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Frankreich

César-Trophäe für lesbisches Liebesdrama

Filippo Meneghettis Spielfilm "Wir beide" über die heimliche Beziehung zwischen zwei älteren Nachbarinnen wurde am Freitagabend als bester Debütfilm mit dem "französischen Oscar" ausgezeichnet.


Szene aus "Wir beide": Nach außen hin ist Nina (Barbara Sukowa, re.) nur die nette Nachbarin, aber für Madeleine (Martine Chevallier) ist sie die Liebe ihres Lebens (Bild: Weltkino)
  • 13. März 2021, 12:25h, noch kein Kommentar

Der lesbische Liebesfilm "Wir beide" von Filippo Meneghetti hat die französische César-Trophäe als bester Debütfilm gewonnen. Die renommierte Auszeichnung wurde am Freitagabend ohne Publikum in der berühmten Pariser Konzerthalle Olympia verliehen.

Im Mittelpunkt von "Wir beide" stehen die beiden älteren Nachbarinnen Nina (Barbara Sukowa) und Madeleine (Martine Chevallier), die seit Jahren eine geheime Beziehung führen und davon träumen, gemeinsam ein neues Leben in Rom zu beginnen. Doch Madeleine kann sich nicht überwinden, ihrer Familie die Wahrheit zu sagen. So bleibt die Liebe der beiden Frauen für die Außenwelt unsichtbar und das heimliche Schleichen über den Flur zwischen den Apartments ihr Alltag. Doch dann führt ein unerwartetes Ereignis dazu, dass die Türen geschlossen bleiben. Nina muss alles riskieren, um zu Madeleine durchzudringen.

"Wir beide" auf Short-List für französischen Oscar-Beitrag

"Wir beide" hatte seine Weltpremiere beim Toronto International Film Festival, startete im August 2020 in deutschen Kinos und ist bereits auf DVD erschienen. Das Liebesdrama steht auch auf der Short-List für den Oscar als französischer Beitrag für den besten fremdsprachigen Film.

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Wegen der Corona-Krise fand die 46. César-Veranstaltung ohne Zuschauer*innen im Saal statt, nur die Preisträger*innen und Nominierten nahmen an der Zeremonie teil. Als bester Film wurde die Tragikomödie "Adieu les cons" ("Auf Wiedersehen, ihr Idioten") von Albert Dupontel ausgezeichnet. "Rausch" des dänischen Filmregisseurs Thomas Vinterberg wurde mit dem César als bester Auslandsfilm gewürdigt.

Öffnung der Kinosäle gefordert

Die diesjährige Verleihung fand unter einer erneuerten Führung der Académie des César statt. Der Streit um die Vergabe des Preises für die beste Regie an Roman Polanski für den Film "Intrige" im vergangenen Jahr hatte die Institution in eine Krise gestürzt.

Viele Schauspieler*innen, darunter Isabelle Huppert, nahmen das Event am Freitagabend zum Anlass, um die Öffnung der Kinosäle zu fordern. Der César ist Frankreichs nationaler Filmpreis, benannt nach dem Bildhauer César Baldaccini. Der "französische Oscar" wird seit 1976 verliehen. (cw/dpa)

Galerie:
Wir beide
8 Bilder