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Eurovision

Feministische und LGBTI-freundliche Sängerin Manizha vertritt Russland beim ESC

Nachdem das Putin-Reich letztes Jahr eine queer-feindliche Band zum europäischen Musikfestival schicken wollte, sind dieses Jahr ganz andere Töne zu hören.


Wie viele Punkte wird Manizha holen?

Die als feministisch gefeierte Musikerin Manizha (gesprochen: Manischa) wird Russland beim diesjährigen Eurovision Song Contest mit ihrem Lied "Russian Woman" (Deutsch: "Die russische Frau") vertreten. Einen Tag nach dem Vorentscheid am Weltfrauentag freuten sich Menschen in den sozialen Netzwerken am Dienstag darüber, dass mit der 29-Jährigen im Mai in Rotterdam eine Künstlerin antreten wird, die sich nicht nur mit Frauenrechtsbewegungen solidarisch zeigt, sondern unter anderem auch mit sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten im Land. Vor allem aus konservativen Kreisen gab es aber auch Kritik an der Wahl Manizhas. Sie verweisen auf das LGBTI-feindliche Gesetz gegen "Homo-Propaganda".

Die im zentralasiatischen Tadschikistan geborene Sängerin hatte sich in der Vergangenheit auch gegen häusliche Gewalt und für Geflüchtete stark gemacht. Im Dezember wurde Manizha zur Goodwill-Botschafterin der Vereinten Nationen ernannt. Ihr ESC-Song sei inspiriert von russischen Frauen, die "nie Angst hatten, sich Stereotypen zu widersetzen und Verantwortung zu übernehmen", hieß es auf der offiziellen Eurovision-Homepage.

Twitter / UNHCR_Cent_Asia | Die UN beglückwünschten Manizha
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Der ESC ist vom 18. bis 22. Mai in der niederländischen Hafenstadt Rotterdam geplant. Das Musikevent soll anders als im Vorjahr auf jeden Fall stattfinden, aber coronabedingt wohl ohne Publikum (queer.de berichtete). Nach aktuellem Stand können aber die Künstler*innen anreisen und auf der Bühne auftreten.

In Russland war immer wieder spekuliert worden, ob die Band Little Big antreten würde, die das Land eigentlich beim Wettbewerb im vergangenen Jahr hätte vertreten sollen, der dann wegen der Corona-Pandemie ausgefallen war. Die Musiker traten dann bei der Show am Montagabend im Staatsfernsehen tatsächlich auf – allerdings nur als Gäste.

Instagram / manizha | Manizha mit Regenbogenflagge. Die Sängerin trat in der Vergangenheit unter anderem beim "Queerfest" in St. Petersburg auf
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Die Wahl von Little Big hatte letztes Jahr für Aufregung gesorgt, weil die Band in der Vergangenheit Stimmung gegen Homosexuelle gemacht hatte – so hatten Mitglieder ein Video vom CSD Brüssel gedreht, in dem sie sich über "Schwuchteln" lustig machten (queer.de berichtete). In einem anderen Video hatte die Band erklärt, nichts gegen Homosexuelle zu haben. (dpa/cw)



#1 WadimAnonym
  • 10.03.2021, 18:12h
  • Ich mag Rap nicht wirklich, aber dieser Song hat mir gefallen. Er hat ein nationales Kolorit. Ich werde für sie als Musikliebhaber, Schwul und Feminist mehrmals anrufen.
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#2 LotiAnonym
  • 14.03.2021, 08:37h
  • Antwort auf #1 von Wadim
  • Lieber Wadim.
    Tolles Video. Mir gefällt es gut und ich drücke beide Daumen. Habe aber leider vom Text nichts verstanden. Schade. Würde mich interessieren. Zudem noch etwas: was sagt das Wort auf ihren Rücken aus. Fragen über Fragen.
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