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Talkshow von 1981

Homosexualität "im Auftrag des WDR"

Heute vor genau 40 Jahren – am 13. März 1981 – strahlte der WDR am Nachmittag seine Jugend-Talkshow "Ich bin schwul! Was habt ihr gegen mich?" aus. Zu Wort kamen auch drei homofeindliche Personen.


Plakat aus der "Alles klar?!"-Talkshow vom 13. März 1981

  • Von Erwin In het Panhuis
    13. März 2021, 11:37h, 2 Kommentare

Neulich wurde ich beim Stöbern in der Schwulenzeitschrift "Du & Ich" (Mai 1981, S. 54) auf den Bericht über eine Talkshow im WDR über Schwule von 1981 aufmerksam. Der Autor Jan Schulde wunderte sich zunächst über die recht frühe Uhrzeit (17:05 Uhr) der Ausstrahlung. Diesen Hinweis kann vermutlich jeder nachvollziehen, der das Fernsehen der Achtzigerjahre kennt: Selbst harmlose schwule Liebesfilmchen wie "Maurice" liefen erst nach 23 Uhr, weil die Verantwortlichen eine recht merkwürdige Vorstellung vom "Jugendschutz" hatten.

Und nun gab es also eine Jugendsendung, die sich am Nachmittag live direkt an schwule Jugendliche wandte! Das ist – in einem positiven Sinne – sehr erstaunlich, und meine Neugierde war geweckt. Ich habe mich deshalb über die Sendung informiert, mir diese schwule Folge besorgt und sie angesehen.

"Alles klar?!"


Das Logo der 56-teiligen Jugendsendung "Alles klar?!" (1978-1983)

Diese Talkshow für Jugendliche hieß "Alles klar?!" und wurde in 56 Folgen ausgestrahlt (1978-1983). Die Moderatorin Uschi Schmitz diskutierte darin live mit Jugendlichen "über Themen, die diese selbst vorgeschlagen haben. Es geht um Eltern und Schule, Gesellschaft und Politik, Mode und Liebe und natürlich Sex. Die Sendung sah aus, wie man sich eine Diskussionssendung der 70er Jahre vorstellt: Die Moderatorin trug Indienkleider und lümmelte oder kniete mit den Jugendlichen auf einem Flickenteppich oder auf Kissen" (Zitat aus dem "Fernsehlexikon" von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier, hier zitiert nach Fernsehserien.de).

Klar, dass es bei Sex-Themen auch schnell mal zu Protesten kam, wie bei der Folge "Auch Fummeln muss man lernen" (1979): "Das Motto der Sendung sei geschmacklos und uneinsichtig und widerspreche einer verantwortbaren, auf verbindliche Werte und Wertungen gegründeten Sexualerziehung" ("Fernsehlexikon"). Dabei war die Talkshow "nicht so revolutionär, wie man glauben könnte", sondern eher ein braves Miteinanderdiskutieren. Laut Uschi Schmitz soll die Sendung abgesetzt worden sein, um diesen Sendeplatz – mit Tierfilmen und Komödien – "familienfreundlicher zu gestalten".

Die Positionen zur Homosexualität

Zu Beginn der Sendung vom 13. März 1981 erklärte die Moderatorin Uschi Schmitz, warum sich das Thema nur an Schwule und nicht auch an Lesben richte. Im Vorfeld der Sendung habe sich gezeigt, dass es an der Situation von Lesben nur sehr wenig Interesse gebe. Die Redaktion befürchte deshalb, den Ansprüchen an eine schwul-lesbische Folge nicht gerecht zu werden. Uschi Schmitz ergänzte, dass durch eine schwule Folge nicht der Eindruck entstehen solle, als wären Lesben weniger wichtig.

Ansonsten waren die zwölf Studiogäste recht unterschiedlich. Eltern, die mit ihren Kindern gekommen waren, schwule Singles, ein schwules Paar und einige aufgeschlossene bzw. nicht aufgeschlossene Heteros. Während der Sendung haben sich drei Personen deutlich gegen Schwule positioniert: ein Christ, der von "Sünde" und vom "Teufel" sprach; ein Schüler, der erzählte, dass ihn Schwule anekeln würden, und ein Familienvater, der angab, dass er Rosa Listen gut finde. Einige der angesprochenen Themen entsprechen der Realität der Achtzigerjahre und haben heute wohl nur noch eine historische Bedeutung wie die sogenannten Rosa Listen. Andere Themen wie Probleme bei der Wohnungssuche sind zumindest kleiner geworden. Einige der hier angesprochenen Themen bleiben wohl zeitlos, wie der Glaube an Gott, der viele Menschen intolerant werden lässt.


Moderatorin Uschi Schmitz (m.) zwischen den schwulen und heterosexuellen Podiumsteilnehmer*innen

Während der Sendung konnten die Zuschauer*innen beim WDR anrufen und ihre Ansichten mitteilen. Am Ende der Sendung versuchte ein Redakteur, die ihm geschilderten Ansichten so zusammenzufassen: Homosexualität sei – so die Zuschauer*innen – zwar etwas Negatives, aber die Betroffenen könnten halt nichts dafür. Für diese Einstellung ist "Scheinliberalität" wohl immer noch eine zu positive Formulierung.

Die Bewertung der Sendung

Auch in dieser Sendung wurde über Sex gesprochen. So kritisierte der Familienvater, dass homosexuelle Männer Sex in öffentlichen Parks suchten, und ein Schwuler berichtete, wie er versuchte mit einer Frau zu schlafen. Von einem irgendwie voyeuristischen Blick auf Schwule oder von einer Reduzierung von Schwulen auf Sex war diese Folge aber weit entfernt. Dies zu betonen ist wichtig, weil es nur einige Jahre später mit dem Aufkommen des Privatfernsehens 1984 starke Veränderungen bei den Talkshows gab und es innerhalb von wenigen Jahren vor allem im Privatfernsehen oft nur noch um "Unterhaltung" auf unterstem Niveau ging.

In der Talkshow von 1981 vertraten die unterschiedlichen Teilnehmer*innen ehrlich und authentisch ihre unterschiedlichen Positionen, und es wäre bestimmt langweilig geworden, wenn der WDR nur Schwule eingeladen hätte. Aber wie viel Homophobie, die in der Sendung wie ein legitimer Teil des Meinungsspektrums präsentiert wird, verträgt eine solche Sendung?

Ich halte es für beachtenswert, dass auch in dem oben erwähnten Artikel der "Du & Ich" der homophobe Familienvater nicht kritisiert wird. Der Autor betont sogar: "Was wäre die Sendung ohne ihn gewesen. Womöglich hätte sie mangels deutlicher Gegenpositionen überhaupt nicht stattfinden können. Fernsehredakteurin Uschi Schmitz ließ keinen Zweifel daran, daß ihre Sympathien bei den Schwulen lagen, ihre Absicht war es, ungerechtfertigte Vorurteile gegen Schwule aufzuzeigen. […] Um es gleich vorweg zu sagen, die spannende Diskussion hat ihr Ziel zweifellos erreicht. […] Redakteurin Uschi Schmitz brachte die Sache genau auf den Punkt. Das eigentliche Problem sei nicht die Homosexualität an sich, sondern ihre gesellschaftliche Diskriminierung" ("Du & Ich", Mai 1981, S. 54).

Diese Botschaft von Uschi Schmitz kommt einem irgendwie bekannt vor. Sie klingt schließlich ähnlich wie der Titel des zehn Jahre älteren WDR-Films "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt", wobei die Parallelen zwischen diesen beiden recht unterschiedlichen Filmproduktionen hinsichtlich deren Inhalte und Zielgruppen bei näherer Betrachtungsweise auch schnell wieder aufhören.

Zum Vergleich: "Mein Sohn ist schwul!" (1988)

Eine Jugendsendung des ZDF, die wenige Jahre später lief, hieß "Doppelpunkt" (1987-1995) und befasste sich in der Folge "Mein Sohn ist schwul!" (1988) ebenfalls mit Schwulen und vor allem mit ihrer familiären Situation. Insofern bietet sich hier ein Vergleich an. Die Folge wurde von Michael Steinbrecher moderiert, der – in ähnlicher Form und mit ähnlicher Begründung wie in der WDR-Talkshow von 1981 – eine Erklärung dafür abgab, warum es in der Sendung nur um Schwule und nicht auch um Lesben geht. Auch hier werden von einzelnen Podiumsgästen konträre, auch dezidiert homophobe Positionen eingenommen.


Volker Beck – zu Beginn seiner schwulenpolitischen Karriere – in der ZDF-Sendung "Doppelpunkt" (1988)

Es ist typisch für die Zeit, dass auch angebliche Ursachen von Homosexualität kurz angesprochen werden. Erwähnt wird außerdem HIV/Aids, was in der Sendung von 1981 noch kein Thema war. Einer der Studiogäste war der Diplom-Psychologe Thomas Grossmann, der in der Szene mit seinem Coming-out-Ratgeber "Schwul – na und?" (1981) sehr bekannt geworden war. Ein anderer Studiogast war Volker Beck, der zu dieser Zeit am Beginn seiner schwulenpolitischen Karriere stand. Ein Teil dieser Sendung ist online verfügbar (Volker Beck und Thomas Grossmann bei 25.05-26:32 Min.).

Zweimal wurde "Doppelpunkt" mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Für diese Folge "Mein Sohn ist schwul!" gab es den Adolf-Grimme-Preis in Bronze – vollkommen zu Recht, denn auch hier gab es einen ruhigen, konstruktiven Austausch, eine sensible Gesprächsführung und eine gute Auswahl an Studiogästen.

"Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt"


Das WDR-Logo aus dem Abspann von "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" (1971) – changierend zwischen Flieder, Rosa und Pink

Es gehört zu den Aufgaben der öffentlich-rechtlichen Sender, auch über Schwule und Lesben zu berichten. Eine faire Berichterstattung ist nicht nur wünschenswert, sondern kann auch erwartet werden. Wie sich der WDR in Geschichte und Gegenwart zu Schwulen und Lesben positionierte, ist komplex, bisher nicht zusammenhängend erforscht und lässt sich mit einem Absatz auch nicht adäquat behandeln. Dennoch möchte ich das Thema mit einzelnen Stichworten anreißen – in der Hoffnung, dass es irgendwann einmal fundiert ausgebaut werden kann.

Rosa von Praunheims Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" war eine wichtige Initialzündung für die zweite deutsche Schwulenbewegung und wurde 1971 im Auftrag des WDR produziert. Nach seiner Erstausstrahlung (Berlinale, 3. Juli 1971) sollte er bundesweit im Ersten Programm der ARD ausgestrahlt werden, lief aber nach Protesten aus Bayern zunächst nur im Dritten Programm des WDR (31. Januar 1972). Als er 1973 erstmals auch im ersten ARD-Programm zu sehen war, wurde die Ausstrahlung mit einer engagierten Podiumsdiskussion verbunden, die vom WDR-Journalisten Reinhard Münchenhagen souverän moderiert wurde.

"Lindenstraße"

Eine ebenfalls große historische Bedeutung hatte die vom WDR produzierte Serie "Lindenstraße" (1985-2020), die schon in den ersten Jahren durch die schwule Figur Carsten Flöter (Georg Uecker) die gesellschaftliche und rechtliche Emanzipation von Schwulen und Lesben mit Themen wie Coming-out, Ehe für alle, Adoption und HIV aufgriff. Die "Lindenstraße" war die zweite deutsche Fernsehserie, in der ein gleichgeschlechtlicher Kuss zu sehen war (1987). Nach Ausstrahlung einer weiteren Folge mit einem schwulen Kuss (1990) erhielten die beiden Schauspieler Morddrohungen (queer.de berichtete). Der WDR hat die Kussszene von 1990 mittlerweile online gestellt.

"Rosa Sitzung" und "AndersRum"

Zu den regelmäßigen Beiträgen des WDR über Homosexualität gehören die Sendungen zum CSD und zur "Rosa Sitzung" im Kölner Karneval, die von 1996 bis 2004 live übertragen wurde.

Um die Jahrtausendwende planten unterschiedliche Fernsehsender schwul/lesbische Magazine, die gleichzeitig und konkurrierend auf den Markt drängten. Im September 1999 hatte sich der WDR viel Mühe gegeben, um mit seinem Magazin "AndersRum" einen Tag früher als die Konkurrenz "AndersTrend" von RTL auf Sendung zu gehen (s. "taz", 15. September 1999). Kurz danach wurden alle diese Magazine schnell wieder eingestellt. Seit 2016 sind Schwule und Lesben übrigens auch im Rundfunkrat des WDR vertreten – nachdem dieses Ziel bereits in den Rundfunkräten in Bremen, dem Saarland und im ZDF erreicht wurde.

Der WDR heute

In seinen Beiträgen muss der WDR unterschiedliche Meinungen zu Wort kommen lassen, will emotionalisieren und bis zu einem bestimmten Punkt bestimmt auch polarisieren. Dabei lässt sich nicht immer genau bestimmen, ob der WDR homophobe Positionen zu Wort kommen lässt, weil sie als Teil des legitimen Meinungsspektrums angesehen oder ob sie nur verwendet werden, um sich in Abgrenzung dazu deutlich für eine Emanzipation auszusprechen.

Die Diskussion darüber, ab wann sich der WDR von homophoben Positionen deutlich distanzieren müsste, wird wohl seit Jahrzehnten geführt. Ein Beispiel dafür aus den vorigen Jahren bietet der WDR-Sender 1Live, wo sich eine Christin über Homosexualität als "Sünde" und "Krankheit" äußern durfte, ohne dass ihr widersprochen wurde (s. die Beiträge auf queer.de vom 28. August 2017, 31. August 2017 und 21. Februar 2018).

Johannes Kram äußert sich regelmäßig sehr kritisch auf seinem "Nollendorfblog" auch über die Rolle der Medien und des WDR. Viele seiner Äußerungen halte ich für reflektiert und konstruktiv. Seine kritische Meinung, dass es "mittlerweile beim WDR schon fast eine Tradition darin (gibt), homosexuellenfeindliche Beiträge zu produzieren" (19.1.2019) und dass WDR-Produktionen "gegen LGBTI Stimmung" machen (8.12.2020), teile ich jedoch nicht. Die von Personen aus der LGBTI-Community an den WDR gerichtete Forderung, umstrittenen Personen wie David Berger kein Podium zu bieten, lehne ich ab. Homophobe und provokante Positionen muss man sachlich und öffentlich widerlegen.

Für mich hat sich bei der Talk-Show "Ich bin schwul! Was habt ihr gegen mich?" nicht einmal ansatzweise die Frage gestellt, ob die homophoben Positionen die Positionen des WDR widerspiegeln könnten. Die Moderatorin Uschi Schmitz hat sich schließlich in nicht misszuverstehender Form deutlich für eine Emanzipation von Schwulen ausgesprochen. Aber vermutlich wird es auch hier Stimmen geben, die der Meinung sind, dass man die drei schwulenfeindlichen Personen nicht hätte zu Wort kommen lassen dürfen. Der WDR hat hier, wie in anderen Fällen, ein gutes Händchen für die Moderation bewiesen. Meiner Meinung nach hat der WDR hinsichtlich seiner Berichterstattung über Schwule und Lesben – trotz vereinzelter Kritik – einen guten Ruf.

Hinweis in eigener Sache und ein "Danke"

Weil die einzelnen Folgen von "Alles klar?!" weder als DVD noch anderweitig verfügbar sind, war es für diesen Artikel notwendig, eine Kopie dieser Sendung kostenpflichtig beim Mitschnittservice des WDR zu bestellen. Für die angefallenen regulären 42,50 Euro habe ich mich von einem Freund sponsern lassen, der anonym bleiben möchte. Er hat damit meine beiden Artikel über diese WDR-Produktion (hier mein ergänzendes Interview mit dem damaligen Talkshowgast Jürgen Schrader) erst ermöglicht. Zum einen möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bei ihm bedanken. Zum anderen möchte ich dies zum Anlass nehmen, darauf hinzuweisen, dass guter Journalismus nicht selbstverständlich ist und alleine die Recherchekosten höher als das erwartbare Autor*innenhonorar sein können. Dieser Umstand wird häufig vergessen, wenn auch Qualitätsjournalismus kostenlos im Netz verfügbar ist.

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#1 LegatProfil
  • 13.03.2021, 13:25hFrankfurt am Main
  • "Dabei lässt sich nicht immer genau bestimmen, ob der WDR homophobe Positionen zu Wort kommen lässt, weil sie als Teil des legitimen Meinungsspektrums angesehen oder ob sie nur verwendet werden, um sich in Abgrenzung dazu deutlich für eine Emanzipation auszusprechen."

    Ich stimme grundsätzlich zu, dass man homophobe Positionen durchaus zu Wort kommen lassen kann, um sich in Abgrenzung dazu deutlich für eine Emanzipation auszusprechen, aber auch nur dann.
    Das ist aber heute auch noch lange keine Realität. Da wird von der Moderation (Bespiel Gesine Schwan) einfach mal queeren Vertretern das Mikro abgedreht oder dafür berüchtigte Moderator*innen (Beispiel Frank Plasberg) sind eher daran interessiert, die Diskussion anzuheizen und möglichst zur Kontroverse zu führen, der Einschaltquote wegen.
    Andere Moderator*innen sind eher an einem "respektvollen Austausch auf Augenhöhe" interessiert und arbeiten damit gewollt oder ungewollt darauf hin, jedewede noch so niederträchtige Meinung zu legitimieren, da es bei uns leider immer noch zum "guten Ton" gehört, ALLES (außer vielleicht den Holocaust, aber hier wohl auch nur wegen der ausnahmsweise eindeutigen deutschen Gesetzeslage) "ergebnisoffen" möglichst bis in alle Ewigkeit diskutieren zu dürfen, ja geradezu zu müssen.
    Diese ewige Diskutiererei über Dinge die gar nicht verhandelbar sind (Grundrechte wie z.B. unantastbare Menschenwürde, Gleichberechtigung, Diskriminierungsfreiheit) ist nichts weiter als politische Erodierungstaktik, um Hass wieder gesellschaftsfähiger zu machen. Genau das macht die neue Rechte in Europa schon seit Jahren sehr erfolgreich.
    Wenn das so weitergeht, ist es irgendwann wieder so weit und dann WIRD wieder darüber diskutiert werden, ob es nicht DOCH OK sein könnte, "unerwünschtes Pack" wieder zu deportieren, in Lager zu stecken, zu vernichten.

    WEHRET DEN ANFÄNGEN!
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#2 BirgitAnonym
  • 13.03.2021, 14:28h
  • Wäre es nicht interessant, auch über Radiosendungen zu diesem Thema zu berichten? Der WDR und auch der Süddeutsche Rundfunk, heute SWR, haben schon in den 1970er Jahren solche Diskussionen gesendet.
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