schwulen Existenz leben wir lieber diskret und unsichtbar über DatingApps aus.
    Ganz brav heteronormativkonform.
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#18 kAEffchenAnonym
  • 09.03.2021, 12:09h
  • Antwort auf #15 von Sakana
  • Naja, die genannten Personen sind aber - bis auf die Geiss - mittlerweile aus der CDU/CSU ausgetreten.

    Das ist bei Gerd nicht der Fall. Und man will sich weder zu damals noch zu seinem unsäglichen Gekrieche bei der Putina distanzieren.

    Der Vergleich hinkt also in etwa genauso, wie die Moral der ollen alten Tante gerade.
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#19 GirlygirlEhemaliges Profil
  • 09.03.2021, 12:16h
  • Antwort auf #10 von NonBinary
  • Deine Denkweise zu diesem Thema ist sehr empathielos. Würdest du ausländisch aussehenden Menschen raten, mal bei einer PEGIDA Kundgebung vorbeizulaufen? Als vor einiger Zeit ein Mann mit einer Kippa durch Berlin gelaufen ist und angegriffen wurde, gab es Solidarität. Niemand forderte von Juden, mehr Kippas zu tragen, um sich sichtbarer zu machen. Wir queeren Menschen neigen vermehrt dazu, den Grund für Homophobie in unserer eigenen Community zu suchen (hier weil ein schwuler Mann sich nicht "zeigt" und angeblich deswegen Homophobie befördert). Ich bestreite nicht, dass mehr Sichtbarkeit auf lange Sicht einen positiven Einfluss hat. Aber einzelne queere Menschen anzugreifen, weil sie vielleicht etwas "versteckter" sind, ist die falsche Methode. Wir sind nicht Schuld an Homo- und Transphobie.
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#20 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 09.03.2021, 12:25h
  • Antwort auf #19 von Girlygirl
  • "Aber einzelne queere Menschen anzugreifen, weil sie vielleicht etwas "versteckter" sind"

    Lies nochmal genau nach. Ich habe einen Politiker kritisiert, weil er das Sich-selbst-Unsichtbarmachen empfiehlt und selbst vorlebt.

    Außerdem ist es nun mal, wie es ist: wenn wir nicht auf Dauer überall und immer sicht- und hörbar sind, dann wird das auch nix mit dem Wahrgenommenwerden. Und wenn man UNS nicht wahrnimmt, weshalb sollte man dann unsere Bedürfnisse und Rechte wahrnehmen?

    Ein Politiker, den ich irgendwie ernstnehmen soll, hat mich da bitte nicht auf "in 30 Jahren" zu vertrösten.
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#21 Es geht auch andersAnonym
#22 MoKiAnonym
  • 09.03.2021, 12:35h
  • Antwort auf #13 von Sakana
  • Ich würde eher viel Spaß mit einem Kanzler Laschet, einem Vizekanzler Habeck und einem Superminister Merz (für Wirtschaft & Finanzen) wünschen.

    Schön, wenn grüne Wähler:innen das mit ihrer Stimme am 26. September ermöglichen. Grün wählen und Laschet und Merz bekommen - herrlich!
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#23 NonBinaryEhemaliges Profil
#24 AxelAnonym
#25 SakanaAnonym
  • 09.03.2021, 12:41h
  • Antwort auf #22 von MoKi
  • Deine Voraussagen sind alle im Bereich des Möglichen. Laschet muss ja den Merz-Flügel in der Union irgendwie einbinden und da wäre ein Superministerium der Wirtschaft und Finanzen genau richtig für ihn.

    Baerbock und Habeck werden sich mit Sicherheit schon in die richtige Form biegen lassen für die Union, keine Frage. Auch Kretschmann hat ja den Bau von Stuttgart 21 befürwortet und die Autoindustrie in BW in seiner Amtszeit weiterhin gefördert. Deshalb ist mir eine SPD-geführte progressive Koalition im Bund auch lieber als eine undefinierbare Schwarz-Grüne, die mal so, mal so entscheidet.
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#26 LotiAnonym
#27 LotiAnonym
#28 KratzbürsteAnonym
  • 09.03.2021, 12:59h
  • Antwort auf #22 von MoKi
  • Einen Vizekanzler Scholz haben wir schon, und das ist auch der einzige Unterschied, den man vielleicht erwarten könnte. Als wenn die SPD, die 2013 schon mit Grünen und Linken eine Mehrheit im Bundestag gehabt hätte und sich stattdessen wieder in die große Koalition begeben hat, sich seitdem groß verändert hätte... Und die haben bewiesen, dass sie als Koalitionspartner nur umfallen, wenn es um queere Themen geht. Da sehe ich aktuell eher die Grünen vorne, die immerhin einen progressiven Vorschlag zur Abschaffung des TSG in den Bundestag eingebracht haben. Dass der trotz Zustimmung von Linken und FDP noch keine Zusage bekommen hat, wer könnte dafür wohl mitverantwortlich sein... Fällt mir bestimmt gleich wieder ein...

    Insofern ja, bin ich eher dafür, den Grünen eine Chance zu geben, sich zu beweisen. Die SPD hatte diese Chance in 19 der vergangenen 23 Jahre und hat sie in praktisch jeglicher Hinsicht das Klo runtergespült
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#29 DümmerGehtsNimmerAnonym
#30 LotiAnonym
#31 SakanaAnonym
  • 09.03.2021, 13:11h
  • Antwort auf #28 von Kratzbürste
  • Vergiss bitte nicht, dass die GRÜNEN von 1998 bis 2005 ebenfalls ein Teil der Regierung waren und alle Entscheidungen mitgetragen haben, sei es vom Kosovo-Einsatz bis hin zur Einführung der Hartz-Gesetzgebung.

    Es ist sehr wohlfeil, immer auf der SPD rumzuhacken und sie "im Klo runterspülen" zu wollen, aber die GRÜNEN haben auch ihren Anteil an der Situation, wie sie jetzt ist. Nur wird ihnen immer ein Heiligenschein aufgesetzt und sie gelten als unantastbar in allem, was sie fordern und tun.
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#32 NonBinaryEhemaliges Profil
#33 RetroGayProfil
  • 09.03.2021, 13:42hDortmund
  • Antwort auf #23 von NonBinary
  • Natürlich hast DU recht:
    Kühnert ist KEIN "Berliner Politschwuler"

    Das Problem ist eben, dass ihm in der öffentlichen Wahrnehmung qua seines Outings unterstellt wird, LGBT Interessen lägen ihm am Herzen, doch offenbar gehen sie ihm am Allerwertesten vorbei,

    Mein Fehler, etwas anderes erwartet zu haben.
    ;-(
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#34 HexeAnonym
  • 09.03.2021, 14:22h
  • "Exotisierung".

    Wie er sich mit geflüchteten POCs auf eine Stufe stellt.

    Aber kommt bestimmt gut bei der Mehrheitsgesellschaft an, seine Aussage. Ist ja Privatsache was man so im Bett macht. Und wieso müssen Homos mit Händchenhalten auch ihre Sexualität so nach aussen tragen?

    Der Typ ist ein rückgratloser, opportunistischer Witz.
    Passt perfekt in die SPD.
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#35 andiausnürnbergAnonym
  • 09.03.2021, 14:40h
  • Es ist schon sehr traurig und leider ein Zeichen der Zeit, dass man. um persönliche (Macht-)Vorteile zu erlangen, auch selbst die eigene sexuelle Orientierung hinten anstellt. Das ist leider sehr kontraproduktiv; gab es doch Jahr(zehnte), in denen man noch laut für seine Rechte kämpfen musste. Diejenigen, die das noch tun mussten, reiben sich sicherlich verwundert die Augen.
    Der letzte Höhepunkt für LGBTIQ war die Einführung der Homoehe, wobei auch dies mehr politische Taktik der SPD war. Ein gesellschaftlicher Diskurs wurde hierzu nicht in der Breite geführt. Anders als in anderen Ländern.
    Ich stimme einem der Vorkommentatoren zu, dass Kevin Kühnert als rückgratloser und opportunistischer Witz bezeichnet werden kann.
    Ein Vorbild für andere Homosexuelle oder auch generell ist er jedenfalls nicht. (Negativauslese in der Politik)
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#36 SakanaAnonym
  • 09.03.2021, 14:49h
  • Antwort auf #35 von andiausnürnberg
  • Die Debatte über die "Ehe für Alle" wurde ausführlich über einen Zeitraum von gut 30 Jahren geführt, angefangen bei der "Aktion Standesamt" Anfang der 1990er-Jahre über die Einführung der "Eingetragenen Lebenspartnerschaft" Anfang der 2000er bis zur Einführung der "Ehe für Alle" 2017.

    Es waren immer die Unionsparteien, die die Diskussion in der Gesellschaft ad nauseam haben wollten und meinten, die Gesellschaft wäre noch nicht dafür bereit, dass zwei Menschen gleichen Geschlechts eine Ehe vor dem Staate eingehen könnten. Es gab sogar zig Studien zum Kindeswohl in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften.

    Mir ist echt ein Rätsel, warum die Geschichte der "Ehe für Alle" in Deutschland oft so verzerrt und abgeschnitten dargestellt und reflektiert wird. Ach ja, die SPD hatte auch einen sehr großen Anteil an der Verwirklichung derselbigen und ein großer Dank gebührt auch Malu Dreyer aus Rheinland-Pfalz, die noch einen Gesetzesentwurf zur "Ehe für Alle" mit ihrer Ampel-Regierung in den Bundesrat vorher eingebracht hatte, der nur noch im Bundesrat verabschiedet werden musste.
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#37 KratzbürsteAnonym
  • 09.03.2021, 15:02h
  • Antwort auf #31 von Sakana
  • Ich bezog mich in erster Linie auf queeren Politik, und da ist es beispielsweise den Grünen zu verdanken, dass es 2001 zumindest die eingetragene Lebenspartnerschaft gab, gegen Widerstände in der SPD, übrigens. Die Grünen haben zudem Widerstand gegen Hartz 4 geleistet. Die Idee kam aus der SPD, von Menschen, die bis heute gern gesehene Parteimitglieder sind, wenn sie aus ihrem Urlaub in Russland inklusive Sekt mit dem sehr scheulenfreundlichen Putin zurück kommen...

    Ich möchte die SPD nicht das Klo hinabspülen, das macht sie aber ganz hervorragend alleine
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#38 LandjungeAnonym
  • 09.03.2021, 15:12h
  • Antwort auf #13 von Sakana
  • Dein Denkfehler ist aber, dass die Union alleine gar nichts könnte. Die kann all diese Gesetze nur umsetzen, verhindern, etc. weil die SPD ihr immer wieder die Mehrheiten dafür sichert.

    Und dass die SPD das aus Überzeugung tut, sehen wir ja jetzt daran, wie sehr die sich um Thierse, Schwan & Co scharen.
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#39 SakanaAnonym
  • 09.03.2021, 15:17h
  • Antwort auf #38 von Landjunge
  • Man nennt sowas weiland auch das "Koalitionsprinzip", nach welchem die Koalitionspartner immer geschlossen die Anträge der Oppositionsparteien ablehnen oder an die dafür zuständigen Ausschüsse verweisen. Ansonsten könnte auch ein AFD-Antrag zur Abschaffung der "Ehe für Alle" Zugkraft im Parlament entwickeln und es würde zu einer Abstimmung im Plenum kommen.

    Zum anderen: Diese GroKo war aus der Not heraus geboren, weil die Lindner-FDP nicht mit den GRÜNEN und den Unionsparteien koalieren wollte, weil die FDP nach ihrer Zeit in der "außerparlamentarischen Wüste" intern sehr fragil war und es sie wahrscheinlich zerrissen hätte. Deshalb blieb alles wieder an der Sozialdemokratie hängen, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Jetzt wird sie ja wieder durchgehend angefeindet für ihre staatstragende Entscheidung.
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#40 MoKiAnonym
  • 09.03.2021, 15:19h
  • Antwort auf #37 von Kratzbürste
  • Komische Sichtweise! Wenn die SPD mit der Union eine Regierungskoalition bildet, dann ist sie auf jeden Fall für alles Regierungshandeln (mit-)verantwortlich.
    Wenn die Grünen mit der SPD eine Regierungskoalition bilden, dann sind die Grünen nur für das Gute verantwortlich, schlechte Dinge gehen nur auf die SPD zurück.

    Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt. ;-)
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#41 LandjungeAnonym
  • 09.03.2021, 15:49h
  • Antwort auf #39 von Sakana
  • --- Man nennt sowas weiland auch das "Koalitionsprinzip" ---

    Ja, in einer Koalition muss man Kompromisse eingehen. Aber es ist ein Unterschied, ob man sich irgendwo in der Mitte trifft oder ob man Forderungen komplett aufgibt. Ersteres ist ein Kompromiss, letzteres einknicken auf ganzer Linie.

    --- Zum anderen: Diese GroKo war aus der Not heraus geboren, weil die Lindner-FDP nicht mit den GRÜNEN und den Unionsparteien koalieren wollte ---

    1. Immer noch besser, eine Koalition abzulehnen, weil man nicht genug Inhalte umsetzen kann, als (wie die SPD) Inhalte aufzugeben, um eine Koalition zu machen.

    2. Niemand ist zu Koalitionen gezwungen. Die SPD hätte sagen können "Sorry Union, aber wenn ihr uns bei LGBTI-Themen nicht entgegenkommt, dann können wir leider keine Koalition eingehen. Das ist für uns eine rote Linie."

    Dann hätte die Union ja gucken können, wo sie ihre Mehrheiten findet. Dann hätte sie ja mal eine Minderheitenregierung testen können, wo man für jedes Vorhaben neue Mehrheiten suchen muss. Und hätte sich dann mal überlegen können, ob das so viel besser ist, als auch mal bei LGBTI-Themen Bewegung zu zeigen.

    Aber so weit wäre es gar nicht gekommen, denn das wäre für die Union denkbar gewesen und dann hätte gerade die machtbewusste Frau Merkel, die sich schon öfter sehr flexibel gezeigt hat, wenn der Machterhalt davon abhängt, auch dieses Thema zähneknirschend angenommen. Da die SPD die letzte Chance der Union war, hätte die SPD das prima umsetzen können, wenn sie in dieser Frage charakterstark gewesen wäre. War sie aber leider nicht.

    --- Deshalb blieb alles wieder an der Sozialdemokratie hängen, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen. ---

    Das ist das Narrativ, das die SPD gerne verbreitet, um davon abzulenken, dass sie für Pöstchen fast alle Inhalte aufgegeben hat.

    Aber Fakt ist, dass die Union als stärkste Kraft (und da es für andere Mehrheiten jenseits der Unionn nicht gereicht hätte) den Auftrag zur Regierungsbildung hatte. Die SPD hätte (wie jede andere kleinere Partei) ablehnen können (wie sie es ja auch vor der Wahl versprochen hatte) und dann wäre es Aufgabe der Union gewesen "den Karren aus dem Dreck zu ziehen".

    Oder halt den Bürgern zu erklären, warum LGBTI-Diskriminierung so viel wichtiger ist als eine stabile Regierung.

    Aber die SPD hat lieber Inhalte für Pöstchen geopfert. Und stellst sich dann auch noch als Jeanne D'Arc hin, die die Demokratie rettet. Lächerlich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#42 LandjungeAnonym
  • 09.03.2021, 15:58h
  • Antwort auf #40 von MoKi
  • Da ist aber ein entscheidender Unterschied:

    Was bei Rot-Grün passiert ist:

    Nach der Wahl 1998 wollte die SPD plötzlich von ihren LGBTI-Wahlversprechen nichts mehr wissen. Für Gerhard Schröder war das "Gedöns" und Herta Däubler-Gmelin fragte "Was wollt ihr denn noch alles?", so als sollten wir froh sein, uns nicht mehr strafbar zu machen.

    Die Grünen wollten eigentlich schon damals mehr, was aber mit der SPD nicht zu machen war.

    Also ist das passiert, was in Demokratien üblich ist. Man macht einen Kompromiss. Das war die Eingetragene Partnerschaft. Selbst das war (die Älteren unter uns werden sich erinnern) schwer gegenüber der SPD durchzusetzen, aber die Grünen haben das zur Koalitionsbedingung gemacht und gesagt, dass sie noch tiefer nicht mit dem Kompromiss gehen. Und dann ist die SPD eingeknickt.

    Was in der Groko passiert ist:

    Bei der Groko war es dagegen so, dass die SPD immer viel versprochen hat ("100% Gleichstellung nur mit uns").

    Bei jeder Groko hat die Union das abgelehnt. Die SPD hat dann aber keinen Kompromiss gefordert, sondern hat das so akzeptiert.

    Fazit:

    Genau das ist der Unterschied zwischen dem Verhalten der Grünen unter Rot-Grün und dem Verhalten der SPD in der Groko.

    Jedem ist klar, dass man in Koalitionen Kompromisse eingehen muss, aber ein Kompromiss heißt, dass man sich bei 50% (oder von mir aus auch 40 oder 30%) trifft. Aber nicht, dass man sich bei 0% trifft. Das wäre dann ein totales Einknicken.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#43 KratzbürsteAnonym
  • 09.03.2021, 16:03h
  • Antwort auf #40 von MoKi
  • Es ist ja nichts Neues, dass Leseverständnis hier im Forum eher so mäßig ausgeprägt ist...

    Nochmal so einfach, wie es geht: die SPD wollte nicht wirklich in Richtung gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Das haben hauptsächlich die Grünen durchgedrückt.
    Die Grünen wollten nicht wirklich Hartz 4, haben zumindest lauteren Widerstand geleistet, als es die SPD getan hat, als die pöse Union Besserstellung für trans Menschen abgelehnt hat.
    Erst nachdem die Grünen vor den Wahlen 2017 die gleichgeschlechtliche Ehe zur Voraussetzung einer Koalition gemacht hat, hat die SPD nachgezogen.

    Die Grünen sind ganz bestimmt nicht heilig und müssen sich bei entsprechenden Verhältnissen auch erst wieder beweisen. Aber aus queerpolitischer Sicht ist es für mich relativ klar, welche der zwei Parteien bislang in der Hinsicht mehr geleistet hat.

    Die Punkte oben kann man übrigens auch ganz schnell nachgucken, es gibt da so eine ganz tolle Erfindung, nennt sich Suchmaschine...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#44 NachtigallTrappseAnonym
  • 09.03.2021, 16:06h
  • Antwort auf #36 von Sakana
  • Welch ein Zufall, dass am Sonntag in Rheinland-Pfalz gewählt wird und dass du deswegen auch nochmal Frau Dreyer erwähnst?
    Dein unerschütterliches Engagement für die SPD in allen Ehren, aber alle anderen Parteien runterzumachen, macht das Versagen der SPD nicht besser. Und einer kritischen Stimme den Ton abzudrehen, das ist ein Totalversagen, da gibt es nicht zu beschönigen.

    Nach dieser ganzen Posse werde ich dieser Partei meine Stimme am Sonntag jedenfalls nicht geben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#45 PeerAnonym
  • 09.03.2021, 16:11h
  • Antwort auf #42 von Landjunge
  • Es gibt noch einen entscheidenden Unterschied zwischen SPD und Grünen:

    Bei den Grünen gibt es auch einen Herrn Palmer. Aber der ist in der Partei fast vollständig isoliert. Sowohl die Bundespartei als auch die Landesverbände haben sich mehrfach deutlich von ihm distanziert.

    Aber sein politisches Mandat kann man ihm nicht nehmen, weil er das vom Wähler durch Wahl verlieren bekommen hat. Das wäre ja auch sonderbar, wenn Parteien einfach so demokratisch legitimierte Volksvertreter entlassen könnten.

    Aber wie ist es bei der SPD?

    Bei Thierse und Schwan gibt es keine Kritik. Die einzigen beiden, die überhaupt vorsichtige Kritik geäußert haben (Esken und Kühnert) sind schon am nächsten Tag wieder zurückgerudert.

    Und nicht nur, dass es keine Kritik an Thierse und Schwan gibt, sondern die gesamte SPD zeigt sich auch noch solidarisch mit denen und unterstützt deren Positionen.

    Außerdem geht es nicht um demokratische Mandate, sondern um einen Parteiposten, den die Partei den beiden gegeben hat.

    Da zeigt sich ein deutlicher Unterschied im Umgang mit solchen Leuten zwischen SPD und Grünen.
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#46 PeerAnonym
  • 09.03.2021, 16:15h
  • Antwort auf #43 von Kratzbürste
  • Das sehe ich ähnlich:

    Auch ich kann nicht wissen, wie die Grünen in einer Koalition mit der Union agieren würden. Und würden die so umkippen wie die SPD, würden die für mich genauso unwählbar.

    ABER:
    1. Zumindest in Landesregierungen haben die Grünen schon mehrfach bewiesen, dass sie auch gegenüber der CDU LGBTI-Kompromisse aushandeln können. Selbst gegenüber einem so konservativen Landesverband der Union wie in Hessen.

    2. Die SPD hat jetzt in insgesamt 3 Grokos gezeigt, dass sie gegenüber der Union gar nichts rausholen.

    Dann ist also meine Frage:

    Wieso nicht mal anderen die Chance geben? Schlimmer als die Groko kann es nicht mehr kommen.

    Und wenn die Grünen dann genauso umfallen, bin ich der erste, der das hier kritisiert. Aber zumindest die Chance sollte man erst mal abwarten.

    Man sollte definitiv nicht eine Partei, wo zumindest eine reelle Chance besteht, nur deshalb nicht wählen, weil man Angst hat, dass sie umfällt. Und dann als Ersatz eine Partei wählen, die sich immer wieder als Umfallerpartei bewiesen hat. Das wäre doch absurd.
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#47 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 09.03.2021, 16:25h
  • Antwort auf #46 von Peer
  • "Schlimmer als die Groko kann es nicht mehr kommen."

    So gerne ich Dir zustimmen würde, so sehr kann ich es leider nicht so ganz. Laut neuester "Sonntagsfrage Bundestagswahl" vom 8.3.21 würden CDU/CSU, FDP und AfD zusammen 52,0% erringen. Auch wenn es momentan nicht sehr wahrscheinlich erscheint - aber eine solche Horrorkoalition wäre möglich.

    Das heißt, schlimmer geht fast immer. Allerdings ist natürlich jede_r von uns in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass es besser statt schlimmer kommt. Und ich werde nicht müde, zu betonen: JEDE_R.
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#48 PeerAnonym
  • 09.03.2021, 16:41h
  • Antwort auf #47 von NonBinary
  • Du glaubst doch wohl nicht, dass Union und FDP eine Koalition mit der AfD eingehen würden?

    Einigen Landesverbänden der CDU und der FDP würde ich das zutrauen. Aber die Bundesparteien würden das niemals tun. Das würde beide massiv Stimmen kosten.

    Dann müsstest Du genauso Angst schüren, dass die SPD mit der AfD koaliert. Denn nachdem die SPD jetzt immer öfter AfD-Wortschatz und AfD-Argumente wiederholt, könnte ich das auch nicht letztgültig ausschließen.
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#49 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 09.03.2021, 16:57h
  • Antwort auf #48 von Peer
  • "die Bundesparteien würden das niemals tun"

    Ich bin mit dem Wort "niemals" sehr zurückhaltend geworden. Ich will hier gar nix schüren, nur dachte ich mir eben bei Deiner Aussage, es könne nicht schlimmer als die GroKo kommen, dass es eben doch noch schlimmer ginge.
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#50 GodzillaAnonym
#51 TheDadProfil
  • 09.03.2021, 17:34hHannover
  • "" "Wenn man davon ausgeht, dass sechs oder sieben Prozent aller Menschen homosexuell sind, dann gestaltet sich das Flirtverhalten schwierig", sagt Kühnert. "Wenn du 15 Leute anflirten musst, bis ein Treffer dabei ist, ist das unangenehm. Deswegen sind Safe Spaces so wichtig." ""..

    Natürlich sind Self-Spaces enorm wichtig..
    Richtiges Rechnen aber auch..
    Denn weniger als die Hälfte der Menschen ist männlich..
    Und wenn dann 6 bis 7 Prozent davon Schwul sind, dann muß man nur 14 andere Männer ansprechen, und hat dabei schon den Bisexuellen aussortiert..

    Jetzt aber mal im Ernst..
    Wer sich in der Öffentlichkeit "nicht traut" sich offen Schwul zu zeigen muß sich nicht wundern nicht als Schwuler Mann wahrgenommen zu werden..
    Das mangelhafte Sichtbarkeit nicht nur davon abhängig ist das einen andere "unsichtbar" machen dürfte inzwischen bekannt sein..
    Das Menschen von denen öffentlich bekannt ist das sie Schwule Männer sind sich dennoch "nicht trauen" Hand-in-Hand zu gehen, oder ihren Liebsten gar zu küssen ist leider Teil des Problems, aber nicht Teil der Lösung..

    Ich halte derlei Verhalten für sehr widersprüchlich..
  • Antworten » | Direktlink »
#52 TheDadProfil
  • 09.03.2021, 17:45hHannover
  • Antwort auf #19 von Girlygirl
  • ""Wir queeren Menschen neigen vermehrt dazu, den Grund für Homophobie in unserer eigenen Community zu suchen (hier weil ein schwuler Mann sich nicht "zeigt" und angeblich deswegen Homophobie befördert).""..

    Das Problem geht viel tiefer..
    Denn von Kevin Kühnert ist bekannt das er schwul ist..
    Wenn sich öffentlich geoutete Menschen dann aber "öffentlich zurücknehmen", dann machen sie im Nachgang das kaputt, was sie mit ihrem outing versucht haben aufzubauen :
    Öffentliche Akzeptanz !
    Das ist schlichtweg kontraproduktiv..

    Würde sich eigentlich eine Trans*-Frau öffentlich "gegengeschlechtlich" kleiden nur um bloß nicht als Frau aufzufallen ?

    Was soll also der Unfug ?

    ""Wir sind nicht Schuld an Homo- und Transphobie.""..

    Das ist offensichtlich so..
    Es ist aber ebenso wichtig wenn das so bleibt..
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#53 TheDadProfil
  • 09.03.2021, 17:51hHannover
  • Antwort auf #25 von Sakana
  • ""Auch Kretschmann hat ja den Bau von Stuttgart 21 befürwortet""..

    Äh ?

    ""Das Projekt wurde 1994 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Bauarbeiten begannen am 2. Februar 2010.""..

    de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21

    ""Seit dem 12. Mai 2011 ist er neunter Ministerpräsident von Baden-Württemberg""..

    de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Kretschmann

    Im Nachhinein etwas zu befürworten, für das man weder Verantwortung trägt, noch dazu in der Lage ist das Projekt einzustellen, denn es handelt sich um ein Projekt der Deutschen Bahn, und die ist im Besitz des Bundes, ist ziemlich einfach..
    Dennoch kann man bitte bei den Fakten bleiben..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#54 TheDadProfil
  • 09.03.2021, 18:02hHannover
  • Antwort auf #39 von Sakana
  • ""Man nennt sowas weiland auch das "Koalitionsprinzip", nach welchem die Koalitionspartner immer geschlossen die Anträge der Oppositionsparteien ablehnen oder an die dafür zuständigen Ausschüsse verweisen. Ansonsten könnte auch ein AFD-Antrag zur Abschaffung der "Ehe für Alle" Zugkraft im Parlament entwickeln und es würde zu einer Abstimmung im Plenum kommen.""..

    Hier sind leider 2 Denkfehler vorhanden, denn das so genannte "Koalitionsprinzip", bisweilen auch mal als "Koalitions-Disziplin" beschrieben ist heftig umstritten, nicht zuletzt vor der Abstimmung über die "Ehe für Alle", und desweiteren werden über die Anträge die eine Fraktion (und hier ist es egal welche, also auch die der "AFD") irgendwann im Verlauf einer Legislatur auch abgestimmt..
    Das muß auch so sein, denn sonst handelte der Bundestag schlichtweg undemokratisch..
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#55 SakanaAnonym
  • 09.03.2021, 18:14h
  • Antwort auf #44 von NachtigallTrappse
  • Was hat das bitte schön mit Wahlwerbung zu tun, wenn ich einen parlamentarischen historischen Prozess wiedergebe, an dem die Landesregierung Rheinland-Pfalz federführend beteiligt war 2017? Ich hätte dasselbe geschrieben, wenn der Gesetzesentwurf aus Bayern oder Sachsen-Anhalt gekommen wäre.

    Es wäre gut, das SPD-Bashing etwas zu zügeln...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#56 Teddy63Ehemaliges Profil
  • 09.03.2021, 18:36h
  • >> "Ich weiß, dass ich mich damit einschränke, wenn ich die Hand eines Mannes nicht halte. Daran sieht man, dass eigentlich überwundene Diskriminierungsmuster im Kopf erhalten bleiben. Vielleicht wird das in 30 Jahren niemanden mehr interessieren, darüber wäre ich sehr glücklich." <<

    Eigentlich überwunden..., tja, das haben Kühnerts "verdiente Parteigenossen" Thierse und Schwan gerade eindrücklich gezeigt, wie in der SPD Diskriminierungsmuster überwunden werden.

    Vielleicht in 30 Jahren... In den letzten 30 Jahren auch schon nicht und auch nicht in den 30 Jahren davor.

    >> "Wir sind fünf queere Evolutionswellen weiter." <<
    Herr Kühnert, hören Sie auf sich in die Tasche zu lügen und positionieren Sie sich!
  • Antworten » | Direktlink »
#57 NachtigallTrappseAnonym
#58 DümmerGehtsNimmerAnonym
#59 Dont_talk_aboutProfil
  • 10.03.2021, 00:50hFrankfurt
  • Vielleicht liegt es ja auch nur am fehlenden Partner. Wenn MrRight kommt, denkt er vielleicht ganz anders drüber.
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#60 Mund aufmachenAnonym
  • 10.03.2021, 09:08h
  • Herr Kühnert,

    wenn Homophobie Sie so belastet, sollten Sie vielleicht schon mal damit anfangen, Homophobie in der eigenen Partei zu bekämpfen, statt ständig vor dem homophoben Partei-Establishment zu kuschen.

    Das haben Sie ja früher auch gemacht, aber seitdem Sie ihren Vorstands-Posten haben, sind Sie quasi komplett verstummt.
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#61 Taemin
#62 Taemin
  • 10.03.2021, 09:55h
  • Antwort auf #55 von Sakana
  • Angesichts der gegenwärtigen Welle von Sympathiebekundungen für rechtsextreme Positionen und rechtsextreme Politiker*innen, die durch die SPD rollt, kann man da sicher nicht von "Bashing" reden, sondern von nur allzu gerechtfertigter Empörung. Die SPD verortet sich derzeit zwischen CSU und AfD.
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#63 klappe dichtAnonym
#64 Dont_talk_aboutProfil
#65 BildungslückeAnonym
#66 Dont_talk_aboutProfil
#67 allenLPZAnonym
  • 10.03.2021, 16:39h
  • Antwort auf #65 von Bildungslücke
  • Das Problem der "Nichtbildung" und "Studienabbrecher" ist aber bei den Grünen viel mehr verbreitet. Dort auch bis in die höchsten Ämter. Gibt einen berühmten Spruch von Westerwelle, der zutrifft: "Die eine Hälfte der Grünen ist beim Staat angestellt, die andere Hälfte lebt vom Staat". Habe (persönlich) den Eindruck bei linken Parteien ist das besonders stark ausgeprägt, daß Polemik mehr zählt als Wissen und man damit sehr weit kommt. Die andere "Politiker-Kaste" ist die "Kreissaal-Hörsaal-Plenarsaal". Also Berufspolitiker. Geht gar nicht für mich. Politiker sollte immer Ehrenamt sein. Immer im Nacken, daß Ihn seine Wähler zum Teufel jagen können. Leider längst Vergangenheit in D.
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#68 NickAnonym
  • 02.12.2021, 23:26h
  • Antwort auf #2 von Landjunge
  • Hallo Landjunge,

    als Berliner kann ich Ihnen versichern das es in den CDU Hochburgen Berlins für offen erkennbare Schwule / LGBTI+ am wenigsten gefährlich ist. Eventuell sollten sie einmal in der Realität ankommen auch wenn es Ihren Weltbild nicht entsprechen mag.
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