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Bremen

Austritt aus Landeskirche angedroht: Gemeinde stellt sich hinter Hass-Pastor Latzel

Die Schäfchen von Paster Olaf Latzel finden, dass dessen homophoben Äußerungen – etwa zur pauschalen Todeswürdigkeit von Homosexualität – "klare biblische Lehre" seien.


Olaf Latzel hat nach seiner Verurteilung vorläufig Predigtverbot erhalten

  • 11. März 2021, 11:44h 19 2 Min.

Der Konvent der evangelischen St.-Martini-Gemeinde in Bremen hat sich am Montag demonstrativ hinter den wegen Volks­verhetzung verurteilten Pastor Olaf Latzel gestellt und seine homo­sexuellenfeindlichen Aussagen verteidigt. Dabei wurde auch der Austritt aus der Bremisch-Evangelischen Landeskirche (BEK) angedroht. Der Kirchenkonvent ist das oberste Gremium einer evangelischen Gemeinde in Bremen.

Nach einem Bericht des "Weser-Kuriers" haben die gut 100 anwesenden Mitglieder des Kirchenkonvents ihre Entscheidungen zu Latzel mit durchschnittlich 94 Prozent Zustimmung getroffen. Dabei wurde seine vorläufige Amtsenthebung durch die Landeskirche als rechtswidrig beschrieben, da sie ohne Zustimmung der Gemeinde veranlasst worden sei.

Zudem stellte sich der Konvent hinter den Vorstand, der bereits vergangenen Dezember mit einer Abspaltung von der Landeskirche gedroht hatte (queer.de berichtete). Der Konvent beauftragte den Vorstand, Vorbereitungen für diesen Schritt zu treffen.

Latzel haben "im Gehorsam gegenüber Gott" gelehrt

Die erzkonservativen Konvent-Mitglieder stellten sich außerdem fast einstimmig hinter den Homosexuellenhass ihres Pfarrers. Wörtlich hieß es: "Der Konvent stellt fest, dass Olaf Latzel mit seinen Äußerungen zur praktizierten Homosexualität in keiner Weise gegen die aus seiner Ordination bestehenden Pflichten verstoßen hat." Latzel habe vielmehr "im Gehorsam gegenüber Gott die klare biblische Lehre gelehrt".

Der Hintergrund der Affäre: Latzel war im November in erster Instanz wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 8.100 Euro verurteilt worden (queer.de berichtete). Anlass für den Richterspruch gegen den Pfarrer waren Verlautbarungen Latzels in einem im Internet veröffentlichten "Ehe-Seminar", in dem er Homosexualität pauschal als "Degenerationsform von Gesellschaft" und als "todeswürdig" bezeichnete, die LGBTI-Community als "Gender-Dreck" herabwürdigte und CSD-Besucher*innen vorwarf, "Verbrecher" zu sein. Latzel hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. (dk)

-w-

#1 Korinthen KKAnonym
  • 11.03.2021, 14:27h
  • "Gedroht"? Was soll daran eine Drohung sein? "Versprechen" passt schon eher. Am besten treten sie gleich ganz aus unserer Zeit und der Welt aus und wandern auf den Mars aus. Da gibt es vielleicht noch Mikrobren die sie unter Androhung missionieren können.
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#2 Alexander_FAnonym
  • 11.03.2021, 15:13h
  • Antwort auf #1 von Korinthen KK
  • Sehr gute Idee. Das intergalaktische Medium wäre vielleicht auch ein gutes Reiseziel, da laufen sie dann noch weniger Gefahr, irgendwelchen Außerirdischen einen falschen Eindruck von uns zu geben. Daher auch bitte vorher ausdrücklich als Sondermüll deklarieren und mit Distanzierungserklärungen im Namen der Menschheit versehen.
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#3 LotiAnonym