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Kommentare zu:
"Ich würde das immer wieder tun"


#1 MarioAnonym
  • 13.03.2021, 12:24h
  • ein sehr schöner Bericht. Hut ab vor so viel Courage. 1981, das war noch eine ganz andere Zeit, die wir uns garnicht vorstellen können. Danke Jürgen Schrader.
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#2 thorium222Profil
#3 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 13.03.2021, 14:28h
  • "Seit knapp 38 Jahren bin ich mit meinem Freund Bernd Thiede zusammen; mittlerweile sind wir auch verheiratet."

    Er nennt seinen Ehemann "seinen Freund". Würde das eine heterosexuelle Person auch so sagen? Mir zeigt das, dass Viele immer noch eine Schere im Kopf haben und auch heute noch nicht sagen, was früher nicht sein durfte.

    "Wer selbstbewusst zu seinem Leben steht, muss heute keine Angst mehr davor haben, schwul, lesbisch oder trans zu sein, und wird ja meistens auch im Freundeskreis und im Berufsleben akzeptiert."

    - "muss heute keine Angst [...] haben"
    . "wird [...] meistens (!) [...] akzeptiert"

    Also in ein und derselben Aussage folgt gleich die Einschränkung. Eine sehr milde Einschränkung, denn bei vielen Menschen ist es eben leider nach wie vor NICHT so, dass sie "meistens" akzeptiert werden. Und dass queere Menschen heute keine Angst mehr vor Diskriminierung, Ausgrenzung, psychischer oder physischer Gewalt haben müssten, wäre mir nun gänzlich neu. Wenn das wirklich so wäre, weshalb erscheinen hier täglich Artikel, die das Gegenteil beweisen?

    Es gibt halt queere Menschen, die sich ihre eigene kleine Friede-Freude-Eierkuchen-Welt der Glückseligkeit gebastelt haben. Sollen sie gerne in dieser Welt leben. Aber BITTE nicht behaupten, das, was sie erleben und/oder empfinden, gälte für alle.
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#4 SickoAnonym
#5 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 13.03.2021, 15:33h
  • Antwort auf #4 von Sicko
  • War ja klar, dass so eine Antwort kommen würde.

    Ich habe größten Respekt davor, dass dieser Mann sich 1981 in dem Alter vor eine Kamera begeben hat.

    Nichtsdestoweniger muss es erlaubt sein, Auffälligkeiten, die heute geäußert werden, aufzuspüren und einzuordnen. Und die beiden Punkte sind mir eben aufgestoßen.

    Hast Du irgendwelche echten Argumente gegen meinen Kommentar vorzubringen? Ich höre.
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#6 LupdejuppAnonym
  • 13.03.2021, 16:21h
  • Antwort auf #5 von NonBinary
  • Es ist keine Auffälligkeit, du inszeniert es nur als solche um dich auf kosten des interviewten zu profilieren weil : "ich würde es anders machen/sagen/präsentieren etc. und alles was davon abweicht muss zwangsläufig ein Resultat oder wenigstens Beleg für einen wie auch immer gearteten Komplex sein"....

    lol
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#7 SwffmAnonym
  • 13.03.2021, 16:43h
  • Die Sendung war mit damals 21 Jahren der erste Schritt für mich zum coming-out. Endlich waren auch Schwule normale Menschen mit denen ich mich identifizieren konnte und nicht die damals beim Thema im TV noch üblicherweise übertrieben dargestellten Standard-Tunten mit Handtasche. Danke für Euren Mut damals.
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#8 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 13.03.2021, 16:54h
  • Antwort auf #6 von Lupdejupp
  • "um dich auf kosten des interviewten zu profilieren"

    Man sollte Handeln Anderer nicht eigene Beweggründe zu Grunde legen. Ich bin queere_r Gesellschaftskritiker_in und spreche Dinge an, die im Hier und Heute passieren. Weshalb kommt als Gegenargument gegen Menschen, die Missstände ansprechen IMMER das argumentum ad personam, sie wollen sich ja nur selbst in den Vordergrund stellen? Stell Dir vor, es gibt andere Motivationen, sich hier in den Kommentaren zu beteiligen.

    Meine Motivation ist und bleibt es, Dinge, die nicht so rund laufen, wie sie es könnten oder sollten, anzusprechen. Und zwar in der Regel auch mit Begründung/ Erklärung/ Argumenten. Wem meine Argumente nicht gefallen, ist dazu aufgerufen, echte Gegenargumente an den Start zu bringen, über die man dann ggf. diskutieren kann, sofern sie a) nicht nur auf die Person abzielen (was dann im übrigen auch kein echtes Gegenargument wäre) und b) nicht die Grundwerte ergebnisoffen diskutieren wollen.

    Ich habe hier zwei Punkte aufgegriffen und mitgeteilt, was mir dazu aufgefallen ist. Ich habe sogar geschrieben, man möge ja diese Ansicht haben, solle aber bitte nicht so tun, als würde die für ALLE gelten.

    Ich kann die Kernpunkte gern noch einmal wiederholen:
    1) Würde eine Hetero-Frau ihren Ehemann wirklich ihren "Freund" nennen? Ein Hetero-Mann seine Ehefrau wirklich seine "Freundin"? Wo bitte erleben wir solches? Ich kenne es seit Jahrzehnten so, dass dann von "meinem Mann" und "meiner Frau" gesprochen wird. Und zwar ganz selbstverständlich. Und doch bezeichnet dieser schwule Mann seinen Ehemann als seinen "Freund". Warum ich glaube, dass das so ist, habe ich bereits geschrieben.
    2) Ist es wirklich Realität, dass queere Menschen heute keinerlei Angst mehr zu haben brauchen? Weil ja alles so super paletti läuft in unserer ach so toleranten Gesellschaft? Wenn ja, sind dann alle Artikel, die Queer.de veröffentlicht, und die das Gegenteil beweisen, blanker Unsinn?
    Ganz abgesehen davon, was würde es helfen, wenn man "im Freundeskreis meistens akzeptiert" würde? Möchte irgendwer einen Freundeskreis haben, in dem er_sie teilweise NICHT akzeptiert wird?

    Mir ist schon klar, dass in unserem Land meist der Überbringer einer nicht gern gehörten Botschaft ordentlich eins auf den Deckel kriegt, während die Botschaft entweder ignoriert, abgewimmelt wird oder "erst noch ergebnisoffen diskutiert werden muss". Dennoch werde ich nicht müde werden, solche Botschaften zu senden.

    Und zwar nicht, weil ich mich dadurch toll fühlen würde. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Sowohl die Inhalte der Artikel, die nun mal die Realität abbilden, mit der wir nicht zufrieden sein können, als auch viele Kommentare, besonders diejenigen, die mich persönlich angehen, belasten mich enorm. Mir wäre am allerliebsten, ich hätte hier gar nix zu schreiben. Aber bis dahin wird es wohl noch recht lange dauern.
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#9 pun intendedAnonym
#10 sickoAnonym
  • 13.03.2021, 17:48h
  • Antwort auf #8 von NonBinary
  • Also ehrlich, Du regst Dich darüber auf, daß er seinen Ehemann seinen Freund nennt? Das ist eine höchst individuelle Entscheidung.
    Es gibt auch Leute, die nennen ihren Ehepartner "Olle/r", "bessere Hälfte" etc. Nur weil viele (oder die meisten) Ehemann/-frau sagen, muß das noch lange nicht jeder tun. Und schon gar nicht mußt Du da irgendwelche Dinge vermuten und unterstellen. Aber vielleicht kannst Du gar nicht anders, weil Du eben immer diese Benachteiligung der Minderheit suchst. Selbst in individuellen Äußerungen. Wenn er jetzt Schatz statt Freund gesagt hätte...
    Persönlich verstehe ich gar nicht, wie man sich über sowas Gedanken machen und dann noch ellenlange Abhandlungen schreiben kann. Aber ok, wenn man sich selbst "queere_r Gesellschaftskritiker_in" nennt, scheint es ja die Lebensaufgabe zu sein.
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#11 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 13.03.2021, 18:15h
  • Antwort auf #10 von sicko
  • Er kann seinen Ehemann nennen, wie er möchte.
    Ich darf hier aber auch sagen, was mir dazu auffällt.

    Übrigens, wenn ich schreibe, dass ich etwas tue, heißt das noch lange nicht, dass ich NUR das tue. Außerdem bin ich ja nun weiß Gott nicht der_die einzige queere Gesellschaftskritiker_in. Viele tun das, entweder beruflich oder aus persönlichem gesellschaftlichem Engagement. Weil es ihnen wichtig ist. Ich wüsste in diesem Zusammenhang nicht, weshalb "Lebensaufgabe" eine abwertende Bezeichnung sein sollte.

    Habe übrigens keinerlei Lust, auf diesem Niveau weiterzudiskutieren.
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#12 HagenAnonym
#13 QuickneasyAnonym
#14 KokolemleProfil
  • 13.03.2021, 20:38hHerschweiler
  • Ich habe diese Sendung heute sogar auf DVD
    Ja da kommen wirklich Erinnerungen in mir auf. Ich habe Tränen in meinen Augen, weil ich im Leben so viel an Liebe versäumt habe. Mit meinen Eltern, die mittlerweile tot sind, hatte ich so gut wie nie darüber sprechen können über meine Gefühle. Das Thema wurde einfach tot geschwiegen so als gäbe das Schwusein einfach nicht. Der Vater war in dieser Richtung abscheulich abweisend. Während dieser Zeit war ich in der Lehre und es wurde öfters der Name "Paula" nach mir gerufen. Ich war sehr einsam, weil ich niemanden kannte und es damals noch nicht das Internet gab. Es war einfach schrecklich. Vor 2 Jahren lernte ich endlich einen Afrokubaner der auch so wie ich und sehr lieb und nett ist, kennen. Jetzt nach 40 Jahren Warten in Worten Vierzig, klappte es endlich. Alles ist jetzt gut, nur das junge Alter von damals 20 kann mir Niemand mehr geben. Das ist für immer verloren. Und alles nur, weil diese Gesellschaft damals Homosexualität abgelehnt hatte. Ich frage mich mit welchem Recht geschah das überhaupt? Ganze Lebensentwürfe und glückliche Beziehungen, die ansonsten hätten sein können wurden so verunmöglicht und oder vernichtet.
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#15 NonBinaryEhemaliges Profil
  • 13.03.2021, 21:42h
  • Antwort auf #13 von Quickneasy
  • Soll ich mich jetzt ernsthaft dafür entschuldigen, dass ich längere Analysen schreibe, die über Deinen Zweieinhalb-Zeilen-Modus hinausgehen? Wem hier meine Kommentare zu lang sind, der_die möge sie einfach ignorieren. Niemand wird gezwungen, sie zu lesen.

    Es wird übrigens auch niemand dazu gezwungen, gehässige Kommentare gegen mich persönlich zu schreiben, die jegliche sachliche Gegenargumentation vermissen lassen. Der Tatsache, dass bisher keine echten Gegenargumente gekommen sind, entnehme ich, dass bisher niemandem kluge eingefallen sind.

    Ich warte also immer noch auf echte Argumente statt persönlichem Bashing.
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#16 TheDadProfil
  • 13.03.2021, 22:30hHannover
  • Antwort auf #5 von NonBinary
  • ""Hast Du irgendwelche echten Argumente gegen meinen Kommentar vorzubringen? Ich höre.""..

    ""Er nennt seinen Ehemann "seinen Freund".""..

    Ja, wie wunderbar..
    Würden mehr Eheleute mit ihren jeweiligen Ehepartnern auch befreundet bleiben nachdem sie geheiratet haben würde weit weniger schief laufen..

    Die heterosexuelle Variante der Ehe beinhaltet nämlich immer noch Passagen die aus "christlichen Dogmen" herrühren, in denen Einer der Untertan des Anderen sei, oder sein bisheriges Leben zugunsten der Freundschaften und Bedürfnisse (meinstens) des männlichen Partners aufgibt, was am Ende einer solchen Ehe, oder nach einer Scheidung zur Vereinsamung von Hinterbliebenen führt, weil sie nie eigene Freundeskreise aufgebaut und gepflegt haben..
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#17 lennyAnonym
  • 14.03.2021, 00:52h
  • Ich habe großen Respekt vor diesem Auftritt 1981. Für mich bewundernswerte Vorreiter von LBTIQ. Die beiden Jungs, heue Männer, können echt stolz auf diesen Auftritt sein.

    @NonBinary: Echt peinlicher Beiträge *fremdschäm
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#18 WahrheitIstRelativAnonym
#19 goddamn liberalAnonym
  • 14.03.2021, 10:55h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • "Würden mehr Eheleute mit ihren jeweiligen Ehepartnern auch befreundet bleiben nachdem sie geheiratet haben würde weit weniger schief laufen.."

    Für mich ist Freundschaft das Wichtigste im Leben (ob mit oder ohne Sex).

    Überhaupt: Heteronormativitäts-Alarm!

    Aber Spass beiseite: Danke, dass Queer.de die Sendung ausgegraben hat, die mir für mein Coming-Out sehr wichtig war! Ich bin heute noch den schwulen Teilnehmern der Sendung dankbar und gratuliere Ihnen nachträglich zu ihrem großen Mut!

    Irgendwie war der WDR damals noch ein linker Sender...
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#20 HagenAnonym
  • 14.03.2021, 17:19h
  • Antwort auf #14 von Kokolemle
  • Danke für deinen berührenden Bericht. Traurig und zugleich aber auch schön. Wenn es auch eine harte Zeit war, hat sie uns doch zu dem gemacht, was wir heute sind: selbstbewusste Menschen, die ein spätes Glück um so mehr zu schätzen wissen. In diesem Sinne wünsche ich dir und deinem Mann alles Liebe.
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#21 KumpelAnonym
  • 14.03.2021, 18:16h
  • Meine Fresse auch. Hier wird @Non Binary heruntergemacht, als handelt es sich um Den oder Die Staatsfeind*in Nr.1
    Gleichzeitig knallen hier die Sektkorken, als sei die Monogamie hier das Non plus Ultra.
    Non Binary, i Love You.
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#22 KumpelAnonym
  • 14.03.2021, 18:42h
  • Antwort auf #21 von Kumpel
  • Nachtrag. Ich wohne in einer derart Spießigen Kleinbürgerlichen Siedlung. Da sollte man doch zumindest davon ausgehen, das Schwule und Lesben sich zumindest untereinander verstehen. Jetzt wohne ich schon 13 Jahre hier und was stelle ich fest? Das Lesbenpaar benimmt sich, als wären sie ja sowas von normal, ( W.Thierse läßt schön grüßen) . Der kesse Vater führt die Hündin aus, als wäre diese ein Staatsschatz. Und von Grüßen keine Spur. Habs zweimal probiert. Jetzt lasse ichs. Dann sind da noch zwei Schwulenpaare, die sich ebenso verhalten. Mit einem von denen kam ich mal ins Gespräch und was glaubt Ihr mußte ich mir anhören? Erstens seine Liste mit all seinen Krankheiten und zweitens über die ach so intoleranten Nachbarn, die seine zwei Hunde nicht abkönnen. Lebt von Sozialhilfe. Was sein Partner macht, weiß ich nicht. Wenn dass, das Ziel in Deutschland für die Ehe für Alle bedeutet, na, da bleibe ich gerne weiterhin ein Single. Die 80er Jahre waren beiweiten aufregender, als das was ich heute als 70 jähriger so alles zu sehen kriege.
    Ein femininer Schwuler junge Mann kam mir neulich über eine Kreuzung entgegen. Sein Blick war Starr nach unten gerichtet und fast hätte ich laut geschriehen, Kopf hoch und sei stolz für das was Du bist. Das ist 2021.
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#23 dellbronx51069Anonym
  • 14.03.2021, 20:34h
  • Hut ab vor soviel Courage im Jahr 1981.
    Das ist sicher nicht repräsentativ. Ich hätte mich das damals nicht getraut. Jede/r hat ihre /seine eigene Geschichte Schliesst sich aber doch nicht aus . Niemand behauptet das alles Friede Freude Eierkuchen ist. Das ist es beileibe nicht. Heten dürfen seit 2000 Jahren heiraten . Wir erst seit 2017 , vorher gab es noch das LPartG . Ich bin nun auch schon 33 Jahre mit meinem Mann zusammen. Freund- Lebenspartner- mein Mann . Das haben die Heten ja nie durchlebt. Deshalb kann es auch nicht verglichen werden. Also bleibt mal Alle schön locker.
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#24 FidelioAnonym
#25 WahrheitIstRelativAnonym
  • 15.03.2021, 07:14h
  • Antwort auf #24 von Fidelio
  • Werden dir mehr Rechte und Sichtbarkeit zugestanden, bekommen diejenigen, die dich nicht tolerieren erstmal "Angst" und reagieren aggressiver. Ganz logischer Ablauf. Ist dann irgendwann die Selbstverständlichkeit erreicht, will es wieder keiner gewesen sein...
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#26 NonBinaryEhemaliges Profil

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