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#Szene

Wird der Regenbogenkiez die Coronakrise überleben?

Im neuen Vlog von Phil Hollister berichtet Olaf Möller vom Regenbogenfonds der schwulen Wirte e.V. über die Situation der Gewerbetreibenden im Szeneviertel am Berliner Nollendorfplatz.

Ich lebe seit fast 20 Jahren in Berlin und habe sowohl viele schöne Stunden in Cafés, Bars und Clubs im Regenbogenkiez in Schöneberg verbracht als auch viele nette neue Leute dort kennengelernt.

Auch die diversen Shops in der Maaßenstraße, Motzstraße, Eisenacher Straße, Kalckreuthstraße sowie der Fuggerstraße habe ich regelmäßig besucht.

Besonders für die schwule Ü30-Generation ist der Kiez eine tolle Alternative, um seinesgleichen auch außerhalb der Online-Welt zu treffen. Und zwar in einem sicheren Umfeld.

Doch dieser wichtige Schutzraum ist durch die Coronakrise ernsthaft bedroht. Deshalb besuchte ich Olaf Möller, Vorstand im Regenbogenfonds der schwulen Wirte e.V. Wir unterhielten uns über die aktuelle Situation der Gewerbetreibenden.

Der Regenbogenfonds, der auch das queere Stadtfest veranstaltet, hat seinen Ursprung in der Gründung der KAB (Konzertierte Aktion lesbisch-schwuler Wirtschaft in Berlin) im Jahre 1992 – einem Zusammenschluss von damals 15 Berliner Szenewirten. Die Gründung der KAB wiederum ist ein Ergebnis der Arbeit des Schwulen Überfalltelefons von Mann-O-Meter. Anlass boten anhaltende Übergriffe auf Schwule. Mit gemeinsamen Aktionen sollte der Gewalt mehr Selbstbewusstsein und Entschlossenheit entgegengesetzt werden.

Wer mehr über den Regenbogenfonds der schwulen Wirte e.V. erfahren möchte, den empfehle ich den Besuch der Webseite.

In einem zusätzlichen Video berichtet Olaf Möller über die aktuelle Lage des Lesbisch-schwulen Stadtfests in Berlin, das nach derzeitigen Planungen am 2. und 3. Oktober 2021 stattfinden soll. Aber auch das ist nicht sicher.



#1 gastAnonym
  • 14.03.2021, 10:07h
  • Ob der Kiez die Krise überleben wird hängt natürlich zum Großteil an der Community. Im Zeitalter von Dating apps, von Internetforen ist es nicht mehr nötig sich abends auf den Weg in unsichere (von Gewalt bedrohte) Gefilde zu machen ...
    Die Bars, Kneipen etc könnten "geselliges Unterhaltungsprogramm" anbieten das nicht nur auf sexueller Hinsicht basiert. Klingt altmodisch aber nicht alles was altmodisch ist oder klingt, ist automatisch blöd. Ich denke, gerade jetzt, wo viele monatelang allein, einsam ihre Tage verbringen mußten und so manche sozialen, zwischenmenschlichen Kontakte einschliefen wären sowas wie vermehrt stattfindende "Spielabende, Bingoabende ´ne gute Möglichkeit wieder den/die anderen als Mensch kennenzulernen. Ich seh z.b dass die Irish Pubs immer proppenvoll sind bei Bingo und Quizabenden.
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#2 Felix JankowskiAnonym
  • 14.03.2021, 13:10h
  • Die Berliner Politik war doch schon vorher kräftig dabei die geilen Sexläden kaputt zu bekommen,siehe Darkroomschliessungen!
    Ich glaube Berlin hat die hammergeilen Zeiten auch hinter sich,was das sündige Szenesexleben angeht...
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#3 Ana NymAnonym
  • 14.03.2021, 14:21h
  • Der Regenbogen Kiez.
    Die Community.
    Wo sind denn die anderen?
    Wo sind wir, wir L-BTIQ?
    Lesbisches Leben in Berlin?
    Corona und vor allen Dingen die Regelungen deswegen betreffen wirklich nicht nur das G auch wenn es wohl mehr für Schwule gibt.
    Unser Regenbogen Kiez muss bunt bleiben.
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#4 FelixAnonym
  • 14.03.2021, 17:45h
  • Es wir doch für die Regenbogenkieze allgemein schwieriger seit ca 20 Jahren.

    In Frankfurt/Main gibt es vielleicht noch 20% der Szene-Bars/Clubs/Einzelhandel verglichen mit vor 15-20 Jahren.

    Das liegt an den Dating Apps, Onlinehandel und dem geänderten Ausgehverhalten.

    Richtige Szeneviertel gibt es in Deutschland eigentlich nur noch in Berlin und Köln, und mit Einschränkungen in Hamburg.
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#5 SebiAnonym
  • 15.03.2021, 17:38h
  • Viele meinen ja, dass man keine Szene mehr bräuchte, weil ja Internet und diverse Apps vieles erleichtern. Aber ich will nicht in einem "Männer-Katalog" irgendwelche Profile mit ihren Checklisten abhaken.

    Für mich geht nach wie vor nichts über das Live-Kennenlernen. Der erste Blickkontakt, flirten, das erste Gespräch. Sich dann langsam kennenlernen und irgend merken, dass da mehr ist...

    Insofern hoffe ich sehr auf ein Überleben der Szene und werde da immer treu bleiben.
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#6 queeres LatexviechAnonym
  • 15.03.2021, 19:13h
  • Antwort auf #5 von Sebi
  • Ich sehe das nicht exakt in einem Widerspruch

    Eine persönliche Beziehung, den einen Partner zu finden, was von Dating-Seiten und Apps erleichtert wird, ist das eine.

    Und vielelicht suchen die meisten Menschen genau nach einer solchen Beziehung und machen damit diese Seiten und Apps erfolgreich, Menschen die nur deswegen früher in Szene-Kneipen und Clubs gegangen sind weil sie damals keine bessere/paßgenauere Möglichkeit hatten.

    Ich persönlich sehe das halt etwas anders und suche nicht nach dem einen Partner sondern nach Gesellschaft, Events und Freiräumen wo man seine Kinks nicht verstecken muß.

    So etwas findet man halt nicht per App sondenr real in Clubs und Co, oder dem was noch davon übrig sein wird.

    Dafür bin ich früher gerne die 500km nach Berlin gefahren, mein Sozialleben hab ich dort meineFreiheit und Gesellschaft gefunden.

    Heutzutage nur noch Angst unbd Einsamkeit
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